Der Untergang (DVD)
Deutschland in den Niederungen seiner Geschichte - Der Untergang (DVD) DVD Video Film

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Neuester Testbericht: ... Münchnerin Traudl Junge geschildert. Diese wird im Führerhauptquartier "Wolfsschanze" von Hitler als Sekretärin eingestellt. Im ... mehr

Deutschland in den Niederungen seiner Geschichte
Der Untergang (DVD)

germanwinger

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Der Untergang (DVD)

Datum: 18.08.10

Bewertung:

Vorteile: Authentizität

Nachteile: Kampfszenen

Liebe Leser von dooyoo.de!

Heute möchte ich einen sehr geschichtsträchtigen Film bewerten. Der Untergang ist ein Spielfilm von Oliver Hirschbiegel. Er handelt vor allem vom Untergang des Dritten Reiches in Deutschland und dem Ende des Diktators Adolf Hitler.

Details zum Film

Deutscher Titel: Der Untergang
Originaltitel: Der Untergang
Produktionsland: Deutschland, Italien, Österreich
Originalsprache: Deutsch
Erscheinungsjahr: 2004
TV-Fassung: 175 Minuten
Kinofassung: 150 Minuten
Altersfreigabe: FSK 12
Stab und Regie: Oliver Hirschbiegel
Drehbuch: Bernd Eichinger
Produktion: Bernd Eichinger
Musik: Stephan Zacharias
Kamera: Rainer Klausmann
Schnitt: Hans Funck

Besetzung
Bruno Ganz: Adolf Hitler
Alexandra Maria Lara: Traudl Junge
Corinna Harfouch: Magda Goebbels
Ulrich Matthes: Joseph Goebbels
Aline Sokar: Helga Goebbels
Juliane Köhler: Eva Braun
Heino Ferch: Albert Speer
Birgit Minichmayr: Gerda Christian
Christian Berkel: Prof. Dr. Ernst Günther Schenck
Matthias Habich: Prof. Dr. Werner Haase
Christian Hoening: SS-Reichsarzt Dr. Ernst-Robert Grawitz
Thomas Kretschmann: SS-Gruppenführer Hermann Fegelein
André Hennicke: SS-Brigadeführer Wilhelm Mohnke
Ulrich Noethen: Reichsführer SS Heinrich Himmler
Rolf Kanies: General der Infanterie Hans Krebs
Justus von Dohnányi: General der Infanterie Wilhelm Burgdorf
Dieter Mann: Generalfeldmarschall Wilhelm Keitel
Christian Redl: Generaloberst Alfred Jodl
Hans H. Steinberg: General der Flieger Karl Koller
Mathias Gnädinger: Reichsmarschall Hermann Göring
Alexander Slastin: Generaloberst Wassili Iwanowitsch Tschuikow

Fiktive Personen:
Donevan Gunia: Hitlerjunge Peter Kranz
Karl Kranzkowski: Wilhelm Kranz (Peters Vater)

Geschichte

Die Erzählperspektive ist anfangs allgemein gehalten, anfangs noch aus der Sicht der der 22-jährigen Münchnerin Traudl Junge geschildert. Diese wird im Führerhauptquartier "Wolfsschanze" von Hitler als Sekretärin eingestellt.
Im April 1945 erreicht sowjetisches Artilleriefeuer erstmals das Berliner Stadtzentrum. Hitler will Berlin nicht verlassen, obwohl ihm das immer wieder angeraten wird. Er glaubt immer noch an den Endsieg. Seine Generäle versuchen, ihm die aussichtslose Lage klarzumachen, jedoch reagiert er darauf mit hysterischen Wutausbrüchen. Mit einem solchen reagiert er auch auf die Nachricht, dass die Armeegruppe "Steiner" einen von ihm befohlenen Entsatzangriff nicht durchgeführt habe. Er beschimpft seine Generäle als "treulose Feiglinge", spricht jetzt erstmals davon, dass der Krieg verloren sei und dass er sich lieber umbringe, anstatt Berlin zu verlassen oder zu kapitulieren. Seine Generäle sind verzweifelt. Einerseits fühlen sie sich Hitlers Willen gegenüber immer noch verpflichtet, andererseits aber können sie seine völlig sinnlosen Befehle nicht mehr umsetzen. Hitler nimmt bei seinen Entscheidungen auch keine Rücksicht mehr auf die Zivilbevölkerung und spricht davon, dass das deutsche Volk seinem "verdienten Untergang" entgegengehe. Göring versucht mit der Begründung, dass Berlin von der Außenwelt abgeschnitten sei, die Regierungsgewalt zu übernehmen. Himmler kontaktiert die Alliierten, um ihnen ein Kapitulationsangebot zu machen. Speer offenbart Hitler, dass er Hitlers Zerstörungsbefehle, damit "der Feind nur noch eine Wüste vorfindet" schon seit Monaten ausgesetzt habe. Lediglich der Reichsminister für Propaganda, Joseph Goebbels, der Staatssekretär Walter Hewel und der Chef der Parteikanzlei, Martin Bormann, bleiben an Hitlers Seite. Seine beiden Sekretärinnen Gerda Christian und Traudl Junge wollen ebenfalls im Führerbunker bleiben, ebenso seine Geliebte Eva Braun.
Inzwischen ist die Schlacht um Berlin entbrannt. Die sowjetischen Truppen erobern in erbitterten Häuserkämpfen Meter für Meter. Die deutschen Truppen, die zum größten Teil nur noch aus Hitlerjugend und Volkssturm bestehen, führen einen verzweifelten und hoffnungslosen Kampf. Im Führerbunker verteilt Hitler an seine engsten Mitarbeiter Zyankalikapseln. Man diskutiert darüber, wie man sich am besten umbringen könne, und es wird viel Alkohol getrunken, weil man "sowieso nichts anderes mehr tun kann". Dann werden er und Eva Braun getraut.
Ein paar Tage später vergiften sich Hitler und Eva Braun mit Zyankalikapseln. Hitler schießt sich dabei gleichzeitig eine Kugel durch den Kopf. Die Leichen der beiden werden anschließend vor der Reichskanzlei verbrannt. Nach dem Tod Hitlers streitet man sich im Führerbunker darüber, ob man weiterkämpfen oder kapitulieren solle. Goebbels, der als Reichskanzler Hitlers Nachfolge angetreten hat, beauftragt den General Hans Krebs, mit dem sowjetischen Generaloberst in Kontakt zu treten, um mit ihm Friedensverhandlungen zu führen. Tschuikow lehnt jedoch Friedensverhandlungen ab und akzeptiert nichts anderes als die bedingungslose Kapitulation. Goebbels lehnt aber die Unterzeichnung einer Kapitulationsurkunde strikt ab. Seine ebenfalls hitlertreue Frau Magda will nicht, dass ihre sechs Kinder in einer Welt ohne Nationalsozialismus aufwachsen. Sie verabreicht den Kindern ein Schlafmittel, um sie anschließend mit Zyankalikapseln zu töten. Nach der Tötung der Kinder lässt Magda Goebbels sich von ihrem Mann erschießen, bevor dieser sich selbst tötet.
Traudl Junge schafft es dadurch, dass sie mutig zwischen den sowjetischen Soldaten hindurch geht, zu entkommen. Sie wird dabei von dem zwölfjährigen Peter Kranz begleitet, der eigentlich aus der Hitlerjugend stammt.

Meine Meinung

Oft ist ja die Rede davon, dass viele sachliche Fehler begangen sein sollen. Aber ob jetzt der Reichsarzt den SS-Titel Oberst hat oder sonst wie, ist mir eigentlich nicht so wichtig. Dass sich Goebbels und seine Frau jedoch erschossen und nicht wie die Realität bezeugt, mit Blausäure umgebracht haben, finde ich nicht richtig. Es handelt sich hierbei schließlich um deutsche Geschichte und das ist dann einfach falsch.
Ich finde den Film schon recht authentisch. Er zeigt meiner Meinung gut das Empfinden der einzelnen Gruppen zu Hitler. Auf der einen Seite die bedingungslosen Unterstützer wie Goebbels, die mit ihm bis in den Tod gehen. Auf der anderen Seite die ehemaligen Unterstützer, die erkennen, dass Hitler den Realitätssinn vollkommen verloren hat. Die Meinung, dass einige Nationalsozialisten zu gut weg kommen, habe ich auch vernommen und stimme ihr eigentlich zu. Hermann Fegelein beispielsweise war SS-Gruppenführer, wird im Film aber als zu Unrecht verurteilter dargestellt, obwohl er doch viele Schandtaten begangen hat. Auch der Arzt Professor Ernst Günther Schenck soll in Wirklichkeit viele Menschen zum Tode verurteilt haben. Im Film wirkt er als sehr mitfühlender und vernünftig menschlich handelnder Arzt beschrieben. Würde ich seine Vergangenheit nicht kennen, würde ich auf jeden Fall sagen, dass er einer der "Guten" war. Alles in Allem gefällt mir die Nachstellung der deutschen Geschichte sehr gut, weil Hitler als ein einfacher, verrückt gewordener Mensch beschrieben wird und dadurch auch leichter angreifbar wird. Die Kampfszenen finde ich zwar auch recht geungen, aber durch den extremen Lärm wurde ich beim Gucken des Films immer aufgeschreckt. Hinzu kommt auch noch, dass die Stimmen der Personen sehr leise sind, sodass die Lautstärkenunterschiede dadurch noch immenser ausfallen!

Fazit: Ein sehr wichtiger Film, was die deutsche Geschichte betrifft. Meiner Meinung nach gut umgesetzt,