Der Clou (DVD)
Er darf nicht merken, dass Du ihn bescheißen willst! - Der Clou (DVD) DVD Video Film

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Neuester Testbericht: ... auf den Hals, der Luther ermordet, während Hooker fliehen kann. Er geht nach Chicago und sein einziges Ziel - neben dem eigenen Überleb... mehr

Er darf nicht merken, dass Du ihn bescheißen willst!
Der Clou (DVD)

tom.112

Name des Mitglieds: tom.112

Produkt:

Der Clou (DVD)

Datum: 02.05.03, geändert am 18.02.05 (350 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Tolle Story, geniale Schauspieler

Nachteile: bescheidene Ausstattung der DVD, nur Mono

Einer meiner absoluten Lieblingsfilm ist "Der Clou" ("The sting") aus dem 1973. Er hat zwar schon einige Jahre auf dem Buckel, aber er steht neueren Filmen aber um nichts nach. Ganz im Gegenteil: Regisseur George Roy Hill ("Garp und wie er die Welt sah") hat meiner Meinung nach ein wahres Meisterwerk geschaffen, dass nicht mit tollen Effekten sondern mit einer genialen Geschichte und perfekter Inszenierung glänzt.

Klar, dass ich die DVD, die im Juni 2000 bei Universal erschien, meiner Sammlung einverleibt habe. Momentan kostet sie rund 15 Euro.


Der Film:
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Der Film spielt im September 1936, also mitten in der Wirtschaftskrise. Der kleine Gangster Johnny Hooker (Robert Redford, "Jenseits von Afrika") hält sich zusammen mit seinen Kumpanen Luther Coleman (Robertearl Jones, "Verschollen am Cold River") und Erie (Jack Kehoe, "Blaze of glory") mit kleinen Gaunereien und Trickbetrügereien über Wasser.
Mehr durch Zufall nehmen sie einem Geldboten 11.000 Dollar ab, die er eigentlich nach Chicago bringen sollte. Nach diesem Coup will Luther aus dem Geschäft aussteigen und schickt Hooker, der seinen ganzen Anteil beim Roulette verloren hat, nach Chicago zu Henry Gondorff (Paul Newman, "Road to perdition"), der ihm noch einige Tricks beibringen und ihn ins große Geschäft bringen soll.
Natürlich ist der eigentlich Empfänger des Geldes, der Bankier und Großkriminelle Doyle Lonnegan (Robert Shaw, "Liebesgrüße aus Moskau"), nicht besonders erfreut, dass man ihm das Geld abgenommen hat. Er setzt einige Killer auf sie an und tatsächlich ermorden sie ziemlich schnell Luther.
Hooker flüchtet daraufhin nach Chicago zu Gondorff und hat eigentlich nur noch die Rache für den Mord an Luther im Kopf. Ihm folgen nicht nur Lonnegans Killer sondern auch der korrupte Polizist William Snyder (Charles Durning, "Archie und Harry"), der ihm einen Teil des Gelde
s abknöpfen will.
Seitdem Gondorff einen Senator über den Tisch ziehen wollte und Ärger mit dem FBI hatte, ist er ziemlich abgewrackt und versteckt sich in einem Bordell. Trotzdem hecken sie einen Plan aus, wie sie sich an Lonnegan rächen könnten. Dabei kommen ihnen viele andere Trickbetrüger zu Hilfe, die ebenfalls mit Luther befreundet waren. Mit einer getürkten Pferdewette wollen sie ihn um eine halbe Million Dollar erleichtern. Das dafür nötige "Grundkapital" nehmen Gondorff und Hooker Lonnegan, der die beiden nicht kennt, bei einem Pokerspiel, bei dem es auch nicht mit rechten Dingen zugeht, ab.
Nachdem sie ihn mit einigen Häppchen geködert haben, steigt Lonnegan wirklich in das Geschäft ein. Aber Hooker und seine Freund haben es nicht nur mit Lonnegans Killern und Snyder zu tun, irgendwann mischt sich auch noch der FBI-Agent Polk (Dana Elcar, "Solo für zwei") ein.


Die DVD:
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"Der Clou" wird von Universal in einem Amary Case vertrieben. Neben der DVD enthält es ein vierseitiges Faltblatt mit der Kapitelübersicht.
Das Menü der DVD gibt es ausschließlich in Englisch. Es ist allerdings ziemlich lieblos gestaltet und bietet neben einer Zeichnung aus dem Filmplakat als Hintergrund und einigen Filmszenen nicht viel an. Dafür sind die einzelnen Menüpunkte mit ein paar komischen Symbolen in absolut schreienden Farben ziemlich übel, dafür aber sehr übersichtlich gestaltet.

Ton und Bild:
Der Film ist im Format 1:1,85 auf der DVD abgelegt. Das Bild ist für das Alter des Filmes überraschend gut, all zu viel sollte man allerdings nicht erwarten. Es besticht nicht gerade durch übermäßige Schärfe und besonders gute Qualität. Man kann aber jedoch ganz gut damit leben.
Ähnlich ist es mit dem Ton, den es in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch und Spanisch gibt. An für sich ist er eigentlich recht gut - wäre er nicht ausschließlich in Mono.

Features:
Leider sieht es mi
t den Features auch eher bescheiden aus - wie bei den meisten älteren Filmen.
Zum einen haben wir den Kinotrailer (2:10), der durch eine ziemlich miese Qualität besticht. Die englischsprachige Originalfassung kann wahlweise mit englischen, französischen und deutschen Untertiteln unterlegt werden.
Außerdem haben wir noch einige Texttafeln mit "Produktionsnotizen" und Infos zu Schauspielern und Crew. Leider sind dieses ausschließlich auf Englisch und wirken durch das bescheidene Layout ohnehin nicht besonders ansprechend.
Natürlich kann man im Hauptmenü noch zwischen den verschiedenen Sprachen und Untertiteln in Dänisch, Deutsch, Englisch, Finnisch, Französisch, Holländisch, Norwegisch, Polnisch, Portugiesisch und Schwedisch wählen.
Die "Szenenauswahl" bietet auf vier Seiten die Direktwahl der 16 Kapitel des 124-minütigen Filmes anhand von Standbildern an.


Mein Fazit:
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Erst einmal zum Film: der Streifen ist wirklich einfach nur genial. Das Verwirrspiel mit Lonnegan und Snyder ist wirklich erstklassig in Szene gesetzt und bis zum Ende spannend. Besonders dass mit dem FBI noch ein "Überraschungsgast" mit ins Spiel kommt, macht das Ganze besonders interessant. Man fiebert förmlich mit, ob es den Gaunern gelingt Lonnegan über den Tisch zu ziehen. Aber Regisseur George Roy Hill und Drehbuchautor David S. Ward ("King Ralph") haben hier nicht einen knallharten Thriller gedreht. Der Film geht schon fast in Richtung Krimikomödie, kommt aber ohne flache und idiotische Gags aus. Vielmehr amüsiert man sich über die Geschichte und die brillanten Tricks, mit denen man Lonnegan und seine Leute hereinlegt.
Die Story des Filmes ist dabei unheimlich intelligent aufgebaut und ein wahrer Drahtseilakt, der aber absolut perfekt ausgetüftelt ist.

Den Schauspielern merkt man förmlich an, dass sie bei den Dreharbeiten richtig Spaß hatten. Redford als Heißsporn Hooker und Newman als Gondorff
ergänzen sich prächtig und sind wie in vielen anderen Filmen ein tolles Team. Aber auch die anderen Schauspieler wie Ray Walston ("Picket fences") oder Harold Gould ("Patch Adams") spielen wirklich erstklassig.

Besonders gut gefallen hat mir auch der Soundtrack mit dem Ragtime von Scott Joplin. Die Titelmelodie "The entertainer" kennt bestimmt jeder.

Die FSK-Freigabe von 12 ist absolut angemessen. Da hin und wieder einige Leute doch ihr Leben lassen müssen und die Geschichte zum Teil recht anspruchsvoll ist, wäre eine niedrigere Freigabe nicht sinnvoll.

Die Bewertung fällt gar nicht so leicht. Der Film selbst hat auf jeden Fall mindestens die volle Punktzahl verdient - nicht ohne Grund hat er 1973 insgesamt sieben Oscars, darunter den für den besten Film, bekommen. Dafür ist die DVD ziemlich mau: nur Mono-Ton und die ziemlich knappe Ausstattung bringen leider einen Abzug.

Trotzdem: kaufen, anschauen, anschauen, anschauen....


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Fazit: