Pi (DVD)
Genie und Wahnsinn - Pi (DVD) DVD Video Film

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Neuester Testbericht: ... Sean Gullette absolut überzeugend. Für mich als Mathematiker ist natürlich die Thematik des Films speziell interessant, aber die wissensch... mehr

Genie und Wahnsinn
Pi (DVD)

Mister_XY

Name des Mitglieds: Mister_XY

Produkt:

Pi (DVD)

Datum: 30.01.06

Bewertung:

Vorteile: Emotional berührender Trip durch die Gedankenwelt eines wahnsinnigen Genies

Nachteile: Filmtechnik ist nicht jedermanns Sache

Der Film Pi (1998, Regie: Darren Aronofsky) ist ein amerikanischer Thriller, dessen Produktion lediglich 60.000 US-Dollar kostete. Er handelt von dem genialen Mathematiker Max (gespielt von Sean Gullette), der kurz vor einer wissenschaftlichen Entdeckung steht. Max ist ein Paradebeispiel für das gemeinsame Auftreten von Genie und Wahnsinn: Er leidet an Paranoia, sozialen Ängsten und Migräneattacken. Diese innere Zerissenheit wird durch die Filmtechnik (durchgänig grobkörniges Schwarz-Weiß, wackelige Kameraführung, düstere Atmosphäre und hektische elektronische Klänge) im Besonderen zum Ausdruck gebracht. Zudem ist die schauspielerische Leistung von Sean Gullette absolut überzeugend. Für mich als Mathematiker ist natürlich die Thematik des Films speziell interessant, aber die wissenschaftlichen Problematiken spielen nur eine Nebenrolle, so dass auch der Film für Fachfremde sehenswert ist. In Gesprächen mit Freunden und Bekannten habe ich gemerkt, dass dieser Film aufgrund seiner sehr dunklen und hektischen Stimmung nicht jedermanns Sache ist. Wenn man sich jedoch auf ein nicht-alltägliches Filmerlebnis einlassen möchte, dann wird man die investierte Zeit von knapp 90 Minuten nicht bereuen.

** INHALT **

Der Mathematiker Max glaubt fest daran, dass alles in der Welt durch Zahlen verstanden werden kann, die sich in Form von Mustern äußern. Unter Zuhilfenahme seines Computerprogramms Euclid analysiert Max Aktienkurse und versucht unter Zuhilfenahme der Kreiszahl Pi ein System zu finden (das wirkt jedoch mathematisch extrem weit hergeholt). Durch seine Forschungen gerät in das Blickfeld von zwei Gruppierungen: einer skrupellosen Börsengesellschaft, die sein System finanziell nutzen möchten, und eine Gruppierung fanatischer Juden, die eine Art Bibelcode in der Thora vermuten. Je intensiver sich Max der Zahl Pi widmet, desto mehr leidet er unter seinen Migräneanfällen und seiner Verfolgungsangst. Ruhe findet Max bei seinem Go-Partner und Mentor Sol, der versucht, Max wieder in das normale Leben einzugliedern. Das Ende des Films möchte ich natürlich nicht verraten, aber ich bin überzeugt, dass nach dem Film der ein oder andere Zuschauer ein wenig über sein Verhältnis zur Mathematik nachdenkt (das ja leider bei vielen Menschen durch negative Erfahrungen in der Schule gestört ist).

** AUSZEICHNUNGEN **

Auf dem Sundance Film Festival gewann Aronofsky die Auszeichnung für die beste Regiearbeit.

Regie: Darren Aronofsky

Drehbuch: Darren Aronofsky

Schauspieler: Sean Gullette (Max Cohen),
Mark Margolis (Sol Robeson),
Ben Shenkman (Lenny Meyer),
Pamela Hart (Marcy Dawson),
Stephen Pearlman (Rabbi Cohen),
Samia Shoaib (Devi),
Ajay Naidu (Farroukh),
Kristyn Mae-Anne Lao (Jenna),
Espher Lao Nieves,
Joanne Gordon,
Lauren Fox,
Stanley Herman,
Clint Mansell,
Tom Tumminello.

Fazit: Lohnendes Filmerlebnis