PocketBook Touch Lux
Fast aus dem Fenster geworfen - PocketBook Touch Lux eBook Reader

Produkttyp: PocketBook e-Book Reader

Neuester Testbericht: ... weil man immer wieder zwischen der englischen und deutschen Tastatur wechseln muss, um die Sonderzeichen alle sehen zu können. Und man... mehr

Fast aus dem Fenster geworfen
PocketBook Touch Lux

Sa-Sara

Name des Mitglieds: Sa-Sara

Produkt:

PocketBook Touch Lux

Datum: 26.12.16

Bewertung:

Vorteile: Lesen auf dem Gerät, Einstellungsmöglichkeiten , Akku ok

Nachteile: Display, große Schwierigkeiten Bücher auf das Gerät zu bekommen

Liebe Leser,

Ich habe selbst schon seit einigen Jahren einen Tolino Shine. Jetzt sollte ich für die Oma meines Mannes einen Ebook-Reader zum Geburtstag besorgen. Meine Wahl fiel auf den Pocketbook Touch Lux 3, weil dieser auch haptische Tasten hat und ich dachte, dass die Oma damit besser klar kommt.



Informationen:


* Displaydiagonale
15,2 cm
* Displaytyp
kapazitiver Touchscreen, E-Ink-Carta
* Displayauflösung
1.024 x 758 Pixel
* Pixeldichte
212,3 ppi
* Graustufen
16
* interner Speicher
4 GB
* Speichermedium
microSD
* max. Speichererweiterung
32 GB
* unterstütztes Textformat
PDF, ePub, FB2, DOC, DOCX, RTF, TCR, TXT, CHM, HTM, HTML
* unterstütztes Bildformat
DjVu, JPEG, BMP, PNG, TIFF, PRC
* Datenkommunikation
WLAN
* Extra
Wörterbuch, RSS-Reader, Taschenrechner, Browser, Kalender
* Ausstattung
Vordergrundbeleuchtung
* Anschlüsse
USB, Kopfhörerausgang
* physikalische Tasten
Blättertasten, Home Button, An/Aus-Taste
* Taktfrequenz
1 GHz
* RAM
256 MB
* Akku-Kapazität
1.500 mAh
* Farbe
grau
* Gewicht
208 g
* Breite
11,5 cm
* Höhe
8 mm
* Tiefe
17,4 cm
Preis: 95-110 Euro



Einrichtung des Readers:


Ich habe wie sich das gehört natürlich erst mal den Reader aufgeladen, aber der war ausnahmsweise mal fast voll. Nach dem Aufladen habe ich das Gerät starten wollen und erst mal den Knopf zum Starten gesucht. Dieser befindet sich unglücklicherweise unten am Gerät, wo ich ihn niemals vermutet hätte. Man drückt diesen Knopf einige Sekunden, bis das Gerät leuchtet und wird dann durch die Installation geleitet. Zunächst sollte man sich in ein WLAN Netz einwählen, damit man Zugriff auf alles Wichtige hat.

Hat man sich im WLAN eigeloggt, wird man aufgefordert, sich für verschiedene Konten anzumelden oder wenn man schon angemeldet ist, sich einzuloggen. Zum einen ist das der Adobe, in den man sich einwählen soll, dann soll man sich mit seiner Emailadresse verbinden, um Ebooks über Email an das Gerät senden zu können. Das alles dauert relativ lange, weil man immer wieder zwischen der englischen und deutschen Tastatur wechseln muss, um die Sonderzeichen alle sehen zu können. Und man muss ständig selbst zwischen den Groß- und Kleinbuchstaben wechseln. Also es ist nicht so wie ich das von Smartphones etc kenne, dass man wenn man einmal drauf drückt, ein Buchstabe groß geschrieben wird und die folgenden klein, sondern man muss vor jedem Buchstaben umstellen.



Aufspielen von Ebooks auf den Reader:


Ich wollte nun im WLAN die Bücher gleich über den Reader kaufen und installieren. Dazu habe ich mich mit der Emailadresse bei einem Online Shop angemeldet und versucht, Bücher zu finden und diese herunterzuladen und musste feststellen, dass sich der Browser immer wieder aufgehangen hat, egal in welchem Shop ich es versucht habe. Also habe ich Option 2 nutzen wollen und mit dem Tablet ein Buch heruntergeladen, welches ich dann auf die angegebene Emailadresse des Readers geschickt habe. Das habe ich dann versucht aus der Mail herunterzuladen, indem ich den Reader synchronisiert habe. Ich konnte dann auch sehen, dass ich etwas empfangen habe. Daneben war ein Download Symbol. Dieses habe ich dann angewählt und nichts passierte. Das habe ich dann mehrfach versucht, um festzustellen, dass es auch nach mehrfachen Versuchen nicht klappen wollte. Es waren inzwischen nahezu 2 Stunden vergangen seit ich angefangen hatte, mich mit dem Reader zu beschäftigen und ich hatte keinen Nerv mehr auf das Gerät. Ich war kurz davor, es zurück zu schicken und einen Tolino zu bestellen. Aber dann habe ich doch noch eine Möglichkeit gefunden, wie ich die Bücher auf das Gerät bekomme. Ich habe die Bücher auf meinem Laptop heruntergeladen und anschließend auf eine SD-Karte gespielt und diese dann in den Reader eingesetzt. Daraufhin konnte ich dann auch alle Bücher, die ich aufgespielt habe, öffnen.



Lesevergnügen


Umso erstaunter war ich tatsächlich, als ich mal ausprobiert habe, wie man auf dem Reader lesen kann. Zum einen kann man die Helligkeit der Beleuchtung nicht nur an und ausmachen, sondern auch einstellen, wie hell es sein soll. Das finde ich besonders gut, wenn man abends im Bett noch lesen möchte, ohne seinen Partner zu stören. Die Seiten kann man sehr zügig umblättern, allerdings habe ich auch da einen großen Unterschied zum Tolino festgestellt. Wenn ich beim Tolino links tippe, gehe ich eine Seite zurück. Bei diesem Reader ist es egal, ob ich links oder rechts tippe, es geht immer zur Folgeseite. Wenn ich eine Seite zurück möchte, muss ich eine der haptischen Tasten verwenden. Wenn man nichts anderes gewöhnt ist, ist das sicherlich unproblematisch, aber wenn ich jetzt umstellen würde, würde mich das stören.

Wenn man ein Buch geöffnet hat und mitten auf den Bildschirm tippt, kann man die Leseeinstellungen ändern, darunter auch die Schriftgröße, man kann den Bildschirm drehen, wenn man den Reader lieber quer halten möchte. Aber man kann sich auch Notizen machen oder die Wörterbuchfunktion verwenden. Das mit den Notizen wäre jetzt nichts, was ich nutzen würde und auch die Wörterbuchfunktion finde ich kann ich mir sparen, aber die Einstellung der Schriftgröße ist sinnvoll, vor allem ist dieser Reader ja für die Oma meines Mannes gedacht und da ist es gut, wenn man die Schrift größer machen kann.



Touchdisplay:


Also ich muss sagen die Touchfunktion ist bei diesem Reader echt schlecht. Außer das Weiterblättern beim Lesen, ist es echt schwierig, kleine Symbole genau zu treffen und eine Reaktion des Geräts auszulösen. Ich habe noch nicht so richtig raus, ob es mit festerem Druck besser geht, aber ich habe nicht das Gefühl, dass das irgendwas ändert. Also das Display ist deutlich schlechter, als beim Tolino.



Akkulaufzeit:


Der Akku hält mittelmäßig lange. Ich habe mit dem Reader mit mittlerer Beleuchtung etwa 4 Stunden gearbeitet und dabei etwa 25% Akku verbraucht. Also würde ich mal davon ausgehen, dass man bei beleuchtetem Display etwa nach 16 Stunden laden muss. Hat man die Beleuchtung aus, muss man natürlich bei weitem nicht so schnell wieder laden. Ich denke, das ist von der Laufzeit in Ordnung, aber könnte durchaus besser sein.



Zubehör:


In der Packung war außer dem Reader ein Quick Start Guide, eine Garantiekarte und ein USB-Kabel. In der Packung ist kein Netzstecker, da heißt, wenn man solche Geräte noch nicht besitzt, wie die Oma, muss man einen Stecker zusätzlich kaufen oder vom Enkel bekommen, der noch das eine oder andere übrig hat. Bei Smartphones kann ich das ja verstehen, dass man da mittlerweile auf den Stecker verzichtet, um keinen unnötigen Müll zu fabrizieren, aber ich finde bei einem Reader kann man ruhig einen Stecker bei tun, denn diese Geräte werden auch deutlich mehr, als ein Smartphone oder Tablet von der älteren Generation genutzt.



Fazit:


Ja die Bewertung dieses Readers fällt mir schwer, denn eigentlich ist er gar nicht so schlecht für das Lesevergnügen. Da ich aber das Display ziemlich schlecht finde von der Reaktion her und vor allem ein großes Problem damit habe, da überhaupt Bücher aufzuspielen, möchte ich dieses Gerät definitiv nicht weiterempfehlen. Ich gebe dem Gerät 2 gut gemeinte Sterne, aber wenn meine Schwiegermutter sich selbst um die Einrichtung des Geräts hätte kümmern müssen, wäre sie daran verzweifelt und die Oma hätte wohl keinen Reader zum Geburtstag bekommen. Auch das Zubehör hätte ein klitzekleines bisschen umfangreicher sein können, die Akkulaufzeit wäre in Ordnung und auch der Preis ist eher im unteren Preisbereich, aber dann würde ich lieber 20-30 Euro mehr ausgeben und dafür den ganzen Ärger sparen, den ich mit dem Gerät hatte.


Herzliche Grüße von Sara

Fazit: siehe Bericht