About a Boy (DVD)
Jeder mensch ist eine Insel - About a Boy (DVD) DVD Video Film

Neuester Testbericht: ... Film so manchen Erwachsenen an die wand gespielt. Von den weiteren Rollen sagte mir zudem noch der Name Rachel Weisz etwas, die immerhin ... mehr

Jeder mensch ist eine Insel
About a Boy (DVD)

wm_2006

Name des Mitglieds: wm_2006

Produkt:

About a Boy (DVD)

Datum: 19.04.16

Bewertung:

Vorteile: sehr ergreifende Story

Nachteile: keine

Auf den Film "About a boy" hat mich irgendwie meine Frau gebracht, die diesen Film zunächst mit einigen Freunden gesehen hatte. Sie hat mir immer davon vorgeschwärmt, wie toll dieser Film sei und so wurde ich auf diesen Film auch neugierig und habe ihn mir jetzt auch endlich angeschaut. Mein Urteil fällt durchweg positiv aus. Und dem Schauspieler Hugh Grant schaue ich mir sowieso immer gerne an, weil ich ihn für einen sehr guten Schauspieler halte.
Als der Film 2002 in die deutschen Kinos kam, habe ich zwar Notiuz davon genommen, aber so richtig neugierig wurde ich auf diesen Film dann doch nicht. Aber jetzt konnte ich mir den Film dank Amauon Prime auch endlich einmal anschauen und mir ein eigenes Urteil erlauben.


Die Vorlage
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Wie es bei Hollywood-Filmen meistens so ist, beruht der Film auf einen Roman. Diesen hat Nick Hornby1998 geschrieben und war mit diesem Roman sogar sehr erfolgreich. Daher war es klar, dass sich auch Hollywood dieses Themas annahm und ich finde die Geschichte wurde auch gut umgesetzt. Warum man im Film die Hauptperson Will Freeman zwei jahre älter machte, wissen wohl nur die Verantwortlichen des Films.
Interessant finde ich auch, dass Nick Hornby auch an Drehbücher gearbeitet hat und für seine Drehbücher hat er immer zwei Oscar-Nominierungen bekommen - allerdings nicht für "About a boy".


Etwas über den Film
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Der Film "About a boy" hat eine Gesamtlänge von 101 Minuten und ich fand ihn in keiner Sequenz langweilig. Es passierte immer etwas und der Zuschauer hatte irgendwie Mitleid mit den jeweiligen Personen.
Interessant finde ich aber auch, dass kein Geringerer als Robert De Niro als Produzent fungierte. Dies ist schon sehr selten, dass sich so eine Superstar als Produzent engagiert, wo man nicht weiß, ob der Film auch ein Kassenknüller wird. In der Hauptrolle ist natürlich an erster Stelle Hugh Grant zu benennen, der irgendwie der geborene Sunnyboy ist. Ihn könnte ich mir fast in jeder Liebeskomödie vorstellen. Sehr gefallen hat mir aber auch Nicholas Hoult, der hier noch ein Teenager war. inzwischen ist ein junger Mann aus ihm gereift und er hat schon in sehr vielen Filmen und Serien mitgespielt - u.a. auch in "The Walking Dead".Seine schauspielerische Leistung ist gar nicht hoch genug einzustufen. Immerhin war er bei den Dreharbeiten gerade mal 12 Jahre alt und er hat in diesem Film so manchen Erwachsenen an die wand gespielt. Von den weiteren Rollen sagte mir zudem noch der Name Rachel Weisz etwas, die immerhin Oscar-Preisträgerin ist.

Worum geht's ?
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Bei so einem Film ist es immer schwierig, den Inhalt zu beschreiben, aber auch nicht gleich alles zu verraten. Ich möchte mich deshalb nur um das Nötigste beschränken, denn vielleicht möchte der ein oder andere sich diesen Film doch noch einmal anschauen.
Will Freeman ist ein 38jähriger Single, der nicht mehr arbeiten muß. Sein Vater hat einen sehr bekannten Weihnachtssong geschrieben und nach dem Tod des Vaters kann Will ganz bequem von diesen Tantiemen sehr gut leben. Eine längere Beziehung zu Frauen kann Will aber nie länger als zwei Monate aufweisen. Irgendwie ist er nicht gemacht für eine ernsthafte Beziehung. Aber um eine Beziehung geht es ihm meist auch nicht, denn Sex ist für ihn eindeutig wichtiger. Bei einer weiteren Affäre merkt Will, dass er bei Alleinerziehenden Frauen sehr erfolgreich sein kann. Er möchte dies etwas vertiefen und schließt sich hier einer Selbsthilfegruppe Alleinerziehender an. Hier erfindet er auch seinen imaginären Sohn und die Frauen scheinen es ihm auch abzunehmen. Bei einen dieser Dates mit den Alleinerziehenden Müttern lernt er auch den 12-jährigen Marcus kennen, der in seiner Schule ein großer Außenseiter ist. Marcus sieht in ihm einen Kumpel und vielleicht auch einen zukünftigen Mann für seine Mutter Fiona. Er besucht Will nun öfters und beide verbringen sehr viel Zeit miteinander.
Noch ahnen beide nicht, dass sich seit dem ersten Treffen ihr Leben völlig ändern sollten und beide profitieren von den Eigenschaften des anderen. Dabei hasst Will Kinder und er möchte auch nie eigene Kinder haben. Ob er diese Meinung noch irgendwann einmal ändert?


Worauf bezieht sich der Filmtitel ?
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Der Filmtitel "About a boy" kann man auf zwei Personen beziehen, die an dieser Geschichte maßgeblich beteiligt sind. Sowohl der junge Marcus, der von seinen Mitschülern immer wieder gehänselt wird und im Verlauf der Geschichte eine Wandlung durchmacht als auch der ewig jung gebliebene Will, der der geborene Junggeselle ist, könnte man auf den Filmtitel münzen. Ich würde aber trotzdem auf Marcus tippen. Er war ja auch derjenige, der am Untertitel des Films "Der Tag der toten Ente" aktiv beteiligt war als er ein Brot nach einer Ente warf. Nur hatte ihm wohl keiner gesagt, dass man das Brot vorher klein machen sollte und keine Ente damit erschlägt. Trotzdem finde ich den Untertitel etwas unpassend, denn die tote Ente ist nun mal eine kleine Szene - da hätte man auch jede andere Szene etwas mehr in den Vordergrund stellen können. Aber auf der anderen Seite ist diese Szene sicher eine der bekanntesten im ganzen Film, da diese in den offiziellen Filmtrailer immer enthalten war.


Die Stärken des Films
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Ich finde, dass die große Stärke der Geschichte darin liegt, dass sie überall passieren könnte und sie aus dem Leben gegriffen ist. Der Film besticht vor allem wegen der erstklassigen Dialoge und eines kleinen Jungen, der mit diesem Film zweifelsohne seinen großen Durchbruch geschafft hat.


Was nehme ich mit aus diesem Film ?
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Dieser Film zeigt mal wieder, dass es nie zu spät ist, sein Leben umzukrempeln und über seinen Schatten zu springen. Selbst Kinder, wenn sie in der Schule nur Außenseiter sind, können es trotzdem schaffen andere Kinder für sich zu gewinnen. Manchmal braucht man nur einen ganz besonderen Anreiz von jemand anders, mit dem man über alles reden kann. Und auch Erwachsene, wie in dieser Geschichte Will können noch etwas dazulernen, wenn es um zwischenmenschliche Beziehungen geht. Es ist zwar nur eine Geschichte, die vielleicht in der einen oder anderen Szenen etwas beschönigt war, aber allein die herzerfrischenden Dialoge fand ich schon sehr interessant und Hugh Grant spielt seine Rolle wirklich vorzüglich. Ich könnte mir ehrlich gesagt auch gar keinen anderen Schauspieler in dieser Rolle vorstellen.


Die Zielgruppe
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Wer die" Bridget-Jones"-Filme oder auch "Notting Hill" schon mochte, der wird auch seinen Spaß an diesem Film haben. Eine romantische Komödie ist immer etwas ganz Besonderes und schaue ich mir immer wieder gerne an. Der Film "About a Boy" ist aber auch etwas Besonderes und ist eben nicht nur eine Liebeskomödie. Der Film hat schon eine besondere Tiefe - allerdings sollte man nicht enttäuscht sein, denn gegenüber der Romanvorlage hat man hier doch einige entscheidende Punkte verändert. Hier ist zum einen der Filmtitel, der vom Nirvana-Song "About a girl" abgeleitet wurde. Von Nirvana ist in diesem Film gar nicht mehr die Rede, sondern die Musik ist moderner geworden und auf Hip Hop getrimmt. Dies ändert aber nichts an der tatsache, dass der Film eine wirklich klasse Romanvorlage von Nick Hornby hat.
Dieser Film ist im Übrigen ab 6 Jahren freigegeben, aber ich denke, dass für Kinder der Film "About a Boy" noch nichts ist. Die meisten Anspielungen wird man sowieso erst als Erwachsener so richtig verstehen.
Für Hugh Grant war der Film eine Paraderolle und ich finde, dass dieser Film eindeutig der beste seiner Karriere ist. In jeder schwierigen Lage hat er immer einen passenden Spruch auf Lager - manchmal geht allerdings selbst dieser Spruch auch mal nach hinten los.


Meine Meinung
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Ich weiß zwar nicht, wieviele Filme ich von Hugh Grant schon gesehen habe, aber dieser Film ist dann doch ein wenig anders. Es ist keine reine Liebeskomödie, sondern erzählt die Geschichte von einem erfahrenen 38 Jährigen Singles und einem 12-jährigen Jungen, die sich zufällig über den Weg laufen. Im weiteren Lauf der Geschichte merken sie, dass sie durchaus voneinander etwas lernen können und beide machen eine bemerkenswerte Wandlung durch. Es gibt immer wieder überraschende Momente und mir hat dieser Film ganz ausgezeichnet gefallen. Während man bei Liebeskomödien ja meistens schon erahnen kann, wie die Geschichte wohl ausgeht, ist es bei "About a boy" völlig anders. Es gibt immer wieder überraschende Wendungen und Überraschungen. Daher schaue ich mir diesen Film auch gerne ein zweites oder drittes Mal an. Erst dann wird man wohl auch auf die kleineren Details achten.
Von mir gibt es für diesen britischen Film vier von fünf möglichen Punkten. Der Film hat so ziemlich alles, was eine Komödie auszeichnet. daher empfehle ich diesen Film auch gerne weiter - nur der Untertitel "Der Tag der toten Ente" passt irgendwie nicht - da hätte man ruhig einen etwas passenderen Titel wählen können.
Ich finde abschliessend, dass der Film wie aus dem Leben gegriffen ist und irgendwie ist auch etwas Wahres dran an den Thesen. Aber eines möchte ich nicht unerwähnt lassen: Die erste Szene im Film war ein Ausschnitt aus "Wer wird Millionär", wo es um das Zitat "Niemand ist eine Insel" geht. Der Hauptdarsteller Will war sich sicher, dass dieses Zitat von Jon Bon Jovi stammt, aber aufgelöst wurde diese Frage im ganzen Film leider nicht. Richtig ist hier aber John Donne, einem britischen Dichter. Es war eines seiner berühmtesten Zitate.

Fazit: guter Film mit tollen Darstellern