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Neuester Testbericht: ... wird. Rusk merkt zu spät, dass er im Verlauf seines Kampfes mit Babs seine auffällige Krawattennadel verloren hat. Er fährt dem Las... mehr
und wieder eine tote Leiche
Frenzy (DVD)

Name des Mitglieds: wm_2006
Produkt:
Frenzy (DVD)
Datum: 01.01.07
Bewertung:
Vorteile: spannend, immer wieder Überraschungen, unbekannte Schauspieler
Nachteile: keine
Zur Zeit sehe ich sehr oft den neuen TV-Sender "Das Vierte", wo sehr viele alte Hollywoodklassiker gezeigt werden. Zur Zeit gibt es eine Reihe von Hitchcock-Filmen, die ich mir natürlich nicht entgehen lasse. Der Regisseur Alfred Hitchcock fand ich schon klasse, als er noch lebte und seine Filme haben immer eine große Raffinesse. Der Zuschauer weiß zwar immer mehr als die Betroffenen, aber die Spannung in seinen Filmen ist fast nicht zu überbieten.
In dieser Woche habe ich mir deshalb das erste Mal den Film "Frenzy" angeschaut, in dem es um einen Krawattenmörder geht, der regelmäßig junge Frauen mit seiner Krawatte umbringt.
Wann habe ich den Film gesehen?
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Den Film "Frenzy" habe ich am Donnerstagabend bei dem noch relativ neuen TV-Sender "Das Vierte - Wir sind Hollywood" gesehen. Diesen TV-Sender gibt es so weit ich weiß, bundesweit zu sehen. In vielen Kabelnetzen wird er eingespeist und auch über den analogen und den digitalen Astra-Satelliten ist er zu empfangen. Allerdings weiß ich nicht, ob er bereits über den frei empfangbaren DVB-T zu empfangen ist, da hier nur eine begrenzte Anzahl von TV-Kanälen möglich ist.
Den Film gab es hier in der Hauptsendezeit ab 20:15 Uhr zu sehen und "Das Vierte" ist inzwischen eine echte Alternative zu den bereits bewährten TV-Sendern geworden. Ich kann diesen Sender jedenfalls sehr empfehlen, denn viele interessante Spielfilme werden hier gesendet, die ich lange nicht mehr gesehen habe.
Der Inhalt
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Richard Blaney hat schon bessere Zeiten erlebt. Bei der Air Force wurde er noch gebraucht, aber inzwischen geht es nur noch bergab mit ihm. Er hat seinen Job in einer Bar verloren und auch Streit mit seiner Ehefrau. Und dann wird er auch noch verdächtigt, der Krawattenmörder von London zu sein. Der Krawattenmörder erdrosselt seine Opfer mit einer Krawatte und wirft die Opfer danach in die Themse. Bisher hat Scotland Yard keine Beweise gegen den Täter, aber Richard ist plötzlich an Geld gekommen, wo er doch ständig pleite ist und sich gerade so über Wasser halten kann.
Aus reiner Verzweiflung sucht Richard seinen alten Kriegskameraden Robert Rusk auf, der immer ein offenes Ohr für ihn hat und ihn auch noch einen Tipp für ein Pferderennen gibt. Aber Richard glaubt ihm den todsicheren Tipp nicht und er ärgert sich nachher, dass er seinen Tipp nicht wahrgenommen hat. Hier hätte er schnell wieder an Geld kommen können, das er so händeringend braucht.
Richard sucht daraufhin seine Ex-Frau auf , die eine Vermittlungsagentur leitet, und sie versucht ihn so gut es geht zu helfen. Denn irgendwie mag sie ihn noch immer und sie verabreden sich für den Abend.
Am nächsten Tag sucht aber ausgerechnet Richard's Freund Robert die Vermittlungsagentur auf und Robert scheint sehr an ihr interessiert. Es kommt zum großen Kampf und er erdrosselt sie mit seiner Krawatte. Nur kurz darauf sucht Richard sie noch einmal auf, aber da er sie in ihrem Büro nicht finden kann, geht er wieder nach Hause. Nur zu dumm, dass ausgerechnet die Sekretärin ihn beim Herausgehen beobachtet und wenig später wird die Chefin tot in ihrem Büro gefunden. Richard wird natürlich sofort wieder verdächtigt, der Krawattenmörder zu sein und er muss seitdem vor Scotland Yard flüchten.
Über den Filmtitel
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Ich habe mich nach dem Film gefragt, warum dieser Film denn wohl "Frenzy" heisst. Ich habe hier einmal etwas recherchiert und bin auf die Bedeutung Wahnsinn oder Raserei gekommen. Dies trifft den Film eigentlich recht gut, aber der Zuschauer erkennt erst recht spät, warum dieser Filmtitel wohl ausgesucht worden ist, aber ich finde ihn recht zutreffend, aber eine zutreffender deutscher Name hätte ich ein wenig besser gefunden.
Über Alfred Hitchcock
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Alfred Hitchcock ist ein begnadeter Regisseur gewesen und seine Filme fand ich immer wieder äußerst amüsant und sehr spannend. Aber wenn man sich seine Filme so anschaut erkennt man doch parallelen. Immer wieder geht es um einen Aussenseiter, der durch Zufall in Mordverdacht gerät und der dann mit vereinten Kräften seine Unschuld beweisen muss. Nur der Zuschauer weiß mehr als die Hauptfigur und es ist immer wieder tol,, welche überraschenden Elemente er in seinen Filmen einbauen kann.
Im Film "Frenzy" hat mich Alfred Hitchcock vor allem darin überrascht, dass er auch mal etwas Komik in den Dialogen verarbeitete. Da ist zum einen der Scotland-Yard-Inspektor, der anscheinend immer wieder neue Gerichte von seiner Frau ausprobieren sollte und irgendwie scheint er von den Gerichten nicht so sehr überzeugt zu sein. Ich fand die Sichtweise jedenfalls sehr gut und ich hatte irgendwie Mitleid mit dem Inspektor.
Hinter der Kamera
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Die musikalische Untermalung in Frenzy sollte ursprünglich Henri Mancini übernehmen, aber nachdem er in Streit mit Hitchcock geraten ist, wurde kurzerhand Ron Goodwind engagiert, der sich einen Namen vor allem durch die Miss Marple-Filme gemacht hat und der Soundtrack kann sich durchaus hören lassen.
Was ich übrigens sehr gut fand, dass Alfred Hitchcock mit "Frenzy" einen Film drehte, der komplett Stars auskommt. Dies kennt man von Hitchcock sonst eigentlich nicht, denn ein großer Schauspieler war fast immer dabei. Aber in "Frenzy" wollte er bewusst englische Theaterschauspieler engagieren. Und das Endergebnis kann sich durchaus sehen lassen. Vor allem konnten die Schauspieler auch eigene Ideen in das Drehbuch einbringen und einige dieser Ideen wurden auch verwirklicht.
Die Schauspieler
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Da es sich bei den Schauspielern fast um namenlose Darsteller handelt, beschränke ich mich hier auf das Wesentliche:
- Jon Finch als Richard Blaney
- Barry Foster als Robert Rusk
- Barbara Leigh Hunt als Brenda Blaney
- Anna Massey als Barbara Milligan
Jon Finch besticht vor allem durch seine Rolle des Außenseiters und irgendwie kann er einem Leid tun, mit dem Pech, was er im ganzen Film hatte. Mir hat er ganz gut gefallen in seine Rolle und einen Mord konnte man ihm einfach nicht abnehmen.
Barry Foster spielte den Bösewicht sehr gut und an seiner Rolle kann man gut die zwei Seiten eines Mannes erkennen, der auf der einen Seite die Frauen liebt, auf der anderen Seite sie aber auch hasst.
Meine Meinung
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Alfred Hitchcock's Filme schaue ich mir immer wieder gerne an und auch wenn dieser Film bereits über 30 Jahre alt ist, kann man ihn sich immer wieder gerne ansehen. Mir hat er sehr gut gefallen, auch wenn man schon früh erkennen kann, wer der wahre Krawattenmörder ist. Aber es geht hier ja nicht um den wahren Täter zu finden, sondern wie die Hauptperson es schafft, der Wahrheit auf den Grund zu gehen und wie im großen Finale der Bösewicht fast inflagranti erwischt wurde. Amüsant fand ich vor allem die Szene, wo Robert Rusk merkt, dass eine Anstecknadel von seinem Jackett plötzlich fehlte und es in einer Hand des Opfers war. Dies musste er natürlich verhindern und diese Szene macht einen der Höhepunkte des Films aus.
Der Film war mit seinen knapp zwei Stunden zwar recht lang, aber durch die immer wieder aufkommende Spannung war er nie langweilig. Kein anderer Regisseur wie Hitchcock versteht es, den Zuschauer so lange in seinen Bann zu ziehen.
Von mir bekommt der Film daher die Note "Eins", weil der Zuschauer immer wieder neue Überraschungen zu sehen bekommt und weil der Film keinerlei Schwächen hatte. Also bei der nächsten Wiederholung unbedingt einschalten!
Wer übrigens ganz genau hinschaut, wird Alfred Hitchcock auch vor der Kamera sehen können. Er ist einer der Schaulustigen am Themse-Ufer. Dies ist eins der Markenzeichen von Alfred Hitchcock, der in einer kurzen Szene ist er fast immer irgendwo zu sehen und meist ist es zu Beginn des Films.
Fazit: Hitchcock-Filme schaue ich mir immer wieder gerne an
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