Das Waisenhaus (Steelbook, DVD)
Spanischer Horrorfilm - Das Waisenhaus (Steelbook, DVD) DVD Video Film

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Neuester Testbericht: ... Waisenhaus" spielt irgendwo im heutigen Spanien. Laura und Ihr Mann Carlos kaufen ein altes Waisenhaus um dort ein paar behinderte... mehr

Spanischer Horrorfilm
Das Waisenhaus (Steelbook, DVD)

scoopexx

Name des Mitglieds: scoopexx

Produkt:

Das Waisenhaus (Steelbook, DVD)

Datum: 24.05.11

Bewertung:

Vorteile: abseits vom Mainstream, einige gute Ideen

Nachteile: das alte, ausgelutschte Geisterhaus, nichts wirklich neues

Das Waisenhaus ist eine 2007 in Spanien und Mexiko gedrehter Horror-Film, der dem Bereich des Suspense zuzuordnen ist. Das heißt, dass man kein Horror dadurch erzeugt, dass man übertriebene Gewalt zeigt, sondern dadurch, dass man möglichst wenig zeigt und den Zuschauer nur über Andeutungen unterhält, es geht also eigentlich um den klassischen Horror, der einem nicht immer wieder abartige Szenen unter die Nase hält, sondern auch die Phantasie des Zuschauers mit einbezieht.

Laura zieht nach etwa 30 Jahren in das Haus ihrer Jugend ein. Sie wurde als Waise großgezogen, bis sie etwa im Alter von sieben Jahren adoptiert wurde. Das alte Waisenhaus existiert nicht mehr, also beschließt sie zusammen mit ihrem Mann ein neues Waisenhaus für einige wenige Kinder aufzumachen. Sie selbst hat auch schon ein Kind adoptiert - Simon, der jedoch etwas anders wirkt, als alle anderen Kinder. Die Eltern schieben es zunächst auf die abgeschiedene Region, dass ihr Adoptivsohn imaginäre Freunde hat und sie auch in seine Spiele miteinbezieht. Sobald das Heim seine Pforten öffnet, so sagen sie sich, wird ihr Sohn sich wieder fangen. Bald taucht eine ältere Frau bei dem Anwesen auf und stellt sich als Sozialarbeiterin vor. Sie spricht Laura auf die HIV-Krankheit von Simon an und schlägt vor, ihn in neuere Behandlungsmethoden einzubeziehen. Noch bevor sie ausreden kann, wird sie jedoch von Laura vor die Tür gesetzt. Wenig später behauptet Simon, dass seine imaginären Freunde ihm erzählt hätten, dass er adoptiert sei und dass er bald sterben werde. Die Spannungen, die daraus resultieren, führen zu einem Streit zwischen Mutter und Adoptivkind. Während der Einweihungsfeier für das Heim kommt es zum Eklat und Simon verschwindet. Laura glaubt, dass er in einer Höhle am Strand sei, die regelmäßig von der Flut überschwemmt wird. Am Strand bricht sie sich jedoch bei einem Sturz ihr Bein und kann gerade noch ein Kind sehen, das in die Grotte läuft, kurz bevor sie überschwemmt wird.

Die Polizei findet nichts und allgemein glaubt man Lauras Version eher nicht. Man vermutet bald, dass der Junge gestorben ist oder entführt wurde. Die Spur führt erst nach einem halben Jahr wieder weiter, als Laura die alte Frau wiedererkennt, die sich als Sozialarbeiterin ausgegeben hatte und diese kurz darauf von einem Krankenwagen überfahren wird. Bei ihr zu Hause findet man einige alte Super 8 Filme, die belegen, dass es sich bei ihr um eine ehemalige Mitarbeiterin aus Lauras altem Waisenhaus handelt. Im Folgenden wendet sich Laura an immer okkultere Kreise, um ihr Kind wiederzufinden.


Fazit:
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Dass der Film aus Spanien kommt, ist dabei kein Nachteil, sondern eher ein Vorteil. Andere Produktionen aus diesem Lande, wie [Rec] oder auch The Devil's Backbone konnten auch vorher schon überzeugen und machen Spanien in Europa zu dem Land, das in diesem Genre mit die besten Produktionen hervorgebracht hat. Vielleicht konnte man nicht das Budget auftreiben, wie man es für eine vergleichbare Hollywood-Produktion ausgegeben hätte, aber das hat man durch Kreativität wieder wettgemacht.

An The Devil's Backbone kommt der Film leider nicht heran - dazu ist das Setting mit dem 08/15-Gruselhaus zu ordinär. Der wunderbare Strand mit der angrenzenden Höhle macht in den Außenaufnahmen einiges wieder wett, aber das trägt natürlich nicht zum Gruselfaktor bei. Leider ist die Story hinter dem Film in der ersten Hälfte aber auch einfach zu mau, um wirklich zu überzeugen. Die zweite Hälfte überzeugt hingegen durch einige kreative Ideen und die gute Produktionsqualität, die den Film die ganze Zeit über begleitet, verhindert dann auch, dass er keinen Spaß mehr machen würde. Ich würde gerne sagen, dass Das Waisenhaus Potenzial verschenkt hätte, aber ich wüsste auch nicht, wie man die Story besser umsetzen würde. Somit ist diese vielleicht einfach zu ausgelutscht. Geister und ein altes Haus - das hat man irgendwo doch schoneinmal gesehen. Auch wenn dieser Film leider nicht an andere spansiche Horrorfilme herankommt, so ist er dennoch kein schlechter Film.


DVD-Fakten:
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Die DVD ist ab FSK 16 freigegeben. An Sprachen finden sich Deutsch und Spanisch auf der DVD. Die einzigen Untertitel sind Deutsch und die Laufzeit beträgt etwa 101 Minuten. Die Laufzeit der Boni ist leider mit 10 Minuten etwas enttäuschend. Es sind lediglich einige Trailer inklusive dem original Kinotrailer mit auf die DVD gepresst worden.

Fazit: 3 Sterne