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Neuester Testbericht: ... an Leukämie. Die Eltern Sara und Brian sind verzweifelt, da sie nicht wissen, wie sie ihrem Kind helfen können. Zwar wollen sie sich tes... mehr
Geteiltes Leid?
Beim Leben meiner Schwester (DVD)

Name des Mitglieds: boomer0071
Produkt:
Beim Leben meiner Schwester (DVD)
Datum: 02.11.10, geändert am 01.10.11 (119 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Einfühlsame, zu Tränen rührende Geschichte mit tollen Schauspielern.
Nachteile: Nichts.
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Kurzbeschreibung:
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(lt. amazon) Von Geburt an war Anna die Lebensversicherung für ihre krebskranke Schwester Kate. Doch als sie nach Blut, Zellen und Rückenmark auch eine Niere spenden soll, zieht das Mädchen vor Gericht, um Selbstbestimmung für ihren Körper einzuklagen. Damit rüttelt sie ihre ganze Familie auf, der bewusst wird, wie sehr sich Rollen, Bindungen und Gefühle durch die Konzentration auf Kate veränderten. Nur Mutter Sara lässt jedes Verständnis für Annas Widerstand vermissen. Sie ahnt nicht, was wirklich hinter ihrer Weigerung steckt.
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Mein Eindruck:
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Der Mittelpunkt der Familie Fitzgerald ist die krebskranke Kate, die mittlerweile 15 ist. Von klein auf hat sie Leukämie und alles dreht sich um sie. Selbst ihre jüngere Schwester Anna wurde speziell gezeugt um Kate lebensnotwendige Zellen, Knochenmark, Blut usw. spenden zu können! Bisher war das kein großes Thema in der Familie, da Anna als einzige spenden konnte, doch als Kate ins Krankenhaus muss, weil ihre Niere versagt hat und Anna ihr eine Niere spenden soll, scheint es als hätte Anna es satt als "Ersatzteillager" für ihre Schwester zu fungieren und engagiert einen Anwalt (Alec Baldwin) damit sie ab sofort frei über ihren Körper verfügen kann!
An der Stelle ist man bereits zu Tränen gerührt und man fragt sich selbst: Hat die todkranke Kate das Recht auf die Spenderniere? Hat Anna mit ihren 11 Jahren das Recht über ihren Körper frei zu verfügen? Zerbricht die Familie daran?
Oder ist doch alles anders als es scheint?
Dieser Film ist in jeder Hinsicht gut gelungen und ich denke die brisante Thematik geht kaum an einem Zuschauer vorbei. Es gibt nichts zu bemäkeln - im Gegenteil! Die Schauspieler gehen in ihren Rollen auf und sind ohne Ausnahme allesamt fantastisch! Ihnen voran
Sofia Vassilieva - Kate Fitzgerald (Kate, die krebskranke Tochter)
Ihre Darstellung der krebskranken Kate ist richtig überzeugend, und das obwohl sie selbst bei den Dreharbeiten knapp 17 war. Sie möchte eine "ganz normale" Jugendliche sein, und hat doch gelernt mit der Krankheit zu leben und weiß, dass sie ihr den Tod bringen wird.
Sofia war im Film dementsprechend "auf krank geschminkt", hatte durch die Chemo die halbe Zeit keine Kopfhaare, Augenbrauen usw. mehr, aber sie hat ihre Erkrankung auch hervorragend darstellen können - man nimmt ihr die Rolle ohne Zögern ab!
Abigail Breslin - Anna Fitzgerald (Anna, das "Spenderkind")
In erster Linie zu dem Zweck in die Welt gesetzt um ihrer älteren, krebskranken Schwester alles spenden zu können was diese braucht. Von Geburt an musste sie sich Knochenmark entnehmen lassen, Blut u. Zellen spenden usw. und große Schmerzen erleiden. Alles um ihrer Schwester zu helfen, welche sie aber abgöttisch liebt. So tragisch und kalt sich das auch anhört, hat Anna doch ihren Platz in der Familie gefunden und wird von allen geliebt.
Abigail spielt ihre Rolle der kleinen Anna überzeugend, aber ein Fitzelchen unglaubwürdig war manchmal wie "erwachsen" und altklug Anna sich mit ihren 11 Jahren verhalten und geredet hat. In der Realität habe ich das leider noch nicht erlebt :) aber im Film passt es natürlich perfekt.
Cameron Diaz - Sara Fitzgerald (die Mutter)
Sie spielt die Mutter von Kate (u. Anna u. Jesse) in diesem Drama. Sie hat extra ihren Job als Rechtsanwältin an den Nagel gehängt um für ihre Tochter da sein zu können. Kate zu betreuen und sie am Leben zu erhalten ist ihr größtes Ziel im Leben, daneben gehen andere Familienprobleme leicht unter. Sie ist übervorsichtig im Umgang mit Kate, könnte doch jeder Fehler und jede Kleinigkeit den Tod ihrer Tochter bedeuten.
Cameron Diaz spielt glaubwürdig die überfürsorgliche Mutter, die hartnäckig um das Leben ihrer Tochter kämpft. Das hätte ich ihr gar nicht zugetraut, bei all den oberflächlichen Rollen, die sie bisher gespielt hat. Sie macht ihre Sache sehr gut, und ich hoffe in Zukunft sie öfters in solchen Rollen zu sehen.
Jason Patric - Brian Fitzgerald (der Vater)
Als Feuerwehrmann ist er natürlich beruflich bedingt nicht so viel zu Hause und hat seiner Frau größtenteils die Erziehung überlassen. Im Film taucht er mal auf um am Abendessen teilzunehmen oder seine todkranke Tochter an den Strand zu fahren oder sich mit seiner Frau zu streiten :) Aber neben den drei Frauen (Kate, Sara und Anna) geht er etwas unter und ist nur ein blasser Nebendarsteller.
Ein paar der Nebenrollen sind besetzt mit Evan Ellingson als der ältere Bruder Jesse Fitzgerald, der sich mit seinen beiden Schwestern erstaunlich gut versteht. Und Alec Baldwin (Campbell Alexander) als Rechtsanwalt der jungen Anna. Und Thomas Dekker alias Taylor (der ebenfalls Leukämie hat und Kate im Krankenhaus kennenlernt) als kurzfristiger Freund von Kate, der leider verstirbt.
Mein Tipp: Eine riesengroße Packung Taschentücher bereitlegen. Man braucht sie alle, weil man bei diesem gefühlvollen Drama Rotz und Wasser heult! Allzu viel möchte ich aber nicht verraten, da es sich wirklich lohnt den Film anzusehen.
Denn es bleiben auch Fragen im Gedächtnis haften wie zum Beispiel ob es moralisch gerechtfertigt ist ein "Spenderkind" (!) in die Welt zu setzen und diesem von Geburt an Knochenmark, Zellen, Blut usw. unter großen Schmerzen und eventuellen gesundheitlichen Risiken abzunehmen um das Leben des "anderen" Kindes zu verlängern. Erhebt man den Zeigefinger? Oder würde man in der Situation genauso reagieren??
Alles in allem eine rührende Geschichte einer Familie die gegen das Monster Krebs in ihren eigenen Reihen kämpft.
Ansehen - es lohnt sich!
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Die Fakten:
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Darsteller: Cameron Diaz, Abigail Breslin, Alec Baldwin, Jason Patric, Sofia Vassilieva
Regisseur: Nick Cassavetes
Format: Dolby, PAL
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1), Italienisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch, Niederländisch, Italienisch, Arabisch, Hebräisch, Englisch
Region: Region 2
FSK: Freigegeben ab 12 Jahren
Erscheinungstermin: 5. Februar 2010
Produktionsjahr: 2009
Spieldauer: 105 Minuten
Fazit: Sehenswert!
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