Jack Frost - Der eiskalte Killer (DVD)
Ein modernes Wintermärchen - Jack Frost - Der eiskalte Killer (DVD) DVD Video Film

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Neuester Testbericht: ... seine Familie im Stich, auf dem Weg überlegt er es sich jedoch anders und beschließt, zu seiner Familie zurückzukehren. Auf dem Rückweg k... mehr

Ein modernes Wintermärchen
Jack Frost - Der eiskalte Killer (DVD)

weserhexe

Name des Mitglieds: weserhexe

Produkt:

Jack Frost - Der eiskalte Killer (DVD)

Datum: 08.02.03, geändert am 08.02.03 (110 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: netter Film, man kann viel lachen, regt die Phantasie an

Nachteile: die DVD hat kaum zusätzliche Features zu bieten

Hallo liebe Leserschaft!


Ohja, Winterzeit = Filmzeit. Da wir seit einigen Monaten einen DVD Player unser eigen nennen dürfen, haben wir uns nach und nach einige Filme dafür zugelegt. Oftmals schaue ich dafür auch in den Internetauktionshäusern ebay.de oder richbid.de nach. Dort werde ich desöfteren auch fündig. So habe ich z.B. Ende Oktober den DVD Film Jack Frost für 7 ? originalverpackt ersteigern können. Diesen Film haben wir Weihnachten vor einem Jahr bei meinen Eltern auf Premiere schon mal gesehen, und wir fanden ihn recht gut, so dass sich die Ausgabe hier auch lohnte.

Die Verpackung der DVD war für mich etwas ungewöhnlich. Bisher kannte ich nur die Hartcoverhüllen, doch diese hier ist etwas anders. Hier hat man so ein Hartplastikgrundgestell, welches dann mit einem Pappcover umhüllt ist. Naja mittlerweile haben wir einige andere DVDs auch in so einer Hülle und es wundert mich nicht mehr ;oD.

Zum Filmthema:

Ganz am Anfang sieht man eine Musikband, die ein Konzert gibt. Es stellt sich heraus, das es die Jack Frost Band um den Musiker Jack Frost (Michael Keaton) ist. Dieser geht in seiner Musik voll auf, und seine Familie muss oftmals zurückstecken.
In dem Konzert befindet sich auch jemand, der diese Band unter Vertrag nehmen möchte. Hier scheint der große Durchbruch nun nah zu sein.

Es ist kurz vor Weihnachten und die Kinder freuen sich weil soviel Schnee liegt und nun endlich Ferien sind. Charlie (Joseph Gross), der Sohn von Jack Frost hat einigen Ärger mit einer Gruppe älterer Jungs. Er nimmt es mit denen auf, um einen anderen Jungen vor deren Schneeballangriffen zu schützen. Die Differenzen ziehen sich dann so fast durch den ganzen Film.

<Szenenwechsel>
Jack Frost möchte das Weihnachtsfest bei seiner Familie verbringen, nachdem er gemerkt hat, dass er sich mehr um seine Frau (Kelly Preston) und seinen Sohn kümmern muss. Jack nimmt also den weiten Weg nach Hause auf sich, um pünktlich bei
seiner Familie zu sein. Er liebt seine Frau und eine rührende Begrüßungsszene zeigt sich uns hier als Jack mitten in der Nacht endlich zu Hause ankommt. Er weckt seinen Sohn, der sehnsüchtig auf ihn gewartet hat. Gemeinsam bauen die beiden mitten in der Nacht einen Schneemann. Anschließend macht die Familie eine Schneeballschlacht, bis eine Nachbarin ihnen klar macht, dass es mitten in der Nacht ist.

Jack schenkt seinem Sohn dann eine Mundharmonika, und erzählt ihm, dass er die gekauft hat an dem Tag seiner Geburt. Charlie freut sich wahnsinnig darüber. Jack verspricht hm noch, dass er am nächsten Tag zum Eishockeyspiel seines Sohnes kommen will, und wünscht ihm eine gute Nacht.

Am nächsten Tag hat Jack dann ein Verhandlungsgespräch und Vorspielen mit einer großen Plattenfirma. Er vergisst die Zeit, und kann sein Versprechen, das Spiel seines Sohnes zu sehen nicht einlösen. Natürlich sind seine Frau und sein Sohn enttäuscht und sauer. Es kommt zu einem Streit zwischen Jack und seiner Frau. Jack geht zu seinem Sohn und versucht sich zu entschuldigen.

Am nächsten Tag will die Familie in eine Berghütte fahren, um dort Weihnachten zu verbringen. Sie sind schon in Aufbruchstimmung. Dann ruft die Plattenfirma an, und Jack muss mit seiner Band an Weihnachten zum Plattenfirmenchef. Charlie ist sehr enttäuscht, dass sein Vater an Weihnachten nicht die ganze Zeit mit ihnen zusammen sein wird und gibt ihm die Mundharmonika zurück. Charlie und seine Mutter fahren alleine zur Berghütte. Jack entschließt sich dann aber doch, nicht zu dieser Plattenfirma zu fahren und statt dessen lieber zur Hütte zu seiner Familie. Auf dem Weg dorthin verunglückt Jack tödlich. Für Charlie und seine Mutter ist dies das schlimmste Weihnachten, was sie je erlebt haben.

<Szenenwechsel>
Ein Jahr später. Charlie ist ein trauriger Junge geworden, seit sein Dad tot ist. Er schaufelt die Einfahrt frei, damit seine Mutter mit dem Auto hineinkommt, und dabei beko
mmt er einen Weinkrampf. (eine ziemlich traurige Szene, bei der ich echt eine Gänsehaut hatte)
Die Nachbarskinder bauen mit ihrem Vater einen Schneemann und Charlie sieht ihnen dabei zu. Dann beschließt er, auch einen Schneemann zu bauen, an welchem er einen Butten befestigt auf dem Jack Frost steht. Er setzt dem Schneemann den Hut seines verstorbenen Vaters auf, wickelt ihm den Schal des Vaters um und zieht ihm die Handschuhe des Vaters an. In seinem Bett dann spielt er auf der Mundharmonika. Diese löst dann ein Wunder aus, denn die Seele von Jack Frost steigt in den Schneemann und dieser wird lebendig. Zuerst denkt Charlie, er spinnt, doch bald merkt er, dass in dem Schneemann wirklich sein Dad steckt. Sie unternehmen vieles zusammen und Charlie kann seinem Dad endlich sagen, wie sehr er ihn vermisst hat.


Mehr will ich nun zum Inhalt nicht schreiben, denn was nun alles folgt, sollte man einfach selber sehen, wenn es einen interessiert. Dieser Film ist ein sehr gut inszeniertes modernes Märchen. Anfangs geht er wie ein normaler Film los, doch später, wenn Jack dann ein lebender Schneemann wird, wird?s eben etwas kitschig *gg*. Manchmal sind die einzelnen Szenen wirklich etwas traurig, doch dann wiederum gibt es viele Szenen, bei denen man echt schmunzeln muss. Hier ist das Zusammenspiel der verschiedenen Szenen wirklich hervorragend gelungen. Dieser Film ist ein Familienfilm und ohne Altersbeschränkung zugelassen. Die Handlung ist zwar völlig unrealistisch, doch sie regt die Phantasie an, und das soll ja bei einem Märchen (wenn auch modern) wohl so sein. Hier wird eben eine Thematik aufgefasst, wie sie heutzutage oftmals vorzufinden ist, und in eine phantasievolle Geschichte umgewandelt, bei der die Wünsche eines Kindes in Erfüllung gehen, denn Charlie ist über den Verlust seines Vaters nie hinweggekommen und wünscht sich innerlich immer wieder, dass sein Dad einfach wieder da ist, und Zeit mit ich verbringen kann.

Die Schneemannfigur ist
wirklich sehr gelungen, und regt beim anschauen zum schmunzeln an. Endlich hat Jack Zeit, die er mit seinem Sohn verbringen kann. Und es ist teilweise wirklich total lustig, besonders die Sprüche, die Jack als Schneemann von sich gibt. Man stelle sich echt mal vor, da ist mit einem mal ein lebendiger Schneemann, der andere mit Schneebällen bewirft und die Leute dazu bringt, dass sie denken, sie wären verrückt *ggg*. Manchmal konnte man sich echt das Lachen nicht verkeifen und schmunzeln musste ich mehrmals, doch manchmal hatte ich auch hier und da ein kleines Tränchen im Auge stehen, denn einige Szenen sind eben etwas fürs Herzschmerz.

Zur DVD:
Die DVD ist wirklich mit wenigen Zusatzfeatures ausgestattet. Man kann verschiedene Sprachen (Englisch, Deutsch, Spanisch, Türkisch, Tschechisch, Ungarisch und Untertiteln und s zwei speziellen Untertiteln für Hörgeschädigte auswählen. Desweiteren kann man verschiedene Szenen anwählen, allerdings auch nur bis zur Hälfte des Filmes, was ich ziemlich blöd finde, denn die Szenen weiter hinten kann ich nicht anwählen. Allerdings kann ich mit meiner Fernbedienung des Player auch auf weitere Szenen vorspulen. Ich finde es nur doof, dass ich dies nicht direkt im Main Menü machen kann. Mehr Zusatzfeatures gibt es leider nicht auf dieser DVD.

Der Film hat den Regionalcode 2, ist auch für alle Bildschirmformate geeignet und wie schon erwähnt ohne Altersbeschränkung freigegeben. Er läuft 97 Minuten.

Die Hauptdarsteller sind:
Michael Keaton (Jack Frost)
Joseph Gross (Charlie Frost)
Kelly Preston (Gabby Frost)


Die Darsteller hier haben ihre Rolle wirklich gut gespielt. Besonders Joseph Gross als Charlie, der ja hier mehr oder minder die größten Auftritte hat, spielt seine Rolle überzeugend. Eben ein richtiger Junge, der seine verschiedenen Gefühle offen zeigen kann, ob es nun Wut ist,, Verzweiflung, Angst, Entschlossenheit, Traurigkeit oder Freude.

Michael Keaton ist zwar
auch einer der Hauptdarsteller, doch hat er eine rechtkurze Rolle, wenn man das mal so sehen mag, denn seine Rolle übernimmt ja später der lebendige Schneemann. Kelly Preston hat ihre Sache auch recht gut gemacht, obwohl sie neben der Rolle des Charlies ja auch eher wenig zu sehen ist. Sie spielt eben eine typische Mutter und Ehefrau, die durch den Verlust des Mannes innerlich leidet, doch ihr Leben weiter leben muss.

Alles in allem bekommt die DVD von mir 4 Sterne, denn wegen der recht wenigen Zusatzfeatures war ich doch etwas enttäuscht, zumal dieser Film normal immerhin immer noch knapp 15 ? kosten soll. Der Film an sich ist zwar völlig unrealistisch, aber eben ein schönes, gefühlvolles modernes Märchen für die ganze Familie. Für kleinere Kinder ist der Film trotzdem eher uninteressant, denn die begreifen das eh noch nicht. Unserem Jüngsten war der Film auch manchmal zu langweilig, weil dieser Film eben doch einfach sich mit einer Thematik befasst, die schwer nachvollziehbar ist, und man hier wirklich seiner Phantasie freien Lauf lassen muss. Unsere Große hingegen will den Film immer wieder anschauen, sie findet ihn einfach Klasse.

Ich empfehle diesen Film all denen, die sich eben gern moderne Märchen anschauen und einfach auch mal was lustiges anschauen möchten, denn manchmal habe ich mich echt gekringelt bei den Sprüchen, die der Schneemann ablässt. Es ist eben ein richtig schönes, kitschiges Wintermärchen *ggg*.

Ich bedanke mich, dass ihr euch die Zeit genommen habt meinen Beitrag zu Lesen, zu Bewerten und zu Kommentieren.

Einen angenehmen Tag wünscht euch allen die

Weserhexe

Porta Westfalica, den 08.02.2003 22:40 Uhr

Fazit: