Darkman III - Das Experiment (DVD)
Verzweifelte Handlungen nach Brandverletzungen 3 - Darkman III - Das Experiment (DVD) DVD Video Film

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Neuester Testbericht: ... Laufbahn. Der Film gleicht einem Mix aus Phantom der Oper und dunklen/düsteren Comichelden (wie z.B. Batman/Spawn). Die Story ist spannen... mehr

Verzweifelte Handlungen nach Brandverletzungen 3
Darkman III - Das Experiment (DVD)

David1980

Name des Mitglieds: David1980

Produkt:

Darkman III - Das Experiment (DVD)

Datum: 19.11.07, geändert am 23.07.09 (128 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Tricktechnik, Jeff Fahey

Nachteile: Story, Logik, Regie

Wieder einmal war Fernsehen angesagt und wieder einmal wurde ich von meinen beiden Gästen gebeten, tief in mein Regal zu greifen, um etwas an die Oberfläche zu befördern, was man nicht so gut kennt, oder was schon wieder in Vergessenheit geraten ist. Et voila, dies war das Ergebnis, und ich hoffe, dass der Bericht klärt, ob Ihr auch beim Fernseher geblieben wärt.


Inhalt:
Dr. Peyton Westlake hat schon im ersten Teil ordentlich eine auf die Nuss bekommen und ist obendrein auch noch in Brand gesteckt worden. Doch um sein Leben lang nicht wie ein Brandopfer unter den Schmerzen zu leiden, hat eine etwas risikofreudige Ärztin dem armen Kerl erstmal die Nervenstränge in der Wirbelsäule gekappt. Schön, nun fühlt er spontan mal nichts mehr, aber es gibt ja auch noch Nebenwirkungen! Aus dem kleinen Streber aus dem Labor wird ein Wesen das die Kraft mehrerer Männer hat. Juhuu man kann sich also rächen! Nur dummerweise gibt es da schon wieder ein Problem. Ich bin ja nun hässlich wie die Nacht und sehe wie Freddy Krüger nach einer Begegnung mit dem Froop-Kind aus. Das geht ja so nicht. Ich muss auf die Welt doch Rücksicht nehmen und daher bastel ich mir als freakiger Wissenschaftler künstliche Haut, die mein Äußeres in jede Gestalt verwandeln kann die ich mir wünsche. Aber was denn nun schon wieder das Problem? Der Mist hält ja nur 99Minuten und ich werde danach zu einer Suppe? Das ja Mist, aber auch in 99Minuten kann man ja einiges an Unordnung schaffen, und wenn man genug Verbrecher ausnimmt, kann man ja auch sicherlich genug Geld für die Forschung auftreiben, die dafür sorgen soll, dass die Haut auch länger hält.
Dummerweise, beklaut er dabei den Falschen. Der Drogen Baron Rooker ist nämlich dann sofort von dessen Fähigkeiten begeistert und will diese seinen Schlägern einverleiben. Dazu heuert er die risikofreudige Dr. Brdiget Thorne an, die ja damals Westlake auch zusammengeflickt hat.
Der Deal ist im Prinzip dann sehr einfach den dann Frau Thorne anbietet. Darkman kann seine Haut in den teuersten Labors verfeinern und beenden, dafür darf sie aber an seiner Weibelsäule experimentieren um ihm wieder die Nerven anzuschließen.
Klingt ja echt Prima, doch dummerweise baut sie ein Gerät dann ein das per Fernsteuerung Darkman unglaubliche Schmerzen zufügt. Somit ist Darkman offiziell das Spielzeug von Rooker, der es bei Bedarf hervorholt und einsetzt.
Tja die Rache liegt nun erst einmal auf Eis und das dumme ist, Darkman wohnt nun nicht mehr in der U-Bahn sondern in einem Käfig im Keller. Schön ist nur, dass mal jemand vergessen hat eine Spitzzange aus dem Käfig zu entfernen, denn damit kann man ja auch einen Eingriff in der Wirbelsäule vornehmen und kurzerhand den Schmerzverstärker herausreißen. Juhuu! Es geht wieder los und das garantiert nicht so subtil wie vorher.
Erst einmal das Labor samt ersten Forschungsergebnissen zerstören, man kann ja die kleine Probe mal mitnehmen, das reicht ja auch, dann in die Familie von Rooker einschleichen, und dann alles zerstören was er hat. Ähm, oder sich in dessen Ehefrau verlieben?!?!
Letztendlich kommt es aber dann doch endlich zum Kampf zwischen beiden Fraktionen und wir können uns jetzt schon denken, dass es wohl ein Opfer geben muss, dass es nicht verdient hat zu leiden, denn die Probe in Darkmans Tasche muss ja noch irgendwie weg, denn er sollte ja nicht der Sieger sein, wenn man doch noch eine Fortsetzung machen will.


Stab:
Regie: Bradford May
(Tremors, Altar des Satans, Millennium Man, Lethal Intent, Das Gesicht des Schreckens, Darkman 2)

Peter Rooker: Jeff Fahey
(Planet Terror, Death Proof, Absolute Zero, Revelation, the Sweeper, Freefall, Final Night)

Darkman/ Dr. Peyton Westlake: Arnold Vosloo
(Die Mumie 1-2, Die Höllenbrut, Harte Ziele, Darkman 2, 1492 - Die Eroberung des Paradies)

Dr. Bridget Thorne: Darlanne Fluegel
(In Cold Blood, Friedhof der Kuscheltiere 2, Fatal Sky, Freeway, Sador - Herrscher im Weltraum)

Angela Rooker: Roxann Dawson
(Greyhounds, Unschuldig hinter Gittern, Blood in - Blood out, Broken Angel)

Nico: Nigel Bennett
(Just Buried, Heaven is empty, Apokalypse Eis, Do or Die, Alpha Force, the Skulls, Ed McBain)

Jenny Rooker: Alicia Panetta
(Gänsehaut, the Diviners)


Technische Daten:
Herstellungsland: USA (1996)
Original Titel: Die Darkman Die
Laufzeit: 83:21
Altersfreigabe: FSK 18
Bildformat: 1,78:1
Tonformat: Deutsch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Englisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Französisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Italienisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)
Spanisch (Dolby Digital 2.0 Stereo)

Extras:
Arnold Vosloo Biografie

Das wirklich ein wenig dürftig und obendrein nicht gerade liebevoll gemacht! Schade! Sehr Schade!

Kritik:
*Story*
Im Prinzip gibt es auch in diesem Teil der Darkman Trilogie eine Story. Das Problem ist nur, das Sam Raimi inzwischen gar nichts mehr mit der Reihe zu tun hat und folglich jemand das Buch geschrieben hat, der dringend einen Erfolg braucht und obendrein das Comic vielleicht nur von weitem gesehen hat. Aber naja, ein Film ohne Story ist ja nicht der Untergang der Welt, aber man sollte dennoch bedenken, dass es eigentlich nicht so schwer sein dürfte, zu Darkman sich was ekliges zu überlegen. Das ging halt bis auf ein paar wenige Ideen in der Story ordentlich schief und man erhielt kein super 90er Jahre Spektakel, sondern einen Rückblich auf schlechte Machwerke der 80er. Schade!

*Regie*
Kreativität oder eine Wunderleistung hat ja nun wirklich niemand erwartet, aber dass man sich in einem Kinofilm, dessen erster Teil 49 Millionen in den USA einspielte, so wenig an den damaligen Standard hält ist schon schade. Man hat zwar jemand gefunden der ein paar ordentliche Effekte machen kann, aber dummerweise wirkt das Ganze eben wie ein Film, der nur für das amerikanische Fernsehen gemacht wurde.

*Kamera*
Mit "solider Arbeit" ist die Kameraführung in diesem Film wirklich hervorragend beschrieben und dadurch leider auch ein wenig in die Mittelmäßigkeit verdammt. Es fehlt einfach der optimale optische Reiz und der letzte Kick, der den Zuschauer in den Sitz drückt und seine Pupillen bis zum zerbersten erweitert. Aber für einen guten entspannten Filmeabend reicht es definitiv und man leidet zumindest auch nicht!

*Schauspieler*
Warum sieht Arnold Vosloo in seinen Filmen immer so verwest aus? Warum wird aus diesem Mann trotz der Mumie einfach kein Star? Klar, deswegen. Er ist zwar ganz nett anzusehen, aber im Prinzip leider einfach nicht der Tiefgang den der erste Teil durch Liam Neeson erhalten hat. Vielmehr ist hier schon das abzusehen, was Vosloo sein Leben lang begleitet. Er ist Mittelmaß in Hollywood.

Ganz im Gegensatz ist da einfach Jeff Fahey, der sich immer wieder in so Genre wagt, dort glänzt, und dann einen Hit danach landet, in dem er sich total unterscheidet. Ok, vielleicht nicht die Preisklasse wie die größten in Hollywood, aber definitiv jemand dem der Job Spaß macht, und der das in seinen jeweiligen Figuren ausdrücken kann. Daher auch hier wieder eine Spitzenleistung, die in dem Film aber leider baden geht.

Roxann Dawson ist ja auch da, meine Güte, die hab ich ja fast gar nicht erkannt! Sowas! Da fehlen einfach nur die Höcker auf der Stirn und schon erkennt man B'Elanna Torres aus Star Trek Voyager nicht mehr! Gut, man hätte ja auch erraten können, dass sie hier noch nicht ganz solo war. Denn in diesem Film heißt sie ja noch Roxann Biggs-Dawson. Aber naja auf jeden Fall ist sie hier in diesem Film einigermaßen interessant und das trotz fehlendem Temperament, dass sie ja später zur Genüge zeigt. Ein wenig stört nur, dass sie einfach nicht in die Rolle passt, da sie die weinerliche Hausfrau nicht wirklich spielen kann.

Aber in ihre Rolle passt definitiv nicht, Darlanne Fluegel, die weder intrigant, noch clever, noch verschlagen noch luderhaft wirkt. Sie ist einfach eine blöde Blondine die kopfnickend danebensteht, wenn der Chef was sagt und wenn der Darkman sie holt, nur kreischen kann. Nee, sowas will man einfach nicht sehen! Viel zu sehr schockiert einen dann die Vorstellung, dass die dämliche Nachbarin von nebenan, auch mal einen Film gemacht hat. Schauder!

*Soundtrack*
Mmh, wo hab ich denn Musik gehört? Eigentlich nirgendwo, außer es kam das alte und gewohnte Darkmanmotiv oder einfach ein wenig Fahrstuhl- und Stimmungsmusik. Wer also große und bekannte Namenerwartet wird hier leider enttäuscht, auch wenn man es an vielen Stellen gut gebrauchen hätte können. Daher leider ein wenig trist!

*Tricktechnik*
Naja man kann nicht sagen, dass das heute noch annähernd Standard wäre, aber dafür ist es für seine Zeit eine super Sache gewesen! Es war einfach der Hammer, wie ein Hologramm, ein dreidimensionales Bild eines Kopfes erzeugt, dass dann zu einer Maske umgebaut wird. Ebenso ist es wieder einmal sehr schön zu sehen was die Blutbastler aus Hollywood alles können. Nicht nur das hier und da ein Kopf abgetrennt wird, oder Darkman sich ein Implantat mit der Zange aus dem Nacken reißt, nein, es ist auch die unglaublich schöne Verbrennungsmaske von Darkman, die er eigentlich die ganze restliche Zeit des Filmes trägt.
Hinzu zu diesem kleinen Potpourri an Blut und Gekröse kommen auch noch die Unmengen an Explosionen, die zum Glück noch nicht computeranimiert sind! Da kommt einfach beim Zusehen Freude auf.

Fazit:
Leider wie allzu oft nur eine lausige Fortsetzung, die nur durch ihren Namen zog. Wie hieß es in Scream 3: Nun sind alle Regeln aufgehoben und es kommt zum finalen Gemetzel. Naja hier immerhin zu dem finalen Trickeffekt, da nur das wirklich Bluttriefend oder sogar als eklig zu bezeichnend ist. Der Film hat daher keinerlei spezielle Höhepunkte und der sentimentale Unsinn am Schluss ist schon nach 30 Minuten abzusehen. Daher von mir leider nur 3 Sterne, obwohl man es hätte definitiv besser machen können.

Fazit: Kann man mal gesehen haben aber muss man nicht!