Die fabelhafte Welt der Amélie (DVD)
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Neuester Testbericht: ... wuchs nun alleine bei ihrem Vater in einer kleinen Wohnung auf. Amelie ist ein verträumtes Mädchen und baute sich eine Traumwelt aufgr... mehr

Der etwas andere Film
Die fabelhafte Welt der Amélie (DVD)

taspo

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Die fabelhafte Welt der Amélie (DVD)

Datum: 11.09.02, geändert am 11.09.02 (378 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: nicht nervenaufreibend, netter Schauplatz, passende Besetzung

Nachteile: schlechte Übersetzung

Leider habe ich den Film nur auf DVD gesehen und nicht im Kino, das liegt aber daran, dass ich zuerst dachte, dieser Film würde mir nicht gefallen.
Ich war der Meinung, dass es sich wieder nur um so eine Schnulze handelt, die keinerlei Tiefgang hat.
Weit gefehlt, dieser Film ist von der Art her wirklich interessant und er ist einfach nett gemacht, wobei sich wiedermal zeigt, dass die Stimmen der Originalsprache wesentlich besser passen, als die deutschen Stimmen.
Dieser Film ist irgendwie anders als andere Filme, das zeigt sich schon ganz am Anfang, als beschrieben wird, wie die Tischdecke vom Wind hochgehoben wird, ohne dass es irgendjemanden aufgefallen ist.

Ich finde, es ist eine sehr gute Idee, die Hauptpersonen mal 'vorzustellen' und ein bisschen zu beschreiben, was diese Personen mögen und was nicht. Da zeigt sich, die Alltäglichkeit. Die Personen werden uns am Anfang des Filmes dargestellt, wie Menschen, die unter uns leben und nicht wie irgendwelche Übermenschen, die immer nur die richtigen Fehler bzw. die richtigen Eigenschaften besitzen.
Nein, hier zeigt sich, dass der Papa von Amelie keine nasse Badehose leiden kann, oder dass er es liebt, seine Werkzeugtasche auszuräumen, alles sauber zu machen um es dann wieder einzuräumen, dass er gerne Schuhe putzt und einfach diese alltäglichen kleinen Macken, die jeder so hat.
Dies macht die Schauspieler auf Anhieb sympathischer, auch wenn wir sie für verrückt halten würden, sie wirken einfach menschlich.

Dieser Film ist ganz sicher nicht besonders aufregend, aber die Kleinigkeiten die gezeigt werden sind wirklich nett gemacht.

Natürlich muss auch eine Liebesgeschichte verpackt sein und ich muss sagen, das haben die Macher gut hinbekommen.
Die Idee, dass der zukünftige von Amelie Fotos sammelt, die die Leute zerrissen und in den Papierkorb vor einem Sofortbildautomaten geschmissen haben, ist wirklich außergewöhnlich.

Am Besten hat mir gefallen, wie
sich Amelie an dem Gemüsehändler gerächt hat, weil er seinen Angestellten sooo schlecht behandelt hat und auch so ein eher unangenehmer Zeitgenosse ist.

Es gibt hunderte von Stellen, die die Alltäglichkeit zeigen und das macht diesen Film eben zu was ganz Besonderem.

Jetzt möchte ich kurz die(für mich) wichtigsten Personen des Filmes vorstellen:

Die Amelie, die vor Selbstmitleid zerfließt, die unheimlich gerne andere Menschen glücklich machen möchte und die ein unwahrscheinlich süßes Wesen hat und es ihrem zukünftigen Freund schwer macht, herauszufinden, wer sie ist.

Dagegen der Gemüsehändler, dessen Angestellter ihm nie was Recht machen kann und der Ständig an allem herumnörgelt.

Der zukünftige Freund von Amelie, der als Kind keine Freunde hatte und jetzt in einem Erotik-Laden arbeitet.

Die Mutter von Amelie, die gerne den Parkettboden wienert und die von einer Selbstmörderin erschlagen wurde.

Der Vater von Amelie, der durch seinen, auf Reisen gehenden Gartenzwerg, wieder zum Leben zurückfindet.

In dem Cafe, in dem Amelie arbeitet, gibt es eine dauerkranke Frau, die durch die Verkuppelung von Amelie, wieder Gefallen am Leben findet.

Die ehemalige Heilpraktikerin, die von ihrem Ex-Freund verfolgt wird.

Der Ex-Freund, der gerne die Luftbläschen von Verpackungsmaterial zerplatzen lässt und ansonsten seine Ex verfolgt, bekommt eine neue Liebe(die ewig Kranke).

Der Mann mit den Glasknochen, der durch Amelie wieder lernt, am Leben teilzuhaben.


Das sind wohl die wichtigsten Charaktere die in diesem Film vorkommen, mit einer sehr knappen Beschreibung, die den Charakteren nicht wirklich gerecht wird.


Fazit:

anschauen, anschauen, anschauen.
Es ist kein typischer Liebesfilm, vielmehr ist es ein Film, der Wahrheit, Fantasie, Träumerei und Wunschdenken vereint, verpackt in eine französische Umgebung, mit typisch französischen(Vorurteil *gri
ns*) Personen und
Eigenschaften.
In Originalsprache(französisch) ist er wirklich noch besser, denn die Übersetzungen(besonders die der Untertitel) lässt teilweise sehr zu Wünschen übrig.
Schade finde ich es auch, dass man diesen Film nur auf Deutsch oder Französisch angucken kann.




Fazit: