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Eine Legende kehrt zurück !
James Bond 007 - Der Hauch des Todes (DVD)

Name des Mitglieds: KTB
Produkt:
James Bond 007 - Der Hauch des Todes (DVD)
Datum: 08.04.01, geändert am 08.04.01 (210 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Special über Ian Flemming
Nachteile: Keine
erscheint das 15. James Bond Abenteuer auf der Kinoleinwand, „The Living Daylights“. Gleichzeitig wird dem weltweiten Kinopublikum mit Timothy Dalton der 4. Darsteller des Agenten mit der 00 präsentiert. Eigentlich sollte Pierce Brosnan die Rolle des James Bond übernehmen. Dieser hing aber noch in der Serie Remington Steel fest, und konnte das Angebot noch nicht annehmen.
Timothy Dalton, der sich bis dato einen Namen als Shakespeare Darsteller gemacht hatte, äußerte den Wunsch, Bond etwas von der rauen und agressiven Art zu verleihen, die der Figur auch in Flemmings Romanen zu Eigen ist. Broccoli hatte in eine ähnliche Richtung gedacht, und stimmte sofort zu. Daltons Bond gleicht daher eher dem Typus des ernsthaften und gefährlichen Geheimagenten, wie ihn Sean Connery fünfundzwanzig Jahre zuvor verkörpert hatte, trägt darüber hinaus aber auch ungewohnt düstere und kantige Züge.
Der Film:
"Tod den Spionen" heißt das finstere Projekt, das jemand im KGB ersonnen hat, um das internationale Gleichgewicht zu erschüttern. Als erstes soll die Doppel-Null-Abteilung ausgelöscht werden. Doch Superagent 007 vereitelt eine Katastrophe. KGB-Überläufer Koskov informiert den britischen Geheimdienst über die angeblichen Drahtzieher des Mordkomplotts und lockt James Bond damit nach Afghanistan und direkt vor die Läufe von Waffenhändler Whitaker und seiner Killermaschine Necros.
Der 15. James Bond Film präsentiert uns einen vollkommen anderen Bond als bisher. Wie oben schon erwähnt spielt Timothy Dalton die Rolle eher im Stile von Sean Connery, vermag ihm aber auch einen neuen Akzent zu geben. Ich kann mich immer noch nicht entscheiden welchen Platz Timothy Dalton in der Rangliste der James Bond Darsteller einnehmen soll. Ich neige eigentlich dazu, ihn hinter Connery und vor Moore einzuordnen, aber das ist ein Frage des persönlichen Geschmacks.
Ansonsten vermag der Film voll und ganz zu überzeugen, und bietet alles was man v
on einem James Bond Film erwartet. Tolle Frauen, spektakuläre Stunts und exotische Drehorte.
In der ein oder anderen Rolle taucht auch ein aus anderen Bond Filmen bekanntes Gesicht auf. So spielt zum Beispiel Joe Don Baker den skrupellosen Waffenschieber Brad Whitaker. Den Bond Fans dürfte Joe Don Baker aber auch als sympathischer CIA Agent Jack Wade aus „Goldeneye“ und „Der Morgen stirbt nie“ in Erinnerung sein.
Abgesehen von den üblichen Zutaten, kehrt in „Der Hauch des Todes“ eine Legende zurück: Der Aston Martin V 8. Seit Q für Goldfinger den legendären Aston Martin DB 5 entwickelt hat, ist dies das Auto, das man am ehesten mit dem Agenten 007 verbindet.
Die DVD:
Die DVD vermag genau wie der Film voll und ganz zu überzeugen.
Die Qualität des Bildes ist sehr gut. Es ist absolut scharf und kontrastreich, ohne Rauschen und Dropouts. Auch die Qualität des Tons vermag zu überzeugen. Die Deutsche und die Spanische Tonspur liegen in Stereo vor, die Englische in DolbyDigital 5.1. Sowohl in der Englischen als auch in der Deutsche Tonspur sind die Dialoge absolut klar zu verstehen. Allerdings hat die Englische Tonspur in Action Sequenzen, naturgemäß die bessere Dynamik.
Das eigentliche Highlight dieser DVD ist aber mal wieder das Bonusmaterial.
Da wäre zunächst einmal das Special Inside The Living Daylights, hinter dem sich wie immer das Making Of verbirgt, das in diesem Falle gute 33 Minuten lang ist. Hier erfährt man wie immer alles über die Dreharbeiten. In diesem Making Of gibt es auch einen kurzen Bericht über den Besuch von Lady Diana und Prince Charles auf dem Set, und man kann sehen wie Diana eine Sektflasche auf dem Kopf ihres Mannes zertrümmert. Dieses Photo ging damals um die ganze Welt. Noch ein kleiner Tipp: Auch den Abspann des Making Of sollte man sich bis zum Ende anschauen. Er enthält einige Outtakes.
Weitere Bestandteile des Bonusmaterials ist eine geschnittene Szene, in de
r James Bond auf einem fliegenden Teppich seinen Verfolgern entkommt, das Musik Video der Gruppe Aha, sowie ein Making Of zu dem Musikvideo, 3 Trailer und der Audiokommentar mit Regisseur John Glen und Mitgliedern der Besetzung und der Crew. Abgerundet wird die gute Ausstattung der DVD wie immer durch das 8-seitige, sehr informative Booklet.
Das eigentliche Highlight des Bonusmaterials ist aber das 43 Minütige Special über Ian Flemming, den Erfinder und Autor der James Bond Bücher. Hier bleibt wirklich keine Frage über die Ian Flemming offen, und ich kann nur jedem empfehlen sich die Zeit zu nehmen sich dieses Special anzuschauen. Mich hat es dazu animiert über die Entstehung der James Bond Romane zu recherchieren. Für alle die auch mehr dazu wissen wollen, füge ich das Ergebnis dieser Meinung bei.
Fazit:
Die DVD kann man als rundherum gelungen bezeichnen. Bild- und Tonqualität sind durchaus in Ordnung und das Bonusmaterial ist allein wegen des Specials über Ian Flemming ein Muss. Nicht nur James Bond Fans sollten sich diese DVD ins Regal stellen. Auch denjenigen unter Euch, die einen Einstieg in die Welt des James Bond suchen, kann ich diese DVD empfehlen.
Die Entstehung von James Bond:
Der am 28. Mai 1908 als Sohn des reichen Offiziers und Parlamentsabgeordneten Valentine Flemming geborene Autor, der nur 56 Jahre alt wurde, hatte eine strenge Erziehung genossen, sich mit mäßigem Erfolg als Journalist und Börsenmakler versucht und die Figur Bond eher zufällig geschaffen: "Ich hatte mich dazu entschlossen zu heiraten. Aber die Idee, mein angenehmes Junggesellenleben aufzugeben, machte mich nervös. Um mich abzulenken, begann ich zu schreiben. So entstand James Bond."
Im Januar 1952 begann Flemming in seinem Haus "Goldeneye" auf Jamaika mit der Arbeit an dem Roman Casino Royale. Er setzte sich vor seine "20 Jahre alte Imperial- Reiseschreibmaschine und einen Stapel besten Folien-Schreibpapiers". Sein Ar
beitsrhythmus war von strenger Disziplin bestimmt: Er schrieb jeden Morgen von neun bis zwölf Uhr, danach aß er und entspannte sich beim Schwimmen oder Fischen. Um fünf Uhr nachmittags kehrte er an seinen Schreibtisch zurück und überarbeitete, was er am Vormittag geschrieben hatte.
Nach sieben Wochen, am 18. März, war er fertig. Flemming hatte 62 000 Worte geschrieben, 2000 pro Tag - ein Pensum, das er bis zu seinem Lebensende konstant hielt. Nur das Arbeitsgerät wurde edler: Von der Roval Typewriter Company in New York, ließ er sich die berühmte goldene Schreibmaschine anfertigen.
"James Bond gibt es wirklich", berichtete Flemming später. "Doch er ist kein Agent, sondern ein amerikanischer Vogelkundler. Ich habe eines seiner Bücher gelesen, als ich nach einem natürlich klingenden Namen für meinen Helden suchte. Ich erinnerte mich an das Buch und benutzte einfach den Namen des Autors." Der Titel lautete The Birds of the Inidies.
Doch der Name James Bond tauchte schon früher in der Bücherwelt auf - in Agatha Christies Kurzgeschichtensammlung The Listerdale Mystery, die 1934 veröffentlicht wurde. Die elfte Geschichte beginnt mit den Worten: "With a serious effort James Bond bent his attention once more on the little yellow book in his hand"
Ob Flemming den Namen seines Helden hier entlehnt hat, wird sich nie klären lassen. Immerhin: Er hatte einen ausgeprägten Sinn für Humor und viele von Agatha Christies Büchern gelesen.
In der Figur des James Bond verschmolz Flemming verschiedene reale Kameraden aus Kriegszeiten und würzte 007 mit einigen ihm selbst eigenen Charakterzügen.
"Größe 183 Zentimeter; Gewicht 76 Kilogramm, schlank, blaue Augen, schwarzes Haar, auf der rechten Backe eine senkrechte Narbe. Guter Sportler, ausgezeichneter Pistolenschütze, Boxer und Messerwerfer. Starker Raucher (Spezialzigaretten mit drei Goldreifen). Leidenschaften: Alkohol (keine Exzesse) und Frauen. Ver
wendet keine Decknamen."
Außerdem war er autorisiert, dienstlich von der Schusswaffe Gebrauch zu machen und, wenn nötig, zu töten.
Bond ist immer tadellos gekleidet, Feinschmecker und Weinkenner. Er trinkt Dom Perignon, Chateau Lafite 1953 und eisgekühlten Wodka Martini ohne Eis - shaken, not stirred: geschüttelt, nicht gerührt.
Bond benutzt eine Walther PPK oder eine Beretta - Resultat eines regelmäßigen Kontaktes, den Flemming mit einem Waffennarren namens Boothroyd pflegte. Seine Gegner sind meist übermenschlich starke Verbrecher, oft russischer, asiatischer oder deutscher Herkunft, deren Ziel es ist, die ganze Welt zu beherrschen oder zu zerstören.
Zu den begeisterten Fans von lan Flemming gehörten bald so prominente Leser wie Prinz Philip, CIA-Chef Allen Dulles, US-Präsident John F. Kennedy und dessen mutmaßlicher Mörder Lee Harvey Oswald. Als Flemming in der Illustrierten Life las, dass JFK Liebesgrüße aus Moskau zu seinen Lieblingsbüchern zählte, schickte er fortan stets ein signiertes Exemplar ins Weiße Haus. Später stellte sich heraus, dass der Präsident die Thriller zwar kannte, die Liste der Lieblingsbücher - aber eine PR-Erfindung war.
Flemming seinerseits sammelte Bücher und besaß eine exzellente Bibliothek. Sie wird heute gemeinsam mit den Originalmanuskripten seiner Bücher in der Lilli Library der Universität von Indiana aufbewahrt. Unter den Titeln: Einsteins Relativitätstheorie, Hitlers Mein Kampf, Curies Entdeckung des Radium, Lilienthals Der Vogelflug als Grundlage der Fliegerkunst und das Manifest Der kommunistischen Partei von Marx und Engels.
Den Höhepunkt der James-Bond-Welle hat lan Flemming nicht mehr erlebt. Bis zu seinem Tod im August 1964 wurde er fast ständig von Geldnöten geplagt. Mitte 1954, ein Jahr nach dem Erscheinen von Casino Royale, hatte er gerade einmal 325 Pfund an Tantiemen verdient. Erst 1959 konnte er es sich leisten, seinen Beraterjob bei der Sunday Times aufzu
geben, der ihm jährlich wenigstens 1000 zusätzliche Pfund einbrachte. Als er zwei Jahre später den ersten Herzinfarkt erlitt, schickte ihm seine Mutter einen Scheck, damit er wenigstens die hohe Arztrechnung bezahlen konnte...
Der große Bond-Boom setzte erst nach 1960 ein, und bis 1964 brachten alleine die Buchverkäufe eine Viertelmillion Pfund in die Ladenkassen. Sean Connery über das Erfolgsrezept: "Bond betrat genau in dem Moment die Szene, als die Leute genug hatten vom Krieg, von Rationierungen, von grauen Zeiten und gebrauchten Klamotten. Und plötzlich taucht diese Figur auf mit guter Kleidung, tollen Autos, der Wein trinkt und tolle Frauen um sich hat und alles durchschneidet wie ein sehr heißes Messer die Butter. Bond ist wie ein tägliches Überlebenspaket. Männer wollen sein wie er oder wenigstens seinen Erfolg haben, und Frauen finden ihn aufregend."
Originaltitel: James Bond 007 - Living Daylights
Jahr: 1987
Regie: John Glen
Darsteller: Timothy Dalton, Maryam D´Abo, Joe Don Baker, Jeroen Krabbe, John Rhys-Davies, Art Malik, Desmond Llewelyn
Altersfreigabe: FSK 12
Vertrieb: 20th Century Fox
Laufzeit: 130 Minuten
Verpackung: Amaray-Box
Typ: DVD-9
Bildformat: PAL 16:9 2,35:1
Tonformate: Deutsch und Spanisch in Stereo, Englisch in Dolby Digital 5.1
Untertitel: Deu, Eng, Spa, CC(Deu)
Bonusmaterial: Special Inside – The Living Daylights, Dokumentation: Ian Fleming - Der Erfinder von 007, Audio-Kommentar mit Regisseur John Glen, Schauspielern und Mitgliedern der Crew, Musik-Video "The Living Daylights", Making of des Musik-Videos "The Living Daylights", unveröffentlichte Szene "The Magic Carpet Ride", verschiedene Trailer, 8-seitiges Booklet mit Hintergrundinformationen
Fazit:
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