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Der Film voller Gewalt
No Country for Old Men (DVD)

Name des Mitglieds: timmey2
Produkt:
No Country for Old Men (DVD)
Datum: 25.08.10, geändert am 05.04.12 (162 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: sehr spannend, gute Geschichte
Nachteile: teilweise unklare Zusammenhänge, sehr brutal
Eher durch Zufall bin ich auf den Film "No Country for old men" gestoßen. Wir wussten nicht was wir uns ansehen sollten und wählten in der Videothek etwas, was wir beide schonmal gehört hatte, womit wir nicht direkt aber eine Handlung verbinden konnten und nehmen den Film mit. Die DVD selbst gibt es, wie fast alle DVDs, für 9,99 Euro bei amazon. Das scheint dort derzeit so der Standardpreis zu sein für eine normales DVD, die nicht mehr höchstaktuell ist.
////Daten////
Die DVD erschien am 6. Oktober 2008. Der Film lief 2007 in den Kinos an.
Sprachen: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Türkisch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1) - Ein bisschen komisch finde ich, dass Türkisch als dritte Sprache verfügbar ist. Viel eher hätte man doch eigentlich Spanisch erwartet.
Untertitel: Ebenso Deutsch, Türkisch und Englisch.
Formate: Dolby, PAL und Surround Sound
Die Spieldauer beträgt 117 Minuten.
Der Film wurde übrigens mit Oscars nahezu überhäuft: Insgesamt sahnte der Film vier Oscars ab, was schon eine Seltenheit ist. Komischerweise war einem der Film trotzdem kaum ein Begriff. Mir zumindest ging es so, dass ich den Titel schon öfter mal hörte, so recht aber nie zuordnen konnte.
////Schauspieler////
In der Hauptrolle haben sie Javier Bardem platziert. Er hat meines Erachtens nach außerdem zeitgleich noch die ekelhafteste und undankbarste Rolle erhalten. Ich finde aber, falls er sonst ein normaler Mensch ist, dass er sehr gut spielt. Allerdings muss ich auch zugeben, dass man das in der deutschen Übersetzungsversion eines Filmes oft echt schlecht beurteilen kann wie gut oder schlecht jemand im Original eigentlich spielt. Javier Bardem allerdings wurde vor allem für seine unglaublich guten schausspielerischen Leistungen immer wieder erwähnt und gelobt, woraus ich schließe, dass er auch im Original sehr gut war. Javier spielt den geisteskranken (schöner kann man das leider nicht mehr ausdrücken) Chigurh, der auch sonst keinerlei Vor- oder Nachnamen hat. Ich vermute allerdings, das ist sein Nachname. So ganz weiß man das aber nicht.
Mit von der Partie ist außerdem noch James Brolin, der jemanden spielt, der eher zufällig Teil der Geschichte wurde. Er spielt Llewelyn Moss. Ich finde seine Rolle relativ langweilig und vermutlich auch wenig heruasfordernd. Aber wie schon erwähnt sind das immer Annahmen, die auf einer eventuell ziemlich miserablen deutschen Übersetzung und Sychronisation beruhen.
Außerdem wir Tommy Lee Jones als einer der Hauptakteure erwänht. Ich vermute aber eher, dass das der Publikation unterstützend zuwirken sollte, denn eigentlich hat er als Sheriff eine kleinere Rolle ergattert. Er spielt eher so im Nebengeschehen mit. Ist aber trotzdem immer mit von der Partie.
////Tonqualität////
Die erwähne ich deshalb extra, weil sie mir eigentlich eher negativ aufgefallen ist. Ich empfand den Ton oftmals viel zu leise. Teilweise wurden die sychronisierten Schauspieler als Nuschler präsentiert, man musste dann wirklich laut machen, damit man überhaupt etwas verstanden und im nächsten Moment kam aber wieder eine Szene mit eine Untermalung durch Musik, die unheimlich laut war. Das führte dann dazu, dass man permanent die Fernbedienung in der Hand halten musste. Schade, dass die Lautstärke und insbesondere die Stimmung so stark schwankten.
Die Musik fand ich den ganzen Film über sehr angenehm und passend.
////Inhalt////
Zu dem, was wichtig ist. Ich finde, zuerst einmal sollte man wissen, dass der Film ziemlich brutal ist. Die Altersfreigabe ab 16 Jahren deutet in diesem Fall nicht auf etwaige Sexszenen hin, sondern bezieht sich auf die Brutalität. Schon nach den ersten 2 Minuten weiß jeder, der den Film sieht, auch was ich meine: Die erste Szene spiel tin der Wüste von Texas. Der aus dem Nichts auftauchende Chigurh hält als Polizist verkleidet einen Wagen an. Mit sich herum trägt er eine Flasche, die aussieht wie eine Gasflasche. Man erkennt aber, dass es eigentlich so etwas ist wie eine Flasche mit einem Ausgang, an dem Luft mit unglaublichem Druck herausgeschossen wird - Denn damit schießt er seinem ersten Opfer direkt durch Kopf durch.
Sein zweites Opfer wird erwürgt als er später eher zufällig von einem Polizisten angehalten wird, der sich dafür interessiert, was in den Flasche ist. Dann verläuft sich erstmal was Chigurh überhaupt will, tut und woher er kommt. Die nächste Szene zeigt den Jäger Llewelyn , der eigentlich nur dabei ist, mit einem Fernrohr auf Tiere zu schießen und in der Wüste von Texas damit offenbar Stunden verbringt. Er wird aufmerksam auf einen Hund, der eine Blutspur hinter sich herzieht, die darauf hinweisen muss, dass er angeschossen wurde, was wiederum darauf hindeutet, dass es hier wen geben muss,der ein Gewehr hat und auf Hunde schießt. Er sieht sich um und trifft auf eine Art Lager. Dort findet er nur noch Leichen. Alle erschossen. Dann entdeckt er einen riesigen Haufen Geld und erkennt wohl, dass hier ein Drogenhandel stattgefunden haben muss, der nicht reibungslos über die Bühne ging. Ein halbtoter Mann sitzt noch im Auto, bittet um Wasser. Llewelyn lenkt ab und geht wieder; Natürlich hat er das Geld mitgenommen, das in einem Koffer verstaut war. Zu Hause und in der Nacht plagt ihn das schlechte Gewissen, der Mann könnte ertrinken. Er packt etwas Wasser ein und fährt zum Tatort zurück. Dort wird er entdeckt und flüchtet, allerdings wird er dabei angeschossen, denn den Tatort entdeckten mit ihm gleichzeitig zwei Polizist und Chigurh.
Es beginnt eine Hetzjagd um das Geld, das sich im Aktenkoffer befindet. Gegen Ende jagen sich drei Männer und innerhalb des Filmes gibt es grob geschätzt an die 20 Opfer, die Chigurh alle mit seiner Luftdruckmaschine erschießt.
Das Ende möchte ich nicht verraten. Der Film ist unheimlich spannend und es wäre eine Schande das Ende preiszugeben.
////Meinung////
Im Film fließt jede Menge Blut und er besteht überwiegend aus Gewalt und Butalität. Dass das mit Sicherheit auch eine Fom von Realität ist und dass es Waffen- und Drogenhandel eben gibt und die involvierten Schmuggler sich mit Sicherheit nicht mit Samthandschuhen anfassen, sollte jedem klar sein. Ich vermute sogar sehr viel Realität als Grundlage dieses Filmes.
Ändert nichts daran, dass ganz besonders Javier wirklich eine abscheuliche Rolle ergattert hat. Dieser Hauptdarsteller macht Angst, seine komische Luftmaschine macht Angst, es fließt literweise Blut, man erschreckt sich sehr oft sehr heftig (ich zumindest) und ich muss auch offen zugeben, dass ich danach noch ein paar Nächte eher schlecht geschlafen habe. Insgesamt ist die Spannung kaum mehr zu toppen und die Handlung echt gut und auch anspruchsvoll, weil man von der ersten Minute ab aufmerksam sein muss. Trotztdem war es mir persönlich zu viel Tote, zu viel Blut und viel zu viel Schreckmoment. Dieser geisteskranke Chiguhr macht wirklich Angst. Das war nicht so mein Fall.
Schade ist, dass teilweise der Zusammenhang nicht so klar wird. Gewisse Dinge erfährt man einfach nicht. Bis zum Schluss ist völlig unklar woher Chighur überhaupt kam, wie er auf der Suche sein konnte nach dem Geld und so weiter. Man denkt dann eigentlich dauernd, man habe etwas verpasst.
/////Kritik////
Wer gerne viel Blut, viel Tod und viel Hetzjagd sieht, der ist hier richtig. Gegen Ende kann man sich darauf einstellen, dass eigentlich jeder erschossen wird, der dem eigentlichen Killer auf der Spur ist, was etwas eintönig wird, es deshalb aber auch nicht weniger schlimm macht. Ich kann nur drei Sterne vergeben.
Eure timmey, die auch für ciao schreibt.
Fazit: Je nachdem was einem gefällt

