Boiling Point (DVD)
Bringt mich nicht zum kochen.... - Boiling Point (DVD) DVD Video Film

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Bringt mich nicht zum kochen....
Boiling Point (DVD)

Panhandle

Name des Mitglieds: Panhandle

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Boiling Point (DVD)

Datum: 28.09.09, geändert am 09.04.12 (160 Lesungen)

Bewertung:

Vorteile: Hmmm....*überleg*...eigen tlich sehe ich Wesley Snipes sehr gerne....

Nachteile: ....aber hier hat er mich, wie fast alle anderen Schauspieler, nicht überzeugt.

Liebe Dooyoos,

als ich vor einer Weile bei meiner Freundin und ihrem Sohn in "meiner" privaten Videothek stöberte, entdeckte ich einen Film mit Wesley Snipes, der mir gänzlich unbekannt war, nämlich

==Boiling Point==

Also flugs die DVD mitgenommen und bei einem Berg Bügelwäsche, den ich nebenher abarbeitete, angesehen.

==**Story**==

Mehrere Polizisten, unter anderem Jimmy Mercer, wollen bei einer Undercover-Aktion die Gangster auf frischer Tat ertappen. Es kommt aber anders; die Gangster, Red Diamond und Ron, entkommen, kurz nachdem sie einen beteiligten Cop erschießen.
Jimmy bekommt von oberster Stelle genau eine Woche zugestanden, um die Mörder ausfindig zu machen, von denen er nicht weiß, wer sie sind. Gleichzeitig wird Hobbytänzer Red Diamond unter Druck gesetzt, in ebenfalls nur einer Woche 50.000 Dollar aufzutreiben, um alte Schulden zu begleichen. Gemeinsam mit Ron versucht er mehrere Möglichkeiten, um an das Geld zu kommen, während Jimmy Tag und Nacht daran arbeitet, die Mörder seines Kollegen ausfindig und dingfest zu machen.
Mehrmals laufen sich Mercer und Diamond über den Weg, ohne zu ahnen, wem sie da gerade begegnet sind....

==**Allgemeine DVD - Infos**==

Regisseur(e): James B. Harris
Format: Dolby, HiFi Sound, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 2.0), Englisch (Dolby Digital 2.0)
Untertitel: Deutsch, Englisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Schwedisch, Niederländisch, Spanisch, Portugiesisch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9
FSK: Freigegeben ab 16 Jahren
Studio: Universal/DVD
Erscheinungstermin: 18. Mai 2006
Produktionsjahr: 2000
Spieldauer: 88 Minuten
Preis: 12,99 Euro
(Quelle: www.amazon.de)

==**Verpackung**==

Da weiß man nicht, was größer abgebildet ist; das Konterfei von Snipes oder seine Knarre. Zusammen mit dem riesigen Schriftzug "Boiling Point" nimmt das schon das gesamte Cover ein. Oben finde ich aber noch die Namen der beiden Hauptdarsteller. Interessant, dass hier Hopper mit keinem Bild zu sehen ist.
Die Rückseite der Hülle zeigt verschiedene Filmszenen, außerdem gibt es eine kleine Inhaltsangabe.
Darunter das Übliche; die Erwähnung des Bonusmaterials, FSK ab 16 und die Untertitelspuren.
Die DVD selbst enthält ebenfalls den riesigen "Boiling Point" - Schriftzug, diesmal ist aber nur die Knarre zu sehen.

==**Regisseur**==

JAMES B.HARRIS

Geboren am 03.08.1928 in New York. Harris begann als Filmprodzent, bevor er sich auf den Regiestuhl setzte. So arbeitete er unter anderem mit Stanley Kubrick zusammen und produzierte drei seiner Filme.
1965 führte er erstmals Regie beim Film "Zwischenfall im Atlantik". Er schrieb auch eigene Drehbücher und verfilmte sogar eines davon.

==**Darsteller**==

WESLEY SNIPES als Jimmy Mercer

Snipes wurde im sonnigen Florida geboren und zwar am 31.07.1962. Aufgewachsen ist er allerdings in New York, wo er später dann an der High School for the Performing Arts diverse Kurse absolvierte, unter anderem Tanz!
Später machte er ein Schauspielstudium, hatte einige Nebenrollen, die ihn aber kaum über Wasser hielten. Erstmals aufgefallen ist er schließlich im Musikvideo "Bad" von Michael Jackson, von da an wurden die Nebenrollen etwas größer, wie z.B. in "American Wildcats".
Der Durchbruch kam 1992, als er im Film "Weiße Jungs bringens nicht" mitwirkte, erneut an der Seite von Woody Harrelson, mit dem er zuvor schon zusammen gearbeitet hatte.
Es folgten Filme ohne nennenswerten Erfolge, bis er die Rolle des Vampirjägers "Blade" übernahm. Die daraus entstandene Trilogie war wohl sein größter Filmerfolg.
2006 wurde Snipes wegen Steuerbetrugs angeklagt und verurteilt.

DENNIS HOPPER als Rudolph Diamond

Hopper, am 17.05.1936 in den USA geboren, ging in den 50er Jahren nach Hollywood. Erste Schritte in Richtung Filmgeschäft machte er im TV, seine ersten Filmrollen hatte er in den James Dean - Filmen "....denn sie wissen nicht, was sie tun" und "Giganten".
Neben der noch nicht erfolgreichen Schauspielerei besuchte Hopper diverse Schulen und lernt Peter Fonda kennen. Die beiden Freunde drehen das Roadmovie "Easy Rider" , welches mitsamt des Titelsongs "Born to be wild" zur Legende und zum Kultfilm wird.
Zwar konnte sich Hopper anschließend seine Rollen aussuchen, da er aber als stur und exzentrisch galt, stand er bei vielen Regisseuren auf der so genannten "schwarzen Liste". Dadurch drehte er viel in Europa, durchweg ohne großen Erfolg, versuchte sich an Drogen und Alkohol und heiratete mehrmals.
1986 verpflichtete ihn David Lynch für den Film "Blue Velvet" und 1998 gab es endlich wieder einen kommerziellen Erfolg mit dem Film "Colors - Farben der Gewalt". Hopper ging nun in eine Entzugsklinik und spielte in den folgenden jahren in etlichen Hollywood-Produktionen mit.
In den 90er Jahren war er in ca. 50 Filmen zu sehen, der Bekannteste davon ist vermutlich "Speed", wo er an der Seite von "Keanu Reeves" und "Sandra Bullock" spielte.

VIGGO MORTENSEN als Ronnie

Geboren in New York, aber schon in seiner Kindheit ein Weltenbummler; er lebte in Argentinien, Dänemark, Venezuela und Schweden. Dadurch spricht er jene Sprachen auch fließend.
1982 begann er eine Schauspielausbildung in New York und spielte vorerst Theater. Sein Leinwanddebüt gab er im Film "Der einzige Zeuge", wo er neben Harrison Ford eine kleine Rolle spielt. Es folgten Filme mit großen Schauspielern wie Michael Douglas oder Nicole Kidman.
Mit der Rolle des Aragon im Dreiteiler "Herr der Ringe" wird Mortensen weltbekannt. Danach spielte er unter anderem die Hauptrolle in "Hidalgo" und für deine Rolle in "Tödliche Versprechen" wurde er für mehrere Preise nominiert, auch für den Oscar.
Mortensen ist der Gründer des kleinen und unabhängigen Verlages "Perceval Press".

==SOWIE....==

Lolita Davidovich als Vikki Dunbar
Seymour Cassel als Virgil Leach
Jonathan Banks als Max Waxman
Christine Elise als Carol
Tony Lo Bianco als Tony Dio
Valerie Perrine als Mona
James Tolkan als Levitt

==**Meine Meinung**==

Wie Ihr wisst, stehe ich ja auf toughe Typen....Jackman, Diesel, Statham, die spielen alle mehr oder weniger den coolen Typen und es sind oftmals auch spannende Filme. In diese Riege gehört für mich eigentlich auch Wesley Snipes. Ich sehe den Mann sehr gerne, vor allem als "Blade", für mich seine absolute Paraderolle.
Liest man nun die Inhaltsangabe von "Boiling Point", könnte man direkt auf die Idee kommen, es handelt sich um einen spannenden Thriller. Hätte er auch werden können, wenn, ja, wenn was....eine richtige Idee habe ich eigentlich auch nicht!

Fakt ist aber, oder besser gesagt, meine Ansicht, dass die Schauspieler alle der Reihe nach nicht ihr besten Können abgeliefert haben. Sie agieren lust - und teilnahmslos, als Ausnahme würde ich da eher die Damen bezeichnen, die aber nur am Rande vorkommen.
Die Story ist irgendwie verworren, nicht ausgereift, als Zuschauer fragt man sich manchmal, "wie jetzt....!" und hat Mühe, der Handlung zu folgen. Was auch daran liegt, dass Hopper als "Red Diamond" auf allen möglichen Wegen versucht Geld aufzutreiben, und diese Wege bekommt man als Zuschauer nebenbei immer wieder präsentiert. Letztendlich ist es aber nur ein bestimmter Weg von Diamond, der zur Handlung beiträgt und auch wichtig ist, den findet man dann im Laufe des Films doch noch irgendwie heraus.

Der geneigte Zuschauer erfährt ebenfalls, dass Cops sowie Gangster aufgrund ihrer Tätigkeiten ständig ihre Beziehungen aufs Spiel setzen. Jimmy lebt getrennt von Frau und Kind, taucht aber regelmäßig dort auf, warum auch immer. Diamond hat eine geschiedene Frau, die er immer wieder aufsucht und die ständig wieder bereit ist, mit ihm zu gehen, nach vorherigen, stundenlangen Diskussionen, versteht sich. Auch Ronnie geht es ebenso; die Freundin will aufgrund seiner kirminellen Tätigkeiten nichts mehr von ihm wissen, aber selbstverständlich hat auch er ein überzeugendes Argument in der Hose....

Die eindeutig beste Frauenrolle hat dann doch Lolita Davidovich als Vikki, die als Hure arbeitet und Kontakt zu beiden Parteien hat. Mit Red Diamond geht sie tanzen, mit Jimmy ins Bett. Auch hier kreuzen sich also die Wege von Cop und Gangster, ohne dass die zwei voneinander wissen. Obwohl Vikki Jimmy durchaus von diesem "fabelhaften Tänzer" berichtet. Diamond hat sie nicht als Hure engagiert, sondern als Tanzpartnerin und geht ihr oftmals ins "Palace", um das Tanzbein zu schwingen. Das ist zwar nett anzusehen, bekomme ich aber mit der Story irgendwie nicht unter einen Hut....das hat irgendwie nichts miteinander zu tun.

Selten habe ich in einem Film die Synchronisation als so ätzend empfunden. Bei Snipes bin ich als deutsche Stimme eigentlich die von Torsten Michaelis gewohnt. In diesem Film wird er aber von Charles Rettinghaus synchronisiert, den man auch als deutsche Stimme von "CSI Las Vegas" - Star Warrick Brown und "Star Trek" Mitglied Jordie Laforce kennt. Er macht seine Sache keineswegs schlecht, aber wie gesagt, bei Snipes bin ich die coolere und dunklere Stimme einfach gewohnt und sie passt besser zu ihm.
Ganz schrecklich auch die krächzende und immer angestrengt wirkende Stimme von Hopper...irgendwie klingt die Stimme für mich unnatürlich.

Viele Dialoge und Gespräche wirken hölzern und nichtssagend. Hätte ich nicht nebenbei gebügelt, wäre ich wohl eingeschlafen...."gähn".

==**Musik und Sound**==

Ihr wisst es schon, ich bin kein Sound-Experte und habe keine riesige Stereoanlage zu Hause. Was ich beim Film hörte, war durchaus in Ordnung und für mich völlig ausreichend. Die Darsteller waren sehr gut zu verstehen, kein Rauschen, keine Nebengeräusche.

==**Bonusmaterial**==

Nicht berauschend....aber ich will es Euch nicht vorenthalten.

- Fotogalerie; verschiedene Szenen aus dem Film, wer braucht das?
- Trailer; ist eigentlich nur interessant, wenn man den Film noch nicht kennt
- Filmographien; der Name des jeweiligen Schauspielers und seine Filme
- Filmposter; häh? Was soll ich damit? Es mir auf'm Bildschirm stundenlang anschauen? So'n Quark....
- die Geschichte von Boiling Point; habe ich mir spaßeshalber mal angesehen und dabei erfahren, dass es eigentlich eine Buchverfilmung ist. Das Buch hat allerdings einen anderen Titel, nämlich "Money Men". Regissuer und Autor kommen zu Wort, wobei sich der Regisseur Harris ausführlich darüber äußert, wie schade er es findet, dass der Film so beschnitten wurde. Bestimmte Szenen hätten einfach in voller Länge sein müssen, um den Film besser verstehen zu können. Regisseur und Autor meinen außerdem, es wäre eigentlich ein " Film noir"und das er als Thriller angepriesen würde, wäre so nicht in Ordnung. Harris berichtet außerdem, dass Hopper meint, er hätte hier seine beste, schauspielerische Leistung abgeliefert.....

==**Fazit**==

Noch ein Wort zu Hoppers angeblich bester Darstellung; wenn der Mann dieser Meinung ist, nun gut. Dann verfügt er entweder über ein geringes Selbstbewusstsein, denn meiner Ansicht nach hat er schon sehr viel besser gespielt. Oder aber er ist größenwahnsinnig und sieht seine eigene Lustlosigkeit nicht. Die dritte Möglichkeit ist die, dass es einfach nur meine Meinung ist und andere das vermutlich ganz anders sehen, *gg* Allerdings hat sich wohl auch Hopper über die Schnittfassung des Filmes geärgert. Kann ja durchaus sein, dass man seine besten Szenen entfernt hat.

Aufgeregt habe ich mich über die Frauen im Film, insbesondere über Diamonds Exfrau und Ronnies Freundin. Sie werden dargestellt als dämliche Weiber, die nur richtig angesprochen werden müssen, damit sie ihren Typen erneut in die Arme fallen. Erst gibt es minutenlange Predigten, dass frau sich keinesfalls wieder mit dem Typen einlassen wird....die nächste Szene zeigt das Pärchen im Bett. Nach diesem Schäferstündchen möchte Diamonds Exfrau mal wieder einen Schlußstrich ziehen....aber sowie er erneut in dem Diner auftaucht, wo sie arbeitet, schmelzen all ihre guten Vorsätze dahin. Natürlich erst, nachdem sie wieder einen Monolog gehalten hat, warum sie sich nun endgültig von dem Mann fernhalten will...ich kann Euch sagen, das hat genervt! Ich meine, es mag solche Frauen geben, aber ich fands ätzend!
Nur Jimmys Exfrau stach da ein wenig heraus; sie hat einen neuen Freund und lebt glücklich und zufrieden. Nur das häufige Auftauchen von Jimmy nervt sie.

Nein, der Film ist kein zweites Ansehen im Original wert, wie ich es sonst gerne handhabe. Ich habe mal reingeschaltet, um festzustellen, dass Snipes Stimme im Original viel tiefer ist, als seine Synchronstimme, aber Hoppers deutsche Stimme mehr Ähnlichkeit mit der Originalstimme hat, als ich jemals vermuten würde.
Dieser Film ist noch nicht mal gutes Popcorn-Kino....die Kosten einer Kinokarte hätten mich in diesem Fall dann doch geärgert. So aber habe ich die DVD nur geliehen und kann sie beruhigt wieder zurückgeben. "Boiling Point" heißt übersetzt "Siedepunkt", aber, ganz ehrlich, hier hat mich gar nichts zum Kochen gebracht.

Herzlichen Dank fürs Lesen, Bewerten und Kommentieren :o)

Fazit: Ein Film, der viel verspricht und nichts hält. Da nützen auch Snipes' und Hoppers Anwesenheit nichts