
Erhältlich in: 5 Shops
Neuester Testbericht: ... ist, meiner Meinung nach ein sehr ueberzeugender Schauspieler, besonders in einer derartigen Rolle. Dies war auch das erste Mal, dass... mehr
Cop gegen Killer
Desperate Measures (DVD)

Name des Mitglieds: Priscalein
Produkt:
Desperate Measures (DVD)
Datum: 11.03.04, geändert am 11.03.04 (13 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: für 3,30 als Heftbeilage zu haben
Nachteile: nur ein Durchschnittsthriller
Heute möchte ich euch mal wieder von einer DVD berichten
DESPERATION MEASURES
Wie, noch nie von diesem Film gehört? Nun, ich muss es zugeben, ich bisher auch nicht – und ich hätte mir den Film sicher auch nicht zugelegt, wenn es sich hierbei nicht um die Heft DVD der Zeitung „Audio Video Foto Bild“ handelte. Diese Zeitung ist erst seit kurzem auf dem Markt und in jeder Ausgabe befindet sich eine Original DVD – das Ganze für einen Preis von nur 3,30 Euro – da kann man nicht meckern, oder?
Jedenfalls bin ich an der Zeitung mit dem Film nicht vorbei gekommen und als mich gestern Abend die Langeweile überkam habe ich mir den Film angesehen.
Frank Conner ist Polizist und lebt seit dem Tod seiner Frau mit seinem kleinen Sohn allein. Eines Tages schlägt das Schicksal zu, als sein Sohn schwer an Leukämie erkrankt und sein Leben nur noch durch eine Knochenmarksspende gerettet werden kann. Nachdem alle legalen Wege scheitern, greift Frank zu einem Strohhalm: illegal verschafft er sich Zuganz zum Polizeicomputer und sucht so nach einem potentiellen Spender.
Es wird jemand gefunden: Peter McCabe – doch dieser ist ein gefährlicher Psychopath und sitzt wegen mehrerer Morde im Hochsicherheitsgefängnis. Doch er ist ein letzte Hoffnung für Frank – so lässt er sich auf ein Gespräch mit diesem „Monster“ ein ...
Nach kurzem Katz und Maus Spiel scheint McCabe tatsächlich seine soziale Ader zu entdecken und erklärt sich (gegen einige kleine Gefälligkeiten: „Ich will wieder rauchen dürfen“ und „Ich möchte in die Gefängsnisbibliothek“) bereit, Frank zu helfen. Allerdings nur mit dem Hintergedanken, seine Verlegung ins Krankenhaus zur Flucht zu nutzen ...
Nun gerät Frank zwischen die Fronten: als Polizist ist er verpflichtet, McCabe zu jagen und evtl. sogar zu töten – als Vater muss er alles daran setzen McCabes Leben zu schützen, denn nur lebendig kann er als Knochenmarkspender seinem Sohn helfen ....
Was jetzt folgt ist eine wilde Verfolgungsjagd quer durch das (inzwischen evakuierte) Krankenhaus ...
Tcha, das soll´s vom Inhalt her gewesen sein. Hört sich nicht sooo aufregend an, oder? Ich muss zugeben, ich habe mich bei dem Film nicht wirklich gelangweilt – er ist stellenweise durchaus spannend umgesetzt (wenn auch überzogen, unrealistisch und vorhersehbar) – bleibt aber immer auf der Stufe eines durchschnittlichen Unterhaltungsthrillers stehen. Für mich weißt er keine großen Höhen oder Tiefen auf – plätschert eher gleichmäßig dahin.
Die gezeigte Gewalt hält sich (für einen Action Thriller) in Grenzen – die Verfolgungsjagd bringt dem Zuschauer nicht viel mehr als ein bißchen Ballerei und Feuerwerk, das nicht einmal besonders aufwending umgesetzt ist. Auf mich wirkt das Ganze ein wenig wie ein rasch abgedrehtes B-Movie. Man kann ihn sich durchaus mal aus Langeweile ansehen – aber ein Meilenstein der Filmgeschichte ist dieser Film wahrlich nicht!
Die Besetzungsliste liest sich allerdings durchaus interessant, tauchen hier doch immerhin Namen wie Andy Garcia (Der Pate III) und Michael Keaton (Batman) auf – aber auch diese beiden laufen hier nicht wirklich zu ihrer gewöhnten Leistung auf, erreichen allerhöchstens Durchschnitt. Michael Keaton als durchgeknallter Killer – nein, das überzeugt mich hier nicht – er wirkt viel zu weich und sanft, gerade in den brutalteren Szenen kann ich ihm seine Rolle nicht so recht abnehmen. Und Andy Garcia – tcha – der wirkt mir viel zu kühl, zu distanziert – seine Liebe zu seinem Sohn kommt mir nicht echt genug rüber, ebensowenig wie seine Verzweifelung, als er versucht McCabe das Leben zu retten. Alle anderen Schauspieler sind kaum der Rede wert – sie alle bleiben einfach blass und oberflächlich.
Der Film hat eine Lauflänge von 96 Minuten und eine (berechtigte) FSK von 16 Jahren.
Ich möchte hier noch ein paar Worte zu der mir vorliegenden DVD verlieren. Sie ist aufs Einfachste ausgestattet: nur deutscher Ton (Dolby 5.1, stereo) – keine Untertitel – und als Extras eine Check disc, mit deren Hilfe man Ton und Bild am Fernseher optimieren kann. Etwas ungewöhnlich – aber na ja, der gute Wille zählt – jedenfalls kann man dieses Extra kaum mit den Extras anderer DVD s vergleichen. Ihr dürft allerdings nicht aus den Augen verlieren, das es sich hier nur um die „Zeitungs DVD handelt“ Die originale DVD kann man z.B. bei Amazon bestellen – für 12,99 Euro – nach dem was ich der Beschreibung entnehmen kann, scheinen aber auch hier die Extras eher rar gesät zu sein.
Mein Fazit:
Eine DVD, deren Kauf sich zum normalen Preis auf keinen Fall lohnt – für 3,30 Euro war es aber ein akzeptabler Unterhaltungsfilm für einen Abend. Meine Empfehlung bezieht sich ausschließlich auf diesen Preis und auf eine einmalige Unterhaltung ... wenn ihr den Film nicht seht, habt ihr aber nicht wirklich was versäumt!
@ Prisca – Februar 2004 – ich schreibe für Ciao und Yopi, manchmal auch für Dooyoo
Fazit:
Weitere Testberichte: im Bereich DVD Video Film


