Das schönste Märchen aller Zeiten!!!
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (digital überarbeitete Fassung) (DVD)

Name des Mitglieds: Scrat173
Produkt:
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel (digital überarbeitete Fassung) (DVD)
Datum: 07.01.11, geändert am 30.07.11 (150 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Das schönste Märchen aller Zeiten!!!
Nachteile: nix!!!
Hallo, liebe Leser,
und wieder mal möchte ich euch einen weiteren tollen Film vorstellen:
Drei Haselnüsse für Aschenbrödel
Dieser Film überzeugt durch seine mitreißende Handlung und natürlich durch seine tollen Hauptdarsteller.
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*** Handlung ***
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Aschenbrödel lebt nach dem Tod ihrer Eltern bei ihrer Stiefmutter und deren leiblicher Tochter Dora, welche Aschenbrödel bei jeder Gelegenheit demütigen und erniedrigen und sie wie eine Dienstmagd behandeln.
Die einzigen Dinge, die ihr Trost spenden, sind ihr Schimmel Nikolaus, ihr Hund Kasperle und eine Schmuckschatulle, die sie in einem geheimen Baumhaus versteckt hält und von einer Eule, die sie Rosalie nennt, bewachen lässt.
Aber auch die anderen Angestellten auf dem Gutshof ihrer Stiefmutter mögen das liebenswürdige und stets freundliche Aschenbrödel.
Eines Tages besuchen der König und die Königin alle Gutshöfe in ihrem Land, um alle Landesdamen auf einen Hofball einzuladen, auf dem der Prinz sich eine Frau aussuchen soll.
Der Prinz ist hingegen wenig erfreut darüber, dass für ihn der Ernst des Lebens beginnen soll. Viel lieber verbringt er die Tage damit, mit Freunden durch die Wälder zu streifen und Blödsinn zu machen.
Bei einem Ausflug mit seinen Freunden will der Prinz ein Reh erschießen, doch Aschelbrödel, die zur gleichen Zeit im Wald unterwegs ist, bewirft ihn mit einem Schneeball und das Reh läuft davon.
Daraufhin verfolgen der Prinz und seine Freunde das Mädchen durch den Wald, doch diese flieht auf dem Pferd des Prinzen und kann unerkannt entkommen.
Derweil planen Dora und ihre Mutter ihren Auftritt beim königlichen Ball, bei dem Dora das Herz des Prinzen erobern soll. Hierzu ist natürlich ein edles Outfit erforderlich und so schicken sie den Knecht Vinzek in die Stadt, um dort teure Kleider zu kaufen. Dieser fragt vor seiner Reise auch Aschenbrödel, ob er ihr etwas mitbringen könne, aber da sie kein Geld und auch keine sonstigen Wünsche hat, bittet sie ihn einfach, ihr das mitzubringen, was ihm vor die Nase kommt.
Auf der Reise fallen den Knecht dann tatsächlich drei Hasennüsse in den Schoß, die zufälligerweise vom Prinzen aus einem Vogelnest geschossen werden und genau auf Vinzek herunterfallen. Da fällt ihm wieder ein, dass er Aschenbrödel etwas mitbringen wollte und er schenkt ihr die drei Nüsse bei seiner Rückkehr.
Aschenbrödels Stiefmutter, die mitbekommt, wie Vinzek die drei Haselnüsse überreicht, macht sich darüber nur lustig und bezeichnet herablassend sie als Eichhörnchen.
Aschenbrödel verzieht sich daraufhin wieder einmal in ihr Baumhaus, wo ihr aus Versehen eine der drei Haselnüsse herunterfällt. Dabei merkt sie, dass die Nüsse verzaubert sind, denn plötzlich platzt aus der heruntergefallenen Nuss ein Jagdgewand. Aschenbrödel zieht es erfreut an und sieht dadurch aus wie ein junger Jägersmann.
So ausstaffiert, begegnet Aschenbrödel dem Prinzen, der gerade auf Vogeljagd ist, ein zweites Mal. Der Prinz verpasst jedoch einen anvisierten Vogel, woraufhin Aschenbrödel mit ihren Schießkünsten glänzen kann. Bei einer weiteren Schießprobe mit ihrer Armbrust kann sie den Prinzen und seine Freunde erneut beeindrucken, reitet anschließend jedoch unauffällig weg.
Als der Tag des Hofballs gekommen ist, schikaniert die Stiefmutter Aschenbrödel, indem sie sie Linsen und Mais auseinandersortieren lässt. Doch das Mädchen erhält unerwartete Hilfe von Tauben, die ihr die Arbeit des Sortierens abnehmen.
Das Mädchen eilt also wieder zu seinem Baumhaus und öffnet dort die zweite Haselnuss, wobei ein wunderschönes Ballkleid zum Vorschein kommt. Mit diesem eilt sie auf ihrem Schimmel Nikolaus zum königlichen Schloss, wo sie alle Blicke auf sich zieht.
Der Prinz, der sich auf diesem Ball eine Braut aussuchen soll, weist jedoch alle sich ihm vorstellenden Frauen ab. Als er jedoch Aschenbrödel erblickt, die ihr Gesicht mit einem Seidentuch verdeckt hat, ist er sofort hin und weg von ihr. Sie kommt ihm zwar irgendwie bekannt vor, doch er kommt einfach nicht darauf, woher er sie kennt.
Sie verrät es ihm aber nicht direkt, sondern stellt ihm ein Rätsel, mit dessen Lösung er wissen würde, wer sie ist:
"Die Wangen sind mit Asche beschmutzt, aber der Schornsteinfeger ist es nicht.
Ein Hütchen mit Federn, die Armbrust über der Schulter, aber ein Jäger ist es nicht.
Ein silbergewirktes Kleid mit Schleppe zum Ball, aber eine Prinzessin ist es nicht."
Mit dem Rätsel verrät sie alle Situationen, in denen sie bisher auf den Prinzen getroffen ist, nur eben jeweils als eine andere Person. Der Prinz kommt aber leider nicht auf die Lösung und so flieht sie erneut in die Dunkelheit, verliert dabei aber ihren Schuh auf der Schlosstreppe.
Der Prinz, der von der Flucht total verblüfft ist, läuft der schönen Frau hinterher, findet ihren verlorenen Schuh auf der Treppe und reitet ihr nach. Es gelingt ihm tatsächlich, Aschenbrödel bis zu ihrem Hof zu verfolgen, doch dort angekommen, ist sie plötzlich nicht aufzufinden. Auf dem Hof kennt natürlich niemand die schöne Frau, die sich inzwischen in ihrem Zimmer versteckt hat.
Der Prinz lässt jede Frau den verlorenen Schuh anprobieren, doch keiner Frau vermag er zu passen.
Inzwischen sind auch Dora und Aschenbrödels Stiefmutter zurück auf dem Hof, da der Ball nach dem abrupten Verschwinden des Prinzen beendet wurde. Sie haben inzwischen kapiert, dass es sich bei der geheimnisvollen Frau um ihr verdrecktes Aschenbrödel handelt und versuchen mit einem heimtückischen Plan, den Prinzen zu täuschen, mit dem Ziel, dass der Prinz sich doch noch mit Dora vermählt und nicht mit der Frau, die er eigentlich sucht.
Ob Aschenbrödel doch noch ihren Traummann, den Prinzen, bekommt oder nicht, werde ich wie immer nicht verraten. Das Ende ist auf jeden Fall, genau wie der Rest des Films, sehenswert!!!
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*** Hintergrundinfos ***
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Hierbei möchte ich noch kurz anmerken, dass ich manche tschechische Worte etwas eindeutschen musste, da manche Buchstaben mit ihren Akzenten hier bei Dooyoo nicht dargestellt werden können. Ich bitte euch, darüber hinwegzusehen.
Der Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" mit dem Originaltitel "Tri orisky pro Popelku" (ein toller Name oder???) gehört zu den bekanntesten Märchenfilmen aus der Kooperation CSSR/DDR und wird seit weit über 30 Jahren jedes Jahr zur Weihnachtszeit gezeigt. Dabei läuft der Film nicht nur in Deutschland. Insgesamt wurde der Film aus der tschechischen Sprache in die Sprachen Englisch, Deutsch, Finnisch, Französisch, Russisch, Polnisch, Schwedisch und Französisch synchronisiert.
Die Hauptdarsteller des Filmes sind Libuse Safránková in der Rolle des Aschenbrödels und Pavel Trávnícek in der Rolle des Prinzen. Regie führte Václav Vorlícek nach dem Drehbuch von Frantisek Pavlícek und der Musik von Karel Svoboda.
Der Film wurde in den Babelsberger Studios der DEFA (das volkseigene Filmstudio der DDR namens Deutsche Film AG) und rund um das Schloss Moritzburg bei Dresden (das 2004 auch als Kulisse für die Liebeskomödie "Eine Prinzessin zum Verlieben" diente) gedreht, aber auch teilweise in den Filmstudios Barrandov in Prag und an weiteren Orten der damaligen Tschechoslowakei.
Das erste Mal lief der Film in der DDR im März 1974 und in der BRD im Dezember 1975. Dass der Film auch heutzutage noch jedes Jahr gezeigt wird, spricht meiner Meinung nach ja schon für sich, welcher Film schafft das schon?
Die Vorlage für den Film war das gleichnamige Märchen von Bozena Nemcová, die das bestehende Märchen von Aschenputtel mithilfe dreier Haselnüsse abwandelte.
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*** Schauspieler ***
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Libuse Safránková
Libuse Safránková wurde am 7. Juni 1953 in Brünn in der Tschechoslowakei geboren. Sie wuchs in Slapanice auf und machte 1971 ihren Abschluss an der Dramaturgischen Abteilung des Konservatoriums Brno. Noch im gleichen Jahr hatte sie ihre erste Rolle als Barunka in "Babicka" (Die Großmutter).
Ein Jahr später trat sie in den Prager Schauspielclub ein, wo sie ihren späteren Mann Josef Abrhám kennenlernt. Ihren internationalen Durchbruch hatte sie 1973 als Aschenbrödel, aber auch danach folgten diverse weitere Rollen, sowohl in weiteren Märchenfilmen, aber auch in ernsteren Filmen wie zum Beispiel "Attentat in Sarajevo" (1975). Seit 1976 ist sie mit ihrem Kollegen Josef Abrhám verheiratet, die beiden haben einen gemeinsamen Sohn.
Zwischen 1992 und 1994 trat sie im tschechischen Nationaltheater auf.
Für Ihre Rolle als Klara im Film "Kolya" erhielt Libuse Safránková 1996 in Tschechien den "Goldenen Löwen". Außerdem wurde sie 2008 zur besten tschechischen Schauspielerin gewählt.
Pavel Trávnícek
Pavel Trávnícek wurde am 26. Oktober 1950 in Konice bei ProstÄ>jov geboren. Er studierte Musik an der JAMU (Janáckova akademie múzických umení - Janácek-Akademie für Musik) in Brno und später auch Schauspiel. Vor seiner Hauptrolle in Aschenbrödel hatte Pavel Trávnícek nur eine einzige Rolle, nämlich im Abschlussfilm des slowakischen Studenten Jaroslav Soukup.
Durch diesen wurden auch die Macher des Filmes "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" auf Pavel Trávnícek aufmerksam und so engagierten sie ihn, obwohl er zu der Zeit noch auf der JAMU in Brno war.
Ein Problem an seiner Rolle in Aschenbrödel war nur, dass er nicht reiten konnte und so musste er, wie einige andere Schauspieler dieses Films auch, vorher Reitstunden nehmen.
Ein weiteres Problem war Pavel Trávníceks damals stark ausgeprägter Brno-Akzent, weshalb der Prinz in der tschechischen Filmfassung von Petr Svojtka synchronisiert wurde.
Pavel Trávnícek hat seinen Akzent jedoch in den folgenden Jahren wegtrainiert und seit den 80ern synchronisierte er häufig selbst, zum Beispiel Steve Guttenberg in "Das Schlafzimmerfenster", 1988 Alec Baldwin in "Die Waffen der Frauen", 1996 Jeff Goldblum in "Independence Day" und 2002 Obelix in "Mission Cleopatra".
Neben der Schauspielerei und Synchronisation war Pavel Trávnícek auch als TV-Moderator in der tschechischen TV-Musikshow DO-RE-MI tätig, in der unbekannte Sänger und Sängerinnen ihr Talent präsentieren und von einer Jury bewertet werden.
Als Schauspieler konnte Pavel Trávnícek langfristig jedoch nicht den gleichen Erfolg verbuchen wie Libuse Safránková. Nachdem sein Fünf-Jahres-Vertrag bei Prager Stadttheater ausgelaufen war, gründete er 1998 sein eigenes Theater, das Skelet-Theater, wo er sowohl als Intendant als auch als Schauspieler tätig ist. Hintergrund für den Namen war die Aussage "Die Komödie ist für das Theater, was das Skelett für den Körper ist: Das tragende Element."
Deshalb werden dort auch hauptsächlich Komödien aufgeführt. Mit seinem Theater musste Pavel Trávnícek jedoch schon mehrmals umziehen und es wird gemunkelt, dass es finanziell nicht allzu gut laufen soll.
Trotzdem lässt er sich dadurch nicht seinen Optimismus verderben, er glaubt auch weiterhin fest an den Erfolg seines Theaters.
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*** Bild und Ton ***
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Da das Märchen schon ein wenig älter ist, ist die Bild- und Tonqualität natürlich kaum mit der eines heutigen Films vergleichbar. Aber ich finde, genau das macht so ein Märchen auch aus, macht es doch viel charmanter.
Vor allem die Filmmusik ist meiner Meinung nach besonders beeindruckend. Sie ist einfach traumhaft schön und lädt zum Mitfühlen ein. Die weißen, wunderschönen Schneelandschaften tun ihr Übriges, um sich in einem Winterparadies wiederzufinden.
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*** Auszeichnungen ***
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Der Film "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel" hat diverse Auszeichnungen erhalten, zum Beispiel den tschechischen "Goldenen Eisvogel". Außerdem ist er in Tschechien zum besten Märchenfilm des 20. Jahrhunderts gekürt worden.
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***Fazit ***
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Der Film bekommt von mir alle 5 Sterne, denn es ist meiner Meinung nach das traumhafteste Märchen überhaupt.
Die Geschichte selbst ist zwar in der ursprünglichen Version von Aschenputtel bereits ein wenig ausgelutscht, da es inzwischen einfach so viele verschiedene Aschenputtel-Filme und Variationen gibt, doch Aschenbrödel ist einfach die beste Adaption von allen.
Die gelungene Kombination aus überzeugenden Schauspielern, traumhaften Landschaften und verträumter Hintergrundmusik machen den Film zu einem einzigartigen Erlebnis.
Ich schau mir den Film immer mal wieder an, wenn er mir in die Hände fällt, denn man kann ihn einfach nie genug gesehen haben. Man fühlt sich jedes Mal aufs Neue mit in die Geschichte hineinversetzt als wäre man live dabei.
Fazit: Die tollste Märchenadaption überhaupt!!!
Ein rundum traumhafter Film, nicht nur zu Weihnachten!!!
Also schaut euch den Film einfach selbst an!!! Sonst habt ihr echt was verpasst.
Fazit: Nicht nur zu Weihnachten schön anzuschauen!!!
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