Switch Classics - Die komplette vierte Staffel (3 DVDs)
Switch 2000 A.D. - Switch Classics - Die komplette vierte Staffel (3 DVDs) DVD Video Film

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Switch 2000 A.D.
Switch Classics - Die komplette vierte Staffel (3 DVDs)

Hollgo

Name des Mitglieds: Hollgo

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Switch Classics - Die komplette vierte Staffel (3 DVDs)

Datum: 24.10.10

Bewertung:

Vorteile: + komplette Sammlung aller "Switch S4"- Folgen + teilweise sehr gelungene Parodien

Nachteile: - ein wenig mehr Liebe zum Detail wäre schön gewesen, wie z.B. mehr Bonus

Im Jahre 2000 lief die letzte Staffel von "Switch" auf Pro 7, einer Satire- und Parodiestaffel, die es seit 2007 nun als "Switch Reloaded" wieder auf eben diesem Sender zu sehen gibt. Dabei sind, bis auf Anette Frier und Bettina Lamprecht, auch in der aktuellen 5.ten "Switch Reloaded"-Staffel die Darstellerinnen und Darsteller mit dabei, die "damals" anno 2000 bei der vierten "klassischen" Switch-Staffel mit von der Partie waren.

=== So kam ich zur vierten "Switch"-Staffel ===

Ein (wie ich finde) "Topangebot" auf Ebay nahm ich wahr. Dort wurde die gesamte "Switch-Die Box"-DVD Collection, die eine Sammlung aller "klassischen" vier Switch-Staffeln beinhaltete, für sage und schreibe "nur" 39,99 Euro mit kostemfreien Versand angeboten. Diese "Box"-Sammlung setzt sich aus den auch einzeln erhältlichen vier DVD-Boxen zusammen, die jeweils eine der klassischen vier Switch-Staffeln enthalten. Einzeln ist die "klassische" vierte Staffel Switch auf DVD schon ab 15 Euro aufwärts zu bekommen...


== Zum Inhalt ==

=== Das wird geboten ===

Die vierte Staffel "Switch" beschäftigt sich mit dem anno 2000 aktuell im TV gelaufenen TV-Sendungen und parodiert / persifliert dank der durchweg guten Darstellerinnen und Darstellern des "Switch-Ensembles" sowohl das Sendeformat sowie die Moderatorinnen und Moderatoren dieser Sendungen.
Daher mag dem "Zuschauer von Heute" vielleicht das eine oder andere TV-Format unbekannt vorkommen, welches "damals" von der Switch-Crew da so veralbert wurde. Dazu muss gesagt werden, dass die "klassischen" Switch-Staffeln sich , im Vergleich zu dem aktuellen Nachfolger "Switch Reloaded", gerne mal die Freiheiten nahmen, eigene, nicht wirklich als TV-Sendung existente Formate zu kreieren...
Im folgenden gehe ich mal auf ein paar meiner Meinung nach besonders gelungenen Parodien und Satiren näher ein, die in dieser Staffel geboten werden.

=== Michael Müller, Bernhard Hoecker , Peter Nottmeyer und Michael Kessler in "Im Namen der Rose" ===

Wer kennt ihn nicht, den Filmklassiker aus den 80´er Jahren, der nach der Romanvorlage von Umberto Eco mit Sean Connery in der Hauptrolle des Mönches William von Baskerville entstand ? Nun, genau diesen Film nimmt sich "Switch" in der vierten Staffel des öfteren vor. Dank der sehr guten Maske und eines authentischen Drehorts (dem Kloster Brauweiler) ist diese in mehreren Teilen über mehrere Folgen dieser Staffel verteile Persiflage wirklich urkomisch und einfach toll gelungen. Besonders Peter Nottmeyer, der den in mehreren Sprachen durcheinander sprechenden Mönch Salvatore nachahmt, ist wirklich toll in seiner Rolle. Die "Kopie" des William von Baskerville, dargestellt von Michael Müller, ist aber vergleichsweise begriffsstutziger als sein doch recht scharf denkendes Vorbild und Bernhard Hoecker als der blinde Mönch Gonzales setzt dem Ganzen nochmal eins drauf.

=== Bettina Lamprecht als "Bülbül Hekmek" ===

In der von "Switch" erfundenen Sendung "TRT Frühstük" begrüßt die latent unfreundliche und "krasse" türkischstämmige Moderatorin Bülbül Hekmek verschiedene Gäste zu Gesprächen in ihrer Sendung. Dieser "Switch"-Beitrag ist eine Persiflage auf den doch typischen "Türkischakzent", den viele unserer ausländischen Mitbürgerinnen und Mitbürger doch immer zeigen, wenn sie versuchen, deutsch zu sprechen. Krass und mit dem Gestus eines Türstehers nimmt Bettina Lamprecht so auch ein doch recht klischeegeprägtes Bild aufs Korn - wer "Bülbül" als Gast nicht "krass" genug ist, fliegt einfach aus der Sendung raus. So fliegen in der vierten Staffel neben Beate Uhse ( _Petra Nadolny_ )noch Gäste wie Alfred Biolek ( _Peter Nottmeyer_ ) und Birgit Schrowange ( _Petra Nadolny_ ) aus der Sendung. Nur "Schimanski" / Götz George ( _Michael Müller_ ) ist dank seines doch eher an "Straßenverhältnisse" angepassten Jargons gerade krass genug, um von Bülbül nicht heraus geworfen zu werden...

=== Fakten,Fakten,Fakten/Fakten TV - "Hoecker, Sie sind raus !" ( _ Alle Darsteller des Switch-Ensembles_ ) ===

Die einzige "Gelegenheit", alle Mitglieder des Switch-Ensembles zusammen in einem Beitrag zu sehen.
Diese "Sendung" ist eine Erfindung des Switch-Teams und läuft in jeder Folge der vierten Staffel. In einer Art "Redaktionsrunde" sitzen alle Mitglieder des Switch.-Ensembles zusammen und tragen - thematisch jeweils pro Folge abweichend "recherchierte" der Reihe nach vor. Meistens haben diese Themen eine Art Partyspielcharakter. Mal wird ein Begriff vorgegeben (z.B. "berühmte Comics"), zu denen jedes Mitglied des Teams etwas sinnvolles sagen soll. Bei jeder Ausgabe von "Fakten , Fakten , Fakten" ist es Bernhard Hoecker, der regelmässig dabei "rausfliegt". Dies gleicht nach einigen Folgen bald einem Ritual. Hoecker nennt etwas vollkommen abstruses und der Satz "Hoecker, Sie sind raus" folgt dem auf dem Fuße. Nun argumentiert sich Hoecker um Kopf und Kragen, dass er nicht raus sei und beschimpft nun die anderen Mitglieder des Teams ob ihrer Unwissenheit. Ein "running Gag", der sich durch so gut wie alle Folgen der "klassischen " Switch-Staffeln hindurch zieht und damit "Kult" ....
In Staffel 4 wurde dieser Beitrag ein wenig variiert. In den ersten vier Staffeln moderieren Michael Müller und Anette Frier diese Sendung im "Live-Schalte"-Stil, in dem die restlichen Mitglieder des Teams an angeblich verschiedenen Orten nach einem wechselnden Thema recherchieren. Später wird teilweise das Szenario in den "Big Brother"-Container verlagert, aber eins bleibt immer gleich: am Ende ist Hoecker raus ! ;-))

=== Bernhard Hoecker als "Jürgen Drews" ===

Heute nahezu unbekannt: Jürgen Drews, der selbsternannte "König von Mallorca" , hatte zu Beginn der 2000´er Jahre eine eigene Fernsehshow. In "Strip" ging es genau um das Thema, wie es der Titel der Sendung schon verrät - "Strip" war eine Quizshow rund ums Thema Sex. In der "Switch"-Version stellt nun Bernhard Hoecker den "Bett im Kornfeld"-Interpreten von einst recht gekonnt und genau abgedreht, wie das Original, dar. Besonders die Episode mit den drei "jungen Christen" Fanny, Danny und Manni ist schon wirklich recht lustig geworden.

=== Für mich DAS Highlight: "Mörder von Tina" ===

In Folge 14, also auf DVD 3 der DVD-Collection, gibt es ein wahres "Highlight" zu sehen. Hier wird der Tatort, der vor 10 Jahren mit Manfred Krug in der Rolle des Kommissar Stöver zusammen mit Charles Brauer in der Rolle seines Assistenten "Brocki" Brockmeyer entstand, ordentlich von "Switch" aufs Korn genommen. Bekanntlich waren die beiden Darsteller dieses Tatortes immer wieder bemüht, ihre Fähigkeiten im Bereich der "Swing"-Musik in ihren Fällen mit einzubauen. Genau diesem Aspekt trägt die "Switch" Version Rechnung. Allerdings: während Krug und Brauer in ihren Rollen meist recht bieder am Klavier den einen oder anderen Song u.a. von Frank Sinatra, zum Besten gaben, gibt die von Michael Müller und Peter Nottmeyer dargebotene "Stöver und Brockmeyer"-Version fast ein komplettes Musical, verpackt in einen Tatort-Mord , zum Besten. So wird hier die Frage "Wer war der Mörder von Tina" gleich zu einer "Stöver"-Intonation des bekannten Titels "Don´t Cry For Me Argentina" aus dem "Evita"-Musical umgewidmet, Dazu tanzen die Polizisten, Passanten und am Ende sogar der "Mörder" von Tina zu dem "switch-gemäß" ziemlich ins Abstruse umformulierten Text des Originals. Insgesamt wirklich urkomisch und sehr gekonnt choreografisch in Szene gesetzt.

=== "Switch" versus "Switch Reloaded" ===

Aktuell läuft das eng an der Vorlage von vor zehn Jahren orientierte Nachfolgeformat von "Switch" namens "Switch Reloaded" auf Pro 7. Im Vergleich zu der Neuauflage wirken manche Darstellungen der verschiedenen Charakter der -weitestgehend auch in "Switch Reloaded" auftretenden Damen und Herren - ein wenig platt. Bis auf die "Dieter Thomas Heck"-Version von Peter Nottmeyer, dem "Peter Kloeppel" in der Darstellung von Michael Kessler und dem Winnetou von Michael Müller, um mal die für mich gelungensten Parodien zu nennen, sind die "Switch" Versionen der jeweiligen Vorbilder doch ein wenig zu platt, teilweise auch zu unspezifisch (z.B. "Birgit Schrowange" , dargestellt von Petra Nadolny oder Katja Burkhart, die von Anette Frier in dieser Staffel geboten wird) oder können ganz einfach auch sonst nicht so richtig überzeugen. Daher sind es meistens auch die von den "Switch" Machern einfach erfundenen TV-Formate, die vielfach für Heiterkeit bei mir sorgten. Die immer krasse "Bülbül Hekmek" z.B., die abgedrehte "Kelly Van Sale" ( _Petra Nadolny_ ), die zusammen mit "Mr.Snoot" ( _Peter Nottmeyer_ ) in ihren schlecht syncronisierten Werbesendungen unglaubliche Dinge zum Kauf anpreist, das sind ebenso kleine Highlights wie die seltenen, viel zu seltenen Interpretationen von ""Star Trek-die nächste Generation", die von dem gesamten Switch-Team gemeinsam dargestellt wird. Dazu ist klar erkennbar, dass die Maske damals es nur halb so gut verstand, die Darstellerinnen und Darsteller optisch ihren Vorbildern nachzustellen. Manche Ähnlichkeiten mit tatsächlich lebenden Personen sind wie z.B. im Fall von dem von Bernhard Hoecker dargestellten "Jörg Wontorra" - Lookalike genauso zufällig wie die "Kopie" von dem von Michael Müller dargestellten ARD-Sportmoderator Waldemar "Waldi" Hartmann. Anhand der alten Switch-Folgen sieht man erstmal, wie sehr perfektioniert die Darstellerinnen und Darsteller der heutigen "Switch Reloaded"-Staffeln mittlerweile auf ihre zu parodierenden Vorbilder sind. Die Austattung d.h. das optische Erscheinungsbild der Sendungen, die Requisite, die wiederum war damals schon fast so perfekt wie heute. Staffel Vier der "Classic"-Switchserie jedenfalls ist trotz dieser Mankos, die man der technischen und teilweise auch darstellerischen Seite der Parodien aus heutiger Sicht rückblickend unterstellen mag, dennoch eine sehr lustige und , auch, wenn man sich an manche zum Vorbild genommene Sendung nicht mehr erinnern kann/mag, sehr sehenswerte Angelegenheit.

== Zu den DVDs ===

Die vierte Staffel von "Switch" besteht aus insgesamt 16 Folgen, die jeweils eine Spielzeit von knapp 23 min. aufweisen. Die Sammlung besteht aus insgesamt 3 DVDs. Auf der ersten DVD sind die Folge 1 bis 6 , auf der zweiten DVD die Folgen 7 bis 12 und auf der dritten DVD die Folgen 13 bis 16 vorzufinden. Alle drei DVDs sind in sog. "Slim DVD"-Hüllen verpackt, deren Innenseite durchsichtig gestaltet wurde. So kann man die auf der Innenseite jedes Einlegers der DVD-Boxen die komplette Inhaltsangabe der jeweiligen Folgen sehen, die auf einer DVD enthalten sind.

=== Gestaltung: Menus / Intros ===

Nunja, viel Mühe hat man sich seitens "Turbine", dem Hersteller und Editor dieser DVD-Sammlung, nicht bei der Gestaltung der Menus gegeben. Als Intro erscheinen einzelne Darstellerinnen und Darsteller, die einen "pseudo-lustigen" Begrüßungs-Aufsager machen. Kurios: Auf DVD 3 grüßt uns Susanne Pätzold, die in der 4. Staffel von "Switch" gar nicht dabei war ...
Die Menus sind ebenso nur am eigentlichen Zweck, der Wahl einer Episode, orientiert und sind an sich nichts besonders. Im Hintergrund dudelt die "Switch"-Intromelodie in einer Endlosschleife in einem durch, bis ich eine Wahl getroffen habe.

=== Bonusinhalte ===

Auf DVD 3 finde ich neben den Folgen 13 bis 16 der vierten "Switch"-Staffel auch noch ein wenig Bonusmaterial hervor.

"Switch Revisited - Episode IV"

Hier hebe ich besonders den nicht uninteressanten und mit knapp einer Stunde doch recht langen Beitrag "Switch Revisited - Episode IV" hervor, in der die Darstellerinnen und Darsteller sich in Einzel - oder Gemeinschaftsinterviews an "alte Switch-Zeiten" erinnern und dabei die eine oder andere, nicht ganz uninteressante Hintergrundinformation zu Drehabläufen, Ideen und teils persönlichen Ansporn hinterlassen. Die Interviews stammen dabei alle aus dem Jahr 2007, sind also sieben Jahre nach dem Ende der vierten Switch.-Staffel aufgenommen worden. Neben den in dieser Staffel aufgetretenen Darstellern Michael Müller, Bernhard Hoecker, Michael Kessler, Peter Nottmeyer und Petra Nadolny äußern sich auch Mona Sharma, die bis zur 2.ten Switch-Staffel mit dabei war und Susanne Pätzold, die bis zur 3. Switch-Staffel im Team war, zu diesen alten Zeiten. Angedeutet wird hier auch ein wenig, warum nach Staffel 4 keine neue Switch-Staffel mehr gedreht wurde - die Sendung wurde dem Sender schlicht zu teuer, außerdem wurde in "TV Total" investiert, die Sendung mit Stefan Raab, die damals ihren "Betrieb" aufnahm.

'''Castingsequenzen'''

Auch ein ganz witziges Bonusfeature, wie ich finde. Hier sind die Castingaufnahmen zu sehen, die "damals" mit Anette Frier in Zusammenarbeit mit verschiedenen Darstellern der "Switch"-Staffel gemacht wurden. Teilweise sind recht spontan so ganz lustige Sachen entstanden, die ich schon sehenswert finde.

Zusätzlich gibt es zahlreiche, auch recht komische, Outtakes von verpatzten Drehs zur vierten "Switch"-Staffel zu sehen.
Kommentarspuren finde ich dagegen zu keiner Folge - es ist hier nur die originale, deutschsprachige Tonspur vorhanden. Untertitel sind hier ebenso keine vorhanden.

=== Bild und Ton ===

Die Aufnahmen der DVD sind allesamt im damals, Ende der 90´er Jahre gebräuchlichen, 4:3 Bildseitenformat vorhanden. Daher muss man sich als Besitzer eines modernen 16:9 TVs entweder mit zwei recht breiten seitlichen Rändern links und rechts im Bild begnügen oder man zoomt das Bild formatfüllend auf, wodurch aber entweder das Bild in die Breite gezogen wird oder Bildinhalte am oberen und unteren Bildschirmrand entfallen. Ich schaue jedenfalls immer im "4:3" Format und nehme hier die Ränder einfach hin. Von den Farben und Kontrasten her kann ich jedenfalls keine Kritikpunkte am Bild anbringen, es entspricht dem, was damals über den Äther ging. Der Ton ist jeweils in Dolby Digital 2.0 enthalten, entspricht also weitgehend solidem Stereoton ohne große Überraschungen. Der Ton ist klar, sauber und deutlich - kein Kritikpunkt von meiner Seite hierfür.

=== Kurz gefasst ===

* Genre: TV-Serie; Sketch & Humor; Comedy
* FSK: ab 12 Jahren
* Laufzeit: 380 Min.
* Darstellerinnen und Darsteller: Bernhard Hoecker / Petra Nadolny / Peter Nottmeier / Michael Kessler / Michael Müller / Bettina Lamprecht / Anette Frier
* Regie: Sven Unterwaldt, jr. / Holger Schmidt / Christoph Schnee
* Bildformat: 4:3 / PAL (720x576)
* Tonformat: DD 2.0: Deutsch
* Bonusmaterial :
- "Switch revisited - Episode IV" - exklusive Interviewdokumentation mit Bernhard Hoecker, Susanne Pätzold, Michael Kessler, Michael Müller, Petra Nadolny, Mona Sharma und Peter Nottmeier
- Castingsequenzen mit Anette Frier & Outtakes aus der vierten "Switch"-Staffel

=== FAZIT ===

Die vierte "klassische" Staffel von Switch ist auch heute noch durchaus sehenswert. Man sollte allerdings nicht , eventuell als Zuschauer verwöhnt von den nahezu perfekten Parodien, die in der aktuell im TV laufenden "Switch Reloaded"-Staffel - die ganz hohe Messlatte in Sachen "optische und stimmliche Ähnlichkeit der Darsteller zu den zu parodierenden Vorbildern" dann und wann anlegen. Manche Darstellungen sind tatsächlich dem Original in einzelnen Beiträgen nur von der Kulisse und der Requisite her ähnlich, ich wiess ja schon in einem Abschnitt meines Berichts darauf hin. Dafür sieht man hier nochmals die mittlerweile ein wenig "Kultstatus" geniessende "Fakten,Fakten,Fakten"- Sendung oder "Fakten TV" und erlebt mittlerweile fast vergessene Fernsehsendungen wie Flipper, Magnum und Kojak in der "Switch"-Version wieder, genauso, wie einige ganz eigene, vom "Switch"-Team kreierte Sendeformate, die im "echten" TV so kein Vorbild hatten. In "Switch Reloaded" orientiert man sich bekanntlich dagegen nur noch an tatsächlich im TV laufenden Sendungen - dies aber mit vergleichbar höherer Brillianz und Ähnlichkeit der Darstellerinnen und Darsteller zum Original.
Ich gebe insgesamt vier Sternchen, da die Aufmachung der DVDs insgesamt einfach zu "bieder" ist und dazu nicht allzu viel an Bonusmaterial geliefert wird. Dazu sind einige Beiträge ganz einfach nicht so gelungen, dass ich nun hierfür volle Punktzahl geben könnte. Dennoch empfehle ich diese Collection, sie enthält die komplette vierte Staffel, ist vom Preis her nicht zu hoch bemessen und liefert über 300 min doch überwiegend viel Spaß, obwohl klar ersichtlich sein sollte, dass die doch mittlerweile recht hohe Perfektion von "Switch Reloaded" im Switch von Anno 2000 bei weitem nicht erreicht wurde.

Fazit: Für Switch-Nostalgiker ein Muss, leider wurde die Sammlung ein wenig lieblos zusammengestellt...