Stand:10/2013
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Kaufberatung Babynahrung - Empfehlungen, Ratgeber, Informationen

Überblick

Überblick - Autor: dooyoo-Userin Michelle975
Hipp, Milupa, Alete, Humana... Es gibt unzählige Hersteller und Marken von Babynahrung, so dass man als Eltern schnell überfordert ist und nicht mehr weiß, was aus dem vielfältigen Angebot an Babynahrung das Beste für den kleinen Schatz ist. Fest steht: Die Grundlage für eine gesunde Entwicklung des Babys ist eine altersentsprechende, ausgewogene und kaloriengerechte Ernährung, die in den ersten Monaten auf Muttermilch (alternativ: industrielle Fertigmilch) und später dann auf der Grundlage von viel Gemüse und vitaminreicher Kost basiert, die man mittlerweile auch wunderbar aus dem Gläschen füttern kann.

Säuglingsmilch HA, PRE - HA, PRE, Folgemilch & Co. - was ist eigentlich genau was und womit sollte man beginnen?? Fest steht, dass Stillen die beste Ernährung für ein Baby ist - insbesondere in den ersten sechs Lebensmonaten. Manche Mütter können oder wollen aber nicht stillen, so dass sie gezwungen sind, auf industriell hergestellte Produkte zurückzugreifen. Fertigmilch aus der Tüte ist nicht schädlich für Babys und enthält alle Mineral- und Nährstoffe, die ein Säugling für seine gesunde Entwicklung benötigt. Da alle Produkte, dieser Kategorie den gesetzlich vorgeschriebenen EU- Richtlinien entsprechend hergestellt werden müssen und streng kontrolliert werden, ist es dabei auch mehr oder weniger nebensächlich, welche Marke man kauft. Die Zusammensetzung variiert je nach Hersteller ein wenig, aber im Grunde enthält jede Fertigmilch als Basis Kuhmilch, wobei dieser Rohstoff so aufbereitet wird, dass Babys ihn besser vertragen können.

Säuglingsmilch PRE

Säuglingsmilch PRE - PRE-Milch ist der Muttermilch am ähnlichsten. Sie ist genau so dünnflüssig und kann problemlos ab dem ersten Lebenstag gefüttert werden. Auch zum Zufüttern neben dem Stillen eignet sie sich hervorragend, denn sie enthält an Kohlenhydraten lediglich Milchzucker (Laktose). PRE-Milch wird häufig für die ersten beiden Lebensmonate empfohlen, wobei man sie problemlos sechs Monate ausschließlich verfüttern kann, besonders, wenn man zusätzlich noch stillt. Da PRE-Milch genau wie Muttermilch nicht allzu lange sättigt, wird das Baby vermutlich auch nachts Hunger haben und nach der Flasche verlangen. Bei allergiegefährdeten Säuglingen kann man auf HA (hypoallergene) PRE-Milch zurückgreifen, welche speziell für diese Babys entwickelt wurde und durch die spezielle Aufbereitung des enthaltenen Eiweißes darmschonender ist. PRE-Milch sollte auf jeden Fall in den ersten beiden Lebensmonaten gefüttert werden, kann aber auch im ersten halben Jahr ausschließlich eingesetzt werden. Es gibt PRE-Milch von Alete, Hipp, Milupa, Bebivita und diversen anderen Herstellern, wobei es sinnvoll ist, auf eine Marke zurückzugreifen, die überall erhältlich ist. Welcher Hersteller ausgewählt wird, ist prinzipiell egal, so lange man nicht ständig zwischen den verschiedenen Sorten hin und her wechselt

Anfangsmilch

Anfangsmilch - Nach den ersten beiden Monaten kann problemlos Anfangsmilch gefüttert werden, die im Handel auch häufig mit 1-er Milch gekennzeichnet ist. Die meisten Produkte der Anfangsmilch können bereits ab dem ersten Lebenstag gefüttert werden, wobei PRE- Milch empfohlen wird. In der Anfangsmilch sind neben Laktose auch andere Kohlenhydrate enthalten, in erster Linie glutenfreie Maisstärke, die die Milch sämiger und sättigender macht, obwohl sie meistens nicht mehr Kalorien beinhaltet als PRE-Nahrung. Außerdem verbleibt die Milch länger im Magen-Darm-Trakt, so dass Babys häufig eher durchschlafen, wenn sie mit 1-er Milch gefüttert werden. Verpackungen der PRE- und Anfangsmilch sehen oft sehr ähnlich und manchmal sogar fast identisch aus, so dass man sehr genau darauf achten sollte, ob man nun PRE- oder normale Anfangsmilch in den Händen hält.

