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James Cameron´s einziger, guter Film
Abyss (DVD)

Name des Mitglieds: xenophobe
Produkt:
Abyss (DVD)
Datum: 22.03.02, geändert am 22.03.02 (39 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: spannend, gut produziert, tolle Effekte für die damalige Zeit
Nachteile: Hollywood Weichsül-Kino
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Vorwort
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Diese Meinung möchte ich Frau Heise widmen, die es bisher versäumt hat, mich auch bei diesem Film zu unterbrechen.
Danke, Frau Heise.
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Die Rahmenhandlung
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Ein amerikanisches Atom-U-Boot, das aufgrund einer, durch ein unerklärliches Phänomen verursachten, Fehlfunktion im Ozean nahe der 8000 Meter tiefen Cayman-Spalte versank, soll von der Besatzung einer Unterwasser-Ölbohrstation aufgesucht werden. Dort soll die Besatzung mit Hilfe einiger, zur Ölbohrstation entsandten Marines, Vorbereitungen zur Bergung des U-Boots treffen.
Während sich über den Köpfen des Teams ein meteorologischer, wie auch politischer Sturm zusammenbraut, treffen sie auf eine ausserirdische Macht, die nicht nur ihr Leben sondern das der gesamten Menschheit verändern kann.
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Das Cover
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Im milchig, transparenten Kunststoffcover findet sich ein Einleger, der in den Farben blau und schwarz gehalten ist.
Die Vorderseite wird vom Titel "The Abyss", der etwa ein Viertel der Fläche einnimmt geprägt. Darunter findet sich das Bild einer stehenden Taucherin, die unter Wasser einem
strahlendem Licht gegenüber steht. Die Körperhaltung verdeutlicht, das die Taucherin, der Erscheinung erschreckt und gleichzeitig fasziniert begegnet.
Auf der Rückseite ist ein Bildschirmfoto, der Klappentext, sowie die Liste der Sonderausstattung zu finden.
Der Coverrücken enthält in recht kleiner Schrift, nochmals den Titel, sowie das Motiv der Vorderseite.
Trotz der kleinen Schrift ist die DVD im Regal recht schnell zu entdecken.
Öffnet man das Cover sieht man die Rückseite des Einlegers, der den zerklüfteten Meeresboden zeigt. Das Mdeium an sich befindet sich durch das Motiv inmitten eines Abgrunds.
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Die Ausstattung
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Auf der DVD9, also einer zweischichtigen Silbers
cheibe, haben die Leute von Fox einiges untergebracht, was den Cineasten für mehrere Stunden in seinen Bann ziehen kann.
Legt man die DVD in den Player ein, so wird man mit einer netten Animation in das Innere der Rigg (so nennt sich die Ölbohrstation) entführt. Über das liebevoll gestaltete Menu gelangt man dann zum Inhalt der Silberscheibe.
Neben der Kinoversion findet sich auch die 28 Minuten längere, Special Edition auf dem Medium. Letztere stellt die ungekürzte Fassung des Films dar und enthält Elemente, die dem Zuschauer einen tieferen Einblick in die einzelnen Charaktere verschafft. Für das Kino mussten diese Szenen entfallen, da der Film sonst wohl zu lang für das Publikum gewesen wäre.
Wahlweise kann man sich dazu dann auch zu beiden Versionen, Kommentare einblenden lassen. Diese entzaubern die Special Effects und erklären wie bestimmte Aufnahmen gemacht wurden. Gerade für interessierte Personen ist hier eine wahre Fundgrube für Informationen über die Tricks der Filmemacher. Aber nicht nur technische Tricks, sondern auch dramaturgische Kniffe, werden hier erläutert.
Um das Maximum aus der DVD herauszuholen sollte man sich den Film in der Special Edition ansehen und anschliessend nochmals den Film mit Kommentar "durcharbeiten".
Dies wird man zwar nicht an einem Abend schaffen (2*167+X Minuten), aber anschliessend ist man wesentlich schlauer.
Der Film liegt auf dieser DVD im Widescreen Format (2,35:1) vor.
Neben der deutschen Dolby Digital Version ist auch eine englische Tonspur vorhanden, die leider nur im analogen Doly Prologic ihren Weg auf die DVD fand.
Untertitel stehen auch nur in englisch und deutsch zur Verfügung.
Ebenfalls erhältlich ist "The Abyss - Special Edition". Dabei handelt es sich im Prinzip um das gleiche Produkt, dem eine weitere DVD beigelegt wurde. Auf dieser sind dann der Kinotrailer und Auszüge des Drehbuchs auf DVD-ROM zu finden. Der Mehrpreis von rund ?10 wird
dadurch meines Erachtens nach jedoch nicht gerechtfertigt, weswegen ich mich für die normale Variante entschieden habe.
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Meine Meinung
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Der 1989 unter der Leitung von James Cameron, nach seiner eigenen Idee gedrehte Film schrieb, zumindest tricktechnisch, Geschichte. Unvergessen bleibt die Szene mit dem computergenerierten Wasserwurm, der die Gesichter der Protagonisten nachahmt.
Doch nicht nur die Special Effects- Leute von Industrial Light and Magic haben ihre Arbeit gut gemacht. Regisseur James Cameron hat mit der Auswahl der Darsteller, mit seinem Gespür für grosses Kino und perfekte Dramaturgie, einen Film erschaffen, den man sich auch gerne noch ein zweites Mal ansieht.
Viele Details verbergen sich zudem im Hintergrund oder in der Mimik der Darsteller, so dass man sie erst beim erneuten Ansehen entdeckt.
Das zeichnet für mich einen Film aus, den man sich auch ins heimische Regal stellen kann.
Die Story wird spannend erzählt und durch turbulente Ereignisse vorangetrieben. Der Soundtrack von Alan Silverstri erschafft ein emotionales Fundament, bei dem bestimmte Passagen derart mit Ereignissen verknüpft wurden, dass sie im Verlauf des Films zu Vorahnungen führen, die in den meisten Fällen auch bedient werden. Sieht man den Film zum ersten Mal, stellt man fest, dass er von der ersten Minute an spannend ist. Diese Spannung wird nur für die Zeichnung der Charaktere aufgebrochen um anschliessend, innerhalb weniger Sekunden, über den vorherigen Pegel zu steigen.
Leider hat James Cameron nach "The Abyss", meiner Meinung nach keinen derart gut gelungen Film mehr in die Kinos gebracht. (Terminator 2 und vor allem Titanic Fans werden beim letzten Satz sicher aufschreien, aber das hier ist ja MEINE Meinung ;-)
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Die Darsteller
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Die Hauptdarsteller Mary Elisabeth Mastrantonio (The Funeral), die die Konstrukteurin der Rigg Linds
ey Brigman spielt und Ed Harris (In the Line of Fire)als Bud Brigman, der Ihren Exmann und Chef der Crew verkörpert, schaffen es die Charaktere überzeugend und mit toller Mimik darzustellen. Die Krone der Darstellungskunst in diesem Film geht aber ohne Zweifel an Michael Biehn, der den langsam in den Wahnsinn abgleitenden Marine, Lieutnant Coffey, spielt.
Die übrigen Darsteller machten meiner Meinu nach gut, ohne sich jedoch besonders hervor zu tun.
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Special-Effects
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Die Effekte waren seiner Zeit bahnbrechend. ILM generierte eine Computeranimation, wie es sie zuvor noch nie gab. James Cameron, der nicht sicher war, ob ILM solch eine Animation überhaupt bis zum Kinostart fertigstellen könnte, legte diese Sequenzen mit Absicht so an, dass sie nahezu ohne Handlungsverlust noch kurzfristig hätten herausgeschnitten werden können. Alle weiteren Effekte wurden überzeugend gemacht und stimmen einen wehmütig, wenn man die grösstenteils mit Miniaturen gefilmten Sequenzen mit den heutzutage üblichen und oftmals stümperhaften Computeranimationen vergleicht.
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Fazit
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Auch "The Abyss" ist ein Film, der in der SF-Sammlung nicht fehlen sollte. Gerade die Möglichkeit, selbst nach mehrmaligem Ansehen, noch interessante Details zu entdecken, prädestiniert diese DVD dazu den Weg in den heimischen Player zu finden. Bild und Ton sind trotz des relativ hohen Alters des Films auf der Höhe der Zeit.
Ein gelungener Film, Cameron-typisch mit nicht nennenswertem Anspruch, dafür aber einer netten Story. Haudrauf.- und Ballerfanatiker werden allerdings nicht bedient und sollten sich einen der zahlreichen anderen Cameron Filme zulegen.
Fazit:
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