Stigmata (DVD)
Kurzbeschreibung: Horror-Film aus dem Jahr 2000 / Regie: Rupert Wainwright / in den Hauptrollen: Patricia Arquette, Gabriel Byrne u.a. / ... mehr
Während er in Brasilien einem Fall nachgeht, erlebt die Pittsburgherin Frankie (Patricia Arquette) eine Stigmatisierung. Auf unerklärliche Weise bilden sich an ihrem ganzen Körper Wunden -- den Wunden Jesu Christi nicht unähnlich. Ihre Geschichte bleibt dem Vatikan nicht verborgen. Um eine Antwort auf die Herkunft der Wunden an ihrem Körper zu erhalten, wird Kiernan in die USA geschickt. Dieser ist bezüglich ihrer Wundmale zunächst skeptisch, denn Frankie ist eine Atheistin, eine junge Frau, die lieber feiert und das Leben genießt, als in die Kirche zu gehen oder an Gott zu glauben. Stigmata sind aber nur von eifrigen Gläubigen bekannt. Die Male bleiben jedoch nicht die einzigen, unerklärbaren Wunden an Frankies Körper, die auf eine göttliche Botschaft hindeuten. Kiernan bleibt keine andere Wahl als seinen Kardinal (Jonathan Pryce) davon in Kenntnis zu setzen, dass dieser Fall mit naturwissenschaftlichen Methoden nicht zu klären ist. Damit setzt er einen tödlichen Mechanismus in Gang, denn Wunder dürfen in der Kirchenpolitik nur Menschen widerfahren, die ein heiliges Leben führen -- was man von Frankie nicht behaupten kann.
Stigmata zollt inhaltlich dem Klassiker Der Exorzist seinen Tribut. Besessenheit, Austreibung, dies sind Themen, die schon 1973 das Kinopublikum fesselten. Zwischen all seinen Schnitten und wilden Kamerafahrten, die Stigmata zu einem der bestfotografierten Filme der späten 90er-Jahre machen, fehlt dem Film jedoch die eiskalte, fröstelnde Spannung von Der Exorzist. Und dies stürzt den Film in eine Identitätskrise: Ist er nun ein Horrorfilm oder ein intellektueller Thriller? Viele inhaltliche Elemente des Filmes beschäftigen sich mit grundlegenden Glaubensfragen des Katholizismus und hinterfragen sie kritisch. Die Kirchenpolitik, die nicht immer mit Fragen des Glaubens übereinstimmt, wird ungeschminkt dargestellt. Verbunden mit seiner mystischen Geschichte hätte Stigmata ein exzellenter Thriller werden können, schließlich stehen mit Byrne und Arquette zwei brillante Hauptdarsteller im Mittelpunkt des Geschehens. Doch leider verliert sich der Film viel zu oft in seinen Bildern, als er die hohen Ansprüche, die er an seine Geschichte stellt, über die gesamte Filmlänge einhalten könnte.
P.S.: Ally McBeal-Fans sollten die Augen aufhalten: In einer Nebenrolle ist Portia de Rossi, in Ally McBeal die Darstellerin der Nell, zu sehen. --Jerry Renshaw
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von - geschrieben am 17.07.02, geändert am 27.07.02 (Sehr hilfreich, 372 Lesungen)
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"Spalte ein Stück Holz und ich bin da. Hebe einen Stein auf und du wirst mich finden." Das sind die Worte Jesus selbst in dem verlorenen Evangelium, das allerdings vom Vatikan niemals anerkannt wird. Denn dieses neue Evangelium würde die moderne Kirche und den ganzen Glauben umwerfen und damit die Kirche zerstören. Stigmata ist ein Film, der sowohl eine unglaublich fesselnde Handlung, als auch phantastische Darstellung der Schauspieler vorzuweisen hat. Ich habe den Film vor ein paar Jahren schon gesehen, konnte mich daran aber nicht mehr erinnern. Mein Bruder hat sich die DVD gekauft und war selbst so begeistert von dem Film, das er ihn auch mir zeigen ... weiterlesen
von - geschrieben am 07.01.01, geändert am 07.01.01 (Sehr hilfreich, 124 Lesungen)
Bewertung:
"Spalte ein Stück Holz und ich bin da - Hebe einen Stein und Du wirst mich finden" Dies sind Worte aus dem verlorenen Evangelium des St. Thomas (welches vom Vatikan nie anerkannt wurde). Um die Entdeckung dieses Evangeliums, den Vatikan und eine ungläubige, junge Frau herum wurde mit Stigmata ein provokativer und spannender Thriller gesponnen. Da der Vatikan bei diesem Film nicht besonders gut abschneidet ist verständlich, daß der Film in "Rom" nicht gerade auf Platz 1 der Hitliste steht. Aber das sollte keinen davon abhalten sich diesen Film anzuschauen und sich selbst eine Meinung zu bilden. Die Story: ---------- Frankie ... weiterlesen
von - geschrieben am 25.12.00, geändert am 25.12.00 (Sehr hilfreich, 83 Lesungen)
Bewertung:
Da wir ja nun seit einigen Tagen glückliche? Besitzer eines DVD Players sind, haben wir uns auch ein paar Filme ausgeliehen, um das Gerät auf Herz und Nieren zu prüfen. Nach American Pie, Sleepy Hollow und der Mumie kam dann der beeindruckende Film "Stigmata " dran. Bei den anderen Filmen habe ich nur ab und zu von meinem Buch aufgeschaut, ich bin kein "Fernseher" ich lese viel lieber. Dieser Film allerdings hat mich unheimlich beeindruckt und wieder mal Fragen aufgeworfen über das Phänomen Kirche und was es bewirken kann. In meiner Jugend habe ich den Schocker "Exorzist" mit Linda Blair gesehen und schon ... weiterlesen
von - geschrieben am 31.08.00, geändert am 08.12.00 (Sehr hilfreich, 229 Lesungen)
Bewertung:
Im Kino hatte ich diesen Film leider verpaßt, deshalb habe ich bei der DVD sofort zugegriffen. Schon nach dem Trailer wußte ich, daß ich diesen Film sehen müßte. Schon als Kind fand ich die Kreuzigung von Jesus ein faszinierendes Thema. Ich habe mir immer vorgestellt, was man für Schmerzen haben muß, wenn man an das Kreuz genagelt wird. Und dann auch noch ewig dort hängen muß. Bei den diversen Stigmatisierungen im Film bekam ich jedes Mal eine Gänsehaut, und es fühlte sich so an, als ob man selbst die Schmerzen spürt. Handlung : Zu Beginn des Filmes begegnet man einer lebenslustigen, jungen Frau, die gerne auf Party´s geht und eigentlich ... weiterlesen
von - geschrieben am 31.07.00, geändert am 31.07.00 (Sehr hilfreich, 41 Lesungen)
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Die Handlung: Die junge Frankie Paige (Patricia Arquette) ist eine lebenslustige Frau, die in einem Friseursalon arbeitet. Eines Tages ändert sich ihr Leben jedoch schlagartig, als sie plötzlich Wunden an den Händen empfängt und wenig später in einer U-Bahn von einer unsichtbaren Kraft ausgepeitscht wird. Als der Vatikan vom örtlichen Pfarrer über diesen Vorfall informiert wird, schickt der Korrupte Kardinal Houseman (Jonathan Pryce) einen seiner Chefermittler, Pater Andrew Kiernan (Gabriel Byrne), um der Sache auf den Grund zu gehen und eine schlechte Presse zu vermeiden. Dieser stellt bald fest, dass es sich bei den Wunden um sogenannte Stigmata, die ... weiterlesen
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