Vergebung (DVD)
Das große Finale hervorragend umgesetzt - Vergebung (DVD) DVD Video Film

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Das große Finale hervorragend umgesetzt
Vergebung (DVD)

dik1609

Name des Mitglieds: dik1609

Produkt:

Vergebung (DVD)

Datum: 01.04.11, geändert am 04.04.12 (81 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Romanvorlage hervorragend umgesetzt

Nachteile: Es musste gekürzt werden

Schon einige Zeit ist es her, da ich die Stieg Larssons Millenium-Trilogie in gedruckter, die beste Ehefrau von allen in gesprochener Form förmlich verschlang. Und da uns diese drei Werke so hervorragend gefallen hatten, schafften wir uns nach und nach auch die jeweiligen Verfilmungen auf DVD an, wobei das Betrachten des dritten und letzten Teils nun auch schon wieder einige Wochen zurück liegt. Dennoch soll genau davon hier die Rede sein, wobei ich betonen muss, dass es sich um die DVD handelt und keinesfalls um die (längere) Fernseh-Version, die kürzlich im ZDF zu sehen war, auf deren Betrachten ich aber aus verständlichen Gründen verzichtete.

Der Kauf
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Gefunden und bestellt wurde die DVD im Internet bei buecher.de, wo aktuell nur 7,99 Euro dafür verlangt werden. Ich glaube aber, damals mehr dafür bezahlt zu haben. Immerhin erfolgt die Lieferung ohne Berechnung von Versandkosten.

Der Inhalt
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Nach "Verblendung" und "Verdammnis" ist "Vergebung" der furiose Höhepunkt von Stieg Larssons Millenium-Trilogie. Lisbeth Salander hat den Kampf gegen ihren Widersacher Zala knapp überlebt, doch sie schwebt weiter in Gefahr. Denn auch Zala lebt noch. Und der Geheimdienst möchte Lisbeth mit allen Mitteln mundtot machen - auf keinen Fall darf sie die Verbindung zwischen Zala und der Regierung aufdecken. Währenddessen setzt Mikael Blomkvist weiterhin alles daran, Lisbeths Unschuld an den Morden an ihrem Vormund Niels Bjurman und zwei Journalisten zu beweisen. Bei seinen Ermittlungen beginnt sich Lisbeths Vergangenheit wie ein Puzzle zusammen zu setzen. Eine Vergangenheit, die düster ist - deren Offenbarung aber der Schlüssel zu Lisbeths Unschuld sein könnte. (DVD-Hülle).

Technische Angaben
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Originaltitel: Luftslottet som sprängdes (Das Luftschloss, das gesprengt wurde)
Laufzeit Hauptfilm: 141 Minuten
Bild: 1,78:1 (16:9)
Ton: Dolby Digital 5.1
Sprachen: Deutsch, Schwedisch
Ländercode: 2
Untertitel: Deutsch
Produktionsjahr: 2008
Kinostart: November 2009 in Skandinavien, Juni 2010 in Deutschland.
FSK-Freigabe: ab 16 Jahre

Mitwirkende
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Die Hauptrollen spielen erneut Michael Nyqvist (Mikael Blomkvist) und Noomi Rapace (Lisbeth Salander), die dem Zuschauer auch schon aus den ersten beiden Teilen der Trilogie bekannt sind. Weitere Darsteller sind Lena Endre (Erika Berger), Annika Hallin (Annika Giannini), Sofia Ledarp (Malin Eriksson), Jacob Ericksson (Christer Malm), Niklas Hjulström (Ekström), Anders Ahlbom (Dr. Peter Teleborian), Hans Alfredson (Evert Gullberg), Lennart Hjulström (Frederik Clinton), Per Oscarsson (Holger Palmgren), Michalis Koutsogiannakis (Dragan Armanski), Mikael Spreitz (Ronald Niedermann), Georgi Staykov (Alexander Zalachenko), Mirja Turestedt (Monica Figuerola) und Johan Kylen (Jan Bublanski).
Die Regie führt Daniel Alfredson, das Drehbuch schrieb Jonas Frykberg. Produktion: Jon Mankell, Musik: Jacob Groth, Kamera: Peter Mokorsinski, Schnitt: Hakan Karlsson.

Bonusmaterial
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Interview mit der Hauptdarstellerin Noomi Rapace, Trailer, TV-Spot.

Meine Meinung
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Zunächst einmal gefällt mir (natürlich) die Story unglaublich gut - anderenfalls hätte ich nach dem Lesen der Stieg-Larsson-Bände die DVDs sicherlich nicht auch noch gekauft. Deswegen soll über den Inhalt an dieser Stelle auch nicht hauptsächlich die Rede sein, denn da gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Er gefällt - oder er gefällt eben nicht. Interessant aber ist immer in Kenntnis der literarischen Vorlage deren filmische Umsetzung. In den meisten Fällen geht das Urteil ja eher in die Richtung, dass dem Interessierten das Buch besser gefallen hat. Und die größte Gefahr bei der Verfilmung des umfangreichen Larsson-Werkes war von vornherein, dass gekürzt werden musste. Immerhin umfasste die Ursprungsfassung rund drei Stunden - aber auch das war fürs Kino noch zu lang, weswegen weiter gekürzt werden musste. In erster Linie fiel die Beziehung zwischen Mikael Blomkvist und Erika Berger der Schere zum Opfer, was sicherlich als akzeptabel zu bezeichnen ist. Wichtig aber ist, dass auch die gekürzte Fassung für jeden verständlich ist, der keine Kenntnis der Romanvorlage hat. Und auch für diesen Menschenkreis wird in hervorragender Form Spannung aufgebaut, die erst kurz vor dem Ende ihren absoluten Höhepunkt erreicht, wobei womöglich die Fülle der handelnden Personen leicht verwirren kann, zumal die zum Teil nur kurze Erscheinungszeiten im Film haben. In der Summe aber ist hier ein filmischer Thriller entstanden, der der Vorlage durchaus gerecht wird. Das ist sicherlich zunächst einmal der größte Vorteil.

Der nächste ganz große Pluspunkt muss in diesem dritten und letzten Teil in der personellen Ausstattung der Charaktere gesehen werden. Die Hauptpersonen waren schon aus den ersten beiden Teilen bekannt - eine Umbesetzung an dieser Stelle wäre einer Katastrophe gleich gekommen. Aber in diesem dritten und letzten Teil vermag vor allem Noomi Rapace noch einmal richtig zu glänzen, was nicht nur ihre optische Wandlungsfähigkeit betrifft (absolut herrlich: Ihre Punker-Rolle vor Gericht), sondern auch Bewegungen, Gesten und Mimiken. Im übrigen ist auch das Interview mit ihr im Bonusmaterial absolut sehens- und hörenswert. Vielen Zuschauern wird wahrscheinlich hier erst klar, dass die Schauspielerin nicht mit Lisbeth Salander identisch ist, aber vieles von ihrem Ideengut nicht nur in der Rolle übernommen hat. Genial besetzt finde ich persönlich auch die Rolle des Dr. Peter Teleborian: Anders Ahlbom verhält sich genau so, wie ich das nach dem Lesen des Romas erwartet hatte.

Doch nicht nur die Menschen vor der Kamera leisten hier wirklich Großes, sondern ganz speziell auch der dahinter. Die dunkel-düstere Atmosphäre wird von der Kamera perfekt transportiert und von der Musik nahezu bedrohlich unterstützt. Die Kälte einiger der handelden Personen wird nicht nur schauspielerisch überzeugend an den Zuschauer gebracht, sondern auch durch die besonderen Blickwinkel der Kamera.

Insofern gibt es nur einen Kritikpunkt - und der ist von Niemandem verschuldet. Buch, Hörbuch und Film gefielen mir und der besten Ehefrau von allen derart gut, dass wir nur zu gern weitere Erlebnisse aus dem Leben Mikael Blomkvists und Lisbeth Salanders erhalten würden. Der Autor Stieg Larsson allerdings ist verstorben. Vielleicht, aber wirklich nur vielleicht, wird es noch einen vierten Teil geben. Den nämlich hatte Larsson schon vor seinem Tode begonnen, aber nicht mehr beenden können. Unter seinen Erben wird darüber gestritten, ob dieser vierte Teil von einem anderen Autoren zu Ende geschrieben und veröffentlicht werden soll. Aber: Irgendwie wird es nicht das Gleiche sein. Also: Alles Gute, Mikael und Lisbeth!

Fazit: Krönender Abschluss der Trilogie - auch im Film