Black Sheep (DVD)



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Neuester Testbericht: ... einen Beweis sicherstellen, das wird aber von den Wachen bemerkt. Eine Verfolgungsjagd durch den Wald beginnt. Während der Verfolgungsjag... mehr
Die Rache der Schafe
Black Sheep (DVD)

Name des Mitglieds: XXLALF
Produkt:
Black Sheep (DVD)
Datum: 03.11.10, geändert am 03.11.10 (173 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Lustige Horrorkomödie
Nachteile: Gibt es keinen
Unter unserer DVD-Sammlung befinden sich so viele Liebes-, Action-, Fantasie- und wer weiß was für Filme noch, nur keine richtigen Horrorfilme ab 18, wobei ich unter "richtigen" mehr die Trash-Horror Filme meine, in welchen es noch was zum Lachen gibt. Und da ich mich in dieser Film-Kategorie noch nicht so gut auskenne, beherzigte ich den Ratschlag eines sehr guten Freundes, mir mal nur so zum Einstieg "Black Sheep" anzuschauen, dessen DVD wir für ca. 10 Euro in Stuttgart im Saturn erstanden, und am selben Abend noch im Abspielgerät versenkten.
Bevor ich zu meiner eigenen Meinung überschwenke, möchte ich kurz die paar Sätze des Filminhalts abschreiben, so wie sich diese auf dem Cover findet.
Henry Oldfield (Nathan Meister) hat seit seiner Kindheit eine Phobie vor Schafen. Als er nach Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrt, um seinen Anteil der elterlichen Farm an seinen Bruder Angus (Peter Feeney) zu verkaufen, ahnt er nicht welche gefährlichen Gen-Experimente sein Bruder mit den Schafen betreibt. Als dann noch zwei Umweltaktivisten versehentlich ein mutiertes Schaf befreien, nimmt das Unheil seinen Lauf und Tausende von Schafen verwandeln sich in blutrünstige Killerbestien.
Nun gleich zur eigenen Meinung
Warum einer, der auf einer Schaf-Farm groß geworden ist, plötzlich vor diesen harmlosen Tierchen, die uns als Woll- und Fleischlieferant dienen Angst hat, hat keine gar schöne Bewandtnis. Schuld dran hat sein Bruder, der auf ein unschuldiges, weißes Schaf, welches sein Bruder lieb gewonnen hat, mit einer Axt losgeht. Wehren kann sich das arme Tier nicht, da es angebunden ist, wobei er anschließend diesem das Fell abzieht, sich über den Kopf hängt, und damit seinen Bruder erschreckt.
Wie dieser mit der Axt auf das Schaf einschlägt, wird im Film nicht gezeigt, genauso wenig hört man einen Schrei des Tiers. Man sieht nur, wie er die Axt erhebt, und dann eben das Schaffell und den Schafschädel, und die darunter liegende recht blutige Haut, an welcher noch Fleischfetzen hängen.
Aber warum tut er dies? Nur um seinen Bruder zu ärgern? Da steckt wahre Eifersucht dahinter, zumal er ein Handicap mit seinen Beinen hat, sprich beim Schafe zusammentreiben eher im Hintergrund steht, und deshalb der Auffassung ist, dass er von seinem Vater weniger Beachtung bekommt, er ihn weniger lieb hat.
Auf jeden Fall ist es für ihn heute noch, nach 15 Jahren ein wahrer Alptraum, wenn er Schafe nur sieht, obwohl er sich schon jahrelang in Psychologischer Behandlung befindet. Der Schreck von damals sitzt ihm jetzt noch tief in den Knochen, obwohl er sich in einem geschlossen Auto eigentlich vor den Schafen geschützt fühlen müsste. Tut er jedoch nicht, er bekommt Schweißausbrüche und Panische Angstzustände, sodass er verzweifelt versucht seinen Therapeuten per Handy darüber zu informieren. Normal hat er ja vor, gleich wieder ins Taxi zu steigen nachdem er mit seinem Bruder geredet hat, jedoch es kommt ganz anders. Die Taxi-Uhr läuft und läuft, wobei der Fahrer in der Zwischenzeit ein Schläfchen hält, und er bei der Haushälterin in der Küche sitzt, die gerade auf dem Küchentisch ein Kaninchen ausnimmt.
Dabei greift sie mit ihren klobigen Händen fast schon bestialisch in das Innere des totes Kaninchens und zieht die Eingeweide heraus, woraufhin dieser Schaf-traumatisierte Farmersohn mit seinem Mageninhalt wahrlich zu kämpfen hat.
Ja, und dann nähern sich zwei etwas übermotivierte Umwelt- und Tierschützer, dieser, nur noch nach außen hin wirkenden "Farm", und beobachten, wie Leute in Laborkitteln sehr behutsam Behälter aus diesem Gebäude tragen, und für recht kurze Zeit unbeachtet abstellen. Das ist der Zeitpunkt um aktiv zu werden. So sieht es zumindest der, etwas einfältig und tollpatschig wirkende Grant (Oliver Driver), der sofort die Gelegenheit beim Schopf packt, und in einem unbeobachteten Moment losrennt, um einen gläsernen Behälter aus einer Art Kühltasche zu stehlen. Was sich darin befindet weiß er wohl nicht, aber dass es sich um Beweismaterial handelt, um diesem Schaffarmer das Handwerk zu legen, davon ist er überzeugt. Jedoch nicht nur er, sondern auch seine Mitstreiterin, die er als seine Freundin sieht. Okay, ein lustiges Gespann sind die zwei schon, zumal sie viel überlegter denkt, wobei er gleich zur Tat schreitet. Und deshalb muss man sich auch nicht wundern, dass dieser Diebstahl des gläsernen Behälters mit undefinierbarem Inhalt von den Laborleuten nicht unbemerkt bleibt, und eine wilde Verfolgungsjagd durch den Wald, über Stock und Stein beginnt, die damit endet, als Grant stolpert, das Glas zu Bruch geht, und ein kleines Monster-Lämmchen mit fürchterlichen Zähnen frei kommt. Sozusagen wird nicht nur mit diesem freikommen die Geburtsstunde des kleinen Monster-Lämmchens eingeläutet, sondern auch das Unheil, dass nun über die Menschen kommt.
Au Mann, wie tragisch hört sich bis jetzt diese Geschichte an, wobei man schon mal davon ausgeht, dass es sich um Genmanipulierte Klon-Schafe handelt, deren An- und Aufzucht ja noch immer verboten ist. Okay, mit Genmanipuliert liegt man schon richtig, nur zu was für einen Zweck, dem sind die Öko-Freaks und Tierschützer auf der Spur.
Ein Säugetier ist dennoch dieses kleine Frankenstein-Lamm, auch wenn es nicht im Bauch eines Mutterschafs herangewachsen ist, sondern in einem Reagenzglas. Und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es instinktiv sofort was zum Nuckeln sucht, wobei es keine Unterschiede macht, zwischen einer Zitze oder einem Ohr, an welchem es sich richtig festsaugt und -beißt. Solch ein saugen oder knabbern am Ohr kann ja durchaus für beide als erregend empfunden werden, wobei es jedoch den Anschein hat, dass es nur einem gut tut, nämlich dem kleinen Monster-Lamm, das nicht einen Gedanken verliert von diesem Ohr abzulassen, obwohl der andere sich energisch dagegen wehrt, und es abzuschütteln versucht.
Recht komisch und zum Lachen sieht diese Szene schon aus, in welcher das menschliche Ohr wie ein Kaugummi in die Länge gezogen wird, wobei ich an meine eigene Schulzeit erinnere, als mein Lehrer mich an meinem Ohr packte, weil ich noch etwas ganz wichtiges, unaufschiebbares, mit meiner Banknachbarin zu bereden hatte. Oh ja, das tat schon fürchterlich weh, sodass es mir zumindest nicht schwer fiel, mit dieser armen Kreatur mitzufühlen, und ich schon aus dem Grund Reflexartig an mein eigenes Ohr fassen musste.
Nicht allein auf Menschen ist dieses "Unschuldslamm" getrimmt, sondern es nutzt seine scheinbare Hilflosigkeit unverschämter Weise und bestialisch aus, indem es kläglich nach seiner Mutter ruft, ein Mutterschaf zu Hilfe eilt, welchem es dann recht garstig, in einem Schwapp, in die Schnauze beißt.
Was wir bis jetzt noch nicht wissen ist, dass durch diese Bisse, die das unscheinbare Lämmchen, Grant und einem Mutterschaf zugefügt hat , ein Virus mit übertragen wird, welcher eine Mutation hervorruft, sodass alle die gebissen werden zu ebenso solchen Fleischfressenden Monstern werden. Nach solch einem Biss von einem Monster-Schaf, verschmäht auch ein Vegetarier kein Fleisch mehr, was man an Garnt erkennt, der zuerst ein lebendes Kaninchen zärtlich und liebevoll streichelt, bevor er herzhaft zubeißt.
Dass diese Killerbestien (Schafe) ganz schön rabiat, ja blutrünstig sein können, fällt auf den ersten Blick niemandem auf, sozusagen lassen sich Kranke Schafe vom äußeren Erscheinungsbild nicht von Gesunden unterscheiden. Aber dass sie einen mächtigen Appetit auf Fleisch haben, und auch ganz schön zubeißen, ja totbeißen können, entdecken der Farmersohn, der Angst vor Schafen hat, die Tierschützerin und der Verwalter, als sie dem Rauch nachgehen, der aus einer kleinen Hütte steigt. Mit durchgebissener Kehle finden sie den Mann vor, der gerade im Begriff war, sein Essen warm zu machen.
Ach ja, da fällt mir der Zusammenschnitt folgender Szene ein:
Zuerst sieht man die Haushälterin, die etwas recht blutiges kleinschneidet, was jedoch kein schönes Stück Fleisch ist, sondern es sich mehr um Innereinen und Gedärmen handelt, was ganz einfach gesagt, einer recht schwabbligen Angelegenheit gleichkommt, mit welcher sie nicht gerade zimperlich umgeht. Sie nimmt also solch ein schwabbliges, recht blutiges "Etwas", geradezu gierig, ja draufgängerisch in ihre klobigen Hände und schneidet großzügig drauf los, das sie dann in eine Schüssel gibt. Im selben Moment wird der Inhalt einer Dose mit Spaghetti und Tomatensoße gezeigt, die der Farmer gerade in einen Topf schüttet. Ekelig finde ich zumindest diesen Anblick der weichgekochten Spaghetti, die wie helle Würmer in der hellroten Soße aussehen, sodass mir für die nächsten Tage der Appetit auf Spaghetti mit Tomatensoße mächtig vergangen ist.
Zurück also in die Hütte, in welcher sie den toten Farmer mit durchgebissener Kehle vorgefunden haben. In dieser Hütte lauert noch irgendwo das blutrünstige Schaf, wobei es einen günstigen Augenblick abwartet, bis es wieder zuschlagen kann. Und jetzt erst machen die 3 zum ersten Mal Bekanntschaft mit solch einem rabiaten Schaf, das auch ohne Hörner, allein mit dem Schädel durch eine geschlossene Holztür kommt. Zwei Schuss werden für dieses Tier benötigt, um es zu Fall zu bringen, wobei wie bei den Zombies auch, nur ein Schuss, genau in den Kopf für das Schaf tödlich ist.
Soviel hab ich schon aus den Zombies Filmen gelernt.
Dass es sich bei diesen Bestien um Zombie-Schafe handelt, kann man nicht verleugnen, obwohl ihnen das verschobene, schräge Aussehen fehlt, und auch sonst nichts Äußeres darauf hindeutet, dass es sich um Killer-Bestien handelt. Jedoch wenn solch ein recht Bisswütiges Schaf einen Menschen beißt, wird dieser mit der Zeit einem Schaf immer ähnlicher. Nicht nur im Aussehen, was diese dann wie Zombies erscheinen lässt, sondern auch in der Gewohnheit, immer kräftig zuzubeißen, wenn jemand mal einem schräg kommt.
Und dennoch werden von den zig-tausenden Schafen nicht alle krank, wobei komischerweise nicht jedes Schaf gebissen wird, sondern nur auserwählte, die jedoch dann dazu verdammt sind, dass sie über Menschen herfallen und diese töten. Und dazu haben sie Gelegenheit, als ein Empfang gegeben wird, bei welchem ein ganz blütenweißes, mehr als unschuldig aussehendes Schaf, präsentiert wird, dessen Urvater im wortwörtlichen Sinn der Inhaber der Schaffarm selber ist. Hört sich schon ziemlich krank an.
Dazu möchte ich folgende Szene kurz beschreiben:
Der ganze Empfang findet im Freien statt. Recht viele Menschen haben sich schon eingefunden, wobei einige, davon mehr Frauen als Männer scheinbar etwas hören, was für andere noch unhörbar ist. Aufhorchen tun sie, wie man es von den Wildwest- und Indianerfilmen her kennt, bevor das Unheil über diese einstürzt. Jedoch sind es keine Büffel, sondern eine wild gewordene Schafherde, die sich wie eine breite Lawine unter grollen und donnern ihnen nähert, und alles niedermäht, was vorher noch auf den Beinen war. Regelrecht bestialisch zerfleischt werden diese von den Schafen, wobei das ganze einem riesengroßen Racheakt gleicht.
Okay, bei dem ganzen Versuch ein Schaf zu züchten, dessen Wollertrag ums vielfache mehr ist, wurde im gleichen Zug das Gegenmittel hergestellt, falls das Experiment in die Hose geht. Und dieses fällt mehr durch Zufall dem Verwalter in die Hände, der dieses nun Mensch wie Schaf verabreicht. Nur leider reicht das Mittel nicht für alle Schafe aus, weil jedoch die kranken Schafe unter mächtigen Blähungen leiden und sozusagen Methangas ihrem Gedärm entweicht, reicht ein Funke, und die Sache hat sich erledigt.
Nun bin ich also am Schluss des Films angelangt, wobei es jedoch etliche ganz tolle Szenen gibt, die einem richtigen Horrorfilm entsprungen sind. So z.B. die Szene mit der Kettensäge oder der Axt, dem enthäuteten und geöffneten Körper, in welchem noch das Herz schlägt usw. Ich bin der Ansicht, dass solche Trash-Horrorfilme wirklich einsame Klasse sind, auch wenn zum Teil recht grusige und ekelerregende Dinge gezeigt werden, finde ich sie, ohne große Worte zu verlieren schlichtweg höchst ergreifend und recht amüsant. Klar, ein großer Sinn steckt nicht dahinter, wobei ich nach dem auch nicht suche, wenn ich mir eine Trash-Horror-Komödie anschaue, darin so eine Art britischer, rabenschwarzer Humor begraben ist. Einfach ein super irrer, abgefahrener Film ist "Black Sheep" mit den blutrünstigen, bestialischen Schafen schon, welchem ich die volle Punktezahl gebe, wenngleich es mindestens vierzig Millionen Schafe in Neuseeland gibt, die alle die Schnauze gestrichen voll haben. Von was oder von wem? Da Hüll ich mich lieber in Schweigen.
Daten zur DVD "Black Sheep"
* Darsteller: Matthew Chamberlain, Oliver Driver, Nathan Meister
* Regisseur(e): Jonathan King
* Komponist: Victoria Kelly
* Format: Dolby, PAL, Surround Sound
* Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
* Region: Region 2
* Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
* Anzahl Disks: 1
* FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
* Studio: Ascot Elite Home Entertainment GmbH
* Erscheinungstermin: 22. November 2007
* Produktionsjahr: 2007
* Spieldauer: 83 Minuten
Extras: Trailershow
Bildqualität ist ganz okay, sogar wunderbar, wobei es bei der Tonqualität einen Aussetzer gibt. Der Ton ist im ersten Drittel des Films einmal für einen kurzen Moment fast nicht hörbar.
Fazit: Eine recht außergewöhnlich amüsante Trash-Horror-Komödie, die keineswegs mit grausig-horrenden, recht blutigen Effekten sparsam umgeht.
Bevor ich zu meiner eigenen Meinung überschwenke, möchte ich kurz die paar Sätze des Filminhalts abschreiben, so wie sich diese auf dem Cover findet.
Henry Oldfield (Nathan Meister) hat seit seiner Kindheit eine Phobie vor Schafen. Als er nach Jahren in sein Heimatdorf zurückkehrt, um seinen Anteil der elterlichen Farm an seinen Bruder Angus (Peter Feeney) zu verkaufen, ahnt er nicht welche gefährlichen Gen-Experimente sein Bruder mit den Schafen betreibt. Als dann noch zwei Umweltaktivisten versehentlich ein mutiertes Schaf befreien, nimmt das Unheil seinen Lauf und Tausende von Schafen verwandeln sich in blutrünstige Killerbestien.
Nun gleich zur eigenen Meinung
Warum einer, der auf einer Schaf-Farm groß geworden ist, plötzlich vor diesen harmlosen Tierchen, die uns als Woll- und Fleischlieferant dienen Angst hat, hat keine gar schöne Bewandtnis. Schuld dran hat sein Bruder, der auf ein unschuldiges, weißes Schaf, welches sein Bruder lieb gewonnen hat, mit einer Axt losgeht. Wehren kann sich das arme Tier nicht, da es angebunden ist, wobei er anschließend diesem das Fell abzieht, sich über den Kopf hängt, und damit seinen Bruder erschreckt.
Wie dieser mit der Axt auf das Schaf einschlägt, wird im Film nicht gezeigt, genauso wenig hört man einen Schrei des Tiers. Man sieht nur, wie er die Axt erhebt, und dann eben das Schaffell und den Schafschädel, und die darunter liegende recht blutige Haut, an welcher noch Fleischfetzen hängen.
Aber warum tut er dies? Nur um seinen Bruder zu ärgern? Da steckt wahre Eifersucht dahinter, zumal er ein Handicap mit seinen Beinen hat, sprich beim Schafe zusammentreiben eher im Hintergrund steht, und deshalb der Auffassung ist, dass er von seinem Vater weniger Beachtung bekommt, er ihn weniger lieb hat.
Auf jeden Fall ist es für ihn heute noch, nach 15 Jahren ein wahrer Alptraum, wenn er Schafe nur sieht, obwohl er sich schon jahrelang in Psychologischer Behandlung befindet. Der Schreck von damals sitzt ihm jetzt noch tief in den Knochen, obwohl er sich in einem geschlossen Auto eigentlich vor den Schafen geschützt fühlen müsste. Tut er jedoch nicht, er bekommt Schweißausbrüche und Panische Angstzustände, sodass er verzweifelt versucht seinen Therapeuten per Handy darüber zu informieren. Normal hat er ja vor, gleich wieder ins Taxi zu steigen nachdem er mit seinem Bruder geredet hat, jedoch es kommt ganz anders. Die Taxi-Uhr läuft und läuft, wobei der Fahrer in der Zwischenzeit ein Schläfchen hält, und er bei der Haushälterin in der Küche sitzt, die gerade auf dem Küchentisch ein Kaninchen ausnimmt.
Dabei greift sie mit ihren klobigen Händen fast schon bestialisch in das Innere des totes Kaninchens und zieht die Eingeweide heraus, woraufhin dieser Schaf-traumatisierte Farmersohn mit seinem Mageninhalt wahrlich zu kämpfen hat.
Ja, und dann nähern sich zwei etwas übermotivierte Umwelt- und Tierschützer, dieser, nur noch nach außen hin wirkenden "Farm", und beobachten, wie Leute in Laborkitteln sehr behutsam Behälter aus diesem Gebäude tragen, und für recht kurze Zeit unbeachtet abstellen. Das ist der Zeitpunkt um aktiv zu werden. So sieht es zumindest der, etwas einfältig und tollpatschig wirkende Grant (Oliver Driver), der sofort die Gelegenheit beim Schopf packt, und in einem unbeobachteten Moment losrennt, um einen gläsernen Behälter aus einer Art Kühltasche zu stehlen. Was sich darin befindet weiß er wohl nicht, aber dass es sich um Beweismaterial handelt, um diesem Schaffarmer das Handwerk zu legen, davon ist er überzeugt. Jedoch nicht nur er, sondern auch seine Mitstreiterin, die er als seine Freundin sieht. Okay, ein lustiges Gespann sind die zwei schon, zumal sie viel überlegter denkt, wobei er gleich zur Tat schreitet. Und deshalb muss man sich auch nicht wundern, dass dieser Diebstahl des gläsernen Behälters mit undefinierbarem Inhalt von den Laborleuten nicht unbemerkt bleibt, und eine wilde Verfolgungsjagd durch den Wald, über Stock und Stein beginnt, die damit endet, als Grant stolpert, das Glas zu Bruch geht, und ein kleines Monster-Lämmchen mit fürchterlichen Zähnen frei kommt. Sozusagen wird nicht nur mit diesem freikommen die Geburtsstunde des kleinen Monster-Lämmchens eingeläutet, sondern auch das Unheil, dass nun über die Menschen kommt.
Au Mann, wie tragisch hört sich bis jetzt diese Geschichte an, wobei man schon mal davon ausgeht, dass es sich um Genmanipulierte Klon-Schafe handelt, deren An- und Aufzucht ja noch immer verboten ist. Okay, mit Genmanipuliert liegt man schon richtig, nur zu was für einen Zweck, dem sind die Öko-Freaks und Tierschützer auf der Spur.
Ein Säugetier ist dennoch dieses kleine Frankenstein-Lamm, auch wenn es nicht im Bauch eines Mutterschafs herangewachsen ist, sondern in einem Reagenzglas. Und deshalb ist es auch nicht verwunderlich, dass es instinktiv sofort was zum Nuckeln sucht, wobei es keine Unterschiede macht, zwischen einer Zitze oder einem Ohr, an welchem es sich richtig festsaugt und -beißt. Solch ein saugen oder knabbern am Ohr kann ja durchaus für beide als erregend empfunden werden, wobei es jedoch den Anschein hat, dass es nur einem gut tut, nämlich dem kleinen Monster-Lamm, das nicht einen Gedanken verliert von diesem Ohr abzulassen, obwohl der andere sich energisch dagegen wehrt, und es abzuschütteln versucht.
Recht komisch und zum Lachen sieht diese Szene schon aus, in welcher das menschliche Ohr wie ein Kaugummi in die Länge gezogen wird, wobei ich an meine eigene Schulzeit erinnere, als mein Lehrer mich an meinem Ohr packte, weil ich noch etwas ganz wichtiges, unaufschiebbares, mit meiner Banknachbarin zu bereden hatte. Oh ja, das tat schon fürchterlich weh, sodass es mir zumindest nicht schwer fiel, mit dieser armen Kreatur mitzufühlen, und ich schon aus dem Grund Reflexartig an mein eigenes Ohr fassen musste.
Nicht allein auf Menschen ist dieses "Unschuldslamm" getrimmt, sondern es nutzt seine scheinbare Hilflosigkeit unverschämter Weise und bestialisch aus, indem es kläglich nach seiner Mutter ruft, ein Mutterschaf zu Hilfe eilt, welchem es dann recht garstig, in einem Schwapp, in die Schnauze beißt.
Was wir bis jetzt noch nicht wissen ist, dass durch diese Bisse, die das unscheinbare Lämmchen, Grant und einem Mutterschaf zugefügt hat , ein Virus mit übertragen wird, welcher eine Mutation hervorruft, sodass alle die gebissen werden zu ebenso solchen Fleischfressenden Monstern werden. Nach solch einem Biss von einem Monster-Schaf, verschmäht auch ein Vegetarier kein Fleisch mehr, was man an Garnt erkennt, der zuerst ein lebendes Kaninchen zärtlich und liebevoll streichelt, bevor er herzhaft zubeißt.
Dass diese Killerbestien (Schafe) ganz schön rabiat, ja blutrünstig sein können, fällt auf den ersten Blick niemandem auf, sozusagen lassen sich Kranke Schafe vom äußeren Erscheinungsbild nicht von Gesunden unterscheiden. Aber dass sie einen mächtigen Appetit auf Fleisch haben, und auch ganz schön zubeißen, ja totbeißen können, entdecken der Farmersohn, der Angst vor Schafen hat, die Tierschützerin und der Verwalter, als sie dem Rauch nachgehen, der aus einer kleinen Hütte steigt. Mit durchgebissener Kehle finden sie den Mann vor, der gerade im Begriff war, sein Essen warm zu machen.
Ach ja, da fällt mir der Zusammenschnitt folgender Szene ein:
Zuerst sieht man die Haushälterin, die etwas recht blutiges kleinschneidet, was jedoch kein schönes Stück Fleisch ist, sondern es sich mehr um Innereinen und Gedärmen handelt, was ganz einfach gesagt, einer recht schwabbligen Angelegenheit gleichkommt, mit welcher sie nicht gerade zimperlich umgeht. Sie nimmt also solch ein schwabbliges, recht blutiges "Etwas", geradezu gierig, ja draufgängerisch in ihre klobigen Hände und schneidet großzügig drauf los, das sie dann in eine Schüssel gibt. Im selben Moment wird der Inhalt einer Dose mit Spaghetti und Tomatensoße gezeigt, die der Farmer gerade in einen Topf schüttet. Ekelig finde ich zumindest diesen Anblick der weichgekochten Spaghetti, die wie helle Würmer in der hellroten Soße aussehen, sodass mir für die nächsten Tage der Appetit auf Spaghetti mit Tomatensoße mächtig vergangen ist.
Zurück also in die Hütte, in welcher sie den toten Farmer mit durchgebissener Kehle vorgefunden haben. In dieser Hütte lauert noch irgendwo das blutrünstige Schaf, wobei es einen günstigen Augenblick abwartet, bis es wieder zuschlagen kann. Und jetzt erst machen die 3 zum ersten Mal Bekanntschaft mit solch einem rabiaten Schaf, das auch ohne Hörner, allein mit dem Schädel durch eine geschlossene Holztür kommt. Zwei Schuss werden für dieses Tier benötigt, um es zu Fall zu bringen, wobei wie bei den Zombies auch, nur ein Schuss, genau in den Kopf für das Schaf tödlich ist.
Soviel hab ich schon aus den Zombies Filmen gelernt.
Dass es sich bei diesen Bestien um Zombie-Schafe handelt, kann man nicht verleugnen, obwohl ihnen das verschobene, schräge Aussehen fehlt, und auch sonst nichts Äußeres darauf hindeutet, dass es sich um Killer-Bestien handelt. Jedoch wenn solch ein recht Bisswütiges Schaf einen Menschen beißt, wird dieser mit der Zeit einem Schaf immer ähnlicher. Nicht nur im Aussehen, was diese dann wie Zombies erscheinen lässt, sondern auch in der Gewohnheit, immer kräftig zuzubeißen, wenn jemand mal einem schräg kommt.
Und dennoch werden von den zig-tausenden Schafen nicht alle krank, wobei komischerweise nicht jedes Schaf gebissen wird, sondern nur auserwählte, die jedoch dann dazu verdammt sind, dass sie über Menschen herfallen und diese töten. Und dazu haben sie Gelegenheit, als ein Empfang gegeben wird, bei welchem ein ganz blütenweißes, mehr als unschuldig aussehendes Schaf, präsentiert wird, dessen Urvater im wortwörtlichen Sinn der Inhaber der Schaffarm selber ist. Hört sich schon ziemlich krank an.
Dazu möchte ich folgende Szene kurz beschreiben:
Der ganze Empfang findet im Freien statt. Recht viele Menschen haben sich schon eingefunden, wobei einige, davon mehr Frauen als Männer scheinbar etwas hören, was für andere noch unhörbar ist. Aufhorchen tun sie, wie man es von den Wildwest- und Indianerfilmen her kennt, bevor das Unheil über diese einstürzt. Jedoch sind es keine Büffel, sondern eine wild gewordene Schafherde, die sich wie eine breite Lawine unter grollen und donnern ihnen nähert, und alles niedermäht, was vorher noch auf den Beinen war. Regelrecht bestialisch zerfleischt werden diese von den Schafen, wobei das ganze einem riesengroßen Racheakt gleicht.
Okay, bei dem ganzen Versuch ein Schaf zu züchten, dessen Wollertrag ums vielfache mehr ist, wurde im gleichen Zug das Gegenmittel hergestellt, falls das Experiment in die Hose geht. Und dieses fällt mehr durch Zufall dem Verwalter in die Hände, der dieses nun Mensch wie Schaf verabreicht. Nur leider reicht das Mittel nicht für alle Schafe aus, weil jedoch die kranken Schafe unter mächtigen Blähungen leiden und sozusagen Methangas ihrem Gedärm entweicht, reicht ein Funke, und die Sache hat sich erledigt.
Nun bin ich also am Schluss des Films angelangt, wobei es jedoch etliche ganz tolle Szenen gibt, die einem richtigen Horrorfilm entsprungen sind. So z.B. die Szene mit der Kettensäge oder der Axt, dem enthäuteten und geöffneten Körper, in welchem noch das Herz schlägt usw. Ich bin der Ansicht, dass solche Trash-Horrorfilme wirklich einsame Klasse sind, auch wenn zum Teil recht grusige und ekelerregende Dinge gezeigt werden, finde ich sie, ohne große Worte zu verlieren schlichtweg höchst ergreifend und recht amüsant. Klar, ein großer Sinn steckt nicht dahinter, wobei ich nach dem auch nicht suche, wenn ich mir eine Trash-Horror-Komödie anschaue, darin so eine Art britischer, rabenschwarzer Humor begraben ist. Einfach ein super irrer, abgefahrener Film ist "Black Sheep" mit den blutrünstigen, bestialischen Schafen schon, welchem ich die volle Punktezahl gebe, wenngleich es mindestens vierzig Millionen Schafe in Neuseeland gibt, die alle die Schnauze gestrichen voll haben. Von was oder von wem? Da Hüll ich mich lieber in Schweigen.
Daten zur DVD "Black Sheep"
* Darsteller: Matthew Chamberlain, Oliver Driver, Nathan Meister
* Regisseur(e): Jonathan King
* Komponist: Victoria Kelly
* Format: Dolby, PAL, Surround Sound
* Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
* Region: Region 2
* Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
* Anzahl Disks: 1
* FSK: Freigegeben ab 18 Jahren
* Studio: Ascot Elite Home Entertainment GmbH
* Erscheinungstermin: 22. November 2007
* Produktionsjahr: 2007
* Spieldauer: 83 Minuten
Extras: Trailershow
Bildqualität ist ganz okay, sogar wunderbar, wobei es bei der Tonqualität einen Aussetzer gibt. Der Ton ist im ersten Drittel des Films einmal für einen kurzen Moment fast nicht hörbar.
Fazit: Eine recht außergewöhnlich amüsante Trash-Horror-Komödie, die keineswegs mit grausig-horrenden, recht blutigen Effekten sparsam umgeht.
Fazit: Siehe unterer Abschnitt
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