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Neuester Testbericht: ... 5.1) - Laufzeit 102 min. Text auf der DVD "Als Soldat John seinen Urlaub Zuhause verbringt, lernt er Savannah kennen. Die beiden... mehr
Der Mond ist überall gleich groß
Das Leuchten der Stille (DVD)

Name des Mitglieds: sunflower76
Produkt:
Das Leuchten der Stille (DVD)
Datum: 29.12.10
Bewertung:
Vorteile: empathisch, einfühlsam, gute Schauspieler
Nachteile: schwaches Ende, zu viele Klischees
Hallo meine Lieben,
heute erzähle ich euch wieder von einem Film, den ich mir mit den Jugendlichen in der Arbeit angesehen habe. Da ich dort für den DVD Kauf zuständig bin, kommen die Kids immer zu den neuesten Filmen, denn mich interessieren sie ja auch, dieses Mal berichte ich euch über
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****DAS LEUCHTEN DER STILLE****
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mit Channing Tatum und Amanda Seyfried. Die beiden sind für unsere Jugendliche ja fast schon so etwas wie Heros, denn Channing spielt die Hauptrolle im ersten Step up Film und der gehört auf jeden Fall in die Top 10 Filme unserer Jugendlichen und Amanda Seyfried kennen sie aus Mama Mia und den Film haben wir sicher schon an die zehnmal zusammen gesehen - von den Malen meiner anderen Kolleginnen und Kollegen gar nicht zu sprechen. Daher war es klar, dass dieser Film beim nächsten DVD Kauf
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****INHALT****
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John hat gerade Urlaub vom Militärdienst in Deutschland und besucht seinen Vater zu Hause. Dort begegnet er am Strand Savannah, die ihn von Beginn an fasziniert. Die beiden verbringen fortan jede mögliche Minute zusammen, denn die Zeit ist kostbar. Nach nur zwei Wochen müssen John und Savannah wieder in ihre eigenen Leben zurück, John für ein weiteres Jahr nach Deutschland und Amanda zurück zur Universität. So genießen sie die wenige Zeit, die sie gemeinsam haben und beschließen, auf einander zu warten, bis John seinen Dienst beim Militär abgeleistet hat.
Die zweite wichtige Beziehung Johns ist die zu seinem Vater. Dieser ist mental beeinträchtigt, schafft es aber irgendwie, sein Leben zu meistern. Sein ein und alles ist seine Münzsammlung und über die Jahre hat er eine beträchtliche Sammlung zusammengebracht. Eine Münze, eine Fehlprägung, die John als Kind gefunden hat, ist sein Lieblingsstück und auch wenn die Beziehung zwischen den beiden Männern immer komplizierter wird, ist diese Münze das Verbindungsglied.
Es reisen Briefe hin und her und das Gefühl bleibt das gleiche. Ganz nah können die beiden sich sein, wenn sie den Mond beobachten, denn der Mond ist überall gleich. Die Sehnsucht der beiden ist unerträglich, doch beide haben sich versprochen, sich so bald wie möglich wiederzusehen.
Dann aber geschieht etwas, was keiner der beiden - und im Übrigen keiner der restlichen Welt - für möglich gehalten hätte: der Terroranschlag in den USA 2011. Plötzlich werden Soldaten dringender denn je gebraucht und Johns Einheit beschließt geschlossen, ihren Dienst zu verlängern. Somit trifft John die härteste Entscheidung seines Lebens und steht seinen Kameraden bei. Für 18 Stunden fliegt er nochmals zu Savannah um ihr seine Entscheidung mitzuteilen. Savannah ist geschockt und kann ihn nur schwer verstehen, dennoch verspricht sie, auf ihn zu warten.
Doch die Zeit der Sehnsucht wird vor allem für Savannah unerträglich, ihre Briefe werden weniger und schlussendlich kommt der Brief, der alles verändert. Savannah heiratet. John weiß nicht wen, doch vermutet er einen College-Freund.
Als er nach vielen Jahren im Krieg nach Hause kommt, um seinen Vater in dessen letzten Tagen zu begleiten, sucht er Savannah auf und erfährt, dass sie mit einem gemeinsamen Freund der beiden verheiratet ist, der an Krebs erkrankt war. Die Sehnsucht und die Liebe der beiden ist ungebrochen, doch Savannah ist immer noch verheiratet und versucht mit allen Mitteln, Geld für ein lebensverlängerndes, aber nicht lebensrettendes, Medikament für ihren Mann aufzutreiben. Anonym spendet John ihr das Geld, nachdem er die Münzsammlung seines Vaters verkauft hatte. Danach allerdings reißt der Kontakt zwischen den beiden doch wieder ab.
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****SCHLUSS****
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Wer den Schluss nicht wissen möchte, der muss hier aufhören zu lesen. Der Schluss ist im Grunde ein offenes Ende und es bleibt der Fantasie überlassen, wie er denn nun ausgehen wird, ob die beiden zusammen finden oder nicht.
Savannah und John treffen sich zufällig nach Jahren wieder. John kettet sein Rad genau vor das Café, in dem Savannah sitzt, sie läuft zu ihm hinaus und die beiden umarmen sich. Ende.
Ich als Romantikerin hoffe natürlich, dass die beiden nun für immer zusammenbleiben, aber ein wenig mehr Gefühl hätte ich mir am Schluss doch erwartet. Der ganze Film war von Gefühl und Tiefe getragen, warum sich der Regisseur bzw. der Drehbuchautor dann für so ein Ende entschieden haben, kann ich nicht verstehen.
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****KRITIK****
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Hierbei handelt es sich vordergründig um eine Liebesgeschichte, doch "Das Leuchten der Stille" ist vor allem ein Film, bei dem man zwischen den Zeilen lesen muss. Das mag für einige Menschen nicht angenehm sein und auch für Action- oder Comedyfans ist das bestimmt nicht der richtige Film, aber wenn man sich darauf einlassen möchte und versucht, sich in die Figuren hineinzuversetzen, dann ist das ein wunderbarer Zeitvertreib.
Die Beziehung zwischen John und Savannah ist behutsam und sensibel erzählt. Es zeigt alle Facetten einer großen wahren Liebe, das Kennenlernen, die Fasziniation der beiden und dennoch das schüchterne Zurückhaltung, weil beide von Beginn an wissen, dass eine gemeinsame Zukunft nur schwer möglich sein wird. Die Sehnsucht der beiden kann man förmlich spüren und auch, wie beide versuchen, in ihrem Leben und in ihrer Persönlichkeit weiterzukommen. Da aber die Wege der zwei so unterschiedlichen ist und sich nur punktuell treffen, kommt es wie es wohl kommen musste, sie driften auseinander - ohne sich je innerlich zu befreien. Für Savannah und John gibt es nur die eine wahre Liebe, ob das nun realistisch ist oder nicht, sei dahingestellt, aber durch die grandiose Darstellung im Film ist man versucht, dies wirklich zu glauben.
Auch die Beziehung zwischen John und seinem Vater ist eine, die unglaublich einfühlsam dargestellt wurde. Johns Dad leidet an einer psychischen Krankheit, die nicht näher benannt wird, weil John auch nicht gerne darüber redet und sich wohl auch ein wenig schämt, aber dennoch ist auch diese Beziehung geprägt von großer Liebe, der Vater-Sohn-Liebe, die so entstanden ist, weil die Mutter früh verstarb. John versucht, seinen Dad so sein zu lassen, wie er ist und verteidigt ihn auch gegenüber Savannah, als die nach seiner psychischen Behinderung fragt. Dabei geraten sie in einen Streit, der zu Beginn fast das Ende der Beziehung bedeutet hätte. John kann seinen Dad auf dem letzten Weg begleiten, ihm sagen, wie sehr er ihn liebt und dass sein letzter Gedanke, als er angeschossen wurde, ihm galt - bis zu diesem Zeitpunkt denkt man als Zuschauer eher, dass der letzte Gedanke der an Savannah war.
Savannah hingegen ist schwieriger zu durchschauen bezüglich ihrer Ehe. Es scheint so, als hätte sie nur aus Mitleid oder Pflichtgefühl geheiratet, was sie wirklich für ihren Mann empfindet, das kommt nicht wirklich heraus, doch wie er im Krankenhaus zu John meint, hat Savannah ihn nie so angesehen wie sie John ansieht. Dennoch bleibt sie bis zum Schluss bei ihm und steht ihm bei, kämpft um sein Leben und genießt die Zeit, die John ihnen durch die Spende gibt.
Nachvollziehbar ist auf jeden Fall Johns Entscheidung, nach den Ereignissen des 11. Septembers beim Militär zu bleiben, ich denke, dass viele Militärangehörige hier in ihrem Nationalstolz verwundet wurden und freiwillig in den Krieg zogen und seinen Kameraden steht man bei, da gibt es keine Frage und so hat auch John sich entschieden. Vom Krieg an sich und vor allem den Greueltaten bekommt man aber nur peripher etwas mit, ist aber auch nicht das Hauptthema des Films.
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****DVD-DETAILS****
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Darsteller: Channing Tatum, Amanda Seyfried, Henry Thomas
Regisseur(e): Lasse Hallström
Komponist: Deborah Lurie
Format: Dolby, PAL, Widescreen
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo), Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Studio: Kinowelt GmbH
Erscheinungstermin: 21. Oktober 2010
Produktionsjahr: 2010
Spieldauer: 104 Minuten
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****BONUSMATERIAL****
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An Bonusmaterial hat die DVD einiges zu bieten. Es befinden sich Outtakes sowie geschnittene Szenen darin ebenso wie ein alternatives Ende und generell alternative Szenen.
Zum Gespräch werden neben den Hauptdarstellern und dem Regisseur auch der militärische Berater des Films gebeten und da stößt einem die Verherrlichung der amerikanischen Kriegsführung doch sauer auf.
Weitere Extras: Die Geschichte von Braeden Reed (Alan Wheddon), die Verwandlung von Charlesteon, Herr Tyree, Benny Dietz und die Münzsammlung sowie der Trailer.
Alles in allem finde ich das Bonusmaterial gut gelungen und dem Film angemessen.
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****SCHAUSPIELER****
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CHANNING TATUM
wurde 1980 in Alabama geboren. Er war ab 2000 Model unter anderem für Pepsi, sein Schauspieldebüt gab er ein einer Folge von CSI Miami. Weitere Filme wie Havoc, Coach Carter und She's the Man folgten, doch meiner Ansicht nach hat er den Durchbruch mit dem Tanzfilm Step Up geschafft. Mit seiner damaligen Schauspielkollegin Jenna Dewan ist Channing Tatum seit Juli 2009 verheiratet.
AMANDA SEYFRIED
wurde 1985 in Pennsylvania geboren. Sie begann schon früh mit dem Modeln, ihre ersten Aufträge hatte sie im Alter von elf Jahren. 2004 wurde sie international bekannt durch den Film "Girls Club - Vorsichtig bissig", doch as breite Publikum kennt sie seit dem Musicalfilm "Mama Mia", wo sie an der Seite von Meryl Streep und Pierce Brosnan zu sehen war.
Ihr bis jetzt letzter Film erschein 2010 mit "Briefe an Julia". Ich denke, von ihr werden wir noch jede Menge hören.
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****FAZIT****
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Alles in allem regt "Das Leuchten der Stille" auf jeden Fall zum Nachdenken an. Es ist ein einfühlsamer, gut gespielter Film, der emphatisch und glaubhaft wirkt und auf die Nuancen achtet.
Dennoch ziehe ich einen Punkt ab und zwar aus zwei Gründen. Mir gefiel erstens das Ende, das laut vielen anderen Meinungen auch nicht mit dem im Buch übereinstimmen soll, überhaupt nicht und zweitens finde ich, dass man doch das eine oder andere Klischee hätte auslassen können.
Eine Empfehlung gibt es aber auf alle Fälle von mir, denn ich denke, wenn man sich auf den Film einlässt und ihn nicht oberflächlich beurteilt und die Fragen, die er aufwirft auch versucht, für sich selbst zu beantworten, dann ist es ein großartiges Movie.
Wie immer lieben Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren,
Dani
Fazit: man muss sich die Mühe machen, in den Film hineinzuhören
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