Die letzte Legion (DVD)
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Erspart euch den Film !!
Die letzte Legion (DVD)

templerthomas

Name des Mitglieds: templerthomas

Produkt:

Die letzte Legion (DVD)

Datum: 12.02.11

Bewertung:

Vorteile: nix

Nachteile: alles

Wer heute den Fernseher einschaltet sollte auf keinen Fall den Fehler machen sich für die "Die letzte Legion" zu entscheiden.

Ich habe mir den Film auf DVD angesehen und die 1 Euro Verleihgebühr bereut. Der Film ist totaler Schwachsinn.

Daten:
Darsteller: Colin Firth, Sir Ben Kingsley, Aishwarya Rai
Regisseur(e): Doug Lefler
Komponist: Patrick Doyle
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Englisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Universum Film GmbH
Erscheinungstermin: 29. Mai 2008
Produktionsjahr: 2007
Spieldauer: 98 Minuten
Preis: 6,60 Euro

Die letzte Legion spielt im Römischen Reich des 5. Jahrhunderts. Nicht gerade der Blütezeit des Reichs. Der zwölfjährige Romulus Augustulus soll zum Kaiser gekrönt werden (was übrigens historisch nicht in Rom war).
Dann aber taucht der Heerführer der Goten, Odoaker (im Film ein Germane), in Rom auf und fordert ein Drittel Italiens für getane Dienste. Orestes, Heerführer der Röme und im Film der Vater des designierten Caesar, lehnt dies ab.

Hier sei mir ein kleiner Exkurs gestattet - Tatsächlich forderten germanische Hilfstruppen von Orestes - dem Heerführer in Rom der den jungen Kaiser wie eine Marionette benützte, Land in Italien. Als Orestes dies ablehnte kam es auch zur Rebellion die in eine Schlacht mündete in der Orestes durch die Hand von Odoaker starb.
Odoaker war in Wirklichkeit Sohn eines hunnischen Edlen und einer Skirin. In der Realität setzte er Romulus einfach ab und verbannte ihn auf ein Landgut bei Neapel. Romulus erhielt eine großzügige Pension und verschwand aus der Geschichtsschreibung. Odoaker wurde König von Italien. Nach der Ermordung von Julius Nepos der sich immer noch als Kaiser Roms betrachtete war er der uneingeschränkte Herrscher im Reich. Er ernannte sich aber nicht zum Kaiser und beendete damit das römische Kaiserreich. Odoaker wurde 493 von Theoderich in Ravenna ermordet.

Zurück zum Film. Hier wird Romulus unter den Schutz von Aurelius dem Hauptmann der vierten Legion gestellt. Odoaker erobert aber Rom, vernichtet die Truppen von Aurelius und tötet Orestes. Er lässt sich Romulus vorführen und überlegt ihn zu töten. Er fragt den Knaben als er sich mit ihm in einem Schwert spiegelt ob er einen Knaben oder einen Kaiser sieht. Romulus antwortet er sehe einen Kaiser, woraufhin ihn Odoaker töten will. Dann erscheint aber Ambrosinus und meint er dürfe Romulus nicht töten. Es sei kein gutes Zeichen da er damit beweisen würde vor einem Jungen Angst zu haben. So lässt Odoaker ihn leben und übergibt ihn einem Getreuen (dem er vorher einen Finger abschneidet) um ihn in Capri zu inhaftieren.

Unterdessen beschließt Aurelius seine Männer und Romulus zu befreien. Mit den verbliebenen Legionären gelingt ihm das aufgrund einer List mit einem oströmischen Verbündeten. Dieser stellt sich als "sie" heraus.
Dann geht es noch um Romulus und das Schwert von Julius Cäsar sowie eine Prophezeiung dass das Schwert sich nur in die Hand eines wahren Herrschers füge.
Natürlich gelingt es Aurelius Romulus und Ambrosinus von Capri zu befreien. Mit der Option Exil im oströmischen Reich klappt es aber nicht so wie erhofft und so endet die zusammengewürfelte Truppe in Britanien. Dort existiert die letzte dem Kaiser ergebene Legion ...

Eigene Meinung:
Herje. Die Handlung ist eine Katastrophe. So wird die Geschichte solange zurechtgebogen bis es zum Showdown in Britanien kommt. Dort wird es dann noch viel haarstreubender als ich es mir vorstellen konnte.
Die letzte Legion hat mich der realen Geschichte wirklich nichts zu tun.

Das äußert sich auch in der Ausstattung. So schauen die Oströmer wie Sarazenen aus statt eben wie Römer. Das ganze Waffenarsenal entspricht dem Mittelalter und nicht der römischen Zeit. Die Kampfszenen sind extrem unrealistisch. So besiegt die oströmische Assasinin äh Soldatin locker ein halbes Dutzend Goten.
Letztere entsprechen dem Klischee der Barbaren obwohl sie durchaus "zivilisiert" waren. Dazu sind sie so dämmlich im italienischen Sommer mit dicken Pelzen rumzulaufen.

Die Protagonisten werden nur oberflächlich dargestellt. Die Dialoge sind eine Katastrophe.
Schauspielerisch bietet der Film entsprechend wenig, obwohl mit Colin Firth und Ben Kingsley Schwergewichter am Set waren.

Das ganze ist klischeehaft in lupenreines Gut und Böse unterteilt. Am schlimmsten ist aber die sprunghafte Handlung und die Verbindung mit der Artus-Sage. Hier muss schon die Buchvorlage unglaublich idiotisch sein. Der Film an sich macht aber auch nichts richtig. Ein wirres und langweiliges Machwerk.

Fazit: nicht sehenswert