Ein russischer Sommer (DVD)
Verständnis vorausgesetzt - Ein russischer Sommer (DVD) DVD Video Film

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Neuester Testbericht: ... dass Tolstoi die Recht an seinen Werken dem russischen Volk vermachen will, hängt sprichwörtlich der Haussegen schief. In diese verhärtete... mehr

Verständnis vorausgesetzt
Ein russischer Sommer (DVD)

Apfelschorle_Sru

Name des Mitglieds: Apfelschorle_Sru

Produkt:

Ein russischer Sommer (DVD)

Datum: 01.02.12

Bewertung:

Vorteile: Schauspieler, Bild- und Soundqualität, Berührung mit Tolstois Werken/Leben, interessant

Nachteile: setzt Vorwissen voraus, geht in Richtung eines Dokumentarfilms

=== Hallo liebe Leser und Leserinnen ===
In meinem heutigen Bericht möchte ich euch einen Film vorstellen, den ich mir letztens mal auf DVD angeschaut habe. Seit einiger Zeit schon befand sich die DVD in meinem DVD- Schrank und da die Story nicht so interessant klang, hat man dann immer andere Filme vorher angeschaut. Letztens konnte ich mich wie gesagt durchringen und schaute mir diesen Film an.
Ich erwartete einen langweiligen Film, der mich zum Einschlafen bringen würde und bei dem ich nicht viel denken müsste.
Meine Erwartungen wurden enttäuscht, aber ob in positiver oder negativer Hinsicht, das könnt ihr in meinem weiteren Bericht lesen.

=== Aussehen ===
Über die Größe lässt sich nicht viel sagen, denn es ist eine ganz normale DVD- Hülle und darin eine ganz normale DVD, die wie eine CD aussieht. Die DVD selbst ist mit den Gesichtern im Profil von Helen Mirren und Christopher Plummer bedruckt, die beide unter anderem die Hauptdarsteller des Films sind.

=== Allgemeines ===#Laufzeit: 108 Minuten
Preis: für mich 5 Euro
EAN: 5-051890-013170
Sprachen: Deutsch, Englisch
Untertitel: Deutsch, Deutsch für Hörgeschädigte
Ländercode: keiner angegeben
Tonformat: DD 5.1
Genre: Drama
Bildformat: 16:9 oder 2.35:1
Erscheinungsjahr: 2009
Jugendfreigabe: ab 6 Jahren
Extras: nicht verwendete Szenen, verpatzte Szenen, Hinter den Kulissen, Interviews, Kinotrailer, TV-Spots

=== Story ===
In den letzten 48 Jahren ist in der Ehe von Tolstoi und seiner Frau Sofia alles gut gegangen- zum mindestens soweit man bis zum Tellerrand schauen kann. Doch seit Sofia erfahren hat, dass Tolstoi die Recht an seinen Werken dem russischen Volk vermachen will, hängt sprichwörtlich der Haussegen schief.

In diese verhärteten Fronten gerät der junge Anhänger Tolstois (Walentin) als er seinen Traumjob als Privatsekretär Tolstois antritt. Als bedingungsloser Tolstoianer glaubt er an die bedingungslose Liebe. Als er die Ehe der Tolstois scheitern sieht, beginnt er seine ersten eigenen Erfahrungen der Liebe zu sammeln.

Als sich der Gesundheitszustand Tolstois weiter verschlechtert, geht es allen Leuten in seinem Umfeld schlechter als zuvor.

=== Schauspieler ===
Christopher Plummer (Tolstoi): Er spielt den bekanntesten russischen Schriftsteller und Denker. Dies ist nicht nur eine Rolle, in die man sich erst einmal hineindenken muss, sondern auch eine Rolle, die man nur richtig spielen kann, wenn man komplett an die Dinge glaubt, die der Schriftsteller und Denker veröffentlicht hat. Man muss sich komplett in den Charakter einfinden, das schaffte Hr. Plummer sehr gut. Ich konnte mich mit ihm als Tolstoi sehr gut identifizieren und ich muss sagen, dass er den großen russischen Schriftsteller und Denker sehr gut verkörpert hat.

Helen Mirren (Sofia): Sie spielt die Frau hinter dem Denker und Schriftsteller, der immer eine besondere Rolle im Leben Tolstois zugespielt worden ist. Für mich kam die Bindung zwischen den beiden Charakteren etwas zu kurz, was aber sicherlich auch mit den vielen Streitigkeiten zu tun hat. Mirren spielt ihre Rolle perfekt. Ich fand es angenehm sie in einem Drama zu sehen, vor allem in einem Drama, wie sie es sonst noch nicht gespielt hat.

James McAvoy (Walentin): Er spielt den jungen Privatsekretär Tolstois, der im Laufe des Films in eine Lage manövriert wird, die ihm selbst nicht gut tut. Für seine persönliche Entwicklung ist diese Lage mehr als hilfreich, aber das wird er sicherlich irgendwann einmal selbst erkennen. McAvoy spielt den Sekretär sehr überzeugend, auch wenn er manchmal etwas verzweifelter hätte wirken können. Ganz konnte ich mich mit ihm und seiner Lage nicht identifizieren.

Kerry Condon (Mascha): Sie spielt die Liebe des Sommers für den jungen Privatsekretär. Ihre Rolle als Lehrerin konnte so gut spielen, allerdings als richtig verliebtes und feuriges Mädchen hätte ich mir ein wenig mehr Romantik ihrerseits erwartet. Deswegen konnte ich mich in ihre Rolle nicht richtig hineindenken und einfühlen.

=== Bildqualität der DVD ===
Die Bildqualität überzeuget mich bei dieser DVD. Sicherlich hängt die Bildqualität auch immens von dem Wiedergabegerät ab, aber wenn man eine schlechte Bildqualität hätte, dann könnte ein toller Fernseher auch nicht viel mehr aus der DVD herausholen. Hier nicht der Fall, hier zeigt sogar mein alter Fernseher eine gute Qualität.

=== Soundqualität der DVD ===
Wie auch bei der Bildqualität hängt die Soundqualität ebenfalls vom Wiedergabegerät ab. Wenn ich ein gutes Heimkinosystem habe, dann wird auch ein Dolby- Surround- Sound besser klingen, als bei meinen internen Lautsprechern des Fernsehers. Trotzdem passt der Sound, also es bewegen sich keine Münder, ohne dass der dazugehörige Sound kommt.

=== Specials ===
Die Specials sind wirklich interessant anzuschauen und in einer genau so guten Bild- und Soundqualität. Vor allem zeigen sie auch ein wenig Hintergrundwissen, was man bei einem evtl. erneuten Schauen des Films wieder verwenden könnte. Vor allem die verpatzten Szenen sind witzig gemacht und das hätte man bei einem solchem Drama eigentlich nie erwartet. Einen Blick wert ;-)

=== FSK gerecht? ===
Ich finde den Film nicht FSK- gerecht, denn kleine 6jährige können dieses Drama noch nicht verstehen. Diese sollten lieber noch Kinderfilme schauen, bei denen das Gehirn nicht so beansprucht wird. Sicherlich kommen keine Blutszenen oder so etwas vor, aber immerhin schon kleine Erotikszenen, die die kleinen sicherlich noch nicht sehen müssen. Ich sag mal so, wenn man Tolstoi liest und die Hauptaussage seiner Werke verstanden hat, dann kann man auch diesen Film schauen. Der Autor Jay Parini hat sich bei der Aussage seines Werkes auch etwas gedacht und möchte sicherlich nicht, dass kleine 6jährige diesen Film schauen können. Wer diesen Film seinen kleinen Kinder zeigt, will anscheinend, dass das kleine Kinderhirn im Schlaf alle Szenen, die nicht verstanden worden sind, versucht zu verarbeiten.


== ***FAZIT*** ==
Ein interessantes Drama, was schon etwas in die Richtung eines Dokumentarfilms geht. Man braucht ein bisschen Vorwissen aus Tolstois Werken oder man sollte wenigstens schon etwas über Tolstoi gehört haben, denn sonst bringt das Schauen des ganzen Films nichts. Bild- und Soundqualität sind gut, die Schauspieler sind auch gut.
Deswegen: 3*Sterne und eine Empfehlung (für Leute mit Vorkenntnissen)

Liebe Grüße eure Jasmin

Fazit: 3*Sterne und eine kleine Empfehlung