Kann (fast) alles!
Pioneer DVR-560HX-K

Name des Mitglieds: lemmel
Produkt:
Pioneer DVR-560HX-K
Datum: 17.09.10, geändert am 04.02.12 (345 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Flexibilität. - Einfache Bedienung - Attraktiver Preis.
Nachteile: Es gibt inzwischen "modernere" Geräte.
Pioneer ist bei Festplattenrekordern eine große Nummer. Vor allem in den USA ist die Firma mit diesen Produkten stark. In Deutschland sind sie hingegen nicht ganz so bekannt.
Der DVR-560-H-K ist nunmehr schon einige Zeit auf den Markt. Das sieht man vor allem daran, dass die Festplatte "nur" 160 GB Kapazität hat. Tatsächlich sind es dann sogar noch ein paar GB weniger. Das ist aber bei allen Festplattenreckordern so. Neue Modelle haben inzwischen 250 GB oder noch mehr. Aber mal ehrlich: Wer braucht denn mehr als 160 GB? Das reicht locker, um vor dem 6-wöchigen Australienurlaub schnell noch alle Sendunge, die man verpasst zu programmieren. Und dann sind immer noch etliche GB frei. Und wer sich mit dem Gedanken trägt, die Festplatte als Dauerspeicher zu verwenden, dem sei gesagt, dass der Hersteller im Manual ausdrücklich davon abrät, da Speicherverluste nicht auszuschließen wären. Und immerhin kann man mit dem Gerät ja auch den Festplatteninhalt auf DVDs oder den PC kopieren.
Da der schwarze DVR-560-H-K schon älter ist, bekommt man ihn aber inzwischen zu einem sehr günstigen Preis von rund 250 Euro. Das selbe gilt für das selbe Gerät DVR-560-H-S, das silberfarben ist. und technisch sind die Geräte keinesfalls veraltet.
Egal, was man mit dem Festplattenrekorder anstellen will, praktisch alles lässt sich mit diesem Allrounder machen:
Die "normale" Funktion dürfte das Aufzeichnen von Fernsehsendungen sein. Und eines der größten Probleme ist dabei normalerweise, die Einstellung der Aufzeichnungszeit. Hier geht das aber sehr einfach und auf verschiedene Möglichkeiten. Zunächst können Aufnahmezeit und Sender sehr schnell einprogrammiert werden. Die Sendersuch bei Inbetriebnahme des Geräts geht übrigens völlig problemlos. Die zweite Möglichkeit ist die Programmierung mit dem Showview-Code. Und zu guter letzt gibt es noch EPG. EPG steht für elektronischer Programmführer und ist im Grunde nichts anderes als eine elektronische Programmzeitschrift, die sich der Rekorder kostenlos aus dem Äther "saugt". Dann kann man im Grunde wie in einer Programmzeitschrift blättern, wobei die Programme nicht nur zeitlich, sondern auch nach Themen sortiert werden können und die gewünschte Sendung, dann per Tastendruck programmiert werden. Einfacher geht es nicht. Bei der Programmierung auf diese Art, können dann anschließend sogar noch manuelle Veränderungen (z.B. der Endzeit) vorgenommen werden. Auch gibt es selbstverständlich verschiedene Möglichkeiten der Aufnahmequalität. Je nach Wahl können zwischen 34 und 455 Stunden auf der Festplatte aufgezeichnet werden. Im ausreichenden und sehr guten SP-Mode (zweitbeste Qualitätsstufe) gehen 68 Stunden Fernsehsendungen auf den Rekorder.
Viele legen auch Wert auf die Time-Schiff... äh ich meine Time-Shift-Funktion. Darunter ist das zeitversetzte Sehen einer Sendung gemeint, wenn zwischendurch beispielsweise einmal das Telefon klingelt oder die Zeugen Jehovas an der Haustür abgewimmelt werden müssen. Auch das ist mit diesem Gerät natürlich problemlos möglich.
Bei der Wiedergabe ist die Bildqualität nach meiner Einschätzung sehr gut. Aber ich habe noch einen alten Analog-Fernseher. Auch Digitalfreunde kommen aber auf ihre Kosten, denn selbstverständlich gibt es beispielsweise auch einen HDMI-Anschluss.
Nach dem Anschauen der aufgezeichneten Sendung kann man diese Löschen oder auf einer DVD sichern. Dabei kommt der Rekorder sowohl mit den Formaten DVD-R als auch DVD+R zurecht. Alternativ hat das Gerät auch zwei USB-Anschlüsse und die Übertragung der Daten auf den PC oder einen USB-Stick ist möglich. Wählt man die Aufzeichnung auf eine DVD (natürlich kann man auch direkt die Sendung auf DVD ohne Umweg über die Festplatte aufnehmen) gibt es sogar die Möglichkeit die Qualität automatisch so auswählen zu lassen, dass die Aufzeichnung gerade auf die DVD passt.
Vom PC und von einem USB-Stick kann man aber auch Dateien auf den Rekorder überspielen. Dieser kann nämlich alle DivX-Formate abspielen.
Natürlich kann man auch den Camcorder an den Rekorder anschließen und seine Urlaubsfilme überspielen und sogar bearbeiten.
Und auch als CD- und MP3-Player lässt sich das Gerät verwenden. Durch die Gracenote Datenbank soll der Player sogar die CD erkennen. Angeblich, weil es bei dem einzigen Versuch, den ich damit bisher gemacht habe nicht geklappt hat. Die CD "Deep Purple" von gleichnamiger Band wurde nicht erkannt. Aber das war zugegebenermaßen eine exotische remasterte Ausgabe dieses doch schon sehr alten Albums.
Und damit habe ich noch längst nicht alle Funktionen des Players beschrieben. Er kann einfach alles. Das entscheidende ist aber die Frage bei diesen modernen Geräten, ob der normalsterbliche Benutzer ihn auch bedienen und diese Funktionalitäten nutzen kann. Die Bedienerfreundlichkeit ist daher zumindest für mich ein entscheidender Faktor. Und hier muss ich sagen, hat Pioneer saubere Arbeit geleistet. Grundsätzlich ist das Gerät einfach zu bedienen und die Grundfunktionen hat man mit dem sehr guten Handbuch schnell erlernt. Die Bedienung speziellerer Funktionen, die man selten nutzt, vergisst man natürlich in der Regel bis zum nächsten "Einsatz". Hier ist das Manual aber wirklich eine echte Hilfe und man findet sehr schnell eine Lösung zum gesuchten Problem.
Zu guter letzt ein Wort zum Stromverbrauch. Maximal verbraucht der Rekorder laut Hersteller im Betrieb 43 Watt. Viel wichtiger ist aber gerade bei einem Festplattenrekorder der Verbrauch im Stand-By-Betrieb. Und hier liegt der Verbrauch laut Hersteller bei 0,67 Watt. Das ist aus meiner Sicht ein extrem guter Wert.
Anmerkung: Dieser Testbericht erschien auch bei yopi und ciao.
Fazit: Feine Sache um dem zeitlichen Diktat der Fernsehsender zu entkommen.
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