Titanic (DVD)
Blubb ... wech war sie  - Titanic (DVD) DVD Video Film

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Neuester Testbericht: ... mit dem reichen Industriellen dem drohenden Ruin zu entkommen. Die Liebesgeschichte zwischen Rose und Jake ist weltbekannt und einer der... mehr

Blubb ... wech war sie
Titanic (DVD)

Nekromant

Name des Mitglieds: Nekromant

Produkt:

Titanic (DVD)

Datum: 26.09.01, geändert am 26.09.01 (202 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: ein Stück Filmgeschichte

Nachteile: kaum Bonusmaterial

Würde Brinkmann nicht gerade die Bestände ihrer Läden verramschen, wäre ich wohl nie in den Besitz diverser nützlicher und weniger nützlicher Dinge gekommen. Da ich bei einem Schnäppchen aber sofort feuchte Augen bekomme und meine Geldbörse zücke, stehen in meinen Regalen CDs, Spiele und Filme, die ich mir unter normal preislichen Bedingungen nie gekauft hätte. So war es auch mit der DVD zum Film „Titanic“. Sicherlich bin ich im Jahre 1997 brav ins Kino gedackelt, fand die Bilder auch ganz bombastisch und habe mir sogar die Ausstellung in den Hamburger Deichtorhallen angesehen. Trotzdem hätte ich mir die Scheibe nie geholt, da sie mir mit 60 DM für solch einen Schmachtfetzen doch recht teuer erschien. Bei Brinkmann wurde der Film für knapp 30 DM weniger angeboten, so dass ich mir den Spaß doch noch gönnte.

Die Geschichte um den Luxusdampfer, der 1912 in Southampton mit dem Ziel New York auslief, die fast 2200 Passagiere und nur 700 Überlebenden dürfte jeden bekannt sein. Schließlich kam nicht erst Regisseur James Cameron auf die Idee, einen Film rund um das Schiff zu drehen. Cameron hat sich zwar eng an die wahren geschichtlichen Begebenheiten gehalten, aber trotzdem ist der Liner für mich nichts anderes als die gigantische Kulisse für eine kitschige Liebesgeschichte zwischen zwei Passagieren.
Die unglückliche Amerikanerin Rose DeWitt Bukater ist mit ihrem schwerreichen Verlobten und ihrer Mutter auf dem Schiff unterwegs. Als sie sich das Leben nehmen will, wird sie von dem armen Jack Dawson gerettet, einem Passagier auf dem Zwischendeck, der sich seine Fahrkarte beim Glücksspiel gesichert hat. Wie es schon jeder geahnt hat, verlieben sich die beiden ineinander. Diese Liebe wird aber gleich von mehreren Personen nicht gerne gesehen. Natürlich ist ihr schmieriger Verlobter Cal Hockley alles andere als froh darüber, seine Verlobte an einen mittellosen Versager zu verlieren, und so setzt er all Hebel in Bewegung, um Jack aus dem Verkehr zu zi
ehen. Roses Mutter hingegen sieht nur den gesellschaftlichen und finanziellen Vorteil flöten gehen, wenn Rose mit dem jungen Künstler Dawson anbändelt. Bevor sich die Parteien irgendwie aussprechen können, wird die Titanic von einem Eisberg gerammt. Ebenso wie das Schiff an sich, endet die Liebesgeschichte zwischen Rose und Jack auf tragische Weise.

Für mich war die Lovestory ein bisschen lahm und schmalzig, wofür mich die DiCaprio-Fraktion jetzt wahrscheinlich am liebsten steinigen würde. Keine Ahnung ob es daran liegt, dass ich als Mann nicht mit dem Drama-Gen ausgestattet bin oder es einfach ein bisschen zu dick auf getragen ist; mich hat allein der Untergang des Riesenschiffs fasziniert.( © Nekromant)Deshalb sind die ersten 100 Minuten für mich auch nur so etwas wie Füllmaterial. Richtig los geht es erst nach knapp 1,5 Stunden, als der Eisberg den unsinkbaren Luxusliner rammt und man das ganze Ausmaß der Katastrophe in imposanten Bildern serviert bekommt. Je mehr Wasser in das Schiff gelangt und je mehr der Zeitpunkt des Untergangs in greifbare Nähe rückt, desto spannender und actiongeladener wird der Streifen. Zum Glück ist der Film mit seinen drei Stunden lang genug, so dass man sich genüsslich zurücklehnen und in minuziöser Genauigkeit ansehen kann, wie die Titanic erst in der Mitte bricht um dann letztendlich zu sinken. Sicherlich sieht der Untergang auf einer Glotze mit 70 cm Durchmesser nicht so grandios aus wie im Kino, aber trotzdem ist es spannend, die knarzenden Außenhäute des Dampfers bersten zu hören und dem Überlebenskampf der Passagiere beizuwohnen.

Es gibt genug Leute die behaupten, „Titanic“ sei bei weitem nicht so technisch perfekt wie immer gesagt wird. Sicherlich gibt es lange Listen mit Fehlern, die der Regie unterlaufen sind. Trotzdem finde ich den Streifen schon aufgrund der Ausstattung und der Kostüme einfach unglaublich. Nur zurecht hat „Titanic“ auf einen Haufen Oscars und einen Millionenumsatz
eingefahren. Das liegt sicherlich auch an dem Spiel von Kate Winslet und Leonardo DiCaprio, die das unglückliche Liebespaar mimen, und Billy Zane als arroganten Bösewicht, der in keiner Lovestory fehlen darf. Der bombastische Soundtrack unterstreicht den schmalzigen Charakter des Films.

Und nun kommen wir zu dem Hauptgrund, weshalb ich mir die Ausführung in DVD zu dem hohen Preis niemals geholt hätte. Es ist nämlich außer einem läppischen Kinotrailer in deutsch und einer geringen Sprachauswahl ( deutsch und englisch ) und zwei Untertiteln nichts drauf. Das Menü ist zwar ganz nett unterlegt, aber das haut mich auch nicht gerade aus den Puschen. Ziemlich mager wenn man bedenkt, dass man selbst im Fernsehen schon ein Making Of des Films sehen konnte. Ich habe vor einiger Zeit mal was von einer Titanic-DVD mit zweiter Scheibe gehört, auf der Bonusmaterial sein soll. Die Scheibe habe ich aber noch nirgendwo im Handel entdecken können. Ton und Bild der DVD sind okay, nix ruckelt oder hängt.

Im großen und ganzen ist der Film gut und enthält Elemente für jedermann. Ein bisschen wahre Geschichte gemischt mit einem Haufen Fiktion, DiCaprio für die Mädels und sogar ausreichend Action. „Titanic“ an sich bekäme von mir sicherlich fünf Sterne, aber da es sich um die DVD handelt, gibt’s nur drei Sterne und ein „Buh“ für die Macher der DVD

Fazit: