Stone Cold - Eiskalt (DVD)
Jesse Stone's Auftakt mit dem zweiten Teil - Stone Cold - Eiskalt (DVD) DVD Video Film

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Jesse Stone's Auftakt mit dem zweiten Teil
Stone Cold - Eiskalt (DVD)

larshermanns

Name des Mitglieds: larshermanns

Produkt:

Stone Cold - Eiskalt (DVD)

Datum: 25.08.10

Bewertung:

Vorteile: Tom Selleck in der Rolle des Jesse Stone | sehr gute Bild - und Tonqualität

Nachteile: -

***** Allgemeine Informationen: *****

Filmtitel: Stone Cold - Eiskalt
Originaltitel: Stone Cold
Regie: Robert Harmon
Produzenten: Tom Selleck, Michael Brandman
Land / Jahr: USA 2005
Genre: Kriminalfilm, Drama, Thriller
FSK: ab 12 Jahren
Laufzeit: ca. 83 Minuten
Kapitel-Anzahl: 28

Hauptdarsteller:
Tom Selleck, Mimi Rogers, Viola Davis, Kohl Sudduth, Polly Shannon, Reg Rogers, Jane Adams, Alexis Dziena, Shawn Roberts, uvm.



***** Informationen zur DVD: *****

Sprachen:
Deutsch, Englisch, Französisch (jeweils Dolby Digital 5.1)

Untertitel:
Deutsch, Englisch, Arabisch, Französisch, Türkisch

Bildformat:
16:9 Widescreen, 1.78:1

Extras:
- Hinter den Kulissen
- Trailer zu "7 Sekunden" und "xXx - The next Level"



***** Im Vertrieb von: *****

Sony Pictures Home Entertainment GmbH
Ickstattstraße 1
80469 München

www.sphe.de



***** Der Filminhalt: *****

Seit der Scheidung von seiner geliebten Frau und seinem Rausschmiss vom Morddezernat des LAPD wegen Trunkenheit im Dienst leitet Jesse Stone (Tom Selleck) als Police Chief das Polizeirevier von Paradise, einem kleinen Fischerort in Massachusetts. Hier finden seit ein paar Tagen Morde statt, die auf einen oder mehrere Serientäter hindeuten. Zudem wird dann auch noch die sechzehnjährige Candace (Alexis Dziena) vergewaltigt. Für Jesse und sein Team beginnt ein Wettlauf mit der Zeit. Es gilt, die Mordserie zu stoppen sowie die Vergewaltigung an dem Mädchen aufzuklären.



***** Meine Meinung zum Film: *****

Auf der DVD-Hülle wir der Film als "Hommage an den 'Bogart-Stil'" bezeichnet, in dem die harten Männer "brillant in die heutige Zeit versetzt" würden. Ich vergleiche den Film hingegen recht gern mit Colombo und weiteren Krimiklassikern der Vergangenheit. Gleich zu Beginn des Films (in den ersten 15 Minuten) erfährt der Zuschauer, wer die jeweiligen Täter sind. Man konzentriert sich also nicht mehr darauf, mögliche Tatverdächtige zu entlarven, sondern kann sich voll und ganz auf das Geschehen um die Aufklärung herum konzentrieren. Dies geschieht hierbei jedoch weniger im Stil von "CSI" oder anderen modernen Krimiserien, sondern gleicht eher einem Katz-und-Maus-Spiel, bei dem die Charaktere von Gut und Böse durchleuchtet werden.

"Stone Cold - Eiskalt" ist hierbei der zweite Teil einer Kriminalreihe, die per dato aus insgesamt sechs Teilen besteht, von denen die ersten drei bisher in Deutschland bereits auf DVD erschienen sind. In den USA gehört die Reihe zu den Top-10 Fernsehfilmreihen, und auch in Deutschland wurden die Filme bisher stets in den Fernsehzeitschriften gelobt. Dabei ist es nicht unwichtig zu wissen, dass Stone Cold - Eiskalt zunächst als erster Film der Reihe gedreht worden ist. Im folgenden Jahr (2006) hat man dann den chronologisch betrachteten 1. Teil (Jesse Stone: Night Passage) gedreht, der die Geschichte vor "Stone Cold - Eiskalt" aufgreift, um den Hauptcharakteren mehr Tiefe zu vermitteln.

Brachiale Action, ein Feuerwerk an Spezialeffekten und wüste Schießereien wird man bei diesem Film vergeblich suchen. Vielmehr handelt es sich um eine spannende Charakterstudie des Protagonisten Jesse Stone, der hier in brillanter Art und Weise von Tom Selleck verkörpert wird, der den meisten von uns noch in der Rolle des Privatdetektivs Thomas Magnum bekannt sein wird. Sein einstiges Sunnyboy-Dasein hat er für diese Rolle nun gänzlich an den Nagel gehängt und verkörpert den vom Leben geplagten Polizeichef Jesse Stone. Aber nicht nur der ruhige, zum Teil in sich gekehrte Charakter des Protagonisten strahlt eine Ruhe und beinah schon Melancholie aus, auch die Kameraführung und Hintergrundmusik sind sehr bezeichnend darin, die Stimmung entsprechend einzufangen und in ihrer bitteren Schwere dem Publikum wohl dosiert zuzuführen. Hier merkt man überdeutlich, dass der Regisseur Robert Harmon früher selbst Kameramann war und weiß, wie man Bilder stimmungsvoll einfängt.

Tom Selleck spielt hier erneut (bzw. erstmals) den von der Scheidung von seiner Scheidung und dem Rausschmiss vom LAPD gebrochenen Mann, der seine neue Chance fernab der Vergangenheit sucht. In Paradise, am anderen Ende der USA, erhofft er sich einen Neuanfang. Doch die ungewohnte Umgebung und die ständigen Anrufe seiner Exfrau machen Jesse das Leben zum Teil fast schon unerträglich. So sucht er weiterhin Trost bei seinem besten Freund Johnny Walker. Ferner muss er noch immer die Trennung von seinem geliebten Hund Boomer (Jesse Stone: Night Passage) überwinden. Ein Schicksalsschlag, der Jesse in dieser ungewohnten Umgebung härter getroffen hat, als er nach außen hin zuzugeben bereit ist. Und genau hier überzeugt Tom Sellecks Schauspielkunst auf ganzer Linie! Auf der einen Seite ist er der harte Polizist, der durch den Berufsalltag auf den Straßen von Los Angeles geprägt worden ist. Auf der anderen Seite aber ist er auch ein Mann mit Gefühlen, die ihn immer wieder zu zerstören drohen. Erst hat der Alkohol seine berufliche Existenz in Los Angeles beendet, nun droht er durch herbe private Verluste weiter und weiter in den Sog zu geraten. Erst ein weiterer Schicksalsschlag lässt ihn erkennen, dass der Trost im Alkohol nicht der richtige Weg sein kann.

Mimi Rogers ist nicht nur als Exfrau (1987 - 1990) von Tom Cruise bekannt, sondern sie ist selbst auch Schauspielerin und seit 1986 in diversen Kinofilmen sowie im Jahre 1993 im Playboy zu sehen. Nun sehen wir sie hier im Film in der Rolle der Anwältin, die Jesse Stone das Leben erschweren möchte. Ihre Rolle ist dabei sehr prägnant, da die Anwältin Rita Fiore stets einen bleibenden Eindruck hinterlässt, wo auch immer sie gerade auftaucht. Man merkt einfach, dass Rita Fiore es gewohnt ist, dass man tut, was sie sagt. Und eben dies bringt Mimi Rogers im Film sehr gut herüber. Eindrucksvoll demonstriert sie ihre Überlegenheit vor allem in der Szene, in der sie Jesse zu verführen versucht. In aufreizender Pose setzt sie sich ihm auf den Schoß... um ihn gleich darauf unverrichteter Dinge sitzen zu lassen. Eine Szene, die beiden Schauspielern nach eigenen Aussagen (siehe: Hinter den Kulissen) am meisten Spaß gemacht hat. Sie ist somit die ideale Gegenspielerin, die sich nicht ohne weiteres an die Wand spielen lässt.

Viola Davis spielt Jesses farbige Kollegin Molly Crane, die gute Seele der Polizeiwache. Da es sich bei "Stone Cold - Eiskalt" um den zuerst gedrehten Film handelt, weiß der Zuschauer noch nicht unbedingt, dass Molly Jesse anfänglich (im später gedrehten ersten Teil) nicht sonderlich leiden mochte, sondern dass ihre Freundschaft zu Jesse ein Prozess war, der sich in "Jesse Stone: Night Passage" erst langsam entwickeln musste. Hier jedoch ist sie bereits mit ihm befreundet und gibt im Film zu, dass gerade sie ihn besonders möge. Die 1965 geborene Schauspielerin hat hier die Rolle einer Frau übernommen, die in ihrem Job ernst genommen werden möchte und sich kein X für ein U vormachen lässt. Trotz ihrer Professionalität im Job kann sie jedoch nicht verleugnen, eine Frau zu sein, die sich manchmal mehr von Gefühlen leiten lässt. Dies sieht man in zumeist leicht humorvollen Szenen. Beispielsweise in der Szene, in der Molly den physisch deutlich überlegenen Bo Marino (Shawn Roberts) festnimmt und diesen - durch Tränengas kurzzeitig erblindet - kurzerhand gegen eine Wand laufen lässt mit den Worten "oh, wie unachtsam". Eine starke Rolle für eine starke Frau, die zusammen mit Jesse und Luther ein erstklassiges Dreiergespann bildet.

Kohl Sudduth spielt den jungen Polizisten Luther "Suitcase" Simpson, der Jesse praktisch ständig hilfreich zur Seite steht. Zusammen mit Jesse und Molly kümmert er sich um die Morde und bildet das Sinnbild des Polizisten, wie diese von vielen Kindern noch gesehen werden. Kohl Sudduth sagt in einem Interview selbst, dass die Rolle des Suitcases eben dies sei, was viele Kinder denken, wenn sie Polizist werden wollen. Der Gedanke, den Leuten helfen und diese auch beschützen zu wollen, sei die Antriebskraft für diesen sympathischen jungen Mann. Durch seine unschuldig wirkende Art scheint diese Rolle Kohl daher wie auf den Leib geschnitten zu sein. Er ist stets bemüht, es seinem Chief recht zu machen. Leider kommt in Stone Cold noch nicht so recht rüber, wie sehr er seinen neuen Chef bewundert. Dies wird erst durch den später gedrehten ersten Teil sehr viel deutlicher.

Polly Shannon sieht man hier in der Rolle der dem Stadtrat angehörenden Rechtsanwältin der Stadt Paradise. Obgleich sehr viel jünger als Jesse, unterhält sie mit ihm eine intime Beziehung, was sich sehr positiv auf seinen Gemütszustand auswirkt. Ist Jesse sonst hauptsächlich betrübt und melancholisch zu sehen, blüht er in ihrer Anwesenheit stets auf und beginnt, das Leben wieder zu genießen. Auch zeigt sie ihm immer wieder deutlich auf, dass der Griff zum Alkohol nicht die Lösung seiner Probleme sein kann. Somit lockert die 1973 in Kanada geborene Schauspielerin die Stimmung stets gehörig auf und ist zudem ein Blickfang für die Männer. Eine angenehme Rolle, die dem Film eine gewisse Abwechslung und zudem eine Form von Gefühl verleiht, das nicht nur mit Trauer und Schmerz zu tun hat.

Reg Rogers hat das zweifelhafte Vergnügen, den Serienkiller Andrew Lincoln zu verkörpern, der zusammen mit seiner Frau Brianna das Örtchen Paradise in Angst und Schrecken versetzt. Der 1964 geborene Schauspieler war zuvor in verschiedenen Filmen zu sehen, darunter in "Die Braut, die sich nicht traut". In "Stone Cold" spielt er nun den von sich selbst überzeugten ehemaligen Augenarzt Andrew, der mit seiner Frau eine perverse Spielart betreibt. Wahllos suchen sie sich ihre Opfer aus, um sie später durch zwei Schüsse zu erschießen. Dabei ist schön zu erkennen, dass er - selbst durch den Alkohol beeinflusst - mehr oder weniger unter dem extrem negativen Einfluss seiner Frau steht, den er jedoch in idealer Weise für sich selbst zu nutzen versteht. In erschreckend wirklichkeitsgetreuer wie auch krankhaft wirkender Art und Weise versteht Rogers es, diesen Serienkiller par excellence zu verkörpern. Dabei habe er sich laut Interview sehr detailgetreu an die Romanvorlage von Robert P. Parker gehalten und lediglich zur Vertiefung der Rolle kleinere Ergänzungen vorgenommen.

Jane Adams verkörpert den weiblichen Part des Serienkillerpärchens und ist in der Rolle der geistig gestörten Brianna Lincoln zu sehen. Überdeutlich merkt man ihr an, dass sie die treibende Kraft zu sein scheint. Er filmt die potenziellen Opfer mit der Kamera und wählt dann mit ihr zusammen das Opfer aus, das sie als nächstes töten würden. Dabei ist sehr schön durch beide Akteure gespielt, was eventuell der Anlass für die Mode sein könnte. Findet Andrew beispielsweise eine Frau attraktiv, wertet Brianna sie sogleich ab, obwohl sie sie nur wenige Sekunden zuvor noch als sehr nett bezeichnet hat. Umgekehrt versteht Brianna es aber auch, ihren Mann Andrew eifersüchtig zu machen und seinen Hass auf potenzielle männliche Opfer zu lenken. Alles in allem spielen beide ihre Rollen sehr überzeugend und erzielen damit das, was auch Robert B. Parker in seinem Roman erzeugt hat: Eine Charakterstudie zweier Serienkiller, deren wahres Motiv niemals wirklich richtig aufgeklärt wird. Doch obwohl die 1965 geborene Schauspielerin bereits seit 1985 in zahlreichen Filmen mitgewirkt hat (darunter "e-m@il für dich" und "Die Fremde in dir"), ist sie mir bisher nie wirklich bewusst aufgefallen.

Alexis Dziena ist in der Rolle des jungen Vergewaltigungsopfers Candace Pennington zu sehen. Die 1984 geborene Schauspielerin war zwar zuvor auch schon in diversen Filmen und Serien zu sehen, ist mir dort aber ebenfalls nie wirklich aufgefallen. In "Stone Cold" brilliert sie in der Rolle des hübschen und zugleich äußerst zerbrechlich wirkenden Mädchens, das von Schulkameraden vergewaltigt worden ist. Dabei spielt sie ihre Rolle sehr überzeugend und verstärkt noch den ohnehin schon sehr präsenten Eindruck der Düsternis und Grausamkeit, die man mit Paradise in Verbindung bringt.

Shawn Roberts wurde 1984 in Kanada geboren und ist in der Rolle des selbstherrlichen Footballstars der High-School, Bo Marino, zu sehen. Seit 1994 ist er immer wieder in verschiedenen Rollen in Film und Fernsehen zu sehen. Ich selbst kenne ihn bisher nur in der Rolle von Rogues Freund in "X-Men", den sie beim Küssen beinah tötet. In Stone Cold verkörpert er den arroganten und selbstherrlichen Widerling, der mit seinen Freunden ein sechzehnjähriges Mädchen vergewaltigt und dieses später noch mit Fotos quält, die er von der Tat geschossen hat. Roberts geling es ungemein, den Widerling zu mimen, der sich für unantastbar hält. Seine arroganten Gesichtsausdrücke sowie sein stets überhebliches Grinsen machen ihn von Anfang an zu allem anderen als einen Sympathieträger. Eine wirklich überzeugende Darstellung.

Diese Schauspieler zusammen mit der stimmungsvollen Musik im Hintergrund, die beinah ständig zu hören ist, ergeben ein Gesamtes, das man einfach sehen muss.
Interessant ist, dass der Film in Paradise im US-Bundesstaat Massachusetts spielen soll, tatsächlich jedoch in Kanada gedreht worden ist. Genauer gesagt, handelt es sich bei dem Ort um Lunenburg in Neuschottland (Nova Scotia), in der Nähe von Halifax. Ich nehme an, dass dies vornehmlich für die düstere Stimmung in Paradise und um Jesse Stone vonnöten war. Denn diese düstere, melancholisch anhauchende Stimmung ist es, die diesen Film prägt und insbesondere Tom Sellecks Schauspieltalent so sehr hervorhebt. Es ist eben nicht die Zeit für eitel Sonnenschein und glänzende Stars. Tom Selleck verkörpert nun einmal einen alkoholkranken Ex-Polizisten, der in der Kleinstadt wieder zu sich selbst finden möchte und dabei feststellt, dass ein Paradies nicht unbedingt in einem Paradies zu finden sein muss. Selbst hier lauert ihm seine selbstverliebte und karrieregeile Ex-Frau telefonisch auf und macht ihm das Leben zusätzlich zur Hölle. Obwohl sie weiß, dass er die Trennung von ihr niemals verwunden hat, erzählt sie ihm auf den Anrufbeantworter, dass sie mit ihrem Produzenten geschlafen habe. Ein anderes Mal erklärt sie ihm, ihn sehen zu wollen; später stellt sich heraus, dass dies auch nur ein Vorwand war, um möglichst exklusiv über die Mordfälle in Paradise berichten zu können.

Neben all diesen persönlichen, privaten Problemen muss Jesse Stone noch seinen Job bewältigen und beweisen, dass er ein guter Polizist ist. Und vor allem, dass er nicht wieder alkoholisiert zum Dienst erscheinen wird. Mehr und mehr wird deutlich, dass sich Jesse endlich seinen Dämonen stellen muss, wenn er nicht an ihnen zerbrechen will. Tragisch ist letztendlich die Art und Weise, die Jesse einsehen lässt, dass Alkohol das falsche Mittel ist, um mit Trauer fertig zu werden.

