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Neuester Testbericht: ... arbeiten der Publicity-süchtige Cop Jack Vincennes (Kevin Spacey) und der Klatschreporter Sid Hudgeons (Danny De Vito) kongenial zus... mehr
Anspruchsvoller Film trotz viel Gewalt
L.A. Confidential (DVD)

Name des Mitglieds: thombe
Produkt:
L.A. Confidential (DVD)
Datum: 01.12.07
Bewertung:
Vorteile: spannend, anspruchsvolle Story
Nachteile: ziemlich viel Gewalt
Heute versuche ich mich mal wieder an einem Filmbericht. Der Film, über den ich schreiben will, heißt "L.A. Confidential - Jeder hat seinen Preis" . Die DVD war als Gratisbeigabe in einer Ausgabe der "AudioVideoFoto Bild" und kostete mich so 3,30 Euro.
DATEN
Titel: L.A. Confidential
Genre: Thriller
Lauflänge: 132 Minuten
Bildformat: Breitbild 16:9 anamorph, 2,35 : 1
Tonformate: Deutsch Dolby Digital 5.1
Ländercode: 2
Hauptdarsteller: Kevin Spacey, Russell Crowe, Guy Pearce, Kim Basinger, Danny DeVito
USA 1997
FSK: ab 16 Jahre
BONUS / SPECIALS
Es gibt hier kein Bonusmaterial im herkömmlichen Sinne. Das liegt wohl daran, dass dies eine Gratisbeigabe war. Einziges Special ist eine Episode der "Ali G Show" sowie 2 Software-Testversionen.
STORY
LA 1953:
Während der Weihnachtsfeierlichkeiten kommt es im Polizeirevier von LA zu gewalttätigen Ausschreitungen von Polizisten gegen Inhaftierte. Der gesetzestreue Karriere-Cop Ed Exley (gespielt von Guy Pearce) kann diese Gewalttätigkeiten nicht verhindern, sorgt aber mit seiner Aussage für die Bestrafung einiger Täter. Dadurch zieht er sich zwar den Zorn etlicher seiner Kollegen zu, steigt aber in der Karriereleiter weiter nach oben. Einer der beschuldigten Polizisten wird kurze Zeit später bei einem scheinbaren Raubüberfall auf das Cafe "Nite Owl" mit fünf weiteren Menschen erschossen. Weil das ein Verbrechen ist, welches die Medien und damit die Öffentlichkeit interessiert, wird eine groß angelegte Suche nach den Tätern gestartet. Mit dabei sind u.a. die Cops Bud White (gespielt von Russell Crowe) und Jack Vincennes (gespielt von Kevin Spacey). White war der Ex-Partner des ermordeten Polizisten und verabscheut Gewalt gegen Frauen. Um die Täter dingfest zu machen, greift er oft zu illegalen Mitteln, wie z.B. Verhören mit Gewaltanwendungen. Vincennes ist ein publicitysüchtiger Polizist, der mit Hilfe eines Skandalreporters und einigem Schmiergeld (gespielt von Danny DeVito) zu gewissen Ruhm kommt und deshalb auch in Hollywood als Berater gefragt ist. Eigentlich scheinen bis auf wenige Ausnahmen (in diesem Fall Cop Exley) alle Polizisten irgendwie korrumpierbar zu sein. Nach umfangreichen Ermittlungen scheine drei Farbige die Täter zu sein, doch sie können nicht endgültig überführt werden. Als sie aus der U-Haft fliehen, werden sie kurze Zeit später auf der Flucht erschossen. Der Fall scheint gelöst, doch es gibt gewisse Ungereimtheiten, die die drei Cops Exley, White und Vincennes weiter ermitteln lassen. Denn irgendwer scheint das organisierte Verbrechen eines jetzt inhaftierten Gangsterbosses übernehmen zu wollen und sorgt dadurch für weitere Verbrechen. Diese Taten stehen irgendwie in Verbindung mit dem Nite Owl-Massaker sowie mit Edelprostituierten, die aussehen wie Filmstars. In eine von ihnen (gespielt von Kim Basinger) verliebt sich White. Die Nachforschungen der drei Cops gehen weiter und legen einen Sumpf aus Korruption, Prostitution und Gewalt frei.
MEINE MEINUNG
Die Story klingt etwas verwirrend, aber das ist sie auch. Beim Schauen des Films muss man doch recht aufmerksam sein, um alle Querverweise in der Handlung richtig mitzubekommen. Allerdings ist die Filstory noch harmlos gegen das gleichnamige Buch, welches ich auch gelesen habe, aber das bereitete mit einige Schwierigkeiten mehr aufgrund seiner noch mehr verschachtelten Erzählweise.
Erschreckend ist die nur wenig vorhandene Gesetzestreue der Polizisten, die ja eigentlich für die Einhaltung derselben sorgen sollen. Fast jeder scheint empfänglich für Schmiergeld oder auch für Gewalt gegenüber Verdächtigen empfänglich zu sein.
Die Story ist natürlich so angelegt, dass sie auch an das Herz appelliert. Hier das herzlose, Gebaren einiger Polizisten - dort die "guten" Beamten mit kleine Fehlern, die am Ende an allen Fronten kämpfen müssen.
Da man bei Hollywood-Filmen meist ein Happy End bevorzugt, ist bei aller Dramatik während des Films schnell klar, dass das auch hier so sein muss. So ist das Ende des Filmes ja auch vorgegeben. Und dass es "Opfer" bei den "Guten" geben muss, erhöht doch nur die Dramatik. Und es appelliert natürlich an das Herz. Wer kann schon emotionslos sein, wenn das "Böse" das "Gute" derart bekämpft.
Was in einem Thriller auch nicht fehlen darf, ist die übliche Gewalt (damit meine ich Schießereien). Vieles ist also vorhersehbar, was der Grundspannung aber keinen Abbruch tut, im Gegenteil - diese Elemente machen den Film eher besser als schlechter. Manchmal ist es doch aber ziemlich brutal, wenn das Blut nur so spritzt. Da ist die Einstufung FSK16 völlig in Ordnung.
Ich würde den Film als sehr spannend (trotz gewisser Vorhersehbarkeit) bezeichnen. Einzig eine Stelle fand ich etwas unrealistisch, nämlich die, als die Beamten mit ihren Gewehren offen durch die Straßen laufen, um zum Ort einer Razzia zu gelangen. Ich weiß ja nicht, ob das damals so üblich war, aber eigenartig war es schon, denn Niemand unternahm etwas dagegen.
Sehr gut fand ich auch noch die Requisite. Da haben die Filmemacher alle Arbeit geleistet. Man kann sich sehr gut in die 50er Jahre hineinversetzen, weil alles sehr authentisch wirkt.
Von den Schauspielern waren mir vier der fünf Hauptdarsteller ein Begriff.
Kevin Spacey:
Kevin Spaceys größter Erfolg war "American Beauty", für den er auch den Oscar erhielt.
Hier spielt Spacey den Cop Vincennes. Er ist publicitysüchtig und arbeitet deshalb mit einem Boulevardmagazin zusammen. Doch hinter der so offen getragenen Coolness verbirgt sich doch ein erstklassiger Polizist.
Russell Crowe:
Seinen Durchbruch schaffte Crowe mit dem Film "Gladiator", der ihm auch einen Oscar brachte. Hier ist er ein vor Gewalt nicht zurückschreckender Cop, der allerdings nur dann handgreiflich wird, wenn es um Frauen geht. Gewalt gegen Frauen lehnt er nämlich rigoros ab und bestraft die Täter auf seine Weise. Das macht ihn trotz seiner Gewalttätigkeit irgendwie sympathisch.
Danny DeVito:
DeVito ist seit langem einer der Hollywoodstars und ist für bestimmte Rolle aufgrund seiner geringen Größe prädestiniert. Auch hier scheint ihm die Rolle des schmierigen skrupellosen Enthüllungsreporters auf den Leib geschnitten.
Kim Basinger:
Basinger ist spätestens seit "9 1/2 Wochen" den meisten ein Begriff. Auch hier bringt sie die erotische Komponente mit in die Story, das sie eine Edelprostituierte spielt. Diese Rolle brachte ihr einen Oscar.
Guy Pearce:
Pearce war für mich die große Unbekannte unter den Hauptdarstellern. Trotzdem spielte er seine Rolle erstklassig. Er ist ehrgeizig und zielstrebig, wenn es um seine Karriere geht. Interessant ist zu sehen, wie er im Laufe des Filmes immer brutaler wird, um sein Ziel zu erreichen. Er nimmt Gesetzesübertretungen in Kauf, obwohl er ja die Gesetze schützen soll, und geht auch über Leichen. Vielleicht auch deshalb der Filmuntertitel "Jeder hat seinen Preis". Schon sehr beeindruckend gespielt.
FAZIT
Erstklassiger, recht anspruchsvoller Film mit einer Menge Gewalt.
Fazit: siehe Bericht
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