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Schwindende Qualität unter neuem Management - dm-drogerie Markt Drogerie

Neuester Testbericht: ... Produkte kämen bei der Kundschaft nicht an, hieß es, eingekleidet in nichtssagenden Wortschwall. Die Müller-Drogerien führen inzwischen ein... mehr

Schwindende Qualität unter neuem Management
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jeff-the-karo

Name des Mitglieds: jeff-the-karo

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dm-drogerie Markt

Datum: 20.06.17

Bewertung:

Vorteile: Manche Artikel sind sehr empfehlenswert.

Nachteile: Mit dem Rauswurf von Alnatura sägt dm am eigenen Ast.

Bisher waren meine Frau und ich treue dm-Kunden. Die Alnatura-Lebensmittel fanden unseren besonderen Gefallen aufgrund ihrer hohen Qualität, durchweg Bio und ein hoher Anteil an Demeter-Produkten.
Daß Alnatura aus dem Programm rausgeworfen wurde, ist für uns eine herbe Enttäuschung.
Die dm-Eigenmarken können da nicht mithalten.
Jüngstes Beispiel: Der Bio-Holunderblütensirup, die 330-ml-Flasche für Euro 2,45. An heißen Sommertagen mit Sprudel aufgegossen, sollte es eine köstliche Erfrischung sein. Doch die Freude hielt sich in Grenzen.
Damit der Inhalt an sommerlich heißen Tagen nicht verdarb, bewahrten wir den Sirup im Kühlschrank auf.
Doch was zeigte sich da? Am Boden setzte sich eine immer dicker werdende Schicht von Zucker ab, die schließlich mehr als ein Drittel der Flasche ausfüllte.
Der Holundergeschmack war nicht ausgeprägt genug, sondern wurde von dem Overkill an Zucker zugedeckt.
Laut Inhaltsangabe sind Rohr- und Rübenzucker enthalten. Wieviel von welcher Sorte, ist nicht angegeben. Doch 100 ml des Sirups enthalten 83 g Zucker, viel zu viel!
In der ganzen Flasche sind nach Adam Riese 273,9 g Zucker enthalten, also 830 g pro Liter. Für eine gesunde Ernährung ist das erheblich zu viel!
Bei Ikea bekommt man Bio-Holundersirup ("Ekologisk"), der sehr viel besser schmeckt und nicht dermaßen von Zucker strotzt.
Das ist nur eines von noch mehr Beispielen.
Die dm-Kette ist auch durch das Festhalten an Plastik-Nanopartikeln in fast allen seinen Kosmetikprodukten negativ aufgefallen. Ungeachtet der Warnungen und Proteste von Verbraucherverbänden und Bürgerinitiativen hält dm an der Nanoplastik fest.
Unter dem anthroposophisch-ganzheitlich denkendem Firmengründer war dm ein Vorreiter in Sachen Umweltschutz und Lebensqualität auf allen Gebieten.
Seit der Gründer sich zurückgezogen hat, ist leider die Qualität der Produkte immer mehr zurückgegangen.
Schon um ca. 2005 gab es bei dm kein Weleda-Hauttonikum mehr, und der Anteil der Weleda-Produkte am Sortiment schwindet seitdem immer mehr.
Dazu schrieb ich damals einen Brief an die Firmenleitung, in dem ich mein Bedauern über die fehlenden Weleda-Kosmetikprodukte ausdrückte. Die Antwort fiel sehr kommerziell-technokratisch aus. Diese Produkte kämen bei der Kundschaft nicht an, hieß es, eingekleidet in nichtssagenden Wortschwall.
Die Müller-Drogerien führen inzwischen einen Großteil der Weleda-Produkte, und sie kommen bei der Kundschaft sehr gut an!

Fazit: dm verrät seine Ideale an das Kommerzdenken.