Secretary (DVD)
Herr Techtel, Frau Mechtel und ziemlich schräger Sex - Secretary (DVD) DVD Video Film

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Neuester Testbericht: ... Features hat die DVD? Bevor ich einmal auf die Handlung und meine eigenen Eindrücke im Speziellen eingehe möchte ich euch allen einm... mehr

Herr Techtel, Frau Mechtel und ziemlich schräger Sex
Secretary (DVD)

AnetteW

Name des Mitglieds: AnetteW

Produkt:

Secretary (DVD)

Datum: 11.04.09, geändert am 11.04.09 (357 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: ziemlich schräge Komödie

Nachteile: psychiologische Probleme werden einfach so abgetan

*SECRETARY ist der erotische Blick in die Welt einer Sekretärin, die sich, umgeben von Tipp-Ex und Telefon, der Lust der Unterwerfung hingibt, ohne sich unterwerfen zu lassen. In ihrem Chef begegnet sie einem Mann, der sie beherrscht, ohne sie zu erniedrigen. Und dafür liebt sie ihn. Eine 'unanständige' Frau nimmt sich ihr Glück jenseits aller Klischees und gängigen Moralvorstellungen.
Ihr Weg dorthin reizt oft zum Lachen, ohne sie und ihre Vorlieben jemals der Lächerlichkeit preiszugeben.*

(Quelle: Hüllentext)


Und damit

Hallo allerseits,

gleich zu Beginn meines Berichtes eine Warnung:

Was ich Euch heute biete, ist garantiert nicht jedermanns Filmgeschmack. Meiner eigentlich auch nicht wirklich. Aber amüsiert war ich trotzdem.

Wie das kam?

Meine Grosse kam heim und erzählte mir von einem ziemlich schrägen Film, den man ihrer Meinung nach unbedingt gesehen haben muss.
Nun laufen die Meinungen und Geschmäcker von mir und meinen Abkömmlingen nicht immer zwangsläufig zusammen, aber so ne Mutter ist ja tolerant.


_/_/_/_/_/Secretary - Manchmal muss Liebe weh tun_/_/_/_/_/


Also hab ich mir auf einem Billigmarkt die Silberscheibe gekauft, natürlich nur rein aus berichterstatterischen Gründen Euch gegenüber und beim Angucken das eine oder andere mal ein breites Grinsen aus dem Gesicht gewischt. Aber natürlich auch eher verschämt und PFUI!

Die Silberscheibe hat für Euch gestrippt und das kam an nackten Tatsachen dabei rum:

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Secretary
Sex, Liebe und Hiebe

Darsteller: Maggie Gyllenhaal, James Spader, Jeremy Davies
Regisseur: Steven Shainberg
Komponist: Angelo Badalamenti
Format: Dolby, DTS, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Deutsch (Dolby Surround), Deutsch (DTS 5.1), Englisch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Produktionsjahr: 2002
Studio: SUNFILM Entertainment
Spieldauer: 106 Minuten
DVD-Features:
- Behind the Scenes
- Biografien
- Interviews mit Maggie Gyllenhaal und James Spader
- Trailer

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Hey, nicht wegrennen, so schlimm, wie das klingt, ists ja gar nicht!

Lasst uns doch erst mal reingucken in das Filmchen, das von der Presse als *Furios und Frech* bezeichnet wurde und durch schauspielerische Leistungen von James Spader und Maggie Gyllenhaal glänzt.
Speziell Maggie Gyllenhaal ist bereits durch ihre schräge eigenwillige Art, Menschen darzustellen in *Mona Lisas Lächeln* aufgefallen.

Und hier?


Sie ist Lee, sie lebt die Figur der Lee regelrecht.

Lee ist eine ziemlich schräge junge Frau aus einer mindestens ebenso schrägen Familie. Den Vater Alkoholiker und die Mutter eine überfürsorgliche Glucke immer im Nacken landet sie wegen *Ritzens* mit Rasierklingen in der Psychiatrie. Wer weiss, was *Ritzen* bedeutet, der weiss, dass da schon jemand ziemliche Probleme haben muss, um so weit zu gehen.

Entlassen aus der Psychio geht das Ganze von vorn los, denn eines wurde ja vergessen - die ziemlich kaputten Erzeuger von Lee gleich mit in die Psychio zu schicken.

Lee versucht irgendwie ihr Leben in den Griff zu kriegen und lässt sich zur Sekretärin ausbilden, zu einer wirklich guten Sekretärin sogar.

Die Prüfung abgeschlossen sucht Lee sich einen Job - und landet ausgerechnet beim Advokaten E. Edward Grey, der keinerlei Zweifel daran lässt, dass er anders als andere ist. An seiner Haustür hängt ein Leuchtreklameschild, auf dem was ganz besonderes steht: *Secretary Wanted* und genau als Lee am Hause vorbei geht, leuchtet es soeben auf.
An ihr vorbei huscht eine total verheulte junge Frau - ihre Vorgängerin, das Sekretariat sieht aus, als wäre eine Bombe eingeschlagen und der Herr Rechtsanwalt stellt als allererste Frage beim Einstellungsgespräch die folgende: *Sind Sie schwanger oder haben Sie vor, schwanger zu werden?*

Lee will nicht schwanger werden, obwohl sie einen Freund hat, den sie eigentlich auch gedenkt zu heiraten. Aber das erzählt sie Grey nicht, warum sollte sie auch. Er kommt aber dahinter und von da an ist er rasend eifersüchtig.

Was Lee nämlich nicht weiss - sie, die verklemmte Sekretärin ist an einen höchst dominanten Chef geraten, einen, der nahezu penetrant akkurat und ein fürchterlicher Kontrollmensch ist. Er möchte alles kontrollieren, einfach wirklich ALLES, was sein Umfeld betrifft.

Und Grey sieht seine Tippse mit ihrem Freund knutschen. Von da an ist es vorbei mit dem Lotterleben im Vorzimmer des Herrn Advokaten. Er greift durch.

Härteste Bestrafung ist angesagt. Zunächst der Rotstift zum Korrigieren der Tippfehlerchen, die Lee sich leistet, massiver Stress wegen mieser Kleidung und vor allem wegen des ewigen Naseschniefens, das die junge Frau sich angewöhnt hat.

Und Lee, die bis dahin mit der Rasierklinge geritzt hat, geniesst diese Drangsaliererei. Sie verzichtet auf das Ritzen, sie hat in Grey ihren Meister gefunden und sie geniesst es, dass er auch vor körperlicher Züchtigung nicht zurückschreckt.
Sie geniesst es, zu erkennen, dass sie besondere sexuelle Neigungen hat, Neigungen, bei denen ihr eigener Freund schon lange nicht mehr mitkommt, sexuelle Neigungen, die eher sado-masochistischer Natur sind.

Sie geniesst es, Grey indessen wird immer nervöser bei dem, was er eigentlich geniesst. Und irgendwann zieht er die Reissleine - er entlässt Lee.

Aber Lee wäre nicht Lee, wenn sie nicht um diese skurile Liebe kämpfen würde. Sie soll auf Wunsch ihrer Mutter endlich heiraten, sie wird es nicht tun, Stattdessen wird sie in ihrem Brautkleid eine unendlich lange Zeit das Büro des Advokaten besetzen, damit er sie wieder züchtigen möge, sie züchtigen und ihr damit das geben, was ihr am wichtigsten ist - Liebe.

Wird sie Erfolg haben und wird aus Lee und E. Edward Grey ein Liebespaar und was für eine Liebe wird das wohl sein.

Ich werde es Euch nicht verraten. Nur so viel: Edward Grey kann durchaus auch wirklich zärtlich sein, Lee ist nackt eine wunderschöne junge Frau und nicht immer ist alles so, wie es den äusseren Anschein hat.

Und viel mehr verrate ich Euch nicht. Guckt doch selber den Film!




Ok, ok, nicht maulen, ich sag Euch ja noch, dass die DVD in 20 Kapitel gegliedert ist, bevor ich zu meinem Fazit komme:


01 Welcome home!
02 Der Unfall mit dem Messer
03 Sekretärin gesucht
04 Eintönige Arbeiten
05 In der Mülltonne
06 Ich bin nicht da!
07 Im Waschsalon
08 Fehlersuche
09 Ein offenes Gespräch
10 Schmerzhafte Erfüllung
11 Ich bin Ihre Sekretärin!
12 Sehnsucht
13 Ein Wurm für Mr. Grey
14 Mayonaise
15 Sie sind gefeuert!
16 Das Liebesgeständnis
17 Lee bleibt sitzen
18 Am Ziel aller Träume
19 Wie ein normales Paar
20 Abspann



Ich hab Euch noch ein Fazit versprochen und das ist eigentlich zweigeteilt.

Es gibt für diesen Film echt Pro und Kontra.

Pro ist auf jeden Fall, dass der Film unheimlich gut gemacht ist, dass wir Szenen erleben, die sind einerseits schockierend, anderenseits so skuril, dass man vor Lachen schreiend im Sessel sitzt.
Die Hauptakteure sind für diesen Film wie geschaffen. Ich bin kein grosser Fan von James Spader. aber als E.Edward Grey ist er fantastisch.
Wer einen´Film zum Abschalten sucht, in dem es auch mal eher knallhart in Sachen Sex zugeht, wobei Nachahmung nicht zwangsläufig empfohlen wird, ausser man mag, dem sei der Film empfohlen. Und noch was: Es gibt Sexszenen, aber keine pornographischen und die Nacktszene mit Lee ist alles andere als anstössig,
Ich möchte also diesen Film keinesfalls als pornographisch bezeichnen.

Mein Kontra bezieht sich auf Lees Vorliebe des Selbstverletzens. Nein, die Sado-Maso-Szenen sind es nicht, die mich negativ berührt haben. Das sind Szenen, die sich sicher bei dem einen oder anderen wirklich so abspielen.
Aber dieses *Ritzen*, diese Selbstverletzungen, sind es, ich ich als negativ für den Film empfand. Es gehört zum Film, aber es könnte ein völlig falsches Bild zu diesem psychiologischen Problem entstehen.
Das sei zumindest angemerkt.


Das wars dann auch schon mit dem Filmchen, das garantiert nicht jeder toll finden dürfte. Ich fand ihn witzig und ich schieb mir die Silberscheibe doch hin und wieder in den Player. Amüsement kann nie schaden.

Und - alles in allem: Ein Film, bei dem man nichts erwarten sollte, damit man nicht enttäuscht, sondern vielleicht mit einem Schmunzeln belohnt.

Und nun hoffe ich, Euch nicht gelangweilt zu haben und möchte bitte keine sadistischen Kommentare. Das wäre nicht nett und ich bin doch auch immer so nett zu Euch.

Also lassts Euch gut gehen und seid mal wieder lieb und zärtlich zu Euren Partnern. Die haben sich das nämlich verdient!

Alles Liebe und keine Hiebe


Anette

Fazit: Das Fazit kennt Herrn Techtel und Frau Mechtel.