JVC XV-S42SL
Der Power-Flachmann - JVC XV-S42SL DVD Player

Produkttyp: JVC DVD-Player

Der Power-Flachmann
JVC XV-S42SL

KauntNull

Name des Mitglieds: KauntNull

Produkt:

JVC XV-S42SL

Datum: 17.09.01, geändert am 17.09.01 (813 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: viele Features, gue Fehlerkorrektur, durchdachte Fernbedienung

Nachteile: keine MP3-Wiedergabe, codefree nur mit Umbau

Mit der jüngst ins Land gegangenen IFA rutschen die Preise in den Multimediasegmenten, und so auch bei den DVD-Playern, und nachdem ich dank meines Aldi-Notebooks in Sachen DVDs auf den Geschmack gekommen bin, mußte nun auch ein Standalone-Gerät fürs Heimkino her.

Im Angebot
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Nach einigen Recherchen im Netz auf einschlägigen Seiten und in Userforen gelangte ich zu dem Schluß, das Geräte in der 700-bis-800-Marks-Preisklasse sehr gute Leistung für vergleichsweise günstiges Geld bieten, und ein kurzer Check bei guenstiger.de ergab, daß diese Geräte inzwischen in Angeboten auch locker um 500-600 Mark zu bekommen sind.

Ich entschied schlußendlich, mir den JVC XV-S42SL zu kaufen - eine Wahl, die ich nicht bereut habe. Bestellt habe ich das Ding übers Internet bei einem Laden im Raum Koblenz, der den Auftrag absolut seriös und zu meiner vollsten Zufriedenheit innerhalb einer Woche abgewickelt hat.
Kaum war das Gerät da, gings ans Auspacken.

Inhalt
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In dem mit minimalem Verpackungsmaterial gefüllten Karton von JVC findet man den eigentlichen Player und eine eingeschweißte Tüte, die das Handbuch im Din A4-Format, die Fernbedienung nebst zwei AA-Batterien, ein Stromkabel und ein 3fach-Cynchkabel für den Anschluß an die meisten Fernseher und Audio/Video-Receiver enthält.
Ein SCART-Kabel für den verlustfreien direkten Anschluß an Fernseher oder Anlage sucht man allerdings vergebens.

Das dicke, mehrsprachige Handbuch fängt dankenswerterweise direkt mit der deutschen Version an, so daß man diese nicht erst umständlich suchen muss.
Anschluß, Inbetriebnahme, Fernbedienung, Display und dergleichen werden übersichtlich und verständlich erläutert. Einstellungsfaule Leute kommen damit aus, den Player via Scart-Kabel an den Fernseher anzuschließen und mit Strom zu versorgen und das wars - allerdings begrüßt einen der Player dann mit komplett englischen Menüs. Diese kann man aber jederzeit bequem per Fernbedienung
auf deutsch, französisch, spanisch, japanisch und beliebige Ländercodes einstellen.

Features
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Sofern der Fernseher das entsprechende Signal erkennt, bewirkt ein Einschalten des Players automatisch den Wechsel auf den Video-Kanal des Fernsehers. Ebenfalls ein Knüller in dieser Preisklasse: Unterstützt werden alle drei Ausgabeformate Composite Video, S-Video und RGB, so daß man bei entsprechender Hardware mit einem optimalen Bild verwöhnt wird.

Zusätzlich findet man an der Rückseite einen Composite-Ausgang, einen S-VHS-Ausgang sowie beide verfügbaren Formate des Digitalausgangs, optisch wie elektronisch - dies dürfte für Besitzer aller möglichen Dolby Digital-Receiver wichtig sein, die ja nur eine begrenzte Anzahl freier Eingänge besitzen, die eventuell schon anderweitig belegt sein können.

Selbstverständlich versteht der Player DTS, Dolby Digital und Dolby 5.1 Surround für den optimalen Heimkino-Genuss. Über einen Stereoausgang kann man ihn aber auch dank einer Downmix-Funktion an eine Standard-Stereoanlage anschließen.

Die Bedienung
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Die Fernbedienung liegt gut in der Hand, alle Knöpfe haben nach meinem Empfinden einen guten Druckpunkt und sind übersichtlich angeordnet, so daß man alle Funktionen in kurzer Zeit ohne Hinzusehen auswendig finden kann. Dies ist wichtig, wenn man gern bei abgedunkeltem Raum DVD schauen will, da sie nicht beleuchtet ist - wie ich finde ein verschmerzbares Manko.

Legt man eine DVD ein, beginnt der Player automatisch sie abzuspielen und springt ins Hauptmenü der DVD. Mit den großen und bequem in Daumenposition erreichbaren Navigationstasten kann man dann die Menüs beliebiger Video-DVDs bedienen. Mir gefällt insbesondere die zentrale Position der ENTER-Taste mitten in den Navigationstasten, so daß man hier schnell und bequem agieren kann.

