Stand:03/2013
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Kaufberatung Autoreifen und Sommerreifen - Kauftipps, Infos, Ratgeber, Empfehlungen

Ratgeber Sommerreifen

Ratgeber Sommerreifen - Günstige Ganzjahresreifen? Preiswerte Sommerreifen? Billige Rundumerneuerte? Autoreifen machen das Autofahren sicher - so viel ist sicher. Bei Kälte, Nässe und glühender Hitze sorgen passende Reifen für Sicherheit und Fahrkomfort. Doch welche Reifen braucht ein verantwortungsvoller Fahrer? In dieser Kaufberatung lesen Sie alles Wichtige zur Reifengröße, Profil, Reifenalter und Ganzjahresreifen. Was ist der Unterschied zwischen Sommerreifen und Winterreifen? Lesen Sie Informationen, Tipps und Empfehlungen für alle Autoreifen in dieser Kaufberatung. Kurvenverhalten, Verhalten bei Fahrspurwechsel und Aquaplaning, Federungskomfort und der Geradeauslauf eines Reifens sind wichtige Merkmale eines Reifens. Achtung: Billige Reifen sind nicht immer, aber doch immer wieder die Verlierer in aktuellen Reifentests der Fachpresse. Wir sagen Ihnen in dieser Kaufberatung Autoreifen, was Sie zum Kauf eines Reifens wissen müssen.

Sommerreifen oder Ganzjahresreifen? - Kaufberatung Sommerreifen: Sie wollen Autoreifen kaufen, doch welche sollen es sein? Das Angebot an günstigen Sommerreifen ist groß, und die Hersteller versprechen durch die Bank Höchstleistungs-Pneus. Doch was genau macht gute Autoreifen aus? Ein Auto ist nur so gut wie die Reifen, auf denen es rollt. Denn moderne Reifen werden entweder für die warme oder die kalte Jahreszeit gebaut. Winterreifen bremsen auf nasser Fahrbahn generell schlecht. Im Sommer sollte man aus diesem Grund nicht mit Winterreifen unterwegs sein. Ganzjahresreifen mit guter Sommereignung zeigen bei Nässe ein etwas besseres Bremsverhalten, schwächeln aber auf trockener Straße. Für den Winter konzipierte Ganzjahresreifen gleichen in ihrem Fahr- und Bremsverhalten Winterreifen. Andererseits sind Ganzjahresreifen im Winter echten Winterreifen deutlich unterlegen. Fazit: Den idealen und noch dazu unschlagbar preiswerten Reifen für das ganze Jahr gibt es also nicht. "Billigreifen oft riskant" titelte Stiftung Warentest anlässlich eines Tests von Sommerreifen. Günstige Autoreifen für 35 Euro liefern in der Regel nicht die gleiche Sicherheit wie ein teure Markenreifen. Übrigens: Im Fahrzeugschein sind die für Ihren Autotyp zulässigen Reifendimensionen vermerkt. Diese Angaben sind verbindlich.

Wie viel Profil ist nötig?

Wie viel Profil ist nötig? - Die gesetzliche Mindestprofiltiefe liegt bei 1,6 Millimetern. Wer weniger hat, muss mit einem Bußgeld rechnen, wenn er erwischt wird, und riskiert seine eigene Sicherheit und die der Fahrzeuginsassen. Neureifen haben ca. 9 Millimeter Profiltiefe. Fachleute raten, Sommerreifen mit einem Profil von 2,5 Millimetern und weniger Profiltiefe auszuwechseln. Bei Winterreifen gilt eine Profiltiefe von weniger als 4 Millimetern als kritisch. Auch Breitreifen können unter 4 Millimeter Profiltiefe immer weniger Wasser verdrängen. Je geringer die Profiltiefe ist, umso vorsichtiger sollte gefahren werden. Wie so oft beim Autofahren gilt auch hier der Grundsatz, die Fahrweise den Witterungsbedingungen anzupassen.

Welche Reifengröße brauche ich? - In vor 2005 ausgestellten Fahrzeugpapieren ist die Größe der Felgen und Reifen genau vermerkt. Ab Oktober 2005 ausgegebene Fahrzeugpapiere vermerken nicht mehr alle zugelassenen Größen. Was für Reifen Sie montieren müssen, hängt von Motor, Wagengewicht und Höchstgeschwindigkeit ab. Fragen beim Reifenhändler hilft. Die Hersteller Continental, Goodyear und Fulda bieten Reifenkäufern Konfiguratoren für ihr Reifenprogramm.

155er-Reifen sitzen auf den Felgen von Renault Clio, Fiat Punto und Ford Fiesta.

