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Neuester Testbericht: ... Story des Films bietet durchaus Spannung, aber man muss auch kritisieren das die ganze Geschicht... mehr
Sein Leben riskieren? Dazu hat er kein Recht
Air Force One (DVD)

Name des Mitglieds: tom.112
Produkt:
Air Force One (DVD)
Datum: 31.05.02, geändert am 31.05.02 (120 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: superspannend, tolle Schauspieler, sehr gute Ausstattung der DVD
Nachteile: manchmal etwas übertrieben
Ich schreibe über die 2001 bei Touchstone erschienene "Special Edition" (27,99 Euro bei Amazon).
Der Film:
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Der Film nimmt etwas voraus, was inzwischen Realität ist: Russland und die USA arbeiten bei der Bekämpfung des Terrors zusammen. Erstes Ziel bei dieser Zusammenarbeit war General Alexander Radek (Jürgen Prochnow, "Das Boot"), der in Kasachstan ein blutiges Militärregime führte. Während eines Moskaus-Besuches kündigt der amerikanische Präsident James Marshall (Harrison Ford, "Blade Runner") eine Wende der US-Außenpolitik an: von nun an soll der Terrorismus weltweit massiv bekämpft werden. Zwar ist diese Änderung nicht mit seinen Beratern abgesprochen, dennoch wird sie mit Beifall aufgenommen.
Nächstes Opfer des Terrors wird Marshall jedoch selbst: russischen Extremisten, die das alte kommunistische System wiederherstellen und General Radek freipressen möchten, gelingt es, sich an Stelle eines Fernsehteams in die Air Force One, eine modifizierte Boeing 747, einzuschleichen.
Kurz nach dem Start gelingt es den sechs Russen mit Hilfe eines Verräters im Secret Service die Maschine in ihre Gewalt zu bringen. Ihr Ziel, den Präsidenten als Geisel zu bekommen, scheitert zunächst, da sich dieser vermeintlich mit einer Rettungskapsel in Sicherheit bringen konnte. Trotzdem versucht ihr Anführer Ivan Korshunov (Gary Oldman, "Das fünfte Element") seine Forderungen zu erreichen. Statt des Präsidenten nutzt er nun dessen Stab und seine Frau Grace (Wendy Crewson, "Co
rrina, Corrina") sowie dessen Tochter Alice (Liesel Matthews, "The Little Princess") als Druckmittel. Er droht damit, jede halbe Stunde einen der Gefangen zu töten bis Radek frei ist. Sein erstes Opfer ist der Nationale Sicherheitsberater Jack Doherty (Tom Everett, "Thirteen Days").
Was Korshunov und seine Kumpanen jedoch nicht wissen: Präsident Marshall ist tatsächlich doch noch an Bord der Air Force One und nimmt den Kampf gegen die Geiselnehmer auf. Marshall wurde während des Vietnamkrieges mit der Tapferkeitsmedaille des Kongresse ausgezeichnet und verfügt über Kampferfahrung. Ihm gelingt es nach und nach die Terroristen auszuschalten. Trotz heftigster Gewissensbisse lässt er sich auch nicht durch den Mord an seiner Pressesprecherin Melanie Mitchell (Donna Bullock, "Mord ist ihr Hobby
") zur Aufgabe zwingen.
Währenddessen versucht Vize-Präsidentin Kathryn Bennett (Glenn Close, "Eine verhängnisvolle Affäre ") mit Koshnuov und dem russischen Präsidenten Petrov (Alan Woolf, "Mancuso, FBI") zu verhandeln und eine Lösung zu finden. Gleichzeitig muss sich aber auch mit Verteidigungsminister Walter Dean (Dean Stockwell, "The Rainmaker") herumschlagen, da dieser ihre Position nicht anerkennt sondern sich für den legitimen Stellvertreter des Präsidenten hält.
Das muss zur Handlung reichen, da ich sonst zu viel verraten würde.
Die DVD:
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Die DVD bekommt man in einer Kunststoffhülle. Ihr liegt ein achtseitiges Faltblatt mit der Kapitelübersicht und einigen Infos zu den Hauptdarstellern bei.
Das Menü in Deutsch, Englisch oder Spanisch ist mit Musik und Animationen oder Filmszenen hinterlegt.
Ton und Bild:
Das Bild (16:9, 2.35:1) ist perfekt. Sowohl die Farben und die Schärfe sind einwandfrei.
Insgesamt hat man vier Tonspuren zu Auswahl. Sowohl die englische Originalfassung als auch die in Deutsch und Spanisch synchronisierten Varianten sind i
n Dolby Digital 5.1. Die Action-Sequenzen kommen mit einer Surround-Anlage sehr gut herüber. Zusätzlich hat man, passend zu Handlung, noch die Möglichkeit sich in den Film auf Russisch anzuschauen (Dolby Digital 2.0).
Features:
Auf die DVD wurde eine umfangreiche Zusatzausstattung gepackt. Neben einem Kinotrailer (englisch, mit deutschem Untertitel, ca. 1.40) gibt es ein englischsprachiges Featurette (mit deutschen Untertiteln), in dem die Hauptdarsteller und Teile der Crew zu Wort kommen (etwa 6.40).
Interessant ist die Option, sich den Film mit Kommentaren von Wolfgang Petersen anzuschauen. Dabei erläutert er viele Szenen und wie diese gedreht wurden. Leider ist dieses Feature nur in Englisch verfügbar.
Als letztes Schmankerl gibt es das "In-Flight Entertainment". Hier kann man sich in verschiedenen Sprachen im Untertitel ergänzende Kommentare während des Filmes anzeigen lasen. Zusätzlich gibt es einen Trailer zu "Pearl Harbor"
Im Menü können außerdem die 35 Kapitel angesteuert werden. Für die Spiellänge von 120 Minuten ist die Anzahl der Kapitel eigentlich recht üppig.
An Untertiteln stehen neben dem "In-Flight Entertainment" Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Schwedisch, Norwegisch, Dänisch, Finnisch, Isländisch, Portugiesisch, Hebräisch, Kroatisch und Estnisch zur Auswahl.
Mein Fazit:
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"Air Force One" eine ein toller Actionfilm - vielmehr aber auch nicht. Nach dem eher tiefgründigen "Das Boot" hat sich Petersen in Hollywood einen guten Namen mit erstklassiger Action-Unterhaltung gemacht. Besonders tiefschürfend sind die Filme selten, aber sie machen unheimlich Spaß.
Die Geschichte von "Air Force One" ist spannend bis zum Ende und vom deutschen Kameramann Michael Ballhaus sehr gut in Szene gesetzt. Die Spannung wird durch viele Action-Szenen ergänzt, die einen wirklich vor dem Bildschirm fesseln. Leider hat es Pet
ersen hier auch etwas übertrieben: die Rettung aus der Maschine oder die "Air Force One", die mit quietschenden Reifen kreuz und quer über den Flugplatz Ramstein schießt, ist nun doch etwas zu viel des Guten und man muss das Lachen bei dieser Szene wirklich unterdrücken. Ansonsten sind die Szenen, die inner- und außerhalb der Maschine spielen, sehr gut gemacht. Allerdings sind die Kulissen manchmal auch etwas mystisch: ich kann mir nicht vorstellen, dass einzelne Bücher auf einem Regal in einem Flugzeug so einfach stehen bleiben würden.
Ein anderes Manko ist das triefende Heldenpathos: die Amerikaner treten hier mal wieder als Superhelden bis zur Selbstaufopferung auf. Da lassen sich Menschen erschießen oder steuern ihre Flugzeuge in anfliegende Raketen. Sicher, Helden gibt es, man kann es aber auch übertrieben.
Trotz dieser kleinen Elemente kann ich "Air Force One" uneingeschränkt empfehlen. Der Film ist unheimlich spannend, was durch die Filmmusik von Jerry Goldsmith noch unterstützt wird. Goldsmith zeichnet sich übrigens auch durch viele andere Filmmusiken aus (z.B. "Star Trek", "Das Omen"). Neben der Spannung kommt aber auch in einigen Szenen der Humor nicht zur kurz: ein Präsident, der mit einem Handy verzweifelt versucht im Weißen haus anzurufen, lockert das Ganze auf.
Auch die Schauspieler, allen voran Harrison Ford, erwiesen sich als Glücksgriff. Der Mann mit dem Knautschgesicht begeistert mich immer wieder. Auch Gary Oldman als brutaler Terrorist macht seine Sache absolut überzeugend. Lediglich Glenn Close fand ich als Vize-Präsidentin etwas farblos.
Die FSK-Freigabe von 16 ist angemessen, da der Film teilweise doch etwas brutal ist und ganz schön gemetzelt wird.
Aufgrund des Filmes und der umfangreichen Ausstattung der DVD gibt es die volle Punktzahl.
Danke fürs Lesen, Wegklicken oder Kopieren!
Fazit:

