Spitzenklasse aus der 2. Italo-Western-Liga
Zwei Companeros (DVD)

Name des Mitglieds: lemmel
Produkt:
Zwei Companeros (DVD)
Datum: 08.06.10, geändert am 02.05.12 (197 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Kurzweilige coole Unterhaltung
Nachteile: Nichts
Italo-Western ist ein legendäres Subgenre des Westerns. Und an was assoziiert man mit diesem Genre an Personen und Filmen? Da fällt einem zuerst die Dollar-Trilogie ein und natürlich "Once Upon in The Time in The West". Dann natürlich der Regisseur dieser Streifen: Sergio Leone. Die Darsteller dazu: Clint Eastwood, Henry Fonda und Lee van Cleef. Der Filmmusiker zum Genre? Ganz klar Ennio Morricone.
Das ist aber nicht alles! Es gab noch mehr Akteure in der Blütezeit des Italo-Westerns. Die Nummer 2 bei den Regisseuren war eindeutig Sergio Corbucci. Eine seiner Figuren war der legendäre "Django", ursprünglich gespielt von Franco Nero, ebenfalls einem Top-Darsteller des Italo Westerns, aber eine, der doch in der zweiten Reihe stand. Und dann gab es noch Tomás Milián, der später ebenfalls den Django mimte und noch weitere diverse Rollen in Italo-Western mimte.
"Zwei Companeros" ist ein Highlight des Italo-Westerns. War für Sergio Leone "once Upon A Time in The West" die Krönung seines Schaffenswerks im Bereich des Italo-Westerns, so ist dies ohne Zweifel "Zwei Companeros" für den Regisseur Sergio Corbucci.
Die Italo-Western von Sergio Corbucci waren zumeist sehr hart, zynisch und humorfrei. "Django" oder "Leichen pflastern seinen Weg" sind gute Beispiele hierfür. Von diesem Schema weicht "Zwei Companeros" ab. Der Film ist durchgehend durch ein Augenzwinkern gekennzeichnet, sprich es gibt hier ziemlich viel Humor, wenngleich dieser recht derb und sicherlich auch eine Geschmacksfrage ist. Die Action kommt keinesfalls zu kurz und wie es sich für einen "guten" Italo-Western gehört, ist der Film eine Konjunkturprogramm für den Totengräber. Genau betrachtet ist dieser Film eine gute Antwort auf "The Good, the Bad, and the Ugly" von Sergio Leone. Auch hier gibt es einen coolen "Helden" (Franco Nero), einen eher liebenswerten Chaoten (Tomás Milián) und einen Bösen (Jack Palance). Aber anders als bei "The Good, the Bad, and the Ugly" kann man diesen Streifen durchaus auch als Komödie bezeichnen.
In Mexiko herrscht wieder einmal Revolution. Anführer der Revolution ist General Mongo, der nichts anderes als ein Gauner ist. Für diesen arbeitet der naive und "bauchgesteuerte" Baske (Tomás Milian). Und was brauchen Revolutionstruppen? Waffen natürlich! Diese kann der coole Schwede (Franco Nero) liefern. Doch der will dafür Kohle sehen. Diese ist auch grundsätzlich da. Allerdings in einem Safe, dessen Kombination ein Professor Xantos kennt. Dieser ist ein "echter" Revolutionär, aber leider momentan inhaftiert. Also muss man zusammenführen, was zusammen gehört. Allerdings stört dabei auch immer wieder der frühere Kollege John (Jack Palance) vom Schweden...
Wer Italo-Western mag, wird von diesem Film begeistert sein. Und im Bereich Filmmusik mischt mit Ennio Morricone sogar eine der Ikonen des Italo-Westerns mit. Genauer gesagt liefert er hier eine seiner besten Soundtracks ab. Daneben gibt es noch weitere "Schmankerls": Auch die blutjunge Iris Beben steht hier beispielsweise auf der Darstellerliste.
Die Fakten:
Darsteller: Franco Nero, Tomás Milián, Jack Palance
Regie: Sergio Corbucci
Komponist: Ennio Morricone
Bildseitenformat: 16:9 - 2.35:1
FSK: ab 16 Jahren
Produktionsjahr: 1970
Spieldauer: 110 Minuten
Dieser Testbericht erschien auch bei yopi.de
Fazit: Harter aber augenzwinkender Italo-Western.
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