Folgemilch 2 & 3

Folgemilch 2 & 3 - Folgemilch sollte frühestens nach dem 5. Lebensmonat verfüttert werden und enthält mehr Nährstoffe und Kalorien als die Anfangs- und PRE- Milch. Auch ist hier bei einigen Sorten bereits Zucker in Form von Glukose oder Maltodextrin beigefügt, so dass man die Zutatenliste beim Kauf eines Produktes genau beachten sollte. Abgesehen davon entält Folgemilch 2 und 3 auch Jod und Eisen, was vom Gesetzgeber vorgeschrieben ist. Eine Umstellung auf diese Milch ist nicht zwingend notwendig und es kann problemlos im gesamten ersten Lebensjahr Anfangsmilch gefüttert werden. Die 2-er und 3-er Milch sättigt allerdings wesentlich besser und Babys sind häufig zufriedener und schlafen eher durch, wenn sie eine Milch bekommen, die ihrem Alter entsprechend aufbereitet wurde. Folgemilch 2 und 3 ist überall erhältlich. Es gibt diese Produkte in einer Preisspanne von ca. 3,00 Euro bis hin zu 10,00 Euro und teurer. Besonders die Bio-Varianten der Babymilch sind oftmals sehr kostspielig. Zum Weiterlesen: http://www.gesundinsleben.de/fuer-fachkraefte/handlungsempfehlungen/erstes-lebensjahr/saeuglingsmilchnahrung/auswahl/

Gläschenkost

Gläschenkost - Ab wann gibt man seinem Baby Gläschenkost? In den meisten Fällen wird erstmal auf eine Stillmahlzeit verzichtet und dafür eine feste Mahlzeit in Form von einem Gemüsegläschen eingeführt. Natürlich kann man auch mit Brei oder Früchten beginnen, aber in der Regel beginnt man mit dem Mittagessen und mit einem Gemüseglas. Es wird empfohlen, erst mit 6 Monaten mit dem Zufüttern zu beginnen, weil das Baby in diesem Alter besser und schneller lernt vom Löffel zu essen als mit erst 5 Monaten. Vermutlich wird es anfangs den gesamten Brei mit der Zunge wieder aus dem Mund schieben, so dass man einiges an Geduld aufbringen muss, wenn man mit dem Füttern von fester Nahrung beginnt. Selberkochen ist natürlich gesünder als der industriell hergestellte Brei im Gläschen. Dennoch ist es natürlich bequemer, zeitsparender und mittlerweile auch unbedenklich, das Baby aus dem Glas zu ernähren. Viel falsch machen kann man beim Gläschenkauf nicht, denn alle Produkte werden kontrolliert und sind schadstoffgeprüft. Öko-Test hat im Dezember 2012 18 Babygläschen getestet und festgestellt, dass nur noch sehr wenige Schadstoffe enthalten sind. Wer Genaueres über diese Studie erfahren möchte, kann hier weiterlesen: http://www.oekotest.de/cgi/index.cgi?artnr=101288

Alle Gläschen sind mit "nach dem 4. Monat", "ab dem 6. Monat", "ab dem 8. Monat" oder "ab 12 Monaten" gekennzeichnet, so dass es nicht schwierig ist, etwas zu finden, das dem Alter des Babys angemessen ist. Mittlerweile gibt es auch die Kleinkind-Menüs, die häufig mit "ab 15 Monaten" ausgeschrieben sind. Es wird empfohlen, erstmal mit einer Sorte Gemüse zu beginnen. Das ist meistens Karotte, wobei man auch Pastinake oder Kürbis als Alternative wählen kann. So kann man feststellen, ob das Baby auf eine Zutat allergisch reagiert und es außerdem nach und nach an die verschiedenen Gemüsesorten und unterschiedlichen Geschmacksvariationen gewöhnen. Beginnt man mit Karotte pur, kann man eine Woche später Karotte+ Kartoffel füttern und wieder etwas später Karotte + Kartoffel + Fleisch anbieten. Genauso geht man dann weiter vor, wobei man, je älter das Baby wird und desto mehr Sorten an Gemüse und Fleisch es kennt, nicht mehr ganz so vorsichtig sein muss und den Essensplan flexibler gestalten kann. Mit den Obstsorten verhält es sich ganz ähnlich. Obstbrei wird häufig als zweite feste Mahlzeit eingeführt und in erster Linie am späten Nachmittag verfüttert.

Auch hier kann man mit Apfel pur oder Birne beginnen. Beliebt ist auch Bananenbrei, da er wunderbar sättigt und sehr süß ist. Später kann man dann auf die exotischeren Sorten zurückgreifen, in denen mehrere Obstsorten miteinander gemischt werden oder aber ein Getreidezusatz oder ein Plus an Joghurt vorhanden ist, der zusätzlich sättigt und weitere Nährstoffe liefert. Ist das Baby 8 Monate alt, gibt es auch Babymenüs, die kleine Stückchen enthalten, was das Kauen anregen und fördern soll. Nach dem 12. Monat, spätestens aber bis zum 15. Monat, sollte man das Baby an ganz normale Mahlzeiten gewöhnt haben. Ein Gläschen oder Kleinkind-Menü hier und da schadet zwar nicht, aber es ist auch nicht empfehlenswert, das Baby dann noch ausschließlich mit Fertignahrung zu versorgen. Gläschen für Babys ab dem 5. Monat sind überall im Handel erhältlich. Beim Kauf kann man auf jede Marke zurückgreifen, die einem selbst sympathisch ist bzw. kann man sich ganz von seinem Geschmack und dem des Kindes leiten lassen. Es sind von Marke zu Marke unterschiedlich viel Gemüse und Fleisch, aber auch Zucker und Zusatzstoffe enthalten, so dass man auf der Rückseite auf jeden Fall nachlesen sollte, was eigentlich genau im Glas ist. Zucker ist oftmals nicht als Kochzucker enthalten, sondern wird durch andere Süßungsmittel ersetzt. Hier findet man dann die Begriffe: Dextrose, Fructose, Lävulose, Glucose, Maltose, Maltodextrose oder Saccharose. Genaueres zu diesen Begriffen könnt ihr hier erfahren: http://www.code-knacker.de/zucker.htm Preislich variieren die Produkte der unterschiedlichen Hersteller ebenfalls sehr stark, so dass man einfach schauen und ausprobieren muss. Eigen- bzw. Hausmarken aus Drogerien und Supermärkten sind hier oftmals am günstigsten, dafür aber auch nicht überall erhältlich, wohingegen man die Markenprodukte führenden Hersteller fast in jedem Supermarkt bekommen kann, dafür aber auch mehr Geld dafür bezahlen muss.

Milchbrei

Milchbrei - Ähnlich wie bei der Gläschenkost wird Milchbrei ab dem 5., nach dem 6. und ab dem 8. Monat angeboten. Natürlich kann man Milchbrei auch selber zubereiten und herstellen, wobei man dann darauf achten sollte, welche Milch man verwendet. Die neuen Leitlinien zur Allergievorbeugung bei Babys belegen, dass Babys ab dem 6. Lebensmonat Kuhmilcheiweiß bekommen können, ohne dass das Allergierisiko steigt.
http://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/061-016_S3_Allergiepraevention_03-2009_03-2014.pdf
Da die Nieren des Babys noch unreif sind, können sie keine pure Vollmilch vertragen und man sollte Milch nur in fertig zubereitetem Milchbrei verabreichen, bis das Baby 12 Monate alt ist. Die Milchbreie, die im Handel erhältlich sind, basieren auf Folgemilch und Getreidezusatz, so dass sie als Pulver anzurühren sind und einfach abgekochtes Wasser beigefügt wird. Das geht schnell und ist absolut unkompliziert, wobei auch hier unzählige Sorten von unterschiedlichen Herstellern angeboten werden. Von Erdbeere- bis hin zu Stracciatella- und Banane-Keks-Brei ist so gut wie alles erhältlich. Da die Breie in Pulverform gekauft werden, halten sie sich sehr lange, so dass man auch gut eine größere Anzahl Breipackungen auf Vorrat kaufen kann.

Grießbrei ohne Geschmackszusatz gestaltet sich als äußerst praktisch, denn man kann einfach Joghurt oder Früchte einrühren und so geschmacklich variieren, ohne ständig neue Breisorten kaufen zu müssen. Instantbreie sind insgesamt günstiger und nicht so wabbelig wie Milchbrei aus dem Glas. Außerdem enthalten sie in der Regel weniger Süßungsmittel. Bei Milchbrei ist es wichtig, dass vom Löffel gefüttert wird! Zwar gibt es mittlerweile auch die sogenannten Breisauger, mit denen man Brei aus der Flasche trinken kann, allerdings besteht hierbei zum einen die Gefahr der Überfütterung, da ein Baby durch den Sauger schneller "isst" und so nicht rechtzeitig merkt, wenn es satt ist. Zum anderen werden die Zähne durch den süßen Brei stärker angegriffen und es besteht eher die Gefahr von Karies. Milchbrei wird genau wie Gläschenkost und Babymilch von allen namhaften Babynahrungs-Herstellern angeboten und ist auch in den meisten Fällen in Drogerien und Supermärkten als Hausmarke erhältlich. Wenn das Baby erst mal an Brei & Co. gewöhnt ist und nicht mehr ganz so empfindlich auf einen flexiblem Speiseplan reagiert, kann man sich hier problemlos durch das Sortiment testen und herausfinden, was dem Baby am besten schmeckt.

Joghurt, Pudding & Co

Joghurt, Pudding & Co - Joghurt, Pudding, Müsli, Quarkspeise, Riegel, Quetschfrüchte und ähnliches gibt es ebenfalls seit einiger Zeit speziell für Kleinkinder und von namhaften Herstellern wie Alete, Hipp & Co. Diese Produkte enthalten häufig viel Zucker in Form von Zuckerersatzstoffen und sind daher als Nachtisch und Süßigkeiten anzusehen. Ab und zu spricht nichts gegen einen Verzehr dieser Produkte, wobei man im Hinterkopf behalten sollte, dass ein Früchteriegel oder ein Vanillepudding keine ausgewogene oder gar gesunde Babykost ist. Wenn Kinder in einem Alter sind, in dem sie diese Produkte vertragen, können sie problemlos auch Alternativen vom Tisch der Erwachsenen bekommen, so dass diese Gläschen und Riegel zwar sicherlich sehr schmackhaft sind, aber nicht zwingend auf dem täglichen Ernährungsplan stehen müssen. Joghurt und Fruchtzubereitungen gibt es häufig als Vierer- oder Sechserpack in kleinen Bechern, die sehr praktisch sind, um beispielsweise Milchbrei damit aufzupeppen und geschmacklich ein wenig zu variieren. Auch für unterwegs eignen sie sich sehr gut, da sie in den meisten Fällen nicht gekühlt werden müssen. Babykekse und Knabbergebäck fallen ebenfalls in diese Produkt- Kategorie. Babykekse eignen sich häufig eher für Kleinkinder als "normale" Butterkekse, da sie sich bei Berührung mit Speichel zu einem gleichmäßigen Brei auflösen und das Baby bzw. Kleinkind sich nicht so schnell verschluckt. Gesundheitlich sind sie jedoch nicht förderlicher als ganz normale Kekse aus dem Supermarkt

Getränke für Babys

Getränke für Babys - Tee, Saft oder Instant. Auch in der Getränkerubrik bekommt man in der Babyabteilung eines jeden Supermarktes alles, was man sich wünschen kann. Instant-Tee beinhaltet in der Regel viel Zucker, genauso wie man auch puren Saft lediglich in Maßen genießen sollte. Die Säfte der Babyhersteller enthalten in vielen Fällen sehr wenig Säure und sind magenschonend und mild, so dass man bei Kindern, die schnell wund werden, sehr gut auf diese Alternativen zurückgreifen kann. Auch Tee & Saftschorlen aus PET- Flaschen eignen sich hervorragend für unterwegs, da die Produkte oft handlich und die Getränke nicht allzu süß sind. Bei kleineren Babys wird außerdem empfohlen, lieber auf Tee, der mit einem Teebeutel zuzubereitet ist, zurückzugreifen, anstatt die zuckerhaltigen Instant-Tees zu verwenden, die zwar sehr lecker aber nicht wirklich gut für die Zähne sind. Tee aus Teebeuteln enthält keinen Zucker, ist schnell zubereitet und in vielen Fällen auch schon für Babys ab dem 5. Lebensmonat geeignet. Fencheltee gibt es häufig sogar schon ab der 2. Lebenswoche. Babys, die gestillt werden benötigen in der Regel keine zusätzlichen Getränke! Bei Beutel-Tee kann man Preise vergleichen und theoretisch einfach den Tee kaufen, der am günstigsten angeboten wird, da die Zutaten in den meisten Fällen identisch sind und lediglich die Packungen der unterschiedlichen Hersteller anders aussehen oder verschiedene Mengen der einzelnen Kräuter in den Beuteln enthalten sind.

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