
Neuester Testbericht: ... er wird von Zombies gebissen. Die 4 beschließen das Einkaufszentrum als vorläufigen Wohnort festzulegen, somit töten sie die restlich... mehr
Lebende Tote und sterbende Lebende 2
Zombie - Das Original (DVD)

Name des Mitglieds: Cpt.JamesKirk
Produkt:
Zombie - Das Original (DVD)
Datum: 25.02.01, geändert am 02.03.01 (684 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Effekte allererster Kategorie
Nachteile: Qualität von Bild und Ton; DVD-Ausstattung
Nach dem großen Erfolg meiner Meinung "Lebende Tote und sterbende Lebende" hatte ich gar keine andere Wahl, als schnell eine Fortsetzung auf den Markt zu werfen.
Film:
Auf der Erde ist eine unbekannte Seuche ausgebrochen. Kurz nach ihrem Ableben stehen die Toten wieder auf und wandeln fortan als Zombies über die Erde. Ausser Menschen zu fressen, scheinen sie kein besonderes Ziel zu haben. Die Polizisten Peter (Ken Foree) und Roger (Scott H. Reiniger), der TV-Moderator Stephen (David Emge) und seine Freundin Francine (Gaylen Ross) wollen sich mit einem Hubschrauber absetzen und einen ruhigen Ort zum Leben suchen. Bei ihrer Suche werden sich schnell fündig. Ein großes Einkaufszentrum scheint der ideale Ort zu sein, um sich für einige Zeit auszuruhen. Aus der kurzen Pause wird aber schnell ein längerer Aufenthalt. Die vier Freunde haben das gesamte Einkaufszentrum abgeriegelt und von den Untoten befreit. Nach einigen Monaten des unbeschwerten Lebens wird die Ruhe aber von einer Motorradgang gestört. Die Rocker durchbrechen die Barrikaden, die die Zombies von dem Zentrum ferngehalten haben. Nun müssen sie sich nicht nur mit der Gang sondern auch mit einer riesigen "Armee der Finsterniss" herumschlagen.
Besetzung:
Sehr viele Infos zu den Darstellern konnte ich leider nicht zusammentragen.
-Ken Foree (Peter Washington):
Seine Schauspielkarriere hatte er mit "Zombie" begonnen. Danach hatte er sehr viele Gastrollen in verschiedenen 80er-Jahre TV-Serien (u.a. "Knight Rider", "A-Team" und "L.A. Law") einheimsen können. Doch trotz zahlreicher Serienauftritte ist er dem Horrogenre stets treu geblieben ("Texas Chainsaw Massacre III (1990), "The Dentist (1996)).
-Scott H. Reiniger (Roger DeMarco):
Trotz einer sehr guten schauspielerischen Leistung in "Zombie", schaffte er es nicht, eine große Karriere im Filmgeschäft zu starten. Einen Auftritt hatte
er 1981 in dem B-Movie "Knightriders" erneut an der Seite von Ken Foree.
-David Emge (Stephen Andrews):
Ihm war es ebenfalls nicht vergönnt, sich im Filmgeschäft einen großen Namen zu machen. Ausser "Zombie" sind seine Film, in denen er mitmirkte, nicht gerade erwähnenswert.
-Gaylen Ross (Francine Parker):
Auch für sie gilt, das sie trotz eines hervorragenden Auftritts in "Zombie", nicht gerade mit Angeboten überhäuft wurde. Neben einer kurzen Schauspielkarriere versuchte sie sich auch noch als Regisseurin von mittelmäßigen TV-Produktionen.
DVD:
Diesen Film besitze ich in zwei verschiedenen DVD-Versionen. Einmal den 116minütige Euro-Cut (EC) und auch den 148minütigen Ultimate-Final-Cut (UFC). Der UFC wird auf der DVD-Hülle zwar mit einer Länge von 156min angegeben, ist aber um ca. 8min kürzer. Beide DVDs sind bei LASERPARADISE in der sogenannten RED EDITION erschienen. Von der Ausstattung unterscheiden sich beide DVDs nicht besonders. Beim UFC gibt es nur noch eine Trailershow von einigen Horrorstreifen. Von der Qualität sind diese aber nicht erwähnenswert. Die Tonqualität ist auf beiden DVDs gleichwertig auf niedrigem Niveau. Als Tonformat steht nur die deutsche Fassung in Stereo zur Auswahl bereit. Das Bild gefällt mir beim UFC etwas besser als beim EC, u.a. auch, weil es dort im Widescreen-Format vorliegt, während die andere nur mit einem Vollbild aufwarten kann. Aber trotzdem gilt für beide Fassungen, das man ihnen das Filmalter von mittlerweile schon 23 Jahren deutlich anmerken kann. Während des Films kommt es wiederholt zu drastischen Wechseln der Bildqualität. Auffällig sind hier vor allem deutliche Probleme mit dem Kontrast, der Schärfe und der Helligkeit. Hier würde sich eine komplette Generalüberholung wirklich mal lohnen.
Weiterhin erwähnenswert ist die sonderbare Kapitelunterteilung des Films. Beim EC gibt es insgesamt 24 Kapitel, während der UFC nur mit 12 Kapiteln aufwarten kann
. Naja, LASERPARADISE wird sich bestimmt etwas dabei gedacht haben.
Persönliche Meinung:
Nach dem Desaster das ich mit "Dellamorte Dellamore" erlebt hatte, wagte ich einen erneuten Ausflug ins Splattergenre. Doch "Zombie" schaffte es, alle meine Erwartungen in vollstem Umfang zu erfüllen. Der zweite Teil der Zombie-Trilogie (Teil 1: "Night Of The Living Dead", Teil 3: "Zombie 2: Day Of The Dead") lieferte einige der unglaublichsten Effekte ab, die ich in einem Film bis jetzt gesehen hatte. Die Werbezeile "Zombie: Dawn Of The Dead ist einer der erfolgreichsten und härtesten Horrorfilme, der jemals gedreht wurde" läßt schon ungefähr erahnen, auf was man sich bei diesem Streifen einläßt. Ist man bei den Szenen, in denen die Untoten "erlöst" werden, noch gelegentlich zum Schmunzeln geneigt, beginnt sich im letzten Teil des Films langsam der Magen des armen Zuschauers umzudrehen. Die Motorradgang muss dann nämlich als kleiner Schmackofatz für die Zombies herhalten und diese sind nicht gerade dem Umgang mit Besteck gewohnt. Diese Szenen haben mir eine sehr unruhige Nacht beschert. Weitere Pluspunkte sind die dichte Atmosphäre und die nervenaufreibende Spannung die den gesamten Film durchziehen. Daran haben vor allem die recht unbekannten Darsteller schuld. Vor allem die Leistung von Scott H. Reiniger bedarf hier einer gesonderten Erwähnung. Seine Darbietung der letzten Tage des Daseins von Roger waren für mich reif für einen Oscar.
Ein paar Punkte Abzug gibt es aber für die wirklich grottenschlechte musikalische Untermalung des Films. Das "Zombie"-Theme ist an sich nicht unbedingt das Schlechteste, doch hätte vielleicht etwas klassische Musik besser zum Film bzw. den Splatterszenen gepaßt.
Handlungsspezifische Unterschiede zwischen EC und UFC:
Doch kommen wir jetzt zu den beiden verschiedenen Fassungen zurück. Auf die Frage, für welche ich meine endgültige Empfehlung ausspr
echen werde, ist eine Antwort schwerer zu finden als man vielleicht glauben mag. Viele werden jetzt sagen, das der UFC natürlich die bessere Wahl ist. Grundsätzlich würde ich damit auch übereinstimmen, aber bei diesem Film bin ich mir gar nicht mal so sicher. Von der Anzahl der Effekte unterscheiden sich beide DVDs nicht besonders, nur fehlt beim EC die sehenswerte "Bei-Zombie-durch-Helikopterrotor-durchgeführ te-Schädeldeckenamputations"-Szene. Weiterhin gibt es beim UFC noch viel Filmmaterial zu sehen, welches die klaustrophobische Situation bzw. die aussichtslose Lage der Vier im Einkaufszentrum etwas ausführlicher darstellt. Der absolute Hammer ist aber, das beim UFC eine der wichtigsten Szenen des gesamten Films nicht auffindbar ist. Hierbei handelt es sich um die letzten Momente im Leben von Roger. Das Einzigste was auf seinen Tod hinweist, ist sein plötzliches unerklärliches Verschwinden. Das erklärt vielleicht auch die 8minütige Diskrepanz bei der Filmlänge zwischen DVD-Hüllen-Aufdruck und der tatsächlichen Laufzeit. Wenn ich eine Empfehlung aussprechen soll, tangiere ich wohl doch eher zum EC.
Lieblingsszene:
Wie es bei einem solchen Film nicht anders sein kann, sind es die Effekte die mich hier begeistern konnten.
Daten (EC/UFC):
Originaltitel: Dawn Of The Dead
Land: Italien, USA
Jahr: 1978
Länge: 116min/ 148min
FSK18
Darsteller: Ken Foree, Scott H. Reiniger, David Emge, Gaylen Ross
Regie: George A. Romero
Drehbuch: George A. Romero, Dario Argento
Produktion: Dario Argento, Richard P. Rubinstein
DVD: RC2, DVD9
Bildformat: Vollbild/ 1.66:1 Widescreen
Sprachen: Deutsch (Stereo)
Untertitel: keine
Bonusmaterial: -/ Trailer
Trailer: -/ "Armee der Finsterniss", "Braindead", "Cannibal Ferox", "Angel Of The Night", "Hellraiser III", "Dellamorte Dellamore", "Day Of The Dead"
Bewertung (gültig für
beide DVDs):
Film
Action: ****
Spannung: *****
Humor: **
Erotik: *
DVD
Ausstattung: *
Bild: **
Ton: **
Menü: *
Allgemeines zum Splatter-Genre:
Die meisten Filme dieses Genres entstanden in den 70er und Anfang der 80er größtenteils in Italien. Grundsätzlich findet man bei diesen Filmen nur zwei verschiedene Grundhandlungsfäden. Da wäre zum einen der Zombie-Film ("Dawn Of The Dead" (1978), "Return Of The Living Dead" (1973)). Die übrigen Filme handeln meist von Kannibalen ("Cannibal Ferox" (1981), "Cannibal Holocaust" (1979)). Die Kannibalenfilme sind von beiden Handlungsfäden mit Sicherheit die Härtesten, dementsprechend sind einige dieser Streifen in manchen Ländern (größtenteils in europäischen) verboten worden. Etwas lustiger sind da schon die deutschen Titel der Filme, hier hat man sich beim Videoverleih bestimmt sehr viel Mühe gemacht. Hier nur mal einige ausgewählte Klassiker: "Ein Zombie hing am Glockenseil" (1980), "Zombies unter Kannibalen" (1979) oder auch der legendäre "Eine Jungfrau in den Krallen der Zombies" (1971).
Doch was unterscheidet jetzt den Splatterfilm vom gemeinen Horrorstreifen? Wird beim Horrorfilm so manche visuelle Grenze nicht überschritten, wird beim Splatterfilm wirklich nichts mehr der Phantasie des Zuschauers überlassen. Es wird amputiert, bei lebendigem Leib vernascht und zerfleischt, bis der Mageninhalt ebenfalls den Film mit ansehen kann.
P.S.: Da ich erst Anfänger in diesem Genre bin, können einige dieser Infos vielleicht noch unvollständig bzw. fehlerhaft sein. Kommentare, Verbesserungsvorschläge oder Ergänzungen heiße ich herzlich willkommen.
Fazit:
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