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Neuester Testbericht: ... Seraph. Die Einzel-DVD ist für unter 10 Euro zu haben, die Doppel-DVD so um die 10 Euro. Handlung: * * * * * * (in gewisser Weise ein Spoi... mehr
Neustart erforderlich? Eigentlich nicht
Matrix Reloaded (UMD)

Name des Mitglieds: HeiderSV
Produkt:
Matrix Reloaded (UMD)
Datum: 05.10.08, geändert am 22.05.09 (233 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: tolle special effects
Nachteile: zu wenig zum Nachdenken
Update: nicht erforderlich
Die DVD
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Vor mir liegt die Doppel-DVD Matrix Reloaded. DVD 1 enthält den Hauptfilm, der 132 Minuten lang ist. Als Sprachen stehen Deutsch und Englisch zur Verfügung, Untertitel in jeder Menge skandinavischer Sprachen kommen dazu.
DVD 2 enthält die specials.
22 Minuten "preload" voll von Eigenlob der Beteiligten und vielen Miniausschnitten aus den Dreharbeiten;
5 Minuten "Matrix unfolds" mit einigen weiteren Statements und Miniausschnitten.
Dann folgt die absolut wahnsinnige Dokumentation über die Autobahnverfolgungsjagd, die verwendeten special effects, die Kameraführung, das Fluchtauto in seinen diversen Ausführungen, von heil bis zerschossen und der Auswahl der Waffe, mit der Morpheus die beiden geisterhaften Leibwächter des Merowingers ins Jenseits befördert. Eigentlich sind diese dreißig Minuten das Beste an der ganzen Doppel-DVD.
Mit 9 Minuten "Give me an exit" endet diese DVD. Hier darf für Powerrade und Samsung Werbung gemacht werden.
Die Wachowski-Brüder haben erneut das Drehbuch geschrieben und Regie geführt, an den Hauptdarstellern hat sich nichts geändert, aber es gibt einige neue Personen:
Jada Pinkett Smith spielt Niobe, Lambert Wilson den Merowinger, Randall Duk Kim den Schlüsselmacher, Collin Chou den Leibwächter des Orakles: Seraph.
Die Einzel-DVD ist für unter 10 Euro zu haben, die Doppel-DVD so um die 10 Euro.
Handlung:
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(in gewisser Weise ein Spoiler, aber da Teil 3 ja noch kommt, ist es unerheblich, dass die Story hier rudimentär bis zum Ende erzählt wird)
Sie spielt ca. 6 Monate nach Teil 1, Neo spielt mit seinen Kräften, die Menschen befreien immer mehr und die Maschinen rüsten zum Gegenschlag mit "brute force". Sie suchen nicht mehr den Eingang nach Zion oder die Zugangscodes, sie bohren sich einfach auf die unterirdische Stadt zu.
Neo versucht gleichzeitig, den Krieg entsprechend der sogenannten Prophezeiung zu beenden. Nach vielen Actionszenen geht er schließlich "zur Quelle". Doch erwartet ihn eine böse Überraschung, es geht gar nicht um das Ende des Krieges, es geht darum, die Matrix zu reloaden, ein Neustart, der nach ein paar Jahrzehnten zu einem neuen "Auserwählten" führen wird usw., ein ewiger Kreislauf ("Dark Tower" lässt grüßen). Doch Neo versucht, einen dritten Weg zu gehen, gleichzeitig endet der Versuch der Menschen, den Vormarsch der Maschinen rechtzeitig zu stoppen, in einer Katastrophe.
Neben den bekannten Gegnern, den "Agenten" hat Neo hauptsächlich mit dem veränderten "Smith" zu kämpfen, der sich vervielfacht. Zudem muss er dem "Merowinger", einem Programm, dass sich in der Matrix sehr wohl fühlt und sie für seine eigenen Zwecke ausnutzt, einen wichtigen Gefangenen abnehmen. Auch das geht nicht kampflos ab.
Filmkritik
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Originalzitat Keanu Reaves (Neo):
"Natürlich ist man begeistert, wenn man die Chance bekommt, den vielleicht besten Film seiner Künstlerkarriere zu machen."
Originalzitat Carry-Ann Moss (Trinity):
"Ich fürchtete, dass Teil 2 und 3 hinter dem ersten Film zurückbleiben würden, aber dann wurden sie noch besser."
Originalzitat Laurence Fishburne (Morpheus):
"Reloaded wird unglaublich sehenswert. In Reloaded gibt es Dinge, die noch nie jemand gesehen hat"
Und so geht die Lobhudelei noch eine ganze Weile weiter.
Nur das dritte Zitat ist in gewisser Weise zutreffend. Matrix Reloaded arbeitet mit special effects, die zuvor so noch nie verwendet wurden.
Ansonsten ist die Story dünn, besonders die philosophischen Ansätze des ersten Teiles werden hier nur als "Funktion" herabgesetzt. "Ich sehe drei Ziele und drei Schiffe. Da sehe ich keinen Zufall." Naja, ... Und sonst haben alle nur ihre "Funktion", oder es "ist ihre Bestimmung", was aber auf dasselbe hinausläuft.
Die einzige gute neue Idee sind die "backdoors" (Hintertüren), die buchstäblich verwendet werden. Ein langer Gang mit lauter gleich aussehenden Türen, die zu den verschiedensten Matrix-Bereichen führen, wenn man den passenden Schlüssel hat.
Sehenswertes
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Gibt es hier natürlich auch. Die unterirdische Stadt Zion, die einerseits Hightech (der Kommandostand) mit geradezu mittelalterlichen allerdings stählernen Burgtoren verbindet, dazu bewaffnete "Ein-Mann-Roboter" (die in Teil 3 dann die Jäger stoppen sollen) ist schon eine tolle Idee.
Der Merowinger als neue Figur mit all seinen Tricks bringt Leben in die Geschichte.
Und die Verfolgungsjagd auf der Autobahn ist optisch ein absoluter Genuss.
Auch Neos Gewissensnot, als er an der Quelle erfährt, dass er nicht DER Auserwählte ist, sondern nur einer aus einer langen Reihe, und seine für die Programme unvorsehbare Reaktion geben dem Film seine Ansehberechtigung.
Aber meine Lieblingsszene stammt direkt aus dem Filmbeginn. Drei Agenten greifen Neo an, der ihre Angriffe eher gelangweilt abwehrt, dann selbst zuschlägt, doch dieser Schlag wird abgefangen. "Oh, Upgrades!" kommentiert er das mit gleichzeitig überraschtem und ironischem Unterton.
Abschlusswertung
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Also wirklich schlecht ist der Film keineswegs, besonders seine Kampf- und Actionszenen sind eine Augenweide. Leider erreicht er nicht das inhaltliche Niveau des ersten Teiles, weshalb ich ihm auch nur 4 Sterne gebe.
Fazit: muss man nicht gesehen haben, schadet aber auch nicht
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