Meine Frau, unsere Kinder und ich (DVD)
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Meine Frau, unsere Kinder und ich (DVD)

atrachte

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Meine Frau, unsere Kinder und ich (DVD)

Datum: 16.04.11

Bewertung:

Vorteile: siehe Bericht

Nachteile: siehe Bericht

Wenn sich die "Meine Frau...und ich" Reihe durch eine spezielle Eigenschaft auszeichnet, dann ist es wohl vor allem das Talent der Produzenten eine stets eindrucksvoll anmutende Besetzung zusammentreffen zu lassen, die geradezu wie ein Gipfeltreffen der Größen Hollywoods wirkt. Nüchtern betrachtet blieben "Meine Braut, ihr Vater und ich" (2000) und vor allem die Fortsetzung "Meine Frau, ihre Schwiegereltern und ich" (2005) aber immer hinter ihren bekannten Gesichtern zurück und waren nicht weniger als nette Comedey-Kost die keinem wirklich weh tut, die aber auch nichts bietet, wo man begeistert aufspringt. Auch der Abschluss der Trilogie, "Meine Frau, unsere Kinder und ich", ist da keine Ausnahme.
Wenig überraschend setzt der dritte Teil dort an, wo der zweite aufgehört hat: Gaylord Focker (Ben Stiller) und seine Frau Pam (Teri Polo) sind Eltern von mittlerweile fünfjährigen Zwillingen (Daisy Tahan & Colin Baiocchi), welche das Ehepaar ganz schön auf Trab halten. Auch beruflich sieht es für Gaylord sehr gut aus, ist er doch mittlerweile zum Leiter der Pflegeabteilung in seinem Krankenhaus aufgestiegen. Derweil macht sich Familienpatriarch Jack Byrnes (Robert De Niro) nach einem Herzinfarkt, welchen er vor seiner Familie verschweigt, so seine eigenen Gedanken und beschließt das Zepter endgültig in die Hände des Schwiegersohnes zu geben und diesen zu seinem Nachfolger zu erklären. Gaylord ist über das Angebot natürlich sehr erfreut und macht sich vertraut mit seiner neuen Rolle als Oberhaupt der Familie. Doch stellen sich ihm wie zu erwarten allerhand Probleme in den Weg...

Der zusammengefasste Plot von "Meine Frau, unsere Kinder und ich" mag nicht nach sehr viel klingen, und in der Tat tut sich nicht besonders viel, das einer Erwähnung würdig wäre, in den von "American Pie" (1999) Regisseur Paul Weitz inszenierten eineinhalb Stunden. Weitz, der den Regiestuhl von Jay Roach ("Austin Powers - Spion in geheimer Missionarsstellung", "Dinner für Spinner") nach dessen Streitigkeiten mit der Produktionsfirma beerbt hat, ist es zwar gelungen den Stil der Vorgängerfilme 1:1 einzufangen, doch scheitert er gnadenlos daran eine wirklich plausible Geschichte zu erzählen und vor allem den Charme, den die ersten Filme noch hatten, entstehen zu lassen. Wirklich erschreckend ist jedoch die schiere Einfallslosigkeit des Autoren-Teams (von immerhin drei Männern und einer Frau), die letztlich für das lahme etwas, das sie wohl Geschichte nennen würden, verantwortlich sind. Nicht nur ist diese so gut wie gar nicht existent, auch werden Nebenhandlungen und Charaktere eingeschoben, ohne das diese dem Werk irgendetwas geben. So durfte man sich im Vorfeld zum Beispiel auf das Gastspiel von Harvey Keitel ("Das Piano", "Reservoir Dogs") freuen, welcher im vorliegenden Film einen Bauarbeiter spielt, der sich um die Renovierung des Focker Heimes kümmern soll. Tatsächlich tritt Keitel in ganzen zwei Szenen (in einen davon immerhin mit DeNiro) auf, welche so aber belanglos und enttäuschend sind, das man sich schon früh die Frage stellt wo überhaupt der Sinn hinter der Verpflichtung eines solch großen Namens steckt, wenn man rein gar nichts aus dem Potential macht. Gleiches Spiel ist mit der Verpflichtung von Dustin Hoffman ("Tootsie", "Rain Man"), der ebenfalls so viele Szenen hat, das man nicht einmal eine Hand braucht um sie abzuzählen.
Etwas besser sieht´s schon mit dem Rest der Besetzung aus. Zwar sind Blythe Danner ("Mad City", "Mr. & Mrs. Bridge") und Teri Polo ("Jenseits aller Grenzen", "Das Geisterhaus") nun endgültig zu besser bezahlten Statisten verkommen, aber immerhin hat Barbra Streisand ("Herr der Gezeiten", "A Star Is Born") noch ein bisschen was zu sagen, Owen Wilson ("Darjeeling Limited", "Starsky & Hutch") funktioniert immer noch als schräger Ex-Liebhaber und Jessica Alba ("Sin City", "Into the Blue") ist sowieso immer schnuckelig anzusehen. Ganz klar ist der Film aber natürlich um Robert DeNiro ("Casino", "Taxi Driver") und Ben Stiller ("Nachts im Museum", "Zoolander") gestrickt worden, die letztlich ihre Sache gewohnt gut machen. Allerdings stellt man schnell fest, dass das Pulver endgpltig verschossen wurde, was sich auch an den vollkommen einfallslosen Gags sehen lässt. Die kindischen Wortspiele um "Gaylord" und "Focker" erzeugen erstaunlicherweise zwar noch immer gute Lacher, die vielen Verbeugungen vor diversen Filmklassikern sind mitunter auch recht komisch, aber die Furz- und Kotzgags sind dafür nur noch peinlich.

"Meine Frau, unsere Kinder und ich" ist ein Film für große Fans von DeNio, Stiller und eventuell noch Alba (immerhin sieht man sie in Unterwäsche, was, da werden mir zumindest die meisten heterosexuellen Männer zustimmen, nie etwas schlechtes sein kann). Ansonsten ist das ganze allerdings ein ziemlich trauriger Versuch eine Komödie zu sein, was zu gefühlten 80 Prozent vollkommen schief gegangen ist. Denn weder ist der Film sonderlich lustig, noch lässt sich zwischen den vielen Szenen irgendeine wirklicher Zusammenhang erkennen.
Daten zum Film:
Originaltitel: Little Fockers(USA, 2010)
Laufzeit: ca. 98 Minuten
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Regie: Paul Weitz
Darsteller: Robert De Niro (Jack Byrnes), Ben Stiller (Gaylord "Greg" Focker), Owen Wilson (Kevin Rawley), Dustin Hoffman (Bernie Focker), Barbra Streisand (Roz Focker), Blythe Danner (Dina Byrnes), Teri Polo (Pam Focker), Jessica Alba (Andi Garcia)...

4/10

Fazit: Ok