Léon - der Profi (Kinofassung) (DVD)
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Léon - der Profi (Kinofassung) (DVD)

BeAsT81

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Léon - der Profi (Kinofassung) (DVD)

Datum: 28.07.02, geändert am 28.07.02 (55 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: genialer Film, Directors Cut

Nachteile: keine Extras, nur 1 Sprache

Es gibt Filme, die muss man einfach gesehen haben. Zu diesen Filmen zählt meiner Meinung nach, Leon ? der Profi. Ein französischer Film mit Jean Reno als eiskalten Profikiller, dessen Herz von einem kleinen Mädchen geöffnet wird. Leider ist die in Deutschland erhältliche DVD so schlecht, dass man sich in jedem Fall die ImportDVD aus UK bestellen sollte, doch im nachhinein ist man immer schlauer, deshalb werde ich euch meine Erfahrungen mit der deutschen DVD mal näher bringen.


_ Der Film _
Bevor es zur DVD geht, natürlich kurz ein paar Worte zum Film. Ich hoffe ich bekomme das noch so ungefähr hin... Mathilda (Natalie Portman) ist die Tochter eines kleinen Drogendealers, welcher ein bisschen Ärger bekommt und die ganze Familie von Drogencops (Gary Oldman als der Chef Norman Stansfield) dann abgeschlachtet wird. Durch einen Zufall ist Mathilda gerade zu dem Zeitpunkt einkaufen und als sie zurück kommt, geht sie im Schockzustand an der offenen Tür ihrer Wohnung vorbei und bittet an Leons (Jean Reno) Tür um Einlass. Hiermit beginnt sowohl für Leon, der bis dato ein eiskalter Auftragskiller für die Mafia war, als auch für die kleine frühreife Mathilda ein neues Leben. Mathilda zeigt Leon das Leben und die Liebe und Leon bildet sie als Profikiller aus. Zwischen dem kleinen 12jährigen Mädchen und dem großen zurückgezogen lebenden Killer entwickelt sich eine richtige Liebesbeziehung, die Luc Besson grandios in Szene gesetzt hat. Der Film ist einer der genialsten der frühen neunziger Jahre und war der Karriereauftakt, sowohl für die damals 13jährige Natalie Portman, als auch für Jean Reno, der danach unzählige Angebote in Hollywood bekam.


_ Die DVD _
Die DVD zu Leon hat so seine Vor- und Nachteile. Vorteil ist natürlich, der in Deutschland erhältliche Directors Cut mit 130 Minuten Länge. Allerdings ist diese Fassung immer noch mit einem FSK16 ausgestattet, was die einen gut finden mögen und andere wiederum nicht, ich finde es... sagen wir
OK! Es gibt sicherlich irgendwo eine ?richtige? Fassung, denn in dieser mir vorliegenden Version mit 130 Minuten kommen mir so einige Szenen arg geschnitten vor. Der Directors Cut umfasst dann im Gegensatz zur Original Kinofassung eigentlich nur ca 20 Minuten mehr der Beziehung zwischen Leon und Mathilda und ein paar Minuten Actionsequenzen, welche allerdings immer noch eindeutigen FSK16 Charakter haben. Wie schon erwähnt ist das sowieso Geschmackssache, mir ist die Freigabe eigentlich relativ egal, Hauptsache es gibt keine harten Schnitte oder logische Fehler durch den Schnitt.


_ Die Extras _
Man möge dies nun als Vorteil angesehen haben, denn nun möchte ich eindringlich auf die Nachteile der DVD eingehen, welche eine Kaufempfehlung eigentlich ausschließen sollten. Punkt 1, es gibt keine Extras. Kein Fitzelchen an zusätzlichen Infos ist auf der DVD, noch nicht mal ein paar lausige Charakterinfos, wie bei den WarnerDVDs. Wozu kaufe ich mir denn eine DVD? Doch wegen den Extras, ansonsten kann ich mir den Film auch als DivX Version holen, ist zwar illegal, aber darum kümmert sich ja sowieso niemand. Oder ich hole mir den Film auf Video, kostet wesentlich weniger und es ist exakt das gleiche drauf. Kommen wir zu Punkt 2, einem noch viel größeren Ärgernis der DVD; es fehlen komplett die alternativen Sprachen. Ich habe nun schon so einige DVDs und außer auf deutschen Produktionen habe ich überall mindestens noch die englische Tonspur mit drauf, wenn nicht sogar noch ein paar Andere (bestes Beispiel Casino mit SECHS Sprachen auf einer Seite bei 170 Minuten Laufzeit) und dann sollten eigentlich auch noch ein paar Untertitel drauf sein... aber ihr könnt es euch sicher denken... Fehlanzeige! Wenigstens kann man im langweilig gestalteten Menü direkt auf die einzelnen Kapitel zugreifen, aber das ist ja eigentlich eine Standardfunktion, die, wenn sie fehlen würde, die DVD fast unbrauchbar machen würde.


_ Ton- und Bildqualität _
Irgendetwas mu
ss doch dieser Silberscheibe abzugewinnen sein, dachte ich mir und überlegte scharf... Bei dem Stichwort ?scharf? viel es mir wie Schuppen aus den Haaren, vielleicht ist die Bildqualität ja entsprechend hochwertig und der Ton in höchster digitaler Qualität. Zum Ton braucht man nichts weiter zu sagen, lausiges Dolby Surround, da schmollt die Heimkinoanlage. Die Bildqualität konnte ich glücklicherweise direkt mit dem Video vergleichen, da ein Freund von mir dieses zu Hause hat, und ich denk noch so im Scherz ?ein armes Schwein ohne DVD Player?. Diesmal lachte er mich allerdings aus, denn der Qualitätsunterschied zwischen der DVD und der VHS Kassette ist gleich Null. Niente, Nada, gar kein Unterschied festzustellen. Vielleicht in 5 Jahren, wenn das Magnetband langsam grün wird, aber im Moment lässt sich kein Vorteil der DVD erkennen. Nun frage ich mich natürlich, wozu habe ich 6 Euro mehr ausgegeben, wenn ich genau das gleiche bekomme?


_ Fazit _
Wer bis hierhin den Eindruck hatte, ich bin enttäuscht von der DVD der hat vollkommen recht. Von einer DVD erwarte ich gewisse Vorteile gegenüber althergebrachten Medienträgern, weil ja auch viel mehr Platz auf so einer DVD ist, aber diese hier kommt gänzlich ohne Vorzüge daher und bekommt daher auch keinerlei Kaufempfehlung. Wer noch einen Videorekorder hat, der kann sich ja das Video für 9 EUR kaufen, aber die 15 EUR für die DVD sind wirklich raus geschmissenes Geld. Wenn ihr die DVD natürlich billiger bekommt, dann greift ruhig zu denn der Film ist richtig sehenswert!


In diesem Sinne, wünscht euch was anderes zu Weihnachten!

(c) 2002-07-28 bg

Fazit: