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Neuester Testbericht: ... den Film wider Erwarten nicht kennen oder sich die Spannung einfach behalten möchten nicht weiterlesen. Der Film beginnt mit den Worten... mehr
Highlander Revisited
Highlander - Es kann nur einen geben (DVD)

Name des Mitglieds: Gothic_Girl
Produkt:
Highlander - Es kann nur einen geben (DVD)
Datum: 26.03.03, geändert am 26.03.03 (97 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Schillernde Farben, toller Ton.
Nachteile: Kaum Extras.
Highlander Revisited
DER FILM
Es muß so um 1990 gewesen sein, daß ich zum ersten mal ?Highlander? im Fernsehen sah. Damals hatte sich mir die Nützlichkeit einer Fernsehzeitschrift noch nicht erschlossen, weshalb ich nur zufällig eingeschaltet hatte und mich die ersten 45 Minuten hauptsächlich wunderte, worum es überhaupt ging. Aber spätestens als Queens ?Who wants to live forever? einsetzte und Connor MacLeod seine verstorbene Frau einen schottischen Hügel hinauftrug, da war es um mich geschehen. Ich war dem ?Highlander?- Fieber erlegen. In Retrospektive betrachtet, ist der Film an vielen meiner Leidenschaften zumindest mitschuld: Mein Faible für Schottland, meine Vorliebe für langhaarige Männer (Gruß an alle Mattenträger), Kilts, Schwerter und nicht zuletzt bodenlange Mäntel. So ein Film kann einen ganz schön versauen. Und auch die drei mittelmäßigen Fortsetzungen konnten meine Begeisterung nicht schmälern. Die Geschichte um schwertschwingende Unsterbliche, die durch die Jahrhunderte wandern, um im letzten Duell den ominösen Preis zu erlangen ist nicht umsonst ins kollektive Bewußtsein eingegangen: ?Es kann nur einen geben? ist zum geflügelten Wort geworden und daß gerade der ?Highlander? sich an diesen Satz nicht halten mag (drei Fortsetzungen und zwei Spin Offs zog der Film nach sich), ist zwar ironisch, aber für den Zuschauer in der Regel von Vorteil.
Worum es in ?Highlander? geht, braucht man fast nicht mehr wiederzugeben. Zu bekannt ist die Geschichte: Connor MacLeod (Christopher Lambert) wird im Schottland des frühen 16. Jahrhunderts geboren. In einer Schlacht tödlich verwundet, stirbt er jedoch nicht, sondern steht bald wieder putzmunter auf eigenen Füßen. Im abergläubischen schottischen Hochland (daher ja auch ?Highlander?) vermutet man sofort, er stünde mit dem Teufel im Bunde und verbannt ihn aus seinem Heimatdorf. Erst als er von Ramirez (Sean Connery) heimgesucht wird, erfährt er, wer er wirklich ist: Unsterblich nämlich und nur da
durch zu töten, daß man ihm den Kopf abschlägt. Das geht am bequemsten mit scharfen Schwertern, die folglich auch die favorisierten Waffen der Unsterblichen sind. Ramirez unterweist ihn, wird am Ende der Ausbildung jedoch von Kurgan (Clancy Brown) enthauptet. Dieser Kurgan - der ultimative Krieger - ist auch MacLeods Gegner im New York von 1985. Mittlerweile ist die Zeit der Zusammenkunft gekommen und MacLeod und Kurgan sind die beiden letzten Überlebenden, die nun in einem furiosen Showdown um den Preis kämpfen. Daß nebenbei auch noch eine Polizeiermittlung gegen MacLeod läuft und er sich in die Forensikerin Brenda (Roxanne Hart) verliebt, ist eigentlich nicht mehr als Beiwerk.
Der Film lebt von den Flashbacks in die Vergangenheit, vor allem ins mittelalterliche Schottland. Diese Szenen spielen nicht nur vor einer atemberaubenden Kulisse (für Touristen: unbedingt Eileen Donan Castle und das Glencoe besuchen), sondern sind auch die stärksten Momente des Films. Nicht vergessen darf man natürlich die ausgeklügelten Schwertkämpfe (MacLeods Schwert kann man übrigens käuflich erwerben) und den grandiosen Soundtrack von Queen (mit Klassikern wie ?It's a kind of magic?, ?Princes of the Universe? oder eben ?Who wants to live forever?). Und letztendendes sind es auch die Darsteller, allen voran Christopher Lambert, Sean Connery und Clancy Brown, die den Film zu einem unvergeßlichen Ereignis werden lassen.
?Highlander? ist einfach in einem ganz besonderen Ton erzählt: Einerseits sind die Unsterblichen Helden, sie liefern sich Duelle und sie haben die Möglichkeit, Geschichte wirklich hautnah zu erleben. Andererseits wird an MacLeods Figur mehr als deutlich, daß sie einsame Einzelgänger sind. Menschen, die sie lieben, sterben einfach unter ihren Händen. MacLeod läßt niemanden an sich heran, er durchstreift die Jahrhunderte wie ein Zombie. Diese melancholische Grundstimmung macht den Film so einzigartig, keine der Fortsetzungen konnte das wieder einfangen.
Den ersten ?Highlander? dagegen macht es zu einem Meilenstein.
DIE DVD
Nach diesen Worten ist wohl klar, daß ich mir den Film auf DVD sichern mußte. Das Menu ist ganz ansprechend gestaltet und mit Musik unterlegt. Man kann den Film auf deutsch, englisch, italienisch und spanisch (jeweils auch mit Untertiteln) ansehen. Als ich ?Englisch? gewählt hatte (ich habe den Film noch nie im Original gesehen...) und der Film startete, fiel mir sofort die überwältigende Bildqualität auf. So kontrastreich und frisch habe ich den Film noch nie im TV gesehen. Das Bild ist gestochen scharf, die Aufnahmen in Schottland haben eine ganz neue Farbqualität - das macht die Landschaftsaufnahmen noch beeindruckender. Ich kenne den Film hauptsächlich vergrieselt und blaß. Von beidem ist auf der DVD keine Spur - ?Highlander? wirkt, als wäre er gestern gedreht worden.
Da ist es auch ziemlich egal, daß sich auf der DVD keine nennenswerten Extras befinden. Der obligatorische Trailer ist zu finden und ein (doch recht ausführliches) Interview mit Christopher Lambert, das offensichtlich zur Veröffentlichung von ?Highlander: Endgame? geführt wurde. Allerdings erdreistet sich Lambert, Französisch zu sprechen (mein Französisch ist so eingerostet, daß ich gerade jedes zehnte Wort verstand), also muß man in der Regel die Untertitel einschalten.
Trotz der mageren Ausstattung der DVD ist sie uneingeschränkt zu empfehlen. Auf diese Weise kann man sich MacLeods Kampf gegen Kurgan ein ums andere mal in berauschender Bildqualität auf den heimischen Fernseher holen. Dafür gibt es verdienterweise die Höchstpunktzahl!
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Allgemeine Infos:
?Highlander?
USA, 1986
Regie: Russell Mulcahy
Darsteller: Christopher Lambert, Sean Connery, Clancy Brown, Roxanne Hart
Spielzeit: ca. 111min
FSK 18 (endlich sieht man mal ungeschnitten die Köpfe fliegen!)
Fazit:

