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Neuester Testbericht: ... Titel: Les Rivières pourpres ~~~ INHALT ~~~ 300 km voneinander entfernt ermitteln zwei Polizisten an zwei total unterschied... mehr
Wenn ein Ende einen Film zerstört!
Die purpurnen Flüsse (DVD)

Autor-Name: "650776
Produkt:
Die purpurnen Flüsse (DVD)
Datum: 19.10.02, geändert am 19.10.02 (43 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Gundidee und Darsteller
Nachteile: Umsetzung und Auflösung
Atmosphärische Thriller die auch eine gewisse Tiefe und Dichte aufweisen findet man nicht sehr oft. Insbesondere der Mainstream Hollywoods weiss sich (von einigen Ausnahmen abgesehen) dagegen zu erwehren. Da bleibt uns ja noch das europäische Kino. Doch leider gelingt es auch diesem nicht immer zu überzeugen. So hatten wir im Jahre 2000 (Kinostart in Deutschland 2001) die Gelegenheit den Film des Regisseurs Mathieu Kassovitz zu betrachten. Der Titel ist: ?Die purpurnen Flüsse?.
Kommen wir zum Inhalt:
Wir befinden uns in den Alpen, aber auf der französischen Seite. Es wird die Leiche eines jungen Studenten gefunden. Der Inspektor Pierre Niémans (gespielt von Jean Reno) wird mit dem Fall betraut. Der Mord weist jede Menge Grausamkeiten auf, man könnte auch Verstümmelungen dazu sagen. Nachforschungen über seine Herkunft ergeben eine Linie zu der Universität der Stadt Guernon. Diese alte und ehrwürdige Universität erinnert ein wenig an die Kulisse von ?der Name der Rose?. Auch die lehrenden benehmen sich dort etwas merkwürdig. Aber nun gut. Der zweite Plot des Filmes beschäftigt sich mit Max Kerkerian (gespielt von Vincent Cassel). Dieser wird mit der Aufklärung einer Grabschändung beauftragt. Das Grab eines jungen Mädchens wurde aufgebrochen. Und auch seine Ermittlungen führen ihn letztendlich nach Guernon. Und dort treffen die beiden Polizisten dann auch aufeinander. Da sie eigentlich beide Einzelgänger sind, verläuft das erste Treffen nicht so sonderlich erfreulich.
Doch sie müssen sich zusammenraufen. Zwar haben sie inzwischen Kontakt zu einer Zeugin namens Fanny Ferreira
(gespielt von Nadia Farès) aufgenommen und bekommen von ihr auch einige merkwürdige Hinweise auf Zusammenhänge aus vergangener Zeit. Doch damit endet die Serie der Morde leider nicht, es werden weitere Leichen gefunden, welche die selben Verstümmelungen aufweisen, wie die der bisher betroffenen. Und auch die Nachforschungen im Bezug auf die Grabschändung scheinen lan
gsam in den Fall zu passen. Denn bei einem der ermordeten findet man die Fingerabdrücke der angeblich toten. Das Netzt der Verwirrungen zieht sich immer enger um die beiden Polizisten zusammen. Wem kann man noch trauen, wer sagt die Wahrheit, und was ist eigentlich die Wahrheit. Es bleibt bis zur Auflösung ein ziemliches Verwirrspiel das insgesamt noch einige Überraschungen bereithält.
Mehr gibt es nicht, hier endet die Inhaltsangabe.
Meine Meinung:
Nicht alles was sich wirklich gut anhört ist auch wirklich gut. Dieser Film versucht mit seinen Thrilleraspekten, versteckten Rätseln und sogar einigen ?Splatterszenen? von sich reden zu machen. Doch irgendwie mag es ihm nicht so ganz gelingen. Denn die Story wirkt auf mich ziemlich ermüdend und auch sehr leicht durchschaubar. Es mag evtl. daran liegen das ich schon zu viele solcher Filme gesehen habe, doch leider wusste ich ca. zur Mitte des Filmes schon die Auflösung und dann ist der Reiz irgendwie weg. Wenn die Auflösung dann noch so dilletantisch präsentiert wird wie hier, und eigentlich den ganzen Plot zunichte macht, sorry, dann bin ich nur noch ziemlich enttäuscht. Hier hat man einfach zu wenig für eine gelungene Abschlusssequenz gesorgt. Ich mag penibel sein, doch Thriller leben davon, und hier ist es absolut in die falsche Richtung gelaufen.
Da wären wir dann bei den Schauspielern. Als erstes natürlich Jean Reno, an ihm und seiner Darstellung des desillusionierten Inspektors ist nichts auszusetzen, die Darstellung gelingt ihm gut und überzeugend. Obwohl man meiner Meinung nach bemerken kann das auch er mit dem Ende nicht zufrieden war und da irgendwie seine Ambitionen und sein Talent auf Standart gestellt hat. Vincent Cassell sagte mir bisher noch nichts als Schauspieler, doch auch dieser konnte mich insgesamt überzeugen und bot eine gelungene Darstellung des jungen Hitzkopfes, welcher aber doch noch lernwillig gegenüber dem alten Kollegen ist. Nadia Farès ist dann wieder e
ine Darstellerin wo sich meine Meinung irgendwie teilt. Am Anfang wirkt sie wirklich wie die naive Studentin die ein wenig mehr weiss und kann mit dieser Darstellung auch glänzen. Doch zum Ende hin bleibt davon für mich nicht viel übrig. Sie neigt etwas zum overacting, und das in den vollkommen unpassendsten Momenten. Ausführungen über weitere Darsteller erspare ich mir. Alle insgesamt recht gut, aber nichts wirklich herausragendes mehr.
Kommen wir zur DVD:
Diese bieter eigentlich nichts herausragendes. Es gibt die entsprechende Tonformate in deutsch und auch im französischen Original, jeweils über das Menu anwählbar, oder auch innerhalb des Filmes, je nach Player zu verändern. Der Ton liegt in Dolby-Digital 5.1 vor. Auch das ist inzwischen gängiger Standard. Es befindet sich noch ein Making-Of auf der DVD, nun gut, wen es interessiert, ich habs mir nicht angesehen. Es gibt Kommentare von Jean Reno und auch noch genauere Informationen über die Darsteller. Insgesamt also wirklicher normales Bonusmaterial für eine DVD. Die Bildqualität liegt im normalen Bereich, soweit ich das mit meinem 72?er Fernseher beurteilen kann. Der Ton in DD 5.1 ist zwar nicht überwältigend auch auch nicht wirklich schlecht. Man sollte Filme eh nicht unbedingt nur noch am Ton messen, meine persönliche Meinung. Nur weil es unglaublich knallt und es Effekte gibt, wird der Film nicht besser. Somit habe ich an der DVD nichts auszusetzen, wobei ich nochmals anmerke, ich kaufe mir einen Film um des Filmes willen und nicht wegen irgendwelchem Kitsch drumherum. Die Altersfreigabe ab 16 halte ich für durchaus gerechtfertigt und angemessen.
Mein Fazit:
Ein recht spannender Film für jemanden der keine großen Ansprüche stellt. Mich vermochte er nicht zu überzeugen. Die Story ist einfach zu vorhersehbar und entpuppt sich letztendlich auch leider genauso wie ich dachte, das darf einem Thriller nicht passieren. Die Schauspieler sind gut und für Fans von Jean Reno ist es
sowieso ein ?must seen?.
Ich spreche noch eine Empfehlung aus, vergebe aber nur 3 Sterne, wobei die DVD insgesamt nur wenig zu diesem Urteil beiträgt.
Es gibt den Film auch noch auf Video, über die DVD hab ich mich ja nun genug ausgelassen.
Fazit:
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