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Neuester Testbericht: ... sich Holly mit ihm, nur kommt er leider zu spät, denn dieser Mann wird mit durchgeschnittener Kehle gerade abtransportiert. Im ... mehr
Zeitlos
Der dritte Mann (DVD)

Name des Mitglieds: Jochen
Produkt:
Der dritte Mann (DVD)
Datum: 24.11.00, geändert am 26.11.00 (62 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: siehe Text
Nachteile: siehe Text
Im Fall von Carol Reeds „The Third Man“ hat Criterion einen weiteren Meilenstein in der Firmengeschichte gesetzt. Pünktlich zum 50jährigen Jubiläum erschien dieser von „Sight and Sound“ vor einigen Jahren zum besten englischen Streifen aller Zeiten gekürte Film-Noir vergangenes Jahr komplett überarbeitet. 22.000 digitale Reparaturen machen die Bildqualität zu einem echten Augenschmaus. Das Wien der Nachkriegszeit hat nie besser ausgesehen. Auch der Ton wurde nachgebessert, ist aber natürlich sehr auf die Centerbox zugeschnitten.
Der amerikanische Western-Schriftsteller Holly Martins (Joseph Cotten) kommt nach Wien und versucht Harry Lime (Orson Welles), seinen guten Freund aus Kindestagen, ausfindig zu machen. Dabei verschlägt es ihn in die zwielichtige Unterwelt Wiens, wo er sich nach kurzer Zeit in einem Netz aus Liebe, Betrug und Mord wiederfindet.
Neben einigen der größten schauspielerischen Leistungen der Filmgeschichte und der beeindruckend-modernen visuellen Finesse hat vor allem die musikalische Begleitung dieses Meisterwerk zu dem gemacht, was es ist: zeitlos. Niemand, der den Film gesehen hat, wird Anton Karas’ Zither
-Melodie aus dem Kopf kriegen. Sie ist ein Ohrwurm. Auch Karas wird mit dieser DVD ein Denkmal gesetzt. Archiviertes Filmmaterial, das ihn bei seiner Arbeit in einem Wiener Kaffeehaus zeigt, befindet sich als eines der Special Features auf der Disc.
Außerdem kann man sich eine Einleitung des Filmhistorikers Peter Bogdanovich zu Gemüte führen. Er skizziert kurz die Situation des britischen und amerikanischen Films der 40er Jahre und räumt mit dem Gerücht auf, Orson Welles habe in Wahrheit Regie geführt.
Weitere Features sind:
1) Eine gekürzte Fassung des Treatments, welches Graham Greene vor der Produktion in Prosa verfaßt hatte. Es wird vom Broadway-Schauspieler Richard Clarke auf einer zweiten Tonspur gelesen.
2. „The Third Man“ im Radio: „A Ticket to Tangiers“ (1951) – eine Episode aus der Serie „The Lives of Harry Lime“. Geschrieben und gelesen von Orson Welles; ferner eine „Lux Radio Theatre“ Adaption des „Third Man“.
3) Eine alternative Eröffnungssequenz für die damalige U.S. Version.
4) Eine Sammlung seltener Fotos zu den Dreharbeiten.
5) Der Original und Re-Release Trailer.
6) Eine Demonstration der am Filmmaterial durchgeführten Restauration.
7) Englische Untertitel für Schwerhörige.
Zwar schlägt diese Luxus-DVD mit knapp 28 Dollar (bei amazon.com) plus Versandkosten und eventuell zu entrichtenden Zollgebühren ordentlich zu Buche, dennoch lohnt sich diese Anschaffung. Für Liebhaber des guten Kinos ist es das optimale Weihnachtsgeschenk und wie fast alle Criterion DVDs ist die Disc regionalcodefrei.
Fazit:
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