Citizen Kane (DVD)
Rosebud - Citizen Kane (DVD) DVD Video Film

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Neuester Testbericht: ... einzelne eine Perspektive von Kane. Die Freunde gehen jedoch noch einen Schritt weiter, seine engsten vertrauten Bernstein (Everett Sloa... mehr

Rosebud
Citizen Kane (DVD)

das-christian

Name des Mitglieds: das-christian

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Citizen Kane (DVD)

Datum: 16.03.06

Bewertung:

Vorteile: Schauspieler, die damals revolutionären Kameratechniken, Orson Welles

Nachteile: wenig Bonusmaterial

Einleitung
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In meiner Kindheit wurde ich zum ersten mal mit CITIZEN KANE konfrontiert, mein Bruder erzählte mir eines Tages von einem gewissen Film und einem gewissen Darsteller und Regisseur. Die Rede ist hier von dem Film CITIZEN KANE mit Orson Welles. Er erzählte mir grob die Story des Filmes, bezog sich darauf jedoch sehr auf das gewisse Schlagwort: "Rosebud" und dem daraus folgenden tragischen Ende, mein Interesse war geweckt, und das mit etwa 12 Jahren. In diesem Alter sah ich mir auch zum ersten mal diesen Film an, verstand aber nicht viel, doch zahlreiche Jahre später habe ich mich endlich dazu entschieden die DVD zuzulegen, der Preis bei Ebay war mittlerweile gängig, für 5,55 Euro bekam ich die nagelneue DVD vom Label Althaus und werde nun meine Eindrücke darüber niederschreiben.


Story
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"No Trespassing", diese Worte stehen an einem Metallzaun, der ein riesiges, antikes Anwesen umschließt. Der Himmel ist dunkel und kalt, auch ein wenig nebelig. Wir betreten nun das Grundstück, am oberen rechten Bildrand leuchtet ein kleines Licht aus einem Fenster. Dieses Licht leuchtet in einem riesigen Gebäude, welches man fast schon mit einem Palast oder Schloss gleichstellen könnte. Mit jedem Schnitt bekommt der Zuschauer einen besseren Einblick auf das Gebäude in dem das Licht leuchtet, das Licht bleibt hierbei immer an der gleichen Stelle, nur das äußere ändert sich bei jedem Schnitt. Schließlich befinden wir uns in diesem Raum, ein alter Mann liegt zugedeckt in einem Bett, es sind nur seine schattigen Umrisse zu erkennen. In seiner linken Hand hält er eine Schneekugel, nun sieht man seine Lippen, aus denen das Wort "Rosebud" entspringt, er lässt die Schneekugel fallen, die anschließend auf dem Boden zerspringt. Die Krankenschwester, die durch dieses Geräusch herbeigeeilt kam, kann nur noch den Tod dieser Person feststellen.

Was nun folgt ist eine Rückblende auf das Leben von Charles Foster Kane (Orson Welles), diese wird in Form eines Nachrichtenbeitrages gezeigt. Schnell wird klar, dass es sich bei Charles Foster Kane um den gerade erst verstorbenen alten Mann aus der Anfangssequenz handeln muss. In der Reportage wird das Leben von Charles Foster Kane kurz widergespiegelt. Unter anderem ist hier die Rede von Xanadu, dem eben gesehenen Anwesen, welches zahlreiche Reichtümer beherbergt, der Gesamtwert dieser Reichtümer kann finanziell nicht geschätzt werden, weil es so viel ist. Dies war die Heimat von ihm und seiner zweiten Frau Susan Alexander Kane (Dorothy Comingmore), für die er dieses Anwesen erbaute. Es wird erzählt wie Charles Foster Kane angefangen hat, mit einem schlecht laufenden Nachrichtenmagazin, welches ihm von seinen Eltern, die ihn in jungen Jahren weggegeben haben, überlassen wurde. Er war erfolgreich mit seinem Blatt und machte es berühmt, dazu kamen noch weitere Nachrichtenblätter und Radiosender die er für sich gewinnen konnte, dieses komplette Monopol gehörte schließlich ihm. Somit wurde er einer der reichsten und einflussreichsten Männer Amerikas. Sein Einfluss wurde immer größer, er wurde vom Volk gehasst und geliebt, seine politischen Einflüsse waren enorm, obwohl er es selbst nie geschafft hat einen politischen Posten inne zu haben. Einmal war er kurz davor Gouverneur zu werden, jedoch kam kurz vor der Wahl die damalige Liaison mit Susan Alexander auf, da er zu dieser Zeit noch verheiratet war warf dies einen schlechten Schatten auf ihn und er verlor die Wahl. Er heiratete Susan, baute für sie ein Opernhaus und errichtete das eben erwähnte Anwesen Xanadu für sie. Dies war jedoch auch schon sein Untergang, seine neue Frau konnte nicht singen, obwohl "Charly", wie er liebevoll von ihr genannt wurde immer an sie glaubte, sie wurde sogar von Kane's eigenen Zeitungen lächerlich geredet aufgrund ihrer nicht vorhandenen Gesangskünste. Schließlich verlor er seine Zeitungen, Radiostationen, Sender und seine Freunde. Auch seine Frau Susan hielt es nicht mehr mit ihm aus, sie verließ ihn, so starb Charles Foster Kane ganz alleine, ohne Freunde die ihm die letzten Jahre hätten helfen können.

Nach dieser Reportage sieht man 5 Männer unter einen Projektor. Sie unterhalten sich über den gerade gesehenen Film. Der Leiter dieser Gruppe zeigt sich nur teilweise zufrieden. Er ist der Meinung dass dies zu gewöhnlich ist, um das Leben eines so großen Mannes darzustellen. Er fragt nach bisher unbekannten Fakten über Charles Foster Kane, unter anderem seine letzten Worte, welche "Rosebud" waren. Der Reporter Jerry Thompson (William Alland) wird damit beauftragt alle Freunde und Kollegen von Charles Foster Kane zu befragen, ob sie etwas über die Bedeutung von "Rosebud" wissen. Bei der Befragung der Personen liefert jeder einzelne eine Perspektive von Kane. Die Freunde gehen jedoch noch einen Schritt weiter, seine engsten vertrauten Bernstein (Everett Sloane) und Leeland (Joseph Cotton), die den Aufstieg und Fall von Kane miterlebten ermöglichen einen Blick in den Menschen Charles Foster Kane. Die Gedanken, Ängste und Fehler Kanes werden dargestellt, so dass man Bezüge zu dieser Figur aufbauen kann. Doch niemand weiß die Antwort auf seine letzten Worte, keiner weiß was "Rosebud" ist, die Vermutungen gehen sehr weit auseinander, vielleicht war es eine Geliebte von ihm, oder eine Erinnerung aus seiner Kindheit, oder etwas was er als reicher und mächtiger Mann nie haben konnte oder vermisst hat. Die Antwort gibt es am Ende des Films.


Schauspieler & Crew
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Orson Welles war Produzent, Drehbuchautor, Regisseur und Hauptdarsteller von CITIZEN KANE, es war sein erster großer Hollywoodstreifen. Welles wurde durch seine Inszenierung von H.G. Wells Klassiker "Krieg der Welten" berühmt, als er diese über Radio aufführte und eine halbe Nation damit schockte, da viele dachten die Marsmenschen würden wirklich auf der Erde landen. CITIZEN KANE entstand 1941, zu dieser Zeit war Orson Welles 25 Jahre alt, für sein Alter konnte er ein Meisterwerk präsentieren, er agiert als Schauspieler mit einer unglaublichen Professionalität, die Figur des reichen Zeitungsmagnaten kommt sehr realistisch und glaubwürdig rüber, es ist möglich in die Figur Charles Foster Kane hineinzublicken, seine Mimik und Gestik geben meist Auskunft über seine derzeitige Situation.

Und sollte dies mal nicht der Fall sein, tut die Kamera ihr übriges. Es ist klar, dass die Figur Charles Foster Kane versucht sich nichts anmerken zu lassen, um Sicherheit und Macht ausstrahlen zu können. Die Kamera blickt jedoch ins Innere von Kane, speziell bei den Tiefpunkten seines Lebens ist dies zu erkennen. Gregg Toland war der Mann hinter der Kamera, und konnte mit seinen Bildern bisher nie da gewesene Perspektiven einfahren. Die Ehrung der gesamten Kameraarbeit merkt man bei den End-Credits, hier werden Name von Regisseur und Kameramann gleichzeitig präsentiert.

Der Rest der Schauspieler wirkt ebenfalls sehr professionell. Amateurhafte Darbietungen sind überhaupt nicht zu erkennen, es ist klar, dass alle Darsteller eine gewisse schauspielerische Erfahrung mit einbringen. Ob es nun Kanes Freunde oder Frauen sind, alle agieren genauso gut wie Orson Welles. Bei der deutschen Synchronisation sind oftmals englische Begriffe zu hören, zum Beispiel "Alright", oder "How do you do?", teilweise nervt dies schon, wenn 3 mal pro Minute einer dieser Begriffe genannt wird.

Ein weiteres großes Lob gilt den Maskenbildnern. Am Beispiel Kane ist es ihnen gelungen, Orson Welles als jungen 30 jährigen aufstrebenden Zeitungsmogul zu erleben, oder als alten, sterbenden, gebrechlichen Greis. Die Altersunterschiede konnten sehr gut dargestellt werden, aber auch bei den anderen Schauspielern.


Meine Meinung
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Ein Wort, ein Film! Das Wort "Rosebud", in seiner eigentlichen Bedeutung leicht zu erklären, wurde aufgrund des Filmes CITIZEN KANE für viele andere Filme und Serien "missbraucht". Im Streifen MONSTER MAN wurde dieses Wort als etwas vulgäre Anmache benutzt (Rosebutt), in der Comedy-Serie EINE SCHRECKLICH NETTE FAMILIE war "Rosebud" Bestandteil eines von Al und Kelly Bundy gedrehten Kurzfilms namens "Sheos", zu bestaunen in der Episode "Regie: Al Bundy". Aber im Grunde ist dieser Begriff nur Mittel zum Zweck, er dient als Grundlage für die Darstellung des Lebens von Charles Foster Kane. Dieser ist einer der reichsten Männer Amerikas, im Film CITIZEN KANE wird seine komplette Lebensgeschichte erzählt. Es ist eine Biografie einer fiktiven Figur, die man zur damaligen Zeit und selbst noch heute mit vielen mächtigen Menschen gleichstellen kann/könnte. Die Story ist von Beginn bis Ende unglaublich unterhaltsam, der Grund dafür ergibt sich schon aus den ersten paar Minuten. Als das Wort "Rosebud" fällt, fragt man sich als Zuschauer was er doch damit gemeint haben könnte. Es wird versucht der Bedeutung des Wortes auf die Schliche zu kommen. Dabei wird der Lebenslauf von Charles Foster Kane von hinten nach vorne aufgerollt, der Zuschauer erfährt eine Geschichte die vom amerikanischen Traum handelt, reich zu sein und Macht zu haben, der Höhepunkt des Lebens. Jedoch erzählt sie auch den schnellen Fall des amerikanischen Traums, der Verlust von Geld, Macht und Freunden. Die Methoden die Kane benutzte, benutzten seine Neider um ihn von seiner hohen Position herunterzuholen, somit wurde er mit seinen eigenen Waffen geschlagen. Die Aufklärung was "Rosebud" ist gibt es am Ende des Filmes, jedoch nur für den Zuschauer, nicht für die beteiligten Charaktere.

Die Geschichte ist fiktiv, trotzdem gab es zur damaligen Zeit zahlreiche Leute, die sich damit angesprochen gefühlt haben und den Film am liebsten verboten hätten. Der Zeitungsmogul William Randolph Hearst fühlte sich sehr davon angesprochen und wollte den Film am liebsten komplett vom Markt nehmen. Kane musste sich für sein Werk verantworten und bestritt jeglichen Zusammenhang zwischen Kane und Hearst, mittlerweile ist aber klar, dass dieser Film als Grundlage das Leben von Hearst genommen hat. Hearst hatte Einfluss auf Kinos und untersagte zahlreichen Kinos die Veröffentlichung, zudem bekam CITIZEN KANE vernichtende Kritiken von Hearst's Massenblättern. Dies machte den Film anfangs schlechter als er war und zu einem Flop an den Kinokassen, später jedoch, auch aufgrund dieses Vorfalls zu einem unvergessenen Filmklassiker. Aufgrund dieser Tatsache bekam der Film nur einen Oscar ab, für das beste Drehbuch. Ein Beispiel dafür, dass der Oscar kein ernstzunehmender Filmpreis ist, da die Vergabe doch zu leicht beeinflussbar ist.

Der Film führt seit 1952 die Liste der Fachzeitschrift Sight & Sound an, welche alle 10 Jahre den "Besten Film aller Zeiten wählt". Bei der imdb.com ist er auf Platz 21 der besten Filme aller Zeiten, bei ofdb.de "nur" auf Platz 159, was bei letzterer Liste aber noch gut ist, da die ersten 100 Filme fast ausschließlich aus dem Bereich Action, Horror und Thriller kommen, also reinste Unterhaltungswerke. Soll der Film seiner Bewertung gerecht werden, darf man ihn nicht mit den heutigen Filmen vergleichen. Man sollte sich klar werden, wie CITIZEN KANE bei seiner Entstehung auf das Publikum wirkte. Wer nicht mit dem Auge eines Zuschauers von 1941, sondern mit dem schnellen, Actiongeladenem und Schockendem Auge hinsieht, wird mit Sicherheit die Raffinessen des Films übersehen, die damals noch revolutionär waren. Für seine damalige Zeit bestach der Film durch unglaubliche Kameraperspektiven und Schnitte. Dinge wie die Tiefenschärfe oder die Untersicht waren damals noch neu und konnten diesen Film und die Figur Charles Foster Kane auch visuell verdeutlichen. Bei der Tiefenschärfe bekam der Zuschauer Einblicke auf das gesamte Bild, so war ein Objekt welches sich 15 Meter hinter einem anderen befunden hat genauso scharf dargestellt wie das vordere Objekt. Bei der Untersicht befindet sich die Kamera unten, manchmal auch am Boden, so konnte sehr gut die Macht von Charles Foster Kane verdeutlicht werden, als er sprach und die Kamera von unten auf ihn hinauf blickte.

Die Bilder entsprachen oftmals der aktuellen Situation in der sich Kane gerade befunden hat. Das wohl auffälligste Beispiel dafür ist bei der Unterzeichnung eines Vertrages zur Bankrotterklärung zu sehen. Kane steht mit seinen Kollegen Bernstein und Thatcher da, Thatcher liest den Vertrag vor. Zu Beginn sind alle drei Personen noch am Tisch zu sehen, die Kamera bleibt ständig am Tisch, die komplette Szene lang. Im Hintergrund ist ein Fenster, welches aus der Entfernung aussieht als wäre es zirka 80 cm hoch. Plötzlich geht Kane in Richtung Fenster, es ist zu erkennen, dass das Fenster höher liegt als es den Anschein hatte, schließlich steht er darunter und wirkt winzig im Vergleich zum Fenster. Diese Einstellung spiegelte seine aktuelle Situation wieder, so wirkte er als er vor dem Fenster stand klein und unbedeutend. Eine ähnliche Szene, die mit dieser vergleichbar war, ereignete sich auch gegen Ende des Films, als Kane von seiner zweiten Frau verlassen wurde und er somit alles verloren hatte wofür er kämpfte. Hier sieht man zahlreiche Leute die auf Kane blicken, nachdem er aus Wut das Zimmer seiner Frau demoliert hat, Kane wirkt in dieser Einstellung winzig, da er weit entfernt an einer Tür steht. Auch das Auseinanderleben konnte bildlich sehr gut festgehalten werden, zum Beispiel sitzt Kane mit seiner "noch" ersten Frau am Frühstückstisch, der Tisch ist ziemlich kurz und trennt die beiden zirka einen halben Meter voneinander. Es sind verschiedene Konversationen der beiden zu sehen, wobei nur die Gesichter und Oberkörper gefilmt werden, nicht der gesamte Tisch. Zu erkennen ist hier Ehe-Alltag, anfänglich sind es noch nette Unterhaltungen, schließlich hat seine Frau ständig etwas auszusetzen, Kane weißt sie immer in die Schranken und lässt sich von ihr nichts einreden, bei den Unterhaltungen werden immer Zeitsprünge in die Zukunft angesetzt, dies ist zu erkennen an dem veränderlichen Äußeren der beiden Akteure und einem eingebauten gleitenden Schnitt. Am Ende, wo beide kaum noch miteinander reden, sieht man den Tisch, dieser trennt die beiden mittlerweile um mehrere Meter voneinander. Achtet man auf solche Szenen dann erkennt man auch den gewissen Humor der darin steckt.

Der Film zählt sicherlich mit zu einem der zehn besten Streifen die ich in meinem Leben gesehen habe, betrachtet man das Werk neutral, ohne die heutigen technischen Möglichkeiten ist der Grund auch ersichtlich. Jedoch gibt es auch bei CITIZEN KANE einen groben Schnitzer der ebenfalls in die Filmgeschichte eingegangen ist. Zu Beginn, als Charles Foster Kane in seinem Bett liegt und kurz vor dem Ableben ist, kommt ihm das Wort "Rosebud" aus dem Mund. Die Krankenschwester betritt erst später das Zimmer. Als er seine letzten Worte gesagt hat, war daher keine Person in diesem Raum, die ihn hätte hören können. Da er es sehr leise gesagt hat, glaub ich auch nicht, dass es die Krankenschwester gehört haben kann, da sie in einem anderen Raum war. Das ist der einzige und auffälligste Fehler im Film den ich bemerkt habe.

Der Film hat eine Freigabe von 12 Jahren bekommen, da keine Gewalt oder Sexuelle Handlungen zu erkennen sind, geht dies auch in Ordnung. Ich glaube aber dass der Film heruntergesetzt wurde, da ich soweit ich mich erinnern kann vor ein paar Jahren mal gesehen habe, dass dieser Film eine FSK von 18 hatte. Ein 12 jähriger könnte diesen Film noch nicht ganz verstehen, bezogen auf die Handlung, somit könnte eine solch junge Person sicherlich auch nicht viel mit diesem Streifen anfangen, ich hab's bei mir gemerkt, ich war damals einfach noch nicht reif genug dafür.


DVD
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Die DVD verfügt über ein animiertes mit düsterem Sound versetztes Menü. Auf der rechten oberen Bildhälfte ist eine Schneekugel zu sehen in der verschiedene Filmszenen gezeigt werden. Zusätzlich fällt auf dem gesamten Bildschirm Schnee, was die Illusion darstellen soll, dass wir uns in der Schneekugel befinden. Die Extras sind doch recht steril, außer einem Trailer zu Citizen Kane, der übrigens sehenswert ist, da er nicht den heutigen Trailern in seiner Aufmachung entspricht, gibt es nur Texttafeln zu bestaunen. Diese werden dann unter Starinfos und Filminfos unterteilt, wobei man unter Starinfos nur einige Informationen über Orson Welles und den Kameramann Gregg Toland erhaschen kann. Unter Filminfos erfährt man einiges über die Kameraeinstellungen, die Schnitttechniken und die Erzählweise, im Grunde all das was den Film auszeichnet. Die DVD hat auch eine Kapitelanwahl bei der man zwischen 21 Kapiteln wählen kann. Zusätzlich befinden sich 6 weitere Trailer zu Arthaus Filmklassikern auf der DVD, die da wären DES TEUFELS GENERAL, SEIN ODER NICHTSEIN, DER HAUPTMANN VON KÖPENICK, DER DRIITE MANN, ROM - OFFENE STADT und KING KONG UND DIE WEISSE FRAU. Trotzdem ist das Bonusmaterial viel zu mager für solch einen Film, besonders wenn man diese DVD mit der englischen und amerikanischen vergleicht, denn diese beiden Scheiben sind nur so voll gepackt mit Bonusmaterial.

Beim Ton kann man zwischen deutsch und englisch wählen, beides jedoch in Mono. Die Tonqualität ist für einen so alten Film ziemlich gut geworden, Unterbrecher oder sonstige Fehler konnte ich nicht erkennen. Leider gibt es keine englischen Untertitel auf der DVD, nur deutsche. Das Bild ist im Vollbildformat 4:3, hier gibt es jedoch einiges auszusetzen. Obwohl es sich um die restaurierte Fassung handelt, sind an manchen Stellen, speziell am Anfang grobe Bildfehler zu erkennen, die sicherlich auch auf das Alter des Films zurückzuführen sind.


Fazit
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Es ist nicht die Story die diesen Film zu einem Klassiker machte, nein, denn diese ist nach ungefähr 15 Minuten bereits erzählt. Es sind die Bilder, speziell auch die Kameraperspektiven, für so gut wie jede Aufnahme wurde ein spezieller Winkel und eine spezielle Einstellung gewählt, damit sie bedeutend für den Zuschauer erscheint. Die DVD geizt leider etwas mit Bonusmaterial, auch die Bildqualität ist nicht Top, das wären aber auch die einzigen Kritikpunkte, die ich für diesen Film vergeben könnte. Die Kritik schränkt meine Bewertung jedoch nicht ein, diesen Film sollte man mal gesehen haben, denn nicht umsonst wird er alle 10 Jahre zum besten Film aller Zeiten gewählt. Wer noch warten kann sollte jedoch auf eine DVD mit etwas mehr Bonusmaterial warten.


Filminfos
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Originaltitel: Citizen Kane
Erscheinungsjahr: 1941
Herstellungsland: USA
Spielzeit: 119 min
Freigabe: ab 12 Jahre
Regie: Orson Welles
Drehbuch: Orson Welles, Herman J. Mankiewicz
Kamera: Gregg Toland
Musik: Bernhard Hermann
Darsteller: Orson Welles (Charles Foster Kane), Joseph Cotton (Jebediah Leeland), Dorothy Comingmore (Susan Alexander Kane), Agnes Moorehead (Mary Kane), Ruth Warrick (Emily Monroe Norton Kane), George Coulouris (Walter Parks Thatcher), Everett Sloane (Mr. Bernstein), William Alland (Jerry Thompson), u. a.

Fazit: Einer der besten Filme aller Zeiten!