Fight Club (DVD)
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gnadenlos gut, gnadenlos real
Fight Club (DVD)

Sprachrohr

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Fight Club (DVD)

Datum: 10.07.02, geändert am 10.07.02 (120 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Die Darsteller, Der Film

Nachteile: Die DVD-Ausstattung

Eigentlich besagt die Regel ja das man nicht über den Fight Club reden soll. Trotzdem will ich es tun und hier über den Film auf DVD berichten. Es handelt sich um die deutsche Kauf-DVD der 20th Century Fox

1.Inhalt
Eine Person sitzt auf einem Stuhl mit einer Pistole in seinem Mund. Diese Person (fortlaufend Jack genannt) erzählt in einer Rückblende wie er in diese Situation gekommen ist. Jack war ein typischer Bürohengst, der seine Arbeit erledigte und Erleuchtung durch seine Wohnungseinrichtung (vornehmlich von Ikea) fand. Doch Jack beginnt unter Schlaflosigkeit zu leiden. Sein Arzt erklärt ihm er solle sich nicht so anstellen und sich mal lieber die Selbsthilfegruppe für Hodenkrebskranke anschauen, den die hätten echte Sorgen.
Jack nimmt den Vorschlag an und begibt sich in die Gruppe. Jack gefällt es so sehr das er in anfängt alle Möglichen Selbsthilfegruppen zu besuchen. Er bekommt so seine Schlaflosigkeit, wieder in den Griff.
Doch dann taucht eine Frau namens Marla Singer in Jacks Gruppen auf, da Jack durch sie gestört wird, geht sein Leiden wieder von vorne los. Doch schließlich einigt es sich mit Marla sich die Stunden aufzuteilen.
Bei einem seiner vielen, berufsbedingten Flüge lernt Jack den Seifenhersteller, Tyler Durden kennen.
Als Jacks Wohnung in die Luft fliegt, gewährt im Tyler eine Bleibe. Jedoch bittet er Jack um einen Gefallen er soll in Schlagen. Das ist der beginn des Fight Clubs, ein Untergrundboxclub für frustrierte Seelen.
Tyler ist ein richtiger Anarchist, der Jack in seinen Bann zieht.
Schnell wird der Fight Club zu einer immer größer werdenden Veranstaltung, die sich über ganz Amerika verbreitet.
Doch die Zweisamkeit von Jack und Tyler ist bald vorbei, denn Tyler beginnt eine (wenn auch nur rein sexuelle) Beziehung zu Marla.
Auch der Fight Club erlebt eine neue Form, Tyler der sich immer mehr von Jack abkapselt, eröffnet das Projekt Chaos, einer Armee von Anarchisten.
Jack macht auch beim
Projekt Chaos mit, doch kommen ihm immer mehr Zweifel an dem Projekt. Als auch noch ein Mensch sein Leben lassen muss, beschleißt Jack dem Treiben des Projekt Chaos ein Ende zu setzen.
Bei seinem Versuch wird Jack mit einer grausigen Wahrheit konfrontiert....

2.Darsteller
Brad Pitt spielt den anarchistischen, teils durchgeknallten Tyler Durden.
Er stellt seine Rolle sehr überzeugend dar.
Brad Pitt der immer wieder mit seinem ungewollten Frauenschwarm-Image konfrontiert wird, versucht hier (wieder einmal) alles um dem entgegen zu wirken. Sehr beeindruckend ist auch das oft wechselnde Mienenspiel von Pitt, welches die jeweilige Intention Durdens sehr gut vermittelt.
Weiter Filmtipps mit Brad Pitt :Sieben, Twelve Monkeys

Edward Norton agiert als Erzähler/Jack. Auch er überzeugt durch sehr gute Darstellung. Und gibt dem Charakter die nötige Tiefe. Die beste Szene die das belegt ist die in der sich Jack im Büro seines Chefs selbst verprügelt um diesen zu erpressen. Sehr gut gelingt auch immer der Wechsel in Jacks Gemütszuständen.
Weitere Filmtipps mit Edward Norton: Zwielicht, American History X

Eigentlich ist der ganze Film auf diese beiden Akteure aufgebaut (das reicht auch).
Helena Bonham Carter ist als Marla Singer nur eine charakterisierende Nebenfigur, die eigentlich auch komm zum tragen kommt.
Genauso steht es mit Meat Loaf der als Bob eine Nebenrolle bekleidet.

3.Regie
Wieder einmal schuf David Fincher ein düsteres Werk. Das seine Zuschauer fesselt. Auch zu bemerken ist Finchers vorliebe für komplexe Charakterisierungen, die teilweise aber versteckt erfolgen, wodurch einem der ganze Gehalt erst später klar wird.
Weiter Filme von David Fincher: Sieben, Alien 3 ; Panic Room

4.Meinug zum Film
Ein genialer Film der von Anfang bis zum Ende überzeugt und (Fincher Typisch) mit einer Überraschung aufwartet. Der Film stellt eine angenehme Abwechslung in dem „Hollywood Einheit
sbrei“ dar. Zwei hervorragend auf einander eingestellte Darsteller in einem Klever und geistreich inszenierten Film. Einige werden vielleicht die teils blutige Gewalt als Manko ansehen, doch denke ich das diese hier notwendig war um die Charakteristik weiter zu entwickeln. Viel Details werden einem erst beim mehrmaligen Schauen klar, auch dies macht einen guten Film aus.
Dieser Film ist eher nicht geeignet um in sich mal schnell anzuschauen. Man sollte sich Zeit nehmen gut hinsehen und hinhören und sich zu dem ganzen seine Gedanken machen, dann wird man merken das hinter der zugegeben etwas übertrieben dargestellten Handlung ein gar nicht so abwegiger Sinn steckt.
Auf jeden Fall ein Film dem man jedem (ab einer gewissen Altersgruppe) empfehlen kann.

5.DVD
Die DVD ist gelinde Gesagt eine Frechheit.
Zwar ist das Bild gestochen scharf, aber das ist ja wohl das mindeste was man verlangen kann.
An Sprachen kann man deutsch und englisch wählen (beide in Dolby Digital)
An Untertiteln gibt es lediglich Englisch und Deutsch für Hörgeschädigte.
Und an Extras hat man nur einen Original Kinotrailer.

6.Geasamtfazit
Ein Fazit fällt hier sehr schwer. Man bekommt einen Erstklassigen Film auf einer sehr schlechten DVD. Trotz der schlechten DVD-Ausstattung würde ich den Film als DVD gerade noch empfehlen, weil durch das scharfe Bild einige (wichtige) Details besser zu erkennen sind.
Wohlgemerkt der Film alleine hätte eine Superbewertung verdient, nur ist auch ein Spitzenfilm auf einer so schlechten DVD nur noch Mittelmaß.
Da kann man ja fast gleich das Video kaufen.

Kleiner Tipp:
Das so genau erklärte „Penis im Kinderfilm Verfahren“ spielt über den ganzen Film ein wichtige Rolle (nur in anderer Form).
Schaut mal in Zeitlupe die Szene an in der Jack kopiert und erzählt „Das Leben ist eine Kopie einer Kopie usw.“.
Oder die Szene in der Marla nach einer Sitzung eine Gasse hinunt
er geht und Jack ihr nachschaut.





Fazit: