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Sam und Jules - Freunde für immer
A Time for Dancing - Ihr einziges Ziel: Leben um zu tanzen (DVD)

Name des Mitglieds: Lilia81
Produkt:
A Time for Dancing - Ihr einziges Ziel: Leben um zu tanzen (DVD)
Datum: 22.08.11, geändert am 01.04.12 (86 Lesungen)
Bewertung:
Vorteile: ergreifende Handlung, schöne Tanzszenen
Nachteile: nichts
Vor längerer Zeit habe ich mal wieder einen Tanzfilm bei Amazon bestellt (bin ja bekennende Tanzfilmliebhaberin). Dort gibt es ja immer Produktvorschläge für Filme aus der ähnlichen Rubrik und dort wurde ich auf den Film "A time for dancing" aufmerksam. Bis dahin kannte ich diesen Titel gar nicht und nachdem ich mir den Text über die Handlung durchgelesen hatte, landete dieses Produkt auch gleich auf meiner Bestellliste. Es handelt sich hierbei um ein US-amerikanisches Filmdrama aus dem Jahr 2000. Laut meinen Recherchen ist dieser nie in die deutschen Kinos gekommen. Hier nun mein Bericht zu diesem Film:
Preis
Ich habe mir den Film bereits im Jahr 2007 gekauft und da hat er 9,99 Euro bei Amazon gekostet. Wahrscheinlich ist er heute schon günstiger zu bekommen.
Klappentext
"Seit ihrem fünften Lebensjahr sind sie unzertrennlich, obwohl die Teenager Sam und Jules kaum unterschiedlicher sein könnten: Jules sprudelt vor Energie und Lebensfreude. Ihr ganzes Dasein dreht sich um ein einziges Ziel: Tanzen. Um nach der Highschool an der Elite-Universität Juilliard angenommen zu werden, trainiert sie unermüdlich. Sam dagegen hatte es nie leicht. Sie lebt mit ihrer Mutter allein und muss nach der Schule arbeiten, um den Tanzunterricht bezahlen zu können. Obwohl Sam ebenfalls nach Juilliard will - Jules und sie haben bisher alles gemeinsam gemacht -, schafft sie es nur unregelmäßig ins Studio und ist nicht immer richtig bei der Sache. Immer häufiger steht sie in Jules' Schatten.
Als Jules zum ersten mal Schmerzen in der Hüfte spürt, ignoriert sie diese entschlossen. Die unerbittliche Diagnose "Krebs" bedroht nicht nur ihre Karriere als Tänzerin. Jules weigert sich aber, die Ernsthaftigkeit der Krankheit zu akzeptieren. Stattdessen konzentriert sie sich noch stärker auf ihr Training. Der Begriff Zeit erhält eine neue Bedeutung für sie und ihre Freundschaft mit Sam wird auf eine harte Probe gestellt."
Cover
Die DVD befindet sich in einer üblichen und uns bekannten Plastikharthülle. Die Grundfarbe des Covers ist weiß mit schattenhaften Abbildungen von Tänzern. Außerdem ist das Profil von Jules in einer leicht vernebelten Art dargestellt (dennoch gut erkennbar). Im oberen Bereich sind die Namen der Hauptdarsteller (Larisa Oleynik, Shiri Appleby und Peter Coyote) in einem blau Ton abgebildet -im unteren Bereich der Ausspruch "Das einzige Ziel- Leben um zu tanzen". Der Filmtitel "A time for dancing" befindet sich mittig. Die ganze Seite ist in dezenten Tönen (weiß, blau und grau) gehalten. Ein Hauch vernebelt, schattenhaft und träumerisch. Das "A time" vom Titel ist in roten Buchstaben geschrieben und fällt dem Betrachter somit gleich als erstes ins Auge. Auf der Rückseite ist die Handlung aufgeschrieben und vier Standbilder vom Film zu sehen. Insgesamt gefällt mir das Cover sehr gut und passt meiner Meinung nach auch gut zum Film. Das Thema Tanz ist durch die Schatten der Tänzer wiedergegeben, alles wirkt durch die hellen Farben ein wenig vernebelt, unreal und träumerisch. Wirklich sehr gelungen!
Handlung
Der Film beginnt mit einem Rückblick, in dem die Tanzentwicklung der beiden Mädchen, Sam und Jules, von Kleinkindesbeinen an dargestellt wird. Sam berichtet im Tagebuchstil, dass die beiden Mädchen seit ihrem fünften Lebensjahr die besten Freundinnen sind und das Tanzen eine gemeinsame Leidenschaft von ihnen ist. Jules steht im Vordergrund und das ist auch in Ordnung so - so erzählt Sam ganz ohne Missgunst und Neid. Die beiden haben ein Geheimversteck, wo sie ungestört reden, lachen und Süßigkeiten essen können. Dort treffen sie sich regelmäßig.
Die beiden könnten nicht unterschiedlicher sein.
Juliana Michaels (kurz Jules genannt), ein blondes, beliebtes, offenes Mädchen, welches sich ganz und gar dem Tanzen gewidmet hat. Ihr großes Ziel ist die Tanzausbildung an der berühmten Universität Juilliard in New York und dafür trainiert sie mit ganzer Energie. Sie lebt in einem idyllischen Zuhause - Mutter, Vater und Bruder und es mangelt nicht am Geld. Ihr Freund Elei ist ein gutaussehender, verständnisvoller und sehr beliebter junger Mann. Auch er überlegt, in New York zu studieren. Alle in ihrem Umfeld unterstützen sie.
Samantha Russel ist dagegen dunkelhaarig, ein schüchternes und eher in sich gekehrtes Mädchen. Sie steht im Schatten von Jules, aber das ist nach ihrer Aussage auch in Ordnung. Mit ihrer Mutter lebt sie alleine und muss nach der Schule in einem Imbiss, wo sie auf Rollschuhen und mit einem süßen Kostüm bedient, arbeiten, um sich die Tanzstunden überhaupt leisten zu können. Sie fährt einen alten Wagen, den sie aber auch über alles liebt und zu schätzen weiß. Obwohl Sam ebenfalls nach Juilliard will - Jules und sie haben bisher alles gemeinsam gemacht -, schafft sie es nur unregelmäßig ins Studio und ist nicht immer richtig bei der Sache. Sie kann beim Tanzen die Technik, aber zeigt hierbei keine Gefühle. Jeden Tag beobachtet sie aus ihrem kleinen Dachfenster die Straße und Menschen, die vorüber gehen. Sie überlegt, dass es in New York bestimmt sehr, sehr viel mehr zu sehen gibt.
Jules macht mit ihrem Freund Schluss, da sie sich nur noch auf das Tanzen konzentrieren will und keinerlei gefühlsmäßige Ablenkung möchte. Sie handelt nach dem Leitsatz aus dem Film "Rote Schuhe" (Eine Tänzerin, die sich auf die zweifelhafte Behaglichkeit der menschlichen Liebe einlässt, wird nie eine gute Tänzerin). Sam überredet Jules, sich auch einmal eine kurze Auszeit zu gönnen und einfach nur Spass zu haben. Sie gehen auf eine Party und Sam lernt Paul, den DJ der Veranstaltung, kennen. Er lädt sie zu einem Konzert ein. Die beiden Mädels haben Spass und tanzen ganz ungezwungen auf der Tanzfläche.
Jules hat seit längerer Zeit Schmerzen in der Leiste, hält dies aber einfach nur für eine Zerrung und ignoriert dies. Für die Prüfung in New York benötigt sie ein ärztliches Attest und dabei kommt heraus, dass ihre Blutwerte nicht in Ordnung sind. Weitere Test werden angeordnet, worauf Jules hysterisch reagiert, denn dadurch verpasst sie doch wieder eine wertvolle Unterrichtsstunde beim Tanzen. Die Diagnose ist niederschmetternd - Krebs. Die Chemotherapie wird sofort angesetzt.
Jules verdrängt zunächst die Krankheit und konzentriert sich noch intensiver auf ihr Tanztraining. Während ihr Umfeld versucht, mit der Krankheit umzugehen und einzuordnet, möchte Jules gar nicht darüber reden. Sie zieht sich immer mehr von ihrer Umwelt zurück und lässt keinen mehr an sich heran. Sam erkundigt sich im Internet über die Krebsart und versucht, zu begreifen und zu verarbeiten. Bei Paul findet sie einen Zuhörer. Sie hasst sich für ihre egoistischen Gedanken - Jules kann doch nicht sterben, was soll sie dann nur alleine mit ihrem Leben anfangen.
Jules verliert ihre Haare und es wird für alle immer schwerer so zu tun, als ob alles in Ordnung ist. Sie merkt, dass die Zeit für sie anders tickt/vergeht und nicht mehr alles perfekt ist. Sie hört mit dem Tanzen auf, geht nicht mehr zur Schule und fängt an, ihre Krankheit zu begreifen.
In der bevorstehenden Tanzaufführung soll Sam eine der Hauptrollen tanzen. Sie löst sich aus dem Schatten von Jules und überzeugt als Samantha, eine gefühlvolle und wunderbare Tänzerin.
An ihrem Geheimversteck liest Sam Jules aus ihrem Tagebuch vor und zeigt ihr, was sie in den letzten Jahren alles bewegt und gefühlt hat. Jules ist überrascht und erstaunt, dass sie darüber nichts wusste. Sam sagt ihr nun sehr offen und direkt, dass Jules das bisher ja nicht interessiert hat. Jules sei egoistisch und alles drehe sich bisher nur um ihre Belange. Die Konzentration liege auf ihre Person und alle Menschen sind Statisten in ihrer Welt. Sam sei eben immer da gewesen. Jules ist zunächst geschockt, aber ist dankbar für dieses offene Gespräch und gibt Sam Recht.
Jules wird bewusst, dass sie sterben und somit den Kampf gegen den Krebs nicht gewinnen wird. Es gibt soviele Dinge, die sie noch nicht erlebt hat, aber noch erleben möchte. Sie trifft sich mit Eli und bittet ihn darum, mit ihr zu schlafen. Sie möchte wissen, wie das ist und das mit einem Menschen, den sie liebt und dem sie vertraut. Sie haben Sex miteinander.
Ein Gespräch mit ihren Eltern folgt. Sie möchte die Chemotherapie abbrechen, denn diese würde ihr keine Heilung, sondern nur ein wenig mehr Zeit verschaffen. Sie kann die Krankheit nicht mehr ertragen und möchte aber durch eine spätere Schmerztherapie mit Morphium das Gefühl ihres Körpers nicht verlieren. Sie sagt den Eltern klar vor den Kopf, dass sie sterben wird und in keiner falschen Hoffnung versinken möchte.
Sie beschließt dennoch, für sich den Traum zu verwirklichen und fährt alleine nach New York zum Vortanzen. All ihre Gefühle und Können und Emotionen legt Jules in den wunderschönen Tanz.
Mit einem Lächeln geht sie aus dem Raum.
Paul und Sam sitzen auf der Wiese in dem Geheimversteck der beiden Mädchen. Jules ist tot. Sam hat den Antwortbrief der Juliat und es ist eine Zusage. Sie wünscht sich, dass den Brief jemand geschrieben hätte, der Jules so gut kannte wie sie selbst. Einen Antwortbrief kreiert Sam folgendermaßen: Sehr geehrte Damen und Herren, leider müssen wir Ihnen mitteilen, dass Juliana Michaels im nächsten Semester nicht bei Ihnen studieren kann. Sie ist tot.
Jules war ausdauernd und stark und verrückt und hat Sam soviel gegeben.. Der Tod war das einzige, was sie vom Tanzen hat abhalten können. Jules wird immer bei ihr sein.
Schauspieler
*Larisa Oleynik als Juliana Michaels
Sie spielte zum Beispiel in den Filmen "10 Dinge, die ich an Dir hasse (als Bianca Stratford)", "Broken Windows (als Sara)" und Pope "Dreams (als Maggie Venable)". Außerdem hatte sie Gastauftritte unter anderem in den Serien Dr. Quinn, Das Leben und ich, Malcolm mittendrin, Psych.
*Shiri Appleby als Samantha Russell
Fernsehauftritte unter anderem in California Clan, Emergency Room, Baywatch, Xena, Beverly Hills 90210, Roswell. Die Liste der bekannten Kinofilme ist nicht sehr lang (u. a. Swimfan, Havoc, What love is)
*Peter Coyote als Wyn Michaels
Filme: E. T. der Außerirdische, Die Herzensbrecher, Bitter Moon, Erin Brockovich, Five Dollars a day
*Patricia Kalember als Sandra Michaels
Sie spielte in Katzenauge, Sisters, Law & Order, Signs, Ohne Limit
*Amy Madigan als Jackie Russell
Filme/Serien: u. a. The day after, Feld der Träume, Allein mit Onkel Buck, Criminal minds, Greys Anatomy, Emergency Room, Law & Order, Fringe-Grenzfälle des FBI
*Shane West als Paul
Buffy, Ran an die Braut, Oceans Eleven, Die Liga der außergewöhnlichen Gentlemen, Emergency Room, Nikita
*Scott Vickaryous als Eli
*Anton Yelchin als Jackson Michaels
Im Netz der Spinne, Taken, Star trek, Terminator, Für alle Fälle Amy, Emergency Room, Without a trace, Criminal Minds
*Lynn Whitfield als Linda Derricks
Polizeirevier Hill Street, Silverado, The wedding
Stab
Regie: Peter Gilbert
Drehbuch: Kara Lindstrom (schrieb unter anderem auch das Drehbucch zu Killing me softly)
Produktion: Peter Gilbert, Kelly Gonda, Jeffrey Kramer, Abbie Philips
Musik: Laurence Rosenthal (komponierte unter anderem die Musik zu Stauffenberg - Verschwörung gegen Hitler, Katharina die Große)
Kamera: Alex Nepomniaschy
Schnitt: Amy E. Duddleston, Stuart H. Pappe
Kapitel
Beste Freundinnen
Ohne Fleiß kein Preis
Zu wenig Zeit
Die bittere Wahrheit
Der Kampf beginnt
Angst und Zweifel
Sams neue Rolle
Klärende Gespräche
Der Auftritt
Die Entscheidung
Das Vortanzen
Eine richtige Tänzerin
Daten im Überblick
Darsteller: Larisa Oleynik, Shiri Appleby, Peter Coyote
Regisseur(e): Peter Gilbert
Format: Dolby, PAL, Surround Sound
Sprache: Deutsch (Dolby Digital 5.1), Englisch (Dolby Digital 5.1)
Untertitel: Deutsch
Region: Region 2
Bildseitenformat: 16:9 - 1.77:1
FSK: Freigegeben ab 6 Jahren
Studio: Starmedia Home Entertainment
Erscheinungstermin: 14. Januar 2003
Produktionsjahr: 2000
Spieldauer: 90 Minuten
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sonstiges
Der Film basiert auf dem von Davida Wills Hurwin im Jahr 1997 mit dem gleichnamigen Titel veröffentlichten Buch. Es handelt sich hierbei um ein englisch sprachigen Jugendroman.
Der Film wurde in Los Angeles gedreht und erschien in Deutschland im Januar 2003 direkt auf DVD und kam somit gar nicht in die deutschen Kinos.
Fazit
Der Film hat mich absolut berührt und ich saß sehr oft auf der Couch und habe geweint. Es handelt sich hier um eine wahre Geschichte und es gibt, wie es einfach so oft im Leben ist, kein Happy End.
Nach den ersten 20 Minuten habe ich mir noch gedacht, oh, hier werden wieder einige Klischees aufgenommen, die Amerika so zu bieten hat. Das Leben von Jules ist perfekt - sie ist hübsch, offen und beliebt, wohlhabende Eltern, liebevolle Familie, teuren Wagen, tollen Freund, Leidenschaft und Talent zum Tanzen. Dagegen steht dann Sam - dunkelhaarig, schüchtern und still, lebt mit ihrer Mutter in einem einfachen Haus, Beziehung zur Mutter eher angespannt, fährt einen alten Wagen, muss für ihre Tanzstunden in einem Imbiss arbeiten gehen. Sie steht im Schatten von Jules und ist das kleine hässliche Entlein (ich persönlich finde, dass Sam eine tolle Ausstrahlung besitzt und hübsch ist). Hätte in meinen Augen vielleicht nicht ganz so extrem dargestellt werden müssen, aber ok.
Die Freundschaft der beiden hält schon sehr lange und dementsprechend kennen sie sich gut. Jules erzählt und Sam hört zu und gibt ihr Ratschläge. Jules und ihre Träume und ihr Lebensweg stehen im Mittelpunkt. Die Darstellung ist wirklich gut gelungen und als Zuschauer zu verstehen. Erstaunlich finde ich, dass Sam das alles bewusst ist, aber mit dieser Rolle auch absolut zufrieden ist. Ihr macht das scheinbar gar nichts aus. Alles konzentriert sich auf Jules. Wenn man das jetzt hier so liest, denkt man bestimmt, was Jules für eine grausame, egoistische Person sein muss. Das stimmt so aber nicht ganz. Jules geht ihren Weg und ist meiner Meinung nach dennoch ein sympathischer und liebevoller Mensch. Das Umfeld hat sich ihr stark angepasst. Sam sagt zum Schluss einmal, dass sie immer Jules persönlicher Cheerleader gewesen ist. Was soll sie nach deren Tod machen? Darauf sagt Jules, dass sie sich dann selber anfeuern soll.
Sam begreift während des Krankheitsverlaufes von Jules, dass sie aus dem Schatten von Jules rauskommen und sich mal verdeutlichen muss, was sie eigentlich will. Bisher war immer klar, dass sie bei Jules bleibt und die beiden Mädchen alles gemeinsam machen werden. Doch was ist, wenn Jules tot ist? Diesen Prozess macht Sam durch und entwickelt ihre eigene Persönlichkeit.
Jules möchte immer perfekt sein und das Tanzen ist das, was sie will und liebt. Durch die Krankheit wird ihr ganzer Lebenssinn und ihre Träume unter den Füßen weggerissen. Sie kann den weiteren Verlauf ihres Lebens nicht beeinflussen und die ganze Idylle zerbricht. Zunächst leugnet sie die Krankheit, will darüber nichts wissen und geht ihrem Traum weiter nach. Doch sie zieht sich immer mehr in sich zurück und die Zeit wird ein immer wichtigerer Faktor. Sie begreift, dass sie sterben wird. Ich finde es so nachvollziehbar, dass sie zum Beispiel unbedingt noch erleben wollte, was und wie Sex ist. Die Szene war ein wenig zum Schmunzeln, denn der Ausspruch "Eli, ich möchte Sex mit Dir" kam so platt und süß rüber. In diesem Zustand noch zu tanzen und sogar die Aufnahmeprüfung in einer Eliteschule zu schaffen, ist wohl sehr unrealistisch. Ich weiß auch nicht, ob das in der wahren Lebensgeschichte so geschehen ist. Ich sehe es eher symbolisch. Sie hat ihren großen Traum noch vor dem Tod wahr werden lassen und ist zum Vortanzen gefahren, wofür sie die ganze Zeit so hart gearbeitet hat. Diesen Wunsch hat sie sich erfüllt.
Durch die mitreißende Story treten die Tanzszenen in meinen Augen ein wenig in den Hintergrund. Es gibt viele schöne Tanzpassagen im Training, Einzeltänze von Sam und Jules und die Tanzaufführung. Das alles ist mit popiger Musik untermalt und modern. Keine klassischen Ballett Darstellungen!. Die Tänze kommen zumeist sehr gefühlvoll und ausdrucksstark rüber. Gefällt mir! Sehr gut! Da es zur Zeit ja hauptsächlich Tanzfilme mit Street dance Charakter auf dem Markt sind, ist dieser Tanzstil eher wieder ein wenig feiner und ballettorientierter.
Im Gegensatz zu vielen anderen Tanzfilmen, wird hier die Handlung und die schauspielerischen Fähigkeiten aber nicht vernachlässigt.
Häufig übernimmt Sam die Funktion des Erzählers, in dem sie aus ihrem Tagebuch vorliest und ihre Sicht der Dinge darstellt.
Der Film hat mich in seinen Bann gezogen. Ich konnte lachen und weinen. Es geht um Freundschaft, das Leben, die eigene Persönlichkeitsentwicklung, Liebe, den Kampf gegen Krebs und um das Tanzen. Für diesen Bericht habe ich mir den Film erneut angeschaut, um mir die Handlung wieder besser ins Gedächtnis rufen zu können. Vielleicht war ich emotional gestern ein wenig anfällig, aber mir kamen so oft die Tränen Die Verzweiflung der Eltern und Freunde auf der einen Seite und der Kampf von Jules auf der anderen.
Obwohl ich gerne Tanzfilme schaue, glaube ich, dass auch Tanzmuffel gut mit diesem Film zurechtkommen und von der Handlung berührt sind. Einfach mal anschauen, es lohnt sich!!!!!
Fazit: viel mehr als nur ein Tanzfilm