Zum ersten Test des Geräts legte ich die zumindest für Softwareplayer offenbar sehr problematische "Charlies Ange
ls"-DVD ein, deren Menüs verschiedene Softwareplayer, die ich ausprobiert habe, nicht sauber darstellen konnten. Nicht so der JVC - er hat keinerlei Probleme, und auch die Hidden Features sind sofort und problemlos aufzufinden. Die Wiedergabe ist knackig und farbtreu, und der Sound gefällt ebenfalls.
An einigen heftigen Stellen, wo der Datenstrom extrem dicht wird (diesen kann man sich übrigens über eine Statustaste in der rechten oberen Ecke jederzeit einblenden lassen), sieht man nur dann, wenn man mit der Nase direkt vor einem Großformatfernseher hängt, die in solchen Fällen üblichen kammartigen Strukturen, wenn die Kamera schnelle Schwenks ausführt.

Alle wichtigen Features wie schneller Vor- und Rücklauf (2x, 5x, 10x, und so weiter bis rauf auf 20fache Geschwindigkeit), Zoom mit Panning über die NAV-Tasten, Widescreenumschaltung etc. sind schnell und bequem abzurufen.
Witzig ist eine Snapshot-Funktion, mit der man eine Szenenauswahl anzeigen lassen kann, aus der man dann Szenen auf der DVD direkt anspringen kann.

Codefree nur mit Umbau
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Audio-DVDs kann der Player wohl nicht ausgeben, wenn man der Hersteller-Website glaubt, mangels passender DVD konnte ich das nicht ausprobieren. Dafür werden aber Audio-CDs, Video-CDs und auch CD-R und CD/RW problemlos gelesen.
Laut einschlägiger Userforen kann der Player nach einem Codefree-Umbau auch MP3s wiedergeben. Dies kann ich aber ebenfalls weder bestätigen noch negieren.

Damit sind wir auch beim Haken des Geräts, der Player ist fest auf Regioncode 2 eingestellt. Für diejenigen, die unbedingt importierte Code1-Ware wiedergeben können wollen, führt da an einem Umbau kein Weg vorbei. Es finden sich aber im Web recht einfach Fachhändler, die diesen Umbau unter Garantieerhalt gewährleisten können.

Gute Fehlerkorrektur
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Was wiederum sehr positiv hervorzuheben ist, ist laut vieler Tests in der Fachpresse die geniale Fehlerkorrektur
des Laufwerks - wichtig beispielsweise bei stark verdreckten oder verkratzten DVDs, was einem beim Ausleih in Videotheken immer wieder passiert. Da ich meine DVDs pfleglich behandele, sind mir hier noch keine Probleme untergekommen, vielleicht hat die Fehlerkorrektur aber auch schon zugeschlagen und ich habe es kurzerhand nicht bemerkt ,-) So sollte es ja auch eigentlich sein, grins.
Auch der Layerwechsel bei DVD9-Wiedergabe geschieht transparent und für den Betrachter praktisch unmerklich - viele andere Geräte, die teils sogar eine ganze Stange mehr kosten, fallen hier wohl durch nervige Ruckler im Film auf.

Zu guter letzt eine Anmerkung zu den Abmessungen des Players.
Im Vergleich mit den meisten anderen am Markt befindlichen Geräten ist er geradezu ein Flachmann und kaum 6 cm hoch. Dafür gerät er etwas breiter als Standard-Stereoanlagen-Komponenten.
Sein Vollmetallgehäuse ist rundum silbern/alu eloxiert, was ihm ein gewisses edles Äußeres verleiht. Das große, schwarz entspiegelte Display ist auch aus größeren Entfernungen gut lesbar, die Bedienungstasten am Gerät selbst beschränken sich auf das allernotwendigste (Klappe auf/zu, play, stop, forward, rewind).

Etwas verwirrend, aber glücklicherweise im Handbuch vernünftig erklärt ist die Umschaltung der Scartbuchse zwischen S-Video und RGB über die Stoptaste am Gerät selbst. Wichtig ist hierbei anzumerken, daß der S-VHS-Ausgang bei RGB-Einstellung der Scartbuchse kein Signal mehr ausgibt - hierzu muß wieder auf S-Video umgeschaltet werden.

Fazit
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Alles in allem bekommt man für inzwischen teils weniger als 500 Mark im Sonderangebot (normal liegt der Ladenpreis bei 699 Mark) ein edles, vielfältiges Gerät, welches auch schon höhere Ansprüche erfüllen kann.
Wem MP3-Wiedergabe und Audio-DVDs egal sind, der sollte hier zuschlagen.

(c) 2001 KauntNull - parallel gepostet auf allen Meinungsplattformen und auf continuity.de

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