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Til Schweiger als Hauptdarsteller in einem Hollywood Film
Der Bodyguard - Für das Leben des Feindes (DVD)

Name des Mitglieds: JackT1000
Produkt:
Der Bodyguard - Für das Leben des Feindes (DVD)
Datum: 15.11.10
Bewertung:
Vorteile: Chazz Palminteri
Nachteile: Hintergrundmusik, teils die Schauspieler, Actionszenen
Diesen Bericht habe ich auch bei Yopi.de unter meinem dortigen Namen Jack100 am 14.10.2010 veröffentlicht. Außerdem ist dieser auch bei Ciao unter meinem dortigen Namen JackT100 zu finden.
Vorab: Hier geht es nur um den Film.
Mit deutschen Filmen habe ich es nicht so. Deswegen kenne ich die Werke von Til Schweiger aus Deutschland nicht. Bekannt ist er mir mehr durch die amerikanischen Filme, in denen er meist eine Nebenrolle hat. Hier hat er nun die Hauptrolle erhalten, doch ist das Ergebnis mehr als bescheiden.
Film:
Originaltitel: Body Armour
Jahr: 2007
FSK: 16
Laufzeit: ca. 90 Minuten
Regie: Gerry Lively
Darsteller: Til Schweiger, Chazz Palminteri, Cristina Brondo, Nick Brimble
Story:
Während eines Attentats wird die Zielperson von einem Killer (Chazz Palminteri) getötet. John Ridley (Til Schweiger), welcher die Frau beschützen sollte, steigt aus, da er sich die Schuld dafür gibt. Da bekommt er eines Tages das Angebot, Lee Maxwell zu beschützen, der gegen eine Organisation aussagen will. Nach langem Überlegen willigt Ridley ein und trifft in Barcelona auf Maxwell, welcher sich als der Killer von damals herausstellt. Das Treffen ist nicht sonderlich freundlich, doch bleibt den beiden keine Zeit, aufeinander loszugehen, denn die Organisation hat ihre Killer auf Maxwell angesetzt. Nur knapp können die beiden entkommen, doch stellt sich heraus, daß sie niemandem trauen können. Ridles und Maxwell können Maxwells Tochter Catherine (Cristina Brondo) vor einem Anschlag bewahren, ist sie nun auch in die Schußlinie geraten. Können sie ihren Verfolgern entkommen?
Darsteller:
Til Schweiger spielte in "Inglourious Basterds", "Replacement Killers", "Driven" oder "Lara Croft: Die Wiege des Lebens" mit. Er ist auch Regisseur und führte bei dem deutschen Film "Keinohrhasen" Regie. Gleichzeitig spielte er auch die Hauptrolle.
Chazz Palminteri spielte in Filmen wie "Running Scared", "Nach eigenen Regeln", "In den Straßen der Bronx" oder "Reine Nervensache" mit.
Cristina Brondo ist zu sehen in "Do I know You" oder "Do you like Hitchcock".
Nick Brimble spielte in "Ritter aus Leidenschaft" oder "Submerged" mit.
Regie:
Gerry Lively führte auch bei "Dungeons and Dragons 2 - Die Macht der Elemente" oder "Art of war 3" Regie.
Meinung:
Von der Story her klingt der Film ja interessant. Ein Mann, der den beschützen soll, welcher sein Leben verändert hat. Leider wird dies nur bedingt genutzt. Nach dem erneuten Aufeinandertreffen der beiden wird erstmal lange diskutiert und gestritten, was doch auf die Dauer langweilig wird. Die beiden mögen sich nicht, daß weiß man schon gleich am Anfang, da braucht es keine ausführliche Diskussion darüber. Der Part mit Maxwells Tochter soll für etwas Emotionen sorgen, gerät aber doch sehr in den Hintergrund, da dies auch nicht so ausgiebig behandelt wird wie Ridleys und Maxwells Streitereien. Eine Art Buddy Movie wie "Nur 48 Stunden" sollte man da nicht erwarten, denn Humor und tolle Sprüche gibt es hier nicht. Vielleicht ist dieser mir auch entgangen, aber z. B. ein wie zu Weihnachten geschmücktes Haus mit verschiedenen Figuren wie ein treibendes Rentierpärchen sorgen bei mir nicht gerade für Humor.
Von der Action her ist der Film auch eine Enttäuschung. Es wird zwar viel geschossen, allerdings ist dieses recht unspektakulär, sieht man die Treffer doch so gut wie gar nicht. Es gibt auch ein paar Explosionen, die aber doch klein gehalten sind und nicht wirklich überzeugen können. Zum Schluss wird einem noch etwas Abwechslung geboten, wenn Ridley mit einem anderen kämpft. Erst mit Händen, dann mit Schwertern. Hier wollte man, weil es der Showdown ist, noch etwas besonderes bieten, doch reicht dies nicht, zumal es auch nicht gerade einen begeistern kann. Der Film verschenkt auch sein Potential. So gibt es bei den Bösewichtern eine Frau, die anscheinend mit Messern gut umgehen kann, sowie einen großen Typen, den Ridly mit bloßen Fäusten nicht besiegen kann. Das sind eigentlich Gegner, wo ich mir eigentlich denke, daß da noch große Kämpfe im Film vorkommen. Aber das geschieht nicht. Die beiden verschwinden so schnell, wie sie aufgetaucht sind. Die großen Kämpfe, die man hätte einbauen können, bleiben Wunschdenken.
Was ich merkwürdig fand, war die Szene, in der zwei FBI Agenten einen Kellner untersuchen. Dabei bemerken sie nicht, daß dieser eine Waffe hinten versteckt hat, obwohl sie einen Metalldetektor nutzen. Der Mann ist zwar gepierct, aber wenn einer mit einem Handgerät da nochmal nachschaut, dann müßte man die Waffe doch finden.
Was die schauspielerischen Leistungen angeht, so kann Til Schweiger nur bedingt überzeugen. Er spielt seine Figur zwar etwas wortkarg, aber sonderlich überzeugend wirkt er nicht gerade. Bei Chazz Palminterie sieht dies anders aus. Er scheint an seiner Figur Spaß gehabt zu haben, diese zu spielen und tut alles, um den Film noch zu retten. Cristina Brondo sieht gut aus, kann hier aber schauspielerisch nicht viel zeigen, da ihre Rolle doch zu klein ist. Nick Brimble ist kaum zu sehen als Bösewicht. Die anderen sind teils okay, wie der FBI Agent, teils schlecht, wie der böse mit der Glatze, der doch zu übertrieben seine Rolle spielt und nicht sonderlich überzeugt.
Musikalisch punktet der Film auch nicht. Die Hintergrundmusik passt meiner Meinung nach nicht zum Film und wirkt mehr wie die Musik aus einer billigen Fernsehserie.
"Body Armour" ist ein enttäuschender Actionfilm. Einzig Chazz Palminteri gibt eine gute Leistung in dem Film ab, aber gegen die schlechte Inszenierung kommt auch er nicht an. Warum der Film ab 16 Jahren freigegeben worden ist, bleibt mir auch unverständlich, da es überhaupt keine brutalen Szenen gibt, die dieses rechtfertigen würden. Ich kann den Film nicht empfehlen.
Fazit: Enttäuschender Actiontrhiller

