LG GSA-H54L
Bruzzel bruzzel (2) - LG GSA-H54L BD/DVD Brenner

Produkttyp: LG Electronics DVD-Brenner

Neuester Testbericht: ... man den Rechner geöffnet und die vorderen Blenden entfernt, kann man das Laufwerk einfach in den Käfig schieben. Dann sollte man es mit G... mehr

Bruzzel bruzzel (2)
LG GSA-H54L

LittleSparko

Name des Mitglieds: LittleSparko

Produkt:

LG GSA-H54L

Datum: 28.08.11

Bewertung:

Vorteile: Funktionsumfang, Bedienung, Preis

Nachteile: ?

Ich hatte mir ja im April 07 einen neuen Rechner gekauft.
Dieser verfügte über einen Multibrenner, der auch DVD RAM brennen kann. Nun hatte ich aber Mama meinen alten DVD Brenner im Rechner gelassen und kein weiteres Laufwerk da, ausser einem CD Brenner, den sich mein Bruder unter den Nagel riß.

Somit hatte ich das Problem, DVDs, die kopiert werden sollten, immer erst auf den Rechner zu kopieren und dann wieder zu brennen. Auf Dauer kann das recht nervig werden.
Irgendwann stolperte ich über die Lightscribe Technologie und stellte erfreut fest, dass sie mittlerweile nahezu billig geworden ist. Die Brenner kosten kaum mehr als andere Multibrenner und die Rohlinge sind ebenfalls nicht viel teurer als herkömmliche Rohlinge.

Ich haderte eine Weile mit mir, entschloss mich aber nun doch, mir einen weiteren Brenner zuzulegen. Der Gedanke an schick illustrierte CDs/DVDs mit Lightscribe gefiel mir.
Aufgrund seiner Vista-Kompatibilität und der Geschwindigkeiten sowie des Preises, fiel meine Wahl auf den H54L von LG.
Der H55L wäre noch bei reinen DVDs noch schneller, aber auch erkennbar teurer gewesen. Ich bestellte den Brenner bei einem Ebay Händler und bezahlte 25,99Euro plus Porto für die Bulk Version - also ohne aufwendige Verpackung.
LG GSA H54L Super-Multi mit Lightscribe

***Lieferumfang***

- der Brenner
- die Software auf CD: Nero 7 Essentials, Power DVD, Power Producer, InCD, Acrobat Reader

***Technische Daten***

CD: 48x CD-R/40x CD-RW/48x CD-ROM
DVD: 18x DVD+R, 18x DVD-R, 6x DVD-RW, 8x DVD+RW, 12x DVD-RAM, 10x DVD-Double Layer(+R), 10x DVD-Dual Layer(-R)

Lightscribe:
1070 TPI: weniger als 29 min
800 TPI: weniger als 24 min.
530 TPI: weniger als 18 min
- intern, IDE Anschluss

weitere Daten gibt es hier:
http://de.lge.com/products/model/detail/dvdbrenne r_gsah54l.jhtml
Das Gerät ist in schwarz und beige zu haben, ich habe mich für den schwarzen entschieden, wenngleich mein PC Gehäuse schnieke Laufwerksblenden hat.

Aussehen

Wie erwähnt, ist mein Modell schwarz, ist da oben ja auch gut zu sehen. Meine Schublade is nicht so wild bedruckt wie auf dem Produktbild, aber stört ja keinen, darunter ist der Knopf und die grüne Betriebs LED. Er ist ein wenig schwerer als ein normaler DVD Brenner - klar, sind ja zwei Laser drin.
Einbau
Ist im Grunde recht simpel, wenn man sich etwas mit dem Innenleben seines Rechners auskennt.

Hat man den Rechner geöffnet und die vorderen Blenden entfernt, kann man das Laufwerk einfach in den Käfig schieben. Dann sollte man es mit Gehäuseschräubchen befestigen, 2 auf jeder Seite sollten problemlos durch vorhandene Löcher im Käfig machbar sein.
Danach grabscht man sich das Kabelgewirr, das vom Netzteil kommt und sucht sich eine Stromversorgung und steckt diese hinten an das Laufwerk.
Nun brauchen wir noch die Verbindung zum Herzstück, dem Mainboard. Auf meinem befindet sich ein IDE Anschluss, der zwei Geräte unterstützt. An meinem vorhandenen DVD hängt ein Doppel-IDE Kabel, sprich es hat zwei Anschlüsse für Laufwerke. Den freien stecken wir nun also ans Laufwerk, jumpern den 2. Brenner auf SLAVE und sind auch schon fertig.

Den Rechner wieder zusammenbauen und hochfahren. Windows XP sollte selbständig erkennen, dass ein DVD Ram Laufwerk hinzugekommen ist und vergibt automatisch einen Laufwerksbuchstaben dafür.
Den ersten Unterschied zu normalen Laufwerken bemerkte ich nach dem Zusammenbau des Rechners: der neue ist um wenige Millimeter anders gebaut, so dass meine Rechnerfront, die Laufwerksblenden besitzt und dafür positionierte Öffnungstaster, die den Knopf am Laufwerk dahinter betätigen, nicht exakt passt. Ich kann nun mein Laufwerk nicht mittels Knöpfchendruck öffnen, ich muss immer mit Rechtsklick aufs Laufwerk und Auswerfen wählen. Kann ich aber mit leben, ich hab ein weiteres Laufwerk, wo es funktioniert und im Brennvorgang kommt die Schublade eh von selber raus.

Hinweis: Es gibt viele Brenner auch als SATAII Version. Da ich nur 2 SATAII Anschlüsse habe und diese bereits belegt sind, blieb ich zwangsweise bei IDE.

Inbetriebnahme

Nun suchte ich vergeblich die Lightscribe Funktion im Nero. Google lieferte die Erkenntnis: wir müssen Windoof mal wieder auf die Sprünge helfen.

Auf lightscribe.com gibt es ein Update fürs System, Systemsoftware, schnell installiert und schon war auch die Lightscribe Funktion vorhanden.
Software
Mitgeliefert ist PowerDVD und Nero7 Essentials.
Power DVD benötige ich nicht, da ich alles mit Nero mache, was mit Video & Co. zu tun hat.

Da ich eine Vollversion mit allem Schnickschnack von Nero6 habe, deinstallierte ich Nero7 direkt wieder, da es extrem abgemagert ist.
Ich installierte sämtliche Updates und Plugins für Nero6 und konnte das Lightscribe Menü aufrufen. (dank der Systemsoftware)
So recht glücklich war ich damit nicht und suchte im Netz nach Alternativen. Ebenfalls auf lightscribe.com fand ich einen Template Labeler, kostenfreies kleines Programm, das einige fertige Vorlagen zum Labeln mitliefert. Sehr schön: die Druckvorschau bietet ein durchklicken durch die verschiedenfarbigen Rohlinge an, so kann man sich das passendste aussuchen und schauen, wie es ungefähr aussieht.

Mit Nachdruck empfohlen, diese Software ermöglicht einfaches und schickes, passgenaues Labeling!

Brennen

Selbst 16x DVD Rohlinge haut der Brenner mit 18x problemlos durch, es treten dabei keine Fehler auf. Wie ich es von LG gewohnt bin, frisst der Brenner jede Art von CD/DVD/RAM oder DL Rohling, ohne Murren und Knurren, sofern möglich brennt er immer mit voller Geschwindigkeit, ohne Fehler zu produzieren, einfach gute Qualität.
18x ist natürlich toll - eine komplette DVD in 5min fertig!

Dabei ist der Brenner erstaunlich leise (mein anderer klingt wie ein abhebender Hubi) und die Rohlinge werden auch nicht heiss, nicht mal richtig lauwarm. Die Technik von LG verbessert sich also stetig.