175 Millimeter ist die Kleinwagengröße. Dazu zählen der Citroën C2, Citroën Xsara, Fiat Bravo, Fiat Brava, Ford Fiesta, Honda Logo, Honda Jazz, Hyundai Getz, Mazda 2, Seat Ibiza (ab 2002), Seat Cordoba 1.2 (ab 2003), Peugeot 206, Rover 25, Suzuki Ignis (ab 2001), Toyota Yaris, Toyota Prius.

185 passt zum Seat Ibiza, Skoda Fabia und zum VW Polo.

195 ist die klassische Mittelklassegröße. 195-Reifen werden u. a. verwendet beim BMW 3, Fiat Stilo, Citroën C4, Lexus IS 200, Mazda 3, Ford Focus, Honda Accord, Mazda 3, Mazda 5, Mazda 6, Mercedes C-Klasse, Mercedes B-Klasse, Nissan Almera, Nissan Tino, Opel Vectra, Opel Astra, Opel Zafira, Peugeot 307, Peugeot 406, Peugeot 806, Renault Scénic II, Renault Laguna, Renault Mégane, Renault Scénic, VW Golf (ab IV), VW Bora, VW New Beetle, VW Touran.

205er sitzen auf Audi A3, Audi A4, BMW 3, Mercedes B, Mercedes C, Opel Astra, VW Golf, VW Touran, VW Passat.

Was leisten Runderneuerte? - Runderneuerte und deshalb besonders billige Reifen werden aus Altreifen hergestellt und kosten rund die Hälfte im Vergleich zu neufabrizierten Pneus. In Tests zeigen runderneuerte Autoreifen unterschiedliche Leistungen. Das Kurvenverhalten der Billig-Reifen lässt in Tests ab und an zu wünschen übrig. Ein weiterer Nachteil: Die zulässige Höchstgeschwindigkeit ist bei Runderneuerten oft geringer.

Wie gut sind No-name-Reifen?

Wie gut sind No-name-Reifen? - Lohnt der Kauf von günstigen Autoreifen? Günstige Autoreifen helfen zwar Geldsparen, bieten aber in Nebendisziplinen wie Rollwiderstand und Verschleiß gerne schlechte Werte. Fünf Prozent Kraftstoffersparnis können im Laufe eines Reifenlebens Sprit im Wert von 200 bis 250 Euro einsparen helfen. Besonders Bremsen ist ein Problem für Billigheimer. So titelte Stiftung Warentest 2006: "Billigreifen: Bremswege inakzeptabel".

Was ist der Unterschied zwischen Sommerreifen und Winterreifen?

Was ist der Unterschied zwischen Sommerreifen und Winterreifen? - Sommerreifen bieten gute Haftung auf trockenen Straßen, sind aber im Winter auf Eis, besonders aber auf Schnee ungeeignet. Der Bremsweg auf Schnee mit Sommerreifen ist doppelt so lang wie mit Winterreifen. Auch die Traktion beim Anfahren und das Kurvenfahrverhalten (Seitenführung) von Sommerpneus sind bei winterlichen Verhältnissen als kritisch zu bewerten. Der Grund liegt neben Profil und Karkasse in der Gummimischung, sprich eines niedrigeren Naturkautschukanteils. Sommerreifen verlieren bei kalten Temperaturen einen Teil ihrer Flexibilität. Sie verhärten und bieten weniger Grip. Bei kalter Witterung bewahrt ein Winterreifen die weiche Konsistenz des Gummis und bleibt daher griffiger. Aufgrund der weichen Gummimischung ist der Abrieb bei Winterreifen im Allgemeinen größer. Auch einige Sommerreifen weisen das S+M-Kürzel für die Eignung bei Schnee und Matsch auf. S+M ist kein geschütztes Zeichen. Winterketten dürfen niemals auf Sommerreifen aufgezogen werden. Sommerreifen mit dem Speedindex V, W oder ZR bieten im Winter besonders wenig Grip. Winterreifen schwächeln auf trockener Fahrbahn beim Bremsen. Bei vollgeladenem Auto schneiden Winterreifen ebenfalls deutlich schlechter als Sommerreifen ab.

Wie alt dürfen Autoreifen werden? - Auch Autoreifen altern. Doch das reine Alter hat oft weniger negativen Einfluss auf das Traktations- und Bremsverhalten als die Abnutzung. Dennoch sollten Reifen nicht älter als zehn Jahre sein. Ein Grund liegt darin, dass der Gummimix von Autoreifen mit der Zeit verhärtet. Einige Experten raten zu einem Neukauf bei einem Reifenalter von sieben Jahren. Die Profiltiefe erreicht bei den meisten Autoreifen je nach Häufigkeit des Einsatzes natürlich schon lange vor einer Nutzungsdauer von sieben Jahren den kritischen Bereich von unter 2 mm. Doch auch für Wenigfahrer sollte nach zehn Jahren endgultig Schluss sein. Wenn Sie nicht wissen, wie alt die Reifen sind, hilft die DOT-Nummer weiter. 1307 bedeutet Kalenderwoche dreizehn 2007.

Wo kann beim Autoreifenkauf gespart werden? - Bei der Reifenbreite. Modelle mit 205 Millimetern Breite sind teurer als Modelle mit 185 Millimeter Breite, und auf vielen Kompaktwagen sind von Werk 205er-Reifen montiert. 205er-Reifen kosten im Durchschnitt 150 Euro, 195er sind deutlich günstiger zu haben.

Was bringen Breitreifen? - Breite Reifen bieten bei nasser Fahrbahn weniger Grip. Mit Breitreifen sollte während eines Regenschauers langsamer gefahren werden. Auf trockener Straße sind Breitreifen in puncto Bremsweg und Grip Normalreifen jedoch überlegen. Droht Aquaplaning, ist bei Breitreifen eine besonders langsame Fahrweise angesagt.

Was heißen die Zahlen der Reifenbezeichnung? - Unser Beispiel: Continental Ecocontact-3 195/65 R15 91T MO.
195 bezeichnet die Reifenbreite in Millimetern. 65 bestimmt das Verhältnis in Prozent von Flanke zu Höhe. Bei einem 195 mm breiten Reifen beträgt die Flankenhöhe also 195 x 0,65 = 127 cm. R bezeichnet die radiale Bauweise der Karkasse, also des tragenden Gerüsts eines Reifens. 15 gibt den Felgendurchmesser in Millimeter an. 91 bezeichnet den Tragfähigkeitsindex, also die zulässige Achslast in Kilogramm.

Für den Tragfähigkeitsindex gilt folgende Einteilung:

Nummer 45 50 55 60 65 70 75 80 85 90 95 99 100
Last (kg) 165 190 218 250 290 335 387 450 515 600 690 775 800


T bedeutet den Geschwindigkeitsindex. In diesem Fall dürfen Sie also bis 190 km/h fahren. Für den Geschwindigkeitsindex gilt folgende Einteilung:

Klasse L M N P Q R S T U H V W ZR Y
km/h 120 130 140 150 160 170 180 190 200 210 240 270 240 300


Was ist sonst zu beachten?

Was ist sonst zu beachten? - Eingefahrene Reifen sind besser als neumontierte Pneus. Reifen sollen dunkel, trocken und kühl gelagert werden. Reifen mit Felge werden liegend gelagert, Reifen ohne Felge stehend. Im letzteren Fall sollten die Reifen von Zeit zu Zeit gedreht werden, um Verformung zu verhindern. Die Profiltiefe können Sie zur vorläufigen Information mit einer Ein-Euro-Münze bestimmen. Stecken Sie die Münze in das Profil. Der Goldrand der Ein-Euro-Münze ist 2 mm breit. Der ADAC empfiehlt, alle 10.000 bis 15.000 km die Reifen so zu tauschen, dass der linke Vorderreifen als linker Hinterreifen weitergefahren wird - entsprechend die rechte Achsseite. Reifen mit der größeren Profiltiefe gehören an die Hinterachse. 0,2 Bar mehr Reifendruck als vorgeschrieben gilt zudem als goldene Regel. Achtung: Der Reifendruck sollte immer bei kalten Reifen kontrolliert werden.

Fazit: Gute Fahrt mit den passenden Sommerreifen

Fazit: Gute Fahrt mit den passenden Sommerreifen - Reifen kaufen leicht gemacht? Wer sich ein wenig informiert, für den ist der Reifenkauf problemlos. Generell gilt: Reifen gibt es für jede Wetterlage. Und kein Reifen ist in allen Disziplinen gut. Reifen mit kurzem Bremsweg auf trockenem Asphalt können auf nasser Fahrbahn erhebliche Schwächen zeigen, ein Energiesparreifen kann sich als besonders schlecht im Verschleiß entpuppen. Dies offenbaren Jahr für Jahr die Tests der Fachzeitschriften. Unter den abgestraften Herstellern befinden sich oft genug Markenhersteller. Doch besonders bei No-name-Reifen ist Vorsicht anzuraten. Besonders wichtig ist das Bremsverhalten. Autoreifen / Sommerreifen, die auf trockner und auf nasser Fahrbahn schlecht bremsen, sind nur eingeschränkt zu empfehlen. Also: Augen auf beim Reifenkauf. Abhilfe schaffen Tests der Fachzeitschriften und Erfahrungsberichte von Verbrauchern. Dann steht Ihrem Fahrvergnügen auch im Winter nichts im Wege. Viel Spaß mit dieser Kaufberatung Sommerreifen!

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