Keyspan Digital Media Remote
Aus der Ferne den Rechner dirigieren - Keyspan Digital Media Remote Eingabegeräte Zubehör

Produkttyp: Keyspan Eingabegeräte-Zubehör

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Aus der Ferne den Rechner dirigieren
Keyspan Digital Media Remote

LucindaR

Name des Mitglieds: LucindaR

Produkt:

Keyspan Digital Media Remote

Datum: 28.10.05

Bewertung:

Vorteile: Klein und praktisch

Nachteile: Höchstens der fehlende Druckpunkt

Ich liebe meinen G5 und meinen Mac-mini -ebenso wie ich früher meinen PowerPC oder mein G4 liebte. Auch wenn ich immer nebenbei einen „normalen PC“ habe, ich definiere die Hardware- Zeiten anhand der Mac-Entwicklung, denn Apple Rechner sind schon immer fortschrittlicher, schneller und stabiler gewesen. Obenrein sehen sie noch eindeutig besser aus. Der USB-Port ist seit Jahren eine der kleinen Details, die das ganze Konzept Mac leistungsfähiger machten und machen. Hinter der Abkürzung USB versteckt sich das Universal Serial Bus, eine spezielle Schnittstelle für USB-Peripheriegeräte. Diese funktioniert nach dem komfortablen "Plug&Play"-Prinzip. Das heißt, es ist dadurch nicht erforderlich, den Computer auszuschalten und /oder neuzustarten, wenn ein Gerät angeschlossen oder abmontiert werden soll. Die Benutzer können USB-Peripheriegeräte somit jederzeit bei Bedarf anschließen. Für konventionelle PCs war der USB-Port lange Zeit „unbekannt“. Mittlerweile sind wir natürlich längst bei USB 2.0, doch das hat gedauert...

Vor etwa fünfeinhalb Jahren hat der USB-Port einen zusätzlichen Grund bekommen, besonders „in“ zu sein. Mit dem Digital Media Remote der Firma Keyspan könnte auf einmal nach Bedarf aus einem Rechner eine schicke ferngesteuerte HiFi-Anlage, ein bequemes Heimkino oder in Verbindung mit einem Projektor ein Vorführgerät für Präsentationen werden. Der PC übernimmt sowieso immer mehr Aufgaben von Stereoanlage und Fernseher; nur die passende Fernsteuerung hat gefehlt.

DMR

Das kleine Gerät, das sich hinter dem langen Namen „Digital Media Remote“ -kurz DMR, versteckt, besteht aus einer winzigen Infrarot-Fernbedienung und einem mausähnlichen Infrarot-Receiver, der an den USB-Port angeschlossen wird. Die Reichweite beträgt ca. 10 Meter. Ein spezieller Treiber setzt die Infrarot-Befehle in Tastaturkürzel um.

Laut Keyspan lassen sich mit der Digital Media Remote sämtliche Windows-Anwendungen vom Sessel aus bedienen. Das stimmt sogar. Vom DVD-Player über MP3, Winamp und Quicktime bis hin zur Präsentation mit Powerpoint, lässt sich jede Windows-konforme Software erfolgreich steuern. Die Firma hat das System zuerst für den Mac entwickelt und nach dem erfolgreichen Start auch auf Windows portiert.

Im Lieferumfang befindet sich der Empfänger für den USB-Port, die winzige Fernbedienung, ein unzumutbar kurzes USB-Kabel (90cm) und die Software.

Empfänger

Der Empfänger ist von weißlichem, relativ durchsichtigem, stabilem Kunststoff hergestellt. Der ist ähnlich groß wie eine konventionelle Maus, etwas kurzer, und dessen Oberseite ist in der Mitte großzügig geteilt. Darauf kann man dann die Fernbedienung gelegentlich ausruhen lassen. Die Vorderseite ist reichlich mit der typisch dunklen Infrarotschnittstelle belegt. Der Strom wird direkt vom USB Port bezogen; der Empfänger braucht also kein eigenes Netzteil. Ist etwas mit dem Empfänger nicht in Ordnung, leuchtet das rote Licht ständig. Sonst reagiert das Licht wie bei jeder gewöhnlichen Infrarotschnittstelle.

Fernbedienung

Die Digital Media Remote- Fernbedienung ist vom gleichen Material wie der Empfänger und deren Unterseite ist wegen der geringeren Dicke (ca.1cm) fast komplette durchsichtig. Beim Empfänger kann man noch vermuten was drunter ist. Bei der 8cm langen Fernbedienung kann man es ganz genau sehen. Elektrotechnik für Anfänger... Das winzige Gerät, das sehr gut in der Hand liegt, bietet 17 Tasten, die etwas zu klein geraten sind. Für meinen langen und schlanken Finger geht es noch mit der Bedienung, theoretisch könnten die Tasten aber noch etwas größer sein. Dicke Finger können gelegentlich zwei Tasten erwischen. Das einzige Problem ist der fehlende klare Druckpunkt der Tasten. Man drückt, es bedarf aber einige Erfahrung, um die Sicherheit zu bekommen, tatsächlich richtig gedrückt zu haben.

Fernbedienungsaufteilung

Wenn man ganz genau wissen will, wie das ganze Konzept und spezielle die Fernbedienung aussieht, dann kann ich die Seite www.keyspan.com empfehlen. Für den Rest, schreibe ich hier eine Kurzbeschreibung. Nach vorne sind die sogenannten Lauf-Tasten play, stopp, next-Track, previous-Track, rewind, fast forward und pause platziert. Mitte links findet man die volume-up, volume-down und mute Taste -also die akustische Abteilung. Auf der rechten Seite, cyclisch angeordnet, findet man die fünf wichtigsten Tasten für die ganze Führung: right arrow, left arrow, up arrow, down arrow und select. Unten stehen noch die zwei Schlüsseltasten: Das Sternchen für den Programmwechsel und das Menü für jegliche Auflistungen.


USB-Kabel

Man kann gleich ein Verlängerungs-USB-Kabel (5m) kaufen, denn die mitgelieferten 90cm sind schnell verbraucht. Das Kurzkabelproblem ist schon als die alte, gute, bewährte Applemacke bekannt. Ich frage mich, wieso musste Keyspan die Tradition fortführen... Hat man allerdings erst das längere Kabel parat, lässt sich der Computer sogar in einem anderen Zimmer platzieren. Nur noch das kleine Rotauge des Empfängers muss man in der Reichweite der Fernbedienung anbringen.


Installation

Ohne geht es bekanntlich nicht. Damit der Mac oder der PC die infraroten Wellen erkennen kann, muss noch die Treibersoftware aufgespielt werden. Die Installation gelingt ohne größeren Aufwand. Man legt die CD-Rom ein, schließt den Empfänger an die USB-Schnittstelle an und ruft das Setup auf. Nun wird mit dem Map-Editor die Festplatte nach den EXE-Dateien der gewünschten Programme durchsucht. Die Software ist vorkonfiguriert, so dass die bekannten vielbenutzten Programme wie Quicktime, Winamp, etc. direkt bedient werden können. Jedem Programm lässt sich dann ein Set von Tastaturkürzeln frei zuordnen.

Unter www.keyspan.com kann man jederzeit die aktuellsten Treiber herunterladen. Die neuesten Updates beseitigen einige früheren Schwierigkeiten und lästige Instabilitäten -besonders mit Microsofts Nervensäge PowerPoint.

Installiert werden die benötigten Treiber, der Keyspan DMR Manager für die Einstellung und Anpassung, eine Bildvorschau für die Fernbedienung, eine Bedienungsanleitung samt Werbung für weiteren Keyspan Produkte als PDF, eine kleine Tour für den Schnelleinstieg wie auch ein Tool zum Austesten der tatsächlichen Funktionalität.

Praktisch lassen sich alle Funktionen fernsteuern, die über Tastaturbefehle aufgerufen werden können. Lässt sich ein Programm auch über Skripte steuern, die über F-Tasten oder Tastenkombinationen gestartet werden, lassen sich so mit ein wenig Planung recht komplexe Abläufe konfigurieren.

Getrennte Programmzuordnung

Im Keyspan DMR Manager lässt sich für jedes Programm eine eigene Belegung der Fernbedienung mit den spezifischen Tastaturbefehlen vornehmen. So sind diese mit einem Tastendruck direkt abrufbar. Der große Vorteil liegt dran, dass für jedes fernzusteuernde Programm ein eigenes Set an Einstellungen angelegt werden kann. Die Software erkennt automatisch, welches Programm gerade im Vordergrund ist, und aktiviert das entsprechende Set. So kann mit Hilfe des „Sternchen-Knopfes“ an der Fernbedienung einfach durch alle offenen Programme gesprungen werden.

Die Anwendungsmöglichkeiten für den DMR sind eigentlich grenzenlos. Theoretisch ist alles möglich. Das Produkt ist zwar hauptsächlich für den Office- und Multimedia Einsatz konzipiert worden, man muss aber nur genügend Zeit mitbringen, um weitere Einsatzmöglichkeiten auszuprobieren.

Preis

Ich habe das Produkt in den USA für 49$ gekauft. Dieser Preis geht noch sehr knapp in Ordnung. In Deutschland kostet das gleiche Gerät mittlerweile „nur“ 49€; noch vor drei Jahren kostete es unverschämte 90€. Im Preis inbegriffen sind 5 Jahre Garantie.

Fazit: Jeder kann damit was anfangen