Ich kann völlig nachvollziehen, dass die Filmreihe um Jessen Stone solch eine Begeisterung in den USA ausgelöst hat. Die Bildsprache, die man im Film einsetzt, um die düstere Stimmung einzufangen, die ständige Hintergrundmelodie der Serie, die überzeugenden Darsteller und die Art und Weise, wie Jesse mit Konflikten fertig wird, machen diese Filme in meinen Augen so einzigartig. Daher kann ich es auch nicht erwarten, dass die drei bereits abgedrehten weiteren Folgen in Deutschland auf DVD erscheinen werden, um meine Reihe zu vervollständigen. Eine siebte Folge wird derzeit in Kanada abgedreht.



***** Meine Meinung zur DVD *****

Die Bildqualität ist wirklich sehr gut und kommt in einem 16:9 Format daher. Umso erstaunlicher, da es sich hierbei um eine reine Fernsehproduktion handelt. Dass das Bild im Film in den meisten Fällen immer etwas düster und beinah wie verwaschen aussieht, liegt an der Kameraführung und dem Wunsch des Regisseurs Robert Harmon, die Stimmung auch mit dem Bild ausdrucksvoll einzufangen. Lediglich in der Szene, in der sich Jesse in seinem Büro mit der Anwältin Rita Fiore und ihrem Mandanten unterhält, wirkt die dunkle Farbe von Jesses Jackett im Film etwas körnig. Davon abgesehen, sind mir aber keine weiteren nennenswerten Mängel in der Bildqualität aufgefallen.

Der Sound liegt auf der DVD zu meiner Freude im Dolby Digital 5.1 vor, und dies für alle drei Tonspuren. Bedenkt man auch hier, dass es sich um eine Fernsehproduktion der CBS handelt, darf man sich über diese Qualität schon wirklich sehr freuen. Immerhin fallen mir einige Filme neuerer Produktion ein, bei denen die fremdsprachigen Tonspuren nicht in der gleichen Qualität vorliegen wie die Originaltonspur. Lediglich hinsichtlich der Hintergrundmelodie hätte ich mir ein wenig mehr Abwechslung gewünscht. Diese klingt zwar irgendwie nicht nur düster, sondern auch schön und geht ins Ohr, ein wenig mehr Abwechslung hätte hierbei aber dennoch nicht geschadet. Aber immerhin kommt sie auf meiner alten Thomson 5.1 Anlage so richtig gut zur Geltung.

Die Extras hauen einen nicht unbedingt vom Hocker, sind aber für sich soweit interessant anzusehen. "Hinter den Kulissen von Stone Cold - Eiskalt" ist eine kurze Dokumentation, in der Tom Selleck von den Dreharbeiten spricht und auf die Besonderheiten dieser Filmreihe eingeht. Daneben meldet sich aber auch noch u.a. Mimi Rogers zu Wort, die Tom Selleck schon seit einigen Jahren kennt. So erfährt man hier auch von den Darstellern, wie sie ihre Rolle in der Filmreihe sehen, und wie sie glauben, sie in dieser Filmreihe wiedergeben zu müssen. Für mich sind dies sehr interessante Hintergrundinformationen, die noch mehr über die Wesenszüge der Charaktere aussagen. Diese Dokumentation ist im Originalton, aber man kann einen deutschen Untertitel zuschalten (wobei dieser aber ab und zu etwas seltsam in der Übersetzung ist).
Als weiteres Extra stehen nur noch die beiden oben genannten Trailer zu Verfügung.

Alles in allem ist die DVD von ihrer Qualität her sehr gut, von der Ausstattung her aber nur "okay". Ich hätte mir einfach noch ein bisschen mehr gewünscht. Aber so bin ich schon zufrieden, wenigstens diese gut gemachte Dokumentation vorzufinden.
Als nachteilig sehe ich an, dass man die Tonspur bei dem Film nicht während des Films selbst auswählen kann, sondern immer über das Menü gehen muss. Voreingestellt ist die englische Tonspur, so dass eine Änderung der Präferenzen für die meisten deutschen DVD-Käufer vermutlich unumgänglich sein wird. Und auch die ewigen Hinweise über das Copyright usw. sind ein bisschen nervig, zumal man sie nicht vorspulen kann. Aber an diesen Rechtshinweisen der USA wird man leider nicht viel ändern können.



***** Mein Fazit: *****

Ich empfehle den Film "Stone Cold - Eiskalt" sehr gern weiter, was einen aufgrund meiner DVD-Rezension nicht sonderlich verwundern dürfte. Das Preis-Leistungsverhältnis ist absolut in Ordnung (die DVD kostet im Handel um 8,95 Euro) und aufgrund der gebotenen Qualität des Films und der DVD allemal angemessen. Trotz der nur wenigen Extras vergebe ich daher gern die Bestnote.



© Lars Hermanns (24.01.2010)

Fazit: Sehr empfehlenswert!