Lightscribe

Lightscribe: statt einer bedruckbaren oder "normalen" Oberfläche, besitzen Lightscribe Rohlinge eine spezielle Beschichtung. Passende Brenner einen zusätzlichen Laser. Um das Label aufzubringen muss der Rohling gedreht werden, die Datenseite also nach oben. Der Lightscribe-Laser beginnt dann, mit sehr feiner Auflösung, die gewählten Bilder und Schriften in diese Schicht zu ätzen.
(Beim Labelflash von Fuji ist es anders!)
Nachdem ich mich also mit dem Template Labeler angefreundet hatte, entschloß ich mich, meine englischen TV Folgen von CSI Miami zu brennen. Ich bastelte ein paar passende S/W Bilder und gestaltete so diverse Labels für die unterschiedlichen Staffeln.

Siegessicher drehte ich den Rohling rum und klickte bei Einstellung "Optimal" auf Drucken und wartete gespannt, bis die angezeigten 18min vergangen waren. In dieser Zeit kann man mit dem Rechner weiter arbeiten, normale Brennvorgänge bringen ihn ja schon mal zum Zögern, nicht so beim Labeln. Der Brenner gibt im Prinzip dabei keinen Mucks von sich, lediglich die blinkende LED signalisiert, dass er arbeitet.
Das erste Ergebnis enttäuschte mich ein wenig. Lt. Caine sah arg blaß aus auf der Scheibe. Ich rief das Lightscribe Control Panel auf (die Systemsoftware) und fand die Einstellung "Labels werden dunkler, drucken dauert länger" und klickte sie an. Da ich pro Staffel eh zwei Scheiben brauche, hatte ich nun den Vergleich, gleicher Rohling, gleiches Motiv.
Der Druckvorgang dauerte nun 28min, aber das Ergebnis sah wesentlich besser aus. Herrn Caine seine Jacke war nun auch ordentlich dunkel, ebenso die obligatorische Sonnenbrille.

Von der Auflösung der Bilder bin ich hellauf begeistert. Extrem fein, tatsächlich wie ein S/W-Foto sieht das Label aus. Die Oberfläche bleibt dabei vollkommen glatt, fühlt sich also nicht an, wie eine Industrie-gepresste Scheibe.
Leider findet sich keine genaue Information im Druckmenü, wie die unterschiedlichen TPI zustande kommen, man kann auch nicht danach auswählen, nur den Kontrast nach Optimal, Normal und Entwurf wählen - plus das Panel mit "Druck wird dunkler".

Fazit

Mit bis zu 1 Euro pro Stück sind Lightscribe Rohlinge zwar recht teuer, aber in meinen Augen ist das edle Aussehen einfach unschlagbar und für Dinge, die man aufbewahren oder verschenken möchte, lohnt sich der Zeit- und Geldaufwand, die Qualität ist einfach klasse.
Der Brenner ist ab26 Euro aktuell recht günstig zu haben, LG bietet nur ein "besseres" Modell, welches DVDs mit 20x brennt, ansonsten mit diesem hier identisch ist. Der Preisunterschied spricht für den H54L.

Zuverlässig, schnell und fehlerfrei werden alle Rohlinge verarbeitet, wie ich es von LG gewohnt bin.
Lightscribe ist eine tolle Funktion, die man sicher nicht ständig nutzen wird, aber die sehr schöne Möglichkeiten bietet - fürs eigene Archiv oder ganz besondere Geschenke.
Negative Anmerkungen: die Kurzanleitung, die meinem Brenner beilag war ausschliesslich englisch. Dafür allerdings idiotensicher bebildert.
Und was mich bei allen Laufwerken stört: legt doch endlich mal Befestigungsschrauben bei - glaubt ihr Hersteller, sowas haben die Leute kiloweise im Schrank liegen?! Tztz.

Alles in allem bin ich mit LG wieder einmal rundum zufrieden und glücklich, natürlich vergebe ich volle 5 Sterne - für diesen Preis ein grandioser Funktionsumfang - und selbstredend eine absolute Empfehlung.

Bruzzel: KingSparko / LittleSparko 2008

Fazit: Das Fazit bruzzelt weiter

Verarbeitung:    
Zuverlässigkeit:    
Laufgeräusche:    
Geschwindigkeit: