High Fidelity (DVD)
Cusack in Bestform - High Fidelity (DVD) DVD Video Film

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Neuester Testbericht: ... passieren, zu denen seine jüngste Trennung von Laura, die gerade das gemeinsame Apartment verlassen hat, jedoch nicht gehört. Am Boden z... mehr

Cusack in Bestform
High Fidelity (DVD)

+swissflyer

Autor-Name: swissflyer

Produkt:

High Fidelity (DVD)

Datum: 06.03.06

Bewertung:

Vorteile: spannende Story, gute Musik, erstklassige Schauspieler

Nachteile: nix

Heute möchte ich über einen Film schreiben, den ich mal mit meiner Ex im Kino gesehen habe, und ab da sofort in diesen Film verliebt war! Es geht um keinen geringeren Film, als die Verfilmung des Nick Hornby Bestsellers High Fidelity.

- Infos zur DVD
- Inhalt des Films/kurze Worte zum Buch
- Schauspieler
- Fazit


°o° Infos zur DVD °o°

Das ist mal eine DVD, wie ich sie mag. Alleine das Bonusmaterial geht über 50 Minuten und beinhaltet die geschnittenen Szenen, ein Interview mit dem Regisseur Stephen Fears und dem Hauptdarsteller John Cusack. Alles in englischer Sprach, aber mit deutschem Untertitel versehen. Es macht jedes mal wider Spass, diese Extras vor dem Film anzusehen und abzulachen.
Nun weitere allgemeine Angaben zu der DVD Version von High Fidelity:

Sprachen: Deutsch/Englisch/Tschechisch/Ungarisch (Deutsch/Englisch=Dolby Digital 5.1, Tschechisch/Ungarisch= Dolby Surround 2.0)

Untertitel: Deutsch/Englisch/Spanisch/Tschechisch/Ungarisch/Tü rkisch/Kroatisch/Slowenisch

Bildschirmformat: geeignet für ALLE Bildschirmformate

Laufzeit: 109 Minuten plus 53 Minuten Bonusmaterial

Ländercode: 2

Preis: 31.90 sFr / ca. 20.- €

Bestellnummer: 101006

Release: 13.07.2000

Verleih: Buena Vista International


°o° Inhalt des Films/kurze Worte zum Buch °o°

Höre ich Popmusik, weil ich schlecht drauf bin? Oder bin ich schlecht drauf, weil ich Popmusik höre? - Existenzielle Fragen für Rob Gordon (John Cusack), dessen Leben sich nur um die Musik dreht. Seine Freundin ist ausgezogen, ist Ex, er stürzt sich kopfüber ins triefende Selbstmitleid und klappert verblichene Liebschaften ab. «High Fidelity» ist die (leider) amerikanische Verfilmung des gleichnamigen englischen Bestsellers. Der Film hält sich treu an die kultige Vorlage, lässt aber doppelten Boden und Charme vermissen.

Rob Gordon, frisch versingelt, erkennt in seiner persönlichen Beziehungschronik zwei wiederkehrende Hauptprobleme: Während einer Beziehung zwickt ihn tagtäglich die Frage, ob nicht «die da drüben» der Freundin ein gewisses Etwas voraus hat. Nach einer Beziehung trägt er schwer an der Gewissheit, dass es seine Ex mit ihrem Neuen viel, viel besser hat. In «High Fidelity» geht es vor allem um Letzteres. John Cusack spielt Rob Gordon, den Ich-Erzähler aus dem gleichnamigen Buch von Nick Hornby. Rob erzählt uns seine traurige Geschichte direkt in die Kamera: Er berichtet über Lara, seine Ex-Freundin (Iben Hjejle), und ihren Neuen, der sich Ray nennt, aber eigentlich Ian heisst (sehr gut und sehr unsympathisch: Tim Robbins). Kurzum, sie hat ihn verlassen. Wie ihn auch alle anderen Freundinnen zuvor verlassen haben.
Der sichere Wert in dieser Düsternis: Gute Musik. Robs Raritäten-Plattenladen «Championship Vinyl». Da ist die Welt in Ordnung, da fliegt auf die Strasse, wer nach «I just called to say I love you» fragt (In alten Tagen war Stevie Wonder ja ganz gut. Aber die neueren Sachen...). Die lauen Arbeitstage teilt sich Rob mit seinen beiden Angestellten Dick (Todd Louiso) und Barry (Jack Black). Die beiden liebenswerten Platten-Fetischisten erinnern an Computer-Nerds. Ausser dass sie eben auf Vinyl und nicht auf Chips stehen. Ihre Leidenschaft gilt dem Erstellen von Top5-Listen. Die «Top5 Montagmorgen-Songs», die «Top5 Songs über den Tod», oder auch die «Top5 Traumjobs». Lara kann sich jedenfalls bald rühmen, unter den «Top5 schmerzhaftesten Trennungen» von Rob zu figurieren.
Nick Hornby hat sein Kultbuch «High Fidelity» hautnah am Leben geschrieben. Die Geschichte birgt eine ganze Latte amüsanter Charaktere, auf den Punkt gebrachte stereotype Knatsch-Situationen, unzählige Anspielungen für Musikliebhaber und immer wieder kernige Lebensweisheiten. Der Film wächst damit auch leichtfüssig über andere amerikanische Beziehungs-Schmerz-Komödien hinaus. Und trotzdem: Man hätte dieser englischen Geschichte eine englische Verfilmung gewünscht. Mit rauem Londoner Vorstadt-Slang, zerkratzter Oberfläche, mehr Leidenschaft und Doppelbödigkeit. Obwohl die Besetzung rund um den Erzähler John Cusack (der auch als Koautor des Drehbuchs und Koproduzent fungierte) keine Aussetzer hat, bleibt alles etwas zu glatt und geschliffen. An der Hollywoodisierung der Geschichte ändert auch die Regiearbeit des Engländers Stephen Frears (Dangerous Liaisons) nichts.
Vielleicht stört dies alles nur, wenn man Hornbys Original gelesen hat. Man kann sich dann fragen, weshalb die Freundin im Buch einen grasgrünen VW Käfer und im Film ein graues Saab Cabriolet fährt. Das ist doch bitteschön einfach nicht dasselbe. Die wirklich guten Sprüche aus dem Buch bleiben aber gut, die abgefahrenen Plattenfreaks mit ihren Top5-Listen sind witzig, und man ist schnell an Rob und an seinen Problemen dran. Wer das Buch (noch) nicht gelesen hat, wird in dem Film einiges zu entdecken haben. Bloss, etwas der Vorlage Gleichwertiges hat der Film nicht geschafft. Dazu fehlt es ihm an Profil und einer gesunden Portion Überdrehtheit. Nick Hornbys «High Fidelity» gibt's übrigens seit ein paar Monaten auch auf deutsch zu kaufen.


°o° Schauspieler °o°

John Cusack
Iben Hjejle
Marc Busey
Ben Carr
Todd Louiso
Scott A. Martin
Chris Rehmann
Tim Robbins
Lisa Bonet
Joelle Carter
Joan Cusack
Beverly D'Angelo
Sara Gilbert
Jack Black
Lili Taylor
Natasha Wagner
Catherine Zeta-Jones


°o° Fazit °o°

Wer guten Sound mag und mal wissen will, was wirklich gute Schauspieler sind, der muss sich diesen Film einfach ansehen. John Cusack in der Rolle des Rob Gordon ist einfach bestechend, Iben Hjejle als Laura die totale Überzeugung dieses Charakters. Aber auch Jack Black glänzt als verbitterter Barry, der sich zu grösserem Berufen sieht, als nur Platten zu verkaufen. So könnte man den Lobesgesang über die Besetzung des Films beliebig weiterführen! Einfach eine konstant ausgezeichnete Leistung von allen beteiligten. Dieser Film wird auch nach 10 mal ansehen nicht langweilig.

Fazit: Ein Film, der zu überzeugen weis. Gute Musik, gute Schauspieler, gute Laune