Anatomie (DVD)

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Neuester Testbericht: ... aber nicht schlimm genug: ein offenbar etwas durchgeknallter Mörder aus dem Umfeld kommt ihr dabei ebenfalls sehr nah und tötet Personen a... mehr
Näht den armen Kerl doch endlich zu!
Anatomie (DVD)

Name des Mitglieds: nimayushin
Produkt:
Anatomie (DVD)
Datum: 18.08.03, geändert am 18.08.03 (58 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: Spannung bis zum Schluss
Nachteile: nix für schwache Nerven
Bisher schrieb ich noch keinen Bericht über einen Film, was ich eigentlich mal machen könnte, denn ich sehe mir schon hin und wieder gerne Filme an die mich interessieren. Manchmal kommt es auch vor, dass wir uns mit guten Freunden treffen und uns einen schönen DVD ? Abend gestalten. Dabei werden immer die verschiedensten Wünsche berücksichtigt, wie z.B. letztes Mal. Eine liebe Freundin sieht sich unheimlich gerne Krimis und Psycho ? Thriller an und da entschieden wir uns für den Film Anatomie. Wie sich später herausstellte, war das keine Fehlentscheidung, denn es wurde ein sehr spannender Filmeabend.
Wir hatten schon einmal im Gespräch diesen Film im Kino anzusehen, als er noch lief, doch da schafften wir es nicht, alle unter einen Hut zu bringen.
Nun aber zum Film:
Es handelt sich dabei um einen Horror-Thriller von Stefan Ruzowitzky. Als Hauptdarsteller wurden Franka Potente und Benno Fürmann eingesetzt. Ebenso bekannt dürfte der TV ? Moderator Oliver Speckhahn sein, der neben Jungschauspielern wie Anna Loos und Sebastian Blomberg hervorragende Schauspielerische Fähigkeiten unter Beweis stellte.
Die Handlung:
Ich werde versuchen die Handlung so spannend wie möglich zu erzählen, ohne jedoch zuviel zu verraten.
Paula, gespielt von Franka Potente, ist eine junge, ehrgeizige und intelligente Medizinstudentin. Sie ist allerdings erblich Vorbelastet, denn sie stammt aus einer alten Ärztefamilie und ihr Großvater, der mittlerweile im Sterben liegt, hatte in Medizinerkreisen einen ?guten? Ruf! So viel sei verraten, dass er ein Geheimnis mit sich trägt, das Paula zu spät enthüllt. Sie hängt an ihrem Opa und ist sein ganzer stolz als sie ihm am Krankenbett erzählt, dass sie zu einem Elitekurs in Anatomie bei dem Heidelberger Professor Grombeck zugelassen ist. Dort beginnt der Alptraum.
Auf dem Weg dorthin lerntesie bereits im Zug ihre Zimmerkollegin Gretchen kennen, die dem männlichen Geschlecht
nicht ganz abgeneigt ist. Im Zug lernen sie durch einen Unglücksfall einen Jungen kennen, den Paula nach einem Herzanfall reanimiert. Als wenig später die ersten Lehrstunden in der Anatomie stattfinden trifft es Paula wie ein Schlag, als sie genau diesen Jungen auf dem Seziertisch liegen sieht, dem sie zuvor das Leben rettete. Vieles deutete darauf hin, dass er keines natürlichen Todes starb und Paula konnte nicht anders, als dieser Todesursache auf den Grund zu gehen. Sie hoffte auf die Hilfe des Professors, der ihr aber nur Unverständnis entgegenbrachte. Schon bald erfährt sie von einem mysteriösen Geheimbund in dem nicht nur der Professor verstrickt war. Paula begibt sich immer mehr in Gefahr.
Eines Tages verschwand Gretchen spurlos. Als sie herausbekam was mit ihr geschehen war, schwebte sie bereits selber in höchster Lebensgefahr. Der einzige der ihr half war ein Studienkollege, in den sie sich natürlich verliebte.
Zu gerne würde ich jetzt erzählen, was es mit diesem Geheimbund der Antihypokraten auf sich hat, doch dann würde sich das Ausleihen der DVD nicht mehr lohnen.
Ich möchte aber gerne noch einzelne Szenen hervorheben, die mir von den Effekten her besonders gut gefiehlen. Zart beseitete oder diejenigen, die diesen Film selber noch ansehen möchten, sollten besser weiter scrollen.
Paula und ihre Freundinnen standen zum ersten Mal im Anatomiesaal der Uni in Heidelberg. Es war dunkel und einige Leichen lagen auf Seziertischen. Sie machten Licht und es herrschte eine Totenstille. Da bemerkte Gretchen, dass die Hand eines Toten zuckte. Paula dachte Realistisch und behielt die Nerven. Sie ging zu der Leiche und als sie das Tuch zurückschlug lag sie ohne Kopf auf dem Tisch. Die anderen rannten davon, doch Paula kam dem ganzen auf die Schliche. Durch Elektroschocks die von Studenten ausgelöst wurden begann die Leiche zu zucken.
In einer Szene liegt ein Mann auf dem Seziertisch und erwacht ganz langsam. Er hört Stimmen, d
ie er nur aus der Ferne war nimmt. Ganz langsam wird ihm bewusst, was mit ihm passiert. Er wir von Studenten bei lebendigem Leib seziert und er kann sich nicht bewegen. Sein Brustkorb ist geöffnet und sein Arm besteht nur noch aus Muskeln und Sehen. Die Finger sind nur noch an den Fingerkuppen mit Haut bedeckt.
Zum Schmunzeln brachten mich allerdings auch einige Szenen:
Gretchen wollte gerne Sex am Arbeitsplatz ? das heißt, sie wollte es auf einem Seziertisch treiben. Das ging so lange gut, bis sie die Bemerkung fallen lies, dass sie am Tag zuvor hier noch eine Prostata entnahm. Da war bei ihrem Sexpartner natürlich alle Regung dahin und ergriff die Flucht. Gretchens Kommentar: Abgeschnitten hat man diesen Dingern keine Probleme!
Bei einer weitern Szene wurde einem Mann, ebenso lebendig, der Brustkorb aufgeschnitten, doch weiter kamen die Studenten nicht. Warum verrate ich nicht! Auf jeden Fall liegt der Arme auf dem Tisch, verspürt keinen Schmerz und kann sich nicht bewegen. Nach einer weile kommt sein erbärmlicher Hilferuf:? Scheiß Ärzte! Kann mich bitte mal jemand zunähen!?
Einige Leichen erinnerten mich zudem stark an die Ausstellung der Körperwelten.
Meine Meinung über diesen Film:
Bei aller Spannung und trotz der vielen schockierenden Szenen kommt die Liebe und auch etwas kalter Humor nicht zu kurz. Der Film dauert 95 Minuten und ist spannend bis zum Schluss. Zu keinem Zeitpunkt kommt Langeweile auf und die Handlung wirkt nie flach oder vorhersehbar. Ob man diesen Film allerdings wirklich erst ab 16 Jahren sehen soll, kommt auf den jeweiligen Jugendlichen drauf an. Ich denke, es gibt schlimmere Filme, aber wie gesagt, es gibt bestimmt auch Erwachsene, die sich solch eine Art Film wohl besser nicht ansehen sollten.
Anatomie bekommt von mir die volle Punktzahl, für eine super tolle, spannende Handlung und natürlich auch für hervorragende Leistungen der Schauspieler.
Für etwas stärkere nerven unbedingt ein Muss!
Nimayuschin
Fazit